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Hallo Hanel,
ich denke in der Gleichung : Kapitalismus = Schuldentum fehlt noch ein Bestandteil: nämlich die Zeit !
Also: Kapitalismus = Schuldentum / Zeit
Wie wichtig die Zeit ist, kann man an dem periodischen Schuldenerlaß der alten Hebräer sehen: alle 7 bzw. 49 Jahre !
Über die "Urschuld" kann man hier nachlesen:
[url]http://www.liberty.li/forum/archive/index.php/t-133.html[url]
Aus diesem Grunde wird dem Geld auch nachgesagt, dass Geld Zeit sei ! Hätte man unendlich viel Zeit zur Verfügung, dann gäbe es auch keine Schulden oder "Kapitalismus" - absichtlich in Anführungszeichen.
Gruß
Reinhard
[/url]
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Ja - Du hast völlig Recht -
Und ich sagte schon - wir verschwenden hier Zeit und haben auch nicht unendlich viel davon - und Dein Einwand ist, wie gesagt haarspaltend, denn es ging (bei meiner "Gleichung") nicht um eine physikalisch, mathematische, sondern um eine sinnhafte.
Leider sind wir beide nicht in der Lage eine konstruktive, aufbauend, erklärende Rede und Gegenrede = Frage und Antwort aufzubauen, sondern erschöpfen uns im Hin- und Herschieben bereits ständig Wiedergekäutem.
Mein Angebot steht nach wie vor - Deine nachvollziehbare Annahme, noch wie vor aus.
Und über meine Einstellung dazu kannst Du hier nachlesen, so Du was Neues von einem ganz normalen Menschen erfahren willst:
http://www.islamheute.ch/isloeko.htm
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Hallo Ihr Beiden: Hanel und Reinhard,
aus ferner, ferner Jugendzeit erinnere ich mich noch an den alten Marx.
Wie wärs, wenn Ihr mal das Kapital lesen würdet? Da wird erklärt, wie es zum Kapitalismus kommen kann.
Wie man ihn loswird, das weiß allerdings weder der Marx, noch der Engels, noch der Lenin, noch der Stalin, noch der Mao Tse Tung .....
danach habe ich den Überblick verloren .....
Inanna
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Liebe Inanna
Damit Du den Überblick (kriegst) erlaube ich mir, Dir folgende Lektüre vorzuschlagen.
http://www.fro.at/sendungen/islam/isloeko.htm
Beim Kapitalismus geht es LETZTLICH um nichts anderes, als das Geldschöpfungsproblem - alles andere ist ein wenig Philosophie in mehr egoistische oder eben altruistische (sozialistische) Richtung.
Und dieses "Geldschöpfungs Problem" hat der gute alte Marx eben auch nicht gelöst. Er ging eben, wie die meisten vor und nach ihm, eben davon aus, dass es Geld eben gibt und diese bösen Kapitalisten hätten es in ihren unerschöpflichen Truhen von ihren schlimmen Vorfahren irgendwie überkommen gekriegt. Nein - so ist es nicht.
Geld kommt nur über ein Kreditverfahren in den Umlauf. Und der Kreditnehmer ist eben Herr Ma(r)x Kapitalist. Und er steht unter nicht kleinem Zwang, dieses geborgte Geld (und sogar noch mehr - man erinnert sich - der omionöse Mehrwert !- der von wo herkommt, das auch noch keiner weiss - denn die Arbeiter haben ja KEINEN Kredit genommen!?) wieder zurückzugeben.
Das sogenannte "kapitalistische" Problem ist primär NUR über ein neues Verfahren und Verständnis der Geldschöpfung an sich zu lösen - und der Erkenntnis, dass des Menschen Wirken um PROFIT zu erwirtschaften, nicht in der Anhäufung von Geld besteht, bestehen kann (und darf), sondern im Genuss von (möglichst erneuerbaren) Gütern und Dienstleistungen.
Darum geht es - doch NIEMAND - begibt sich auf dieses Terrain, sondern verbleibt auf dem so schwankenden, wie unterhaltsamen Gebiet der sozialpolitischen Betrachtung, Zerpflückung und Darstellung seiner gesellschaftspolitischen Anschauungen bezgl. ökonomischer, sozialer, politischer Wirkungen, WILLENTLICHER, sittlicher wie unsittlicher wirtschaftlicher Betätigungen.
Und je mehr sie gelesen haben, "studiert" haben, desto unwilliger die Herrschaften - denn es könnte ja sein, dass der feste akademische Unterbau verworfen würde.
Schade -
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Hallo,
Hanel scheint wohl davon auszugehen, dass zuerst das Geld und dann die gesellschaftlichen Strukturen entstanden sind. Aber das ist nicht so, wenn auch unbestritten bleibt, dass das Geldwesen einen wesentlichen Einfluss - besonders in heutiger Zeit ! - auf die gesellschaftlichen Strukturen hat. Denn wir sind eigentlich alle Pleite ! Und es ist auch richtig, wenn er sagt, dass über die Geldschöpfung letztlich alle Unternehmen gezwungen sind zu wachsen - aber dies ist ein Wachstum zum Tode ! Richtig ist auch, dass besonders die religiösen Menschen sich viel mehr mit dem Geld an sich beschäftigen sollten - weil es nämlich sonst andere tun ! Geld muss dabei nicht der "Mammon" sein.
Wogegen ich mich mit vehemenz wehre, ist die "Gleichung" Kapitalismus = Schuldentum absolut zu setzen. Denn Schulden gab es in der Menschheitsgeschichte immer, wie es auch immer Geldvernichtung gab, durch Inflation, Deflation, Kriege, Raubzüge, Katastrophen usw. Dabei verteidige ich den Kapitalismus ja nicht !
Was seinen Beitrag im Netz
http://www.fro.at/sendungen/islam/isloeko.htm
angeht, so habe ich Hanel schon geschrieben, dass ich die Betrachtung von "Urschuld" - angefangen bei "Adam und Eva" und sich auf die Priesterschaft ausdehnend, für abenteuerlich halte. Und solange man durch eine bestimmte Art von ARBEIT mehr GELD verdient als durch die Reparatur eines Gegenstandes, wird sich da auch nichts ändern. Hier geht es, allen Einwänden von Hanel zum trotz um enorme Veränderungen der Gesellschaftsstrukturen. Wenn kein Geld vorhanden ist, um Socken zu kaufen, müssen die kaputten Socken gestopft werden. Das Stopfen kostet 0,05 € und die dafür nötige Zeit von 30 Minuten wird nicht gerechnet. Wenn ich allerdings in einer Stunde durch eine andere Arbeit 20,- € verdiene, dann kann ich mir neue Socken, das Paar für 2,- € locker leisten und kaufen. Das in diesen 2,- € mind. 0,3 € Zinsen enthalten sind, wird nicht berücksichtigt - leider. Wir haben in heutiger Zeit auch keine Zeit mehr, weil wir arbeiten müssen, um zu konsumieren - denn sonst bricht ja das ganze System zusammen - immerhin !
Gruß
Reinhard
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