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Grundsätzlich denke ich sind wir gar nicht so weit auseinander. Du benutzt die Worte der Bhagavad-Gita und ich die der Bibel und der Neuoffenbarung.
Deine Kritik an der Definition für "Ewig" kann ich nicht nachvollziehen aber dazu später.
Der Mensch besteht aus Körper, Seele und Geist.
Der Geist ist für das Denken zuständig. Gedanken sind nicht! Materiell. Von Gott haben wir den Geist bekommen, damit wir denken und schlußfolgern können. Ein Teil des Geistes ist unser Gewissen, das sich dann bemerkbar macht, wenn wir von dem Weg zu Gott abweichen.
Hier haben wir offensichtlich unseren ersten Konflikt.
Die Seele ist ein feinstofflicher Körper, der die Form des materiellen Körpers hat und das Fleisch kontrolliert und bewegt. Laut der Offenbarung an Jakob Lorber gibt es 2 unterschiedliche Seelen:
1. Seelen von Oben, das sind Seelen, die bereits auf anderen Planeten gelebt haben und nun den schwierigsten Weg durch das Erdenleben freiwillig durchmachen.
2. Seelen von Unten, das sind Seelen, die aus 3 Komponenten bestehen: Seelenanteilen der leiblichen Eltern, Seelenanteilen von Tierseelen und feinstofflichen Anteilen der Planeten, die zum Zeitpunkt der Zeugung Einfluß ausübten. (Warum das alles so ist ist dort ausführlich erklärt, würde hier aber zu weit führen)
Hier haben wir den 2. Konflikt. Nach meinem Verständnis hat die Seele einen Anfang, denn sie wurde irgendwann geboren oder geschaffen. Daher kann sie auch nur ewig leben. (Stell dir den Anfang einer Linie vor und geh gedanklich bis ans Ende. Irgendwann mußt du es erreichen, denn du hast ja angefangen.
Wenn du keine Linie beginnst kannst du nach links und nach rechts schauen, du wirst keinen Anfang und kein Ende sehen können. Das ist dann Unendlich. Daher war das Symbol für Gott früher ein Kreis, ohne Anfang und ohne Ende).
Nun kommt wohl der Hauptkonflikt. Nach "christlichen" Vorstellungen ist nur Gott unsterblich. Das ist einer der Punkte, die Gott ausmachen. Bei dir ist jede Seele unsterblich. Damit wird die Trennung zwischen Gott und Seele aufgehoben. Gott ist dann nicht mehr der Schöpfer von Himmel und Erde und auch nicht der Schöpfer der Engel, die ja ebenfalls feinstoffliche Seelen sind, sondern sie alle haben weder Anfang noch Ende. Wenn dem so wäre, gäbe es keinen freien Willen, denn dann wäre alles eins.
Wenn Gott aber die Engel geschaffen hat und ihnen den freien Willen gab, dann ist das die Erklärung dafür, dass es Gut und Böse gibt, denn das zeigt dass wir keine Marionetten sind, sondern selbständige Individuen, die auf der Erde eine Bewährungsprobe ablegen.
Ob man diese Schule dann so häufig besuchen kann wie man will oder ob man nur einmal hierher kommt und die Weiterbildung dann im Jenseits unter erschwerten Bedingungen stattfindet ist eine Frage des jeweiligen Glaubens. In den Neuoffenbarungen heißt es dazu die Menschenseele habe in der Regel nur einmal die Chance die Erdenschule zu besuchen. Da wir uns freiwillig dazu entscheiden "inkarniert" zu werden, scheint es mir logisch, dass wir den Schulgang auch nur einmal antreten.
Die feinstoffliche Seele wird beim Ablegen des Fleisches nicht getötet sondern lebt im Jenseits weiter. Die Art des Weiterlebens hängt davon ab, wie wir uns auf Erden verhalten haben. Die Guten kommen in den Himmel, die Bösen in die Hölle und wer sich schlauerweise auf Erden aus allem rausgehalten hat hängt dann im Jenseits dumm rum und wundert sich, dass ihm keiner zu Hilfe eilt.
Da haben wir den nächsten Konflikt.
Die Seele kehrt eben nicht in die volle ewige Vielfalt zurück. Sie belohnt oder bestraft sich durch ihr Tun oder Nichttun auf Erden. So sind die Spielregeln eines "gerechten" Gottes. Deshalb ist die Erde und das Leben auf der Erde etwas ganz besonderes.
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Hallo Leute,
Hierzu noch ein paar Zitate:
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Alle Menschen sind Brüder und Schwestern und vor Gott gleich. Moses
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Jesus
Wahrlich, diejenigen, die glauben, und die Juden, die Christen und die Sabäer, wer an Gott und den Jüngsten Tag glaubt und Gutes tut - diese haben ihren Lohn bei ihrem Herrn und sie werden weder Angst haben noch werden sie traurig sein. [2:62] Mohammed
Verkehret mit den Anhängern aller Religionen im Geiste des Wohlwollens und der Brüderlichkeit. Bahá'u'lláh
Alle Juden, Christen, Moslems und Baha'is sind Glaubensbrüder und Glaubensschwestern und glauben an den selben Gott!
Hindus und Buddhisten sind unsere Freunde und ebenso Gläubige wie wir!
