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Liebe alle Religionen und alle Rassen....












Hallo JCIV,

Also spontan fallen mir keine Zitate von Shogi Effendi über Toleranz ein, Shoghi Effendi hatte ja vor allem die Aufgabe die Schriften der drei Zentralgestalten (Bab, Baha'u'llah und Abdu'l-Baha) zu interpretieren, daher zitiert er in seinen Briefen vor allem deren Texte. Einige schöne Zitate von Abdu'l-Baha verwendet er zb in dem Brief "Das Kommen Göttlicher Gerechtigkeit":

Zitat:
Die Verschiedenheit in der menschlichen Familie sollte die Ursache für Liebe und Eintracht sein, wie in der Musik, wo viele verschiedene Noten zusammenklingen, um einen vollendeten Akkord hervorzubringen.


Zitat:
Wenn ihr Menschen begegnet, die von anderer Rasse und Farbe sind als ihr, so tut dies nicht mit Mißtrauen und zieht euch nicht in das Schneckenhaus des Hergebrachten zurück, sondern zeigt euch froh und erweist ihnen Freundlichkeit.


Zitat:
Wenn einer von euch in eine Stadt kommt, so sollte er durch seine Aufrichtigkeit, seine Lauterkeit und Liebe, seine Ehrlichkeit und Treue, seine Wahrhaftigkeit und Güte gegenüber allen Menschen zu einem Brennpunkt der Anziehungskraft werden, so daß die Bewohner dieser Stadt ausrufen und sagen: `Dieser Mensch ist ohne Zweifel ein Bahá'í, denn sein Wesen, seine Haltung, sein Betragen, seine Sitten, seine Art und seine Entscheidungen spiegeln die Eigenschaften der Bahá'í wider.` Bevor ihr diese Stufe nicht erreicht habt, kann von euch nicht gesagt werden, daß ihr dem Bündnis und Testament Gottes gegenüber treu wart.
Hallo Deas,

Deswegen habe ich noch keines von ihm gefunden...

Naja, trotzdem danke
Hallo Deas,

Zitat:
"Liebe alle Religionen und alle Rassen mit wahrer, aufrichtiger Liebe und zeige diese Liebe durch Taten, nicht durch Worte; denn letztere sind unbedeutend, da die meisten Menschen dem Wort nach schon Menschenfreunde sind. Die Tat aber ist das Beste."
Abdu'l Baha, Briefe und Botschaften


Das sind schöne Worte, die Frage aber bleibt wie das realisierbar ist.
(mit welcher Kraft setze ich das in die Tat um?)

Solange nicht alle den Persönlichen Höchsten Gott als den einen und einzigen akzeptieren, bleibt die Aussage von Abdu'l Baha ein unerreichbarer Traum = Illusion.
Heute wird Gott als etwas Unpersönliches betrachtet – denn dann muss man Gott nicht dienen. Aber solange der Mensch den Persönlichen Gott nicht lernt zu lieben/dienen ist es auch nicht möglich den Nächsten (Menschen, Tiere, Natur) zu lieben/dienen.

Zitat:
Begieße die Wurzel und du erreichst alle Äste, Zweige, Blätter, Blüten und Früchte des Baumes. Versuche nicht die einzelnen Teile des Baumes zu lieben, denn damit grenzt du die anderen Teile aus. Konzentriere dich auf die Wurzel, die Höchste Persönlichkeit Gottes - die Absolute Wahrheit. Denn nur die Wurzel verbindet alle Teile des Baumes miteinander.
(die Philosophie der Bhagavad-Gita)

Der springende Punkt ist, solange der Mensch nicht seine ihm eigene Göttlichkeit und seine Beziehung mit Gott erkannt hat und sich mit seinem Körper identifiziert, bleibt er auf der materiellen Ebene stecken. ---> "mein Gott, dein Gott Philosophie".
Wir sehen nur die vergänglichen Körper und von denen ist der Eigene der wichtigste.

Zitat:
Liebe alle Religionen und alle Rassen....


