Beschneidung im Islam?


Wenn wir den ruhmreichen Quran lesen, der alle Einzelheiten enthält, soweit die wichtigen Dinge des menschlichen Lebens, des Gesetzes und der Religion betroffen sind, finden wir keine Spur oder Erwähnung einer der entscheidendsten Themen in den heutigen muslimischen Gesellschaften: Beschneidung.

Der folgende Text ist ein Auszug aus einem Buch zu diesem Thema von Dr. Sami Abu Salieh:

Diese Streitfrage kann wie folgt zusammengefasst werden: Können wir uns einen Gott vorstellen, der verlangt, dass seine Anhänger an den Geschlechtsorganen verstümmelt und mit einem Zeichen versehen werden, genau wie Vieh? Dr. Nawal El-Saadawi, eine Aegypterin, die selbst beschnitten wurde, schreibt:

„Wenn Religion von Gott kommt, wie kann sie dann den Menschen befehlen, ein Organ abzuschneiden, das von Ihm geschaffen wurde, solange dieses Organ nicht abgestorben oder missgebildet ist? Gott erschafft die Teile eines Körpers nicht zufällig, ohne einen Plan. Es ist nicht möglich, dass Er die Klitoris im weiblichen Körper nur geschaffen hätte, damit sie zu einem frühen Zeitpunkt im Leben der Frau abgeschnitten würde. Dies ist ein Widerspruch, in den sich weder wirkliche Religion oder der Schöpfer verstricken würde. Wenn Gott die Klitoris als einen sexuell empfindsamen Körperteil erschaffen hat, dessen einzige Aufgabe es zu sein scheint, der Frau sexuelles Vergnügen zu veschaffen, dann folgt daraus, dass Er ein solches Vergnügen für die Frauen als normal und berechtigt und somit als einen integralen Bestandteil der geistigen gesundheit ansieht." 48

Es ist oft verkündet worden, dass der Islam an der Wurzel der weiblichen Beschneidung zu finden ist, und dass er auch für die unterprivilegierte und rückwärts gewandte Situation der Frauen in Aegypten und in den arabischen Ländern verantwortlich ist. Solch eine Behauptung ist nicht wahr... Wenn die Prinzipien, für die sie eintritt, authentisch sind, strebt eine Religion nach Wahrheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Liebe und einem gesunden Leben für alle Menschen, ob Männer oder Frauen. Es kann keine wirkliche Religion geben, die nach Krankheit strebt, nach der Verstümmelung der Körper von weiblichen Kindern und nach der Amputation eines wichtigen Teiles ihrer Fortpflanzungsorgane.

Renée Saurel betrachtet die Streitfrage noch einmal. Sie schreibt: „Der Quran erlaubt und empfiehlt - im gegensatz zum Christentum und Judentum - dass der Frau körperliches und seelisches Vergnügen verschafft wird, ein vergnügen, dass beide Partner beim Liebesakt finden. Zwangsweise aufgetrennte, gerissene und abgetrennte Gewebe fördern weder die Sinnlichkeit noch das gesegnete Gefühl, das gegeben und geteilt wird, wenn man das Vergnügen sucht und dem Schmerz entflieht." 50

Gott sagt uns in seinem ruhmreichen Buch:

„Der alles gut gemacht hat, was Er erschuf. Und Er begann die Schöpfung des Menschen aus Ton." (32:7)

„...Unser Herr, Du hast dieses nicht umsonst erschaffen. Gepriesen bist Du, darum behüte uns vor der Strafe des Feuers." (3:191)

Wenn Gott also die Erschaffung des menschlichen Wesens vervollkommnet hat, weshalb gibt es dann auf diese Welt Menschen, die die Verstümmelung des menschlichen Körpers im Namen der Religion fordern?

Vielleicht beantwortet dieses die Frage:

„(Satan), den Gott verflucht hat und der dies erwiderte: „Ich werde von Deinen Dienern einen bestimmten Teil nehmen; - und ich werde sie irreleiten und ihre Hoffnungen anregen und ihnen Befehle erteilen, dem Vieh die Ohren aufzuschlitzen, und ich werde ihnen befehlen, und sie werden Gottes Schöpfung verändern." Und wer sich Satan statt Gott zum Beschützer nimmt, der hat sicherlich einen offenkundigen Verlust erlitten." (4:118-119)

Was die „medizinischen" Gründe betrifft, die zum Wohle der Beschneidung (bei Männern) angeführt werden, folgt ein Artikel, der von Aerzten zu diesem Thema geschrieben wurde:

„Angeführte medizinische Gründe für die Beschneidung"

Zensur Das Risiko von Krebs am Zensur ist 1:100 000. Wenn die Beschneidung Zensur verhüten könne (was nicht wahrscheinlich ist - Madden legte kürzlich eine Studie von 37 Zensurällen bei beschnittenen Männern vor), ist es unethisch, 100 000 Beschneidungen an normalen Säuglingen durchzuführen, um möglicherweise einen Zensur bei einem älteren Mann zu verhüten. Eine Anzahl der Säuglinge wird dabei sterben, und viele (200) werden bedeutende, ernsthafte Komplikationen erleiden. Nirgends sonst in der Medizin wird diese Art der Vorbeugung durchgeführt.

Infektion des Urinartrakts Das Risiko, dass der Urinartrakt sich bei unversehrten Jungen infiziert, wird auf 1:100 geschätzt. Wie kann irgend jemand vorschlagen, das man 100 Jungen ihre normale Vorhaut entfernt, um möglicherweise eine Urinartraktinfektion zu verhüten, die leicht und korrekt mit Antibiotika behandelt werden kann?

Hygiene Die meisten Amerikaner stellen sich vor, dass die Vorhaut des erwachsenen Mannes wie die Vorhaut des Neugeborenen aussieht, die fest über die Eichel hingezogen ist und nach vorne vorsteht. Da sie selten einen normalen „intakten" Mann sehen, wissen sie nicht, dass die Vorhaut sehr lose wird und leicht zurückgezogen werden kann, so das der Mann aussieht, als ob er beschnitten wäre. Es ist genauso leicht, diesen intakten Zensur zu säubern, wie einen beschnittenen. Hygiene ist ein absurder und tragischer Grund für die Beschneidung.

Komplikationen

Komplikationen bei jedem beschnittenen Mann: Verlust der sexuellen Empfindsamkeit, ca. 15 % Zellschichtzuwachs der Oberflächendicke der Eichel Verlust der Vorhaut Verlust des Frenulum Abnehmende Empfindsamkeit der Eichel Eine Narbe auf dem Zensur Veränderungen in der Urinaröffnung

Häufige Komplikationen: starke Blutungen Infektionen Meatitis (Entzündung der Urinaröffnung) Meatale Stenosis (Verstopfung der Urinaröffnung) Ueberbrückung - der beschnittene Rand bleibt an der Eichel haften und bildet so „Tunnel" Dicke Narbe am Zensur Krümmung des Zensur, da zuviel Haut entfernt wurde; oft erst bei Erektion sichtbar Schamhaar am Zensur wird auf den Zensur gezogen, da zuviel Vorhaut entfernt wurde Blutungen während des Geschlechtsverkehrs Schmerzen bei der Erektion Verborgener Zensur - der beschnittene Rand der verbleibenden Haut klebt zusammen und verbirgt so die Eichel Entfernung von zuviel Haut Dehiszenz (Wiederaufgehen der Wunde) Zurückhalten des Urin

Ernsthafte Komplikationen: Starke Blutungen Infektionen Abtrennen der Eichel oder eines Teils der Eichel Verletzung oder Vernichtung des ganzen Zensur oder eines Teils davon Elektrische Verschmorung hat bereits ganze Zensur zerstört, so dass die Geschlechtsteile des Säuglings operativ in weibliche geschlechtsteile verändert werden mussten Unabsichtliches Einsetzen eines Hämostaten in den Urinleiter und Zerdrücken der Eichel Tetanus Tuberkulose - z.B. bei der Mezizah, dem Brauch, dass das Blut von der Beschneidungswunde aufgesaugt wird, der Mohel (Beschneider) kann die Krankheit auf diese Weise auf das Kind übertragen Zerrissenes Skrotum (Zensur) Ernsthafter Eisenmangel und Anämie nach schweren Blutungen Blasenbildung und Abschälen der Eichel bei der Intromission (beschrieben von Masters und Johnson) Vereiterungen beim Neugeborenen (zweimal so häufig bei Jungen wie bei Mädchen) Meningitis, nekrotisierende Enterokolitis (Darmentzündung), nekrotisierende Fasciitis (nekrotisierende Weichteil-Infektion), Gangrän (Wundbrand) Schock Tod

Die folgenden Komplikationen wurden aus Aeusserungen von beschnittenen Männern zitiert: Niedrige männliche Selbstachtung Vermeidung von Intimität in Mann-Frau-Beziehungen Negative Einstellung gegenüber Schmerz und Stimulierung Passivität Verringerte Empathie (Mitgefühl) Antisoziales Verhalten - Gewalt als erwachsener Mann, Gewalt in der Familie, Vergewaltigung, Kindesmissbrauch, Selbstmord und Diebstahl

„Was man Kindern antut, werden sie der Gesellschaft antun."

Dr. med. Karl Menninger, Menninger-Klinik

Die Basis - Menschenrechte:

Die folgenden Rechte wurden anlässlich der Zweiten Internationalen Konferenz über Gesundheit und Menschenrechte, Harvard Universität, Oktober 1996, formuliert. Tim Hammond erklärte, dass jedes dieser Rechte verletzt wird, wenn man eine Beschneidung durchführt:

das Menschenrecht auf die Sicherheit der Person da Menschenrecht auf die körperliche Integrität das Menschenrecht auf körperliche und geistige Gesundheit das Menschenrecht auf Selbstbestimmung Beschneidung ist ebenfalls eine Verletzung der Konvention über die Kinderrechte. Artikel 24.3 fordert die Abschaffung „traditioneller Bräuche, die sich nachteilig auf die Gesundheit der Kinder auswirken".

Mythen: Wir können nun sehen, wie diese Mythen durch die obenstehenden Informationen widerlegt werden. „Bloss ein Stück Haut." „Es tut nicht weh." „Beschneidung ist kein wichtiges Thema." „Sie ist aus hygienischen Gründen notwendig." „Notwendig, um Zensur vorzubeugen." „Notwendig, um einer Infektion des Urinartrakts vorzubeugen." „Es ist wichtig, dass er aussieht wie sein Vater." (In Wirklichkeit will sein Vater wie er aussehen.) „Er fühlt sich vielleicht nicht wohl, wenn er anders aussieht." (Die Hälfte der Jungen in den USA haben heutzutage einen intakten Zensur. Man muss ihm sagen, dass er O.K. und normal ist, und dass er seine beschnittenen Freunde sanft behandeln soll.)

Zusammenfassend ist die Beschneidung nicht nur ein Brauch, der sich in Gottes vollständigem Buch nicht findet, sondern sie ist auch an sich eine Verletzung von Gottes Aussage, dass Er die Erschaffung des menschlichen Wesens vervollkommnet hat.

Die Beschneidung ist nicht mehr als ein „Ritual", das einige sehr alarmierende medizinische „Nebeneffekte" hat, die in keiner Weise Teil von Gottes vollständigem und vollkommenem System sein können.

Helfen Sie dabei, dieses barbarische Ritual noch heute zu stoppen!

Quelle: http://www.Englisch posten bitte-minds.org/german1.htm
Frage:

Warum lest ihr alle in Büchern, was richtig und was falsch sein soll?
Was glaubt ihr - wozu leben wir, wenn nicht dafür, dass wir die Welt selbst erleben sollen?

Bücher und Religionstexte können eine Starthilfe sein, aber schlussendlich geht es darum, dass ihr euer Leben selbst in die Hand nehmt und nach euren eigenen Gesetzen lebt und die Welt, Natur und deren Harmonie in all ihrer Pracht erlebt...
...eins werdet mit eurer Umgebung und im Einklang mit euch Selbst und euren Liebsten das Leben zu einem Feuerwerk macht.
Zitat:
...eins werdet mit eurer Umgebung und im Einklang mit euch Selbst und euren Liebsten das Leben zu einem Feuerwerk macht.


Dies geht nur dadurch, dass man sich den Gesetzen Gottes unterwirft. Als mickriges Wesen gegenüber Gott käme es einer Auflehnung gegenüber Gott gleich, wenn man Seine Worte nicht befolgen würde (jetzt egal welcher Schrift - Thora, NT oder Koran).

Friede!
@zaf-ad

Dann sag mir bitteschön, was an einem Menschen schlecht ist, der wie ich, nur ein einziges Gesetz versucht zu befolgen.

--->
Nichts tun, was anderen oder der Umwelt schaden könnte.
Und natürlich ---> Alles tun, was glücklich macht und dieses Gesetz nicht bricht.
Übereinstimmung mit den minimalen Anforderungen

Wahrlich, diejenigen, die glauben, und die Juden, die Christen und die Sabäer, wer an Gott und den Jüngsten Tag glaubt und Gutes tut - diese haben ihren Lohn bei ihrem Herrn und sie werden weder Angst haben noch werden sie traurig sein. [2:62]

Jene, die geglaubt haben, und die Juden und die Sabäer und die Christen - wer an Gott glaubt und gute Werke tut -, keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie traurig sein. [5:69]
"Übereinstimmung mit den minimalen Anforderungen"
*lol* !

hey, aber ich glaube weder an den jüngsten tag, noch an den gott, in der form, wie du es tust...
ich finde, dass sich da einige menschen sehr weit aus dem fenster lehnen, wenn sie behaupten, dass ihr gott, der wahrhaftige ist.

des weiteren glaube ich an reinkarnation, was auch kein bisschen konform mit dem monotheismus geht... *g*

liebe grüüüüüüsse
martin
Hallo lieber Fosolif,

Du schreibst:

>ich finde, dass sich da einige menschen sehr weit >aus dem fenster lehnen, wenn sie behaupten, >dass ihr Gott, der wahrhaftige ist

Das ist zu 100 % richtig, aber ich glaube Du hast zaf-ad ein bisschen falsch verstanden. Er wollte Dich gewiss nicht belehren, sondern nur Deine Frage beantworten.

Es ist gut, dass hier auch einer den Mut hat sich gegen die Beschneidung im Islam auszusprechen (bei den Männern, alles andere ist indiskutabel).
Es wurden bis jetzt nur Vorteile genannt, er versucht die Sache nun auch von der anderen Seite zu beleuchten. Ich finde es nicht schlecht die Beschneidungsangelegenheit auch mal von dieser Seite zu betrachten, weil im Koran wirklich nicht gesagt wird, dass ein Mann beschnitten werden MUSS. (und, dass sage ich, obwohl ich nicht gerade zaf-ad's Meinung bin).

Bin mal gespannt, ob noch Postings GEGEN die Beschneidung im Islam kommen, oder doch nicht.

Seid ganz lieb gegrüsst
Bobo
Hallo again @ all! =)

Ich muss mich glaub erst ans Forenklima hier gewöhnen... Scheint hier einiges angenehmer und gelassener zu sein, als in manch anderen Foren.
Das ist natürlich als Kompliment zu verstehen! *g*

In anderen Foren ist wenig von Akzeptanz unter den verschiedenen Gläubigen zu sehen.

Bezüglich Beschneidung bin ich übrigens der Meinung, dass man sich nur zurechtschnippeln lassen sollte, wenn man sonst Probleme mit der Vorhaut hat = aus medizinischen Gründen.
Immerhin muss man doch auch daran denken, dass Gott uns nicht einfach so eine Vorhaut gegeben hätte, wenn sie nicht eine Funktion einnehmen würde, die für unseren Körper hilfreich ist.

ich zietiere:
--->

- Die Vorhaut ist alles andere als ein "überflüssiger Hautlappen". Beim Kleinkind dient sie z. B. dazu, die Eichel und den Meatus vor dem Kontakt mit Stuhl (Darmbakterien) zu schützen. Die Schutzfunktion für die empfindliche Eichel, die von der Natur als inneres Organ, wie etwa die Zunge, vorgesehen ist, behält sie zeitlebens.

- Kommt es zu einer Erektion, liefert die Vorhaut die dazu benötigte zusätzliche Haut.

- Die Vorhaut dient als wichtiges Hilfsmittel für Vorspiel und Masturbation.

- Die Vorhaut spielt eine wichtige Rolle beim Lustempfinden, da sie im vorderen Drittel zahlreiche freie Nervenenden und bestimmte Rezeptoren (die Meissnerschen Tastkörper) enthält.

- Beim Geschlechtsverkehr dient die bewegliche Zensur dazu, unnötige Reibung zu verhindern.

Nach neuesten Untersuchungen soll die Vorhaut auch eine Rolle im Zusammenhang mit dem Immunsystem spielen.

Lübö Grööötzülis
Martin
Zitat:
des weiteren glaube ich an Reinkarnation, was auch kein bisschen konform mit dem Monotheismus geht... *g*


Naja, dann bist du gemäss Koran ein Ungläubiger...

ich wünsche dir dennoch, dass du den Frieden findest!

Hauptsache, du bleibst ein guter Mensch.
"Naja, dann bist du gemäss Koran ein Ungläubiger..."
Jo... =)

Wünsch dir auch, dass du weiterhin n netter Mensch bleibst und dein Leben geniesst... Auch wenn du bitte daran denken solltest, dass du im gegensatz zu mir erst heiraten musst, um die schönste Nebensache der Welt zu erleben...

Viel Spass beim weiteren Regie führen -> jeder ist sein eigener Regisseur, Kameramann und "Schauspieler" des Lebens.

Martin