Wenn jemand auch nur einen einzigen Vers von Ihm hören und diesen nachsagen würde, so ist dies besser, als wenn er den Bayan tausendmal hersagen würde. Báb
Verkehret mit den Anhängern aller Religionen im Geiste des Wohlwollens und der Brüderlichkeit. Bahá'u'lláh
Die beste Art, Gott zu danken, ist, einander zu lieben. 'Abdu'l'Bahá
Die Verschiedenheit in der menschlichen Familie sollte die Ursache für Liebe und Eintracht sein, wie in der Musik, wo viele verschiedene Noten zusammenklingen, um einen vollendeten Akkord hervorzubringen. Shoghi Effendi |
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Hallo Werner May,
freut mich das du dir die Zeit und Mühe nimmst mit mir über das Thema so ausführlich zu diskutieren.
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Hier haben wir den 2. Konflikt. Nach meinem Verständnis hat die Seele einen Anfang, denn sie wurde irgendwann geboren oder geschaffen. Daher kann sie auch nur ewig leben. (Stell dir den Anfang einer Linie vor und geh gedanklich bis ans Ende. Irgendwann mußt du es erreichen, denn du hast ja angefangen.
Wenn du keine Linie beginnst kannst du nach links und nach rechts schauen, du wirst keinen Anfang und kein Ende sehen können. Das ist dann Unendlich. Daher war das Symbol für Gott früher ein Kreis, ohne Anfang und ohne Ende). |
Aus meiner Sicht hast du da ein Durcheinander.
Etwas das einen Anfang hat, hat auch ein Ende, wie dein Beispiel mit dem Strich.
Wieso soll die "geschaffene Seele" dann plötzlich unsterblich werden?
Was geschaffen wird, wird auch vergehen.
Du bringst das Beispiel von "keiner Linie" als unendlich. Keine Linie ist aber Nichts, und nicht unendlich. Unendlich ist eine nie endende Linie.
Wie dein Beispiel mit dem Kreis oder dem Zeichen für Unendlichkeit der "liegenden 8". Bei einem Kreis, der auch ein Strich ist, gibt es weder Anfang noch Ende, und doch ist er ein Strich.
Wir sind von Gott ausgehend, göttlich, seine abgesonderten fragmentarischen Teile, also sind auch wir unendlich (ohne Anfang und ohne Ende). ---> Gott ist der "grösste Kreis" und wir sind "kleine Kreise".
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| Nun kommt wohl der Hauptkonflikt. Nach "christlichen" Vorstellungen ist nur Gott unsterblich. Das ist einer der Punkte, die Gott ausmachen. Bei dir ist jede Seele unsterblich. |
Nicht bei "mir", ich saug mir das nicht aus den Fingern, Walter. Das ist die Lehre Shri Krishnas in der Bhagavad-Gita. Die Bhagavd-Gita ist Raja-vidia, der König des Wissens. Unsere Verständnisdifferenzen liegen daran, dass wir unterschiedliche Autoritäten anerkennen.
Ich sage damit nicht der der Jakob Lorber (der "Schreibknecht des Herrn") Unsinn erzählt. Wenn er von "Seele" spricht, spricht er lediglich nicht von dem was man unter "Seele" in der Bhagavad-gita versteht.
Dort wird Seele als "atma" bezeichnet, das eigentliche ewige, persönliche unwandelbare, göttliche Lebewesen.
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| Damit wird die Trennung zwischen Gott und Seele aufgehoben. Gott ist dann nicht mehr der Schöpfer von Himmel und Erde und auch nicht der Schöpfer der Engel, die ja ebenfalls feinstoffliche Seelen sind, sondern sie alle haben weder Anfang noch Ende. Wenn dem so wäre, gäbe es keinen freien Willen, denn dann wäre alles eins. |
Jetzt kommst du der Sache schon etwas näher.
Auf der Ebene der Seele gibt es mit Gott NIE eine Trennung. Denn sowohl Gott als auch seine abgesonderten, fragmentarischen Teile, die Seelen sind transzendental. Vergleichbar mit dem Sonnenplaneten und den von ihm ausgehenden Lichtpartikeln. Die Lichtpartikel sind qualitativ der Sonne gleich, aber quantitativ kleiner.
Sobald die "Lichtpartikel" in die "verdunkelnde" materielle Welt "fallen" (weil sie den Wunsch haben "Gott zu spielen", zu geniessen getrennt von Gott = freier Wille), identifizieren sie sich mit verschiedenen materiellen Körpern.
Der Herr, die Höchste Persönlichkeit Gottes, besitzt die Macht das Universum zu erschaffen und die Lebewesen erschaffen Wolkenkratzer, Pyramiden und Flugzeuge
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| Wenn Gott aber die Engel geschaffen hat und ihnen den freien Willen gab, dann ist das die Erklärung dafür, dass es Gut und Böse gibt, denn das zeigt dass wir keine Marionetten sind, sondern selbständige Individuen, die auf der Erde eine Bewährungsprobe ablegen. |
Du benutzt das richtige Wort - Individuen. ---> in-di-vidare = un-zer-teilbar. Der atma ist unzerteilbar = unzerstörbar - ewig.
Der Herr erklärt in der Bhagavad-Gita (2.20):
"Für die Seele gibt es zu keiner Zeit Geburt oder Tod. Sie ist nicht entstanden, und sie wird nie entstehen. Sie ist ungeboren, ewig, immerwährend und urerst. Sie wird nicht getötet, wenn der Körper getötet wird."
Das "materielle Gut und Böse" ist ein weiterer wichtiger Punkt, den man relativieren muss. Nehmen wir an du bist Arzt und rettest durch dein selbstloses Handeln das Leben eines Kindes, das ist eine gute Tat. Diese Tat ist IN JEDEM FALL LOBENSWERT (ja sogar für die Befreite Seele pflicht)! Nehmen wir an du bist ein Triebtäter und tötest ein Kind auf bestialische Art, das ist eine böse Tat.
Aber was geschieht