Auch hier wieder die gleiche fehlgeleitete, „falsche Liebe“.

Solange die „Liebe" lediglich auf einzelne „Teile des Baumes“ gerichtet wird, geht sie am Ziel vorbei und es ist nicht möglich Selbstlose-Liebe zu entwickeln. -> wir sind zu klein um auf direktem Wege ALLES zu lieben, denn wir sind nicht Gott (unser Bewusstsein erfüllt unseren zeitweiligen Körper mit Leben, aber nicht den gesamten Kosmos). Wer sich jedoch zuerst mit dem Höchsten Persönlichen Gott verbindet, ist in gleichem Masse auch mit all seinen Teilen, seinen persönlichen Kindern, verbunden. (das Bewusstsein des Höchsten Herrn durchdringt den gesamten Kosmos, wenn wir mit Ihm verbunden sind, sind wir mit allen verbunden)

Sowohl der Körper als auch die mentale Verfassung sind zeitweilig.

Das eigene ewige Selbst (Seele/atma) und die Beziehung die diese mit dem Höchsten Herrn hat, kann man nur mit Hilfe der Grössten/Höchsten Seele, Paramatma, dem Höchsten Herrn erkennen. Dann ist man „eins“ mit dem Höchsten Herrn und verbunden mit all seinen „Kindern“.

Der eine Weg der Liebe ist materiell = unzählige, zeitweilige Körper (Wiedergeburt), der andere Weg der Liebe ist spirituell = ewiges Leben mit ewigem Körper.
Die Liebe ist der Weg, JA – ABER wenn diese auf die zeitweiligen Körper gerichtet ist, ist sie auch nur zeitweilig (materiell). Sie muss auf den Höchste Ewigen Transzendentalen Herrn gerichtet werden, der nicht nur Ewig sondern der Höchste Ewige Persönliche Gott ist.
Dann transzendieren wir „weltliche Liebe“, kama, in „transzendentale Liebe“, prema.

Alle anderen Arten der Erleuchtung werden von den Veden abgelehnt und

"vimukta-maninaha", Pseudoerleuchtung genannt.
(man glaubt tatsächlich erleuchtet zu sein, aber alles ist nur ein Produkt des zeitweiligen Geistes (mana))

Gruss
Religionen sind wie Staaten. Sie grenzen ein und schließen aus. "Liebt alle Menschen die guten Willens sind" dürfte zur Lösung des Problems beitragen.
Auf meiner Web-Seite habe ich ein Modell des Zusammenlebens von Menschen entworfen, die "guten Willens" sind.
www.paradies-auf-erden.de (unter: Modell)
Hallo Werner May,
mit den weltlichen Religionen hast du Recht.

Darum unterscheiden die Veden sie in zwei Kategorien:
Dharma --> weltliche Religion (Glaubensgemeinschaften)
sanatana Dharma ---> ewige Religion; die ewige Beziehung der Seelen zur höchsten Seele, Gott (Erkenntnisgemeinschaft)

Zitat:
"Liebt alle Menschen die guten Willens sind" dürfte zur Lösung des Problems beitragen.


und was machen wir mit den "Unwilligen"?

Ich hab ein bisschen bei "paradies-auf -erden" reingeschaut.
Klingt alles sehr vernünftig.
Aber zuerst muss das Alte fallen bevor das Neue entstehen kann.

Zitat:
"Man füllt keinen neuen Wein in alte Schläuche."


Und dann bleibt noch der Einwand, dass gar kein Paradies auf Erden möglich ist.
Da dieser materielle Kosmos vergänglich ist und bleibt kann es in dieser Welt auch kein beständiges Paradies geben.
Paradies bedeutet ewige Existenz, ewiges Wissen, ewige Glückseligkeit. (Sanskrit; sat-cit-ananda)

Zuerst muss der Mensch in seinem Herzen ein beständiges Paradies errichten (mit Hilfe des Beständigen Ewigen Herrn).
Das Diesseitige ist das Sprungbrett für das Jenseitige.

Gruss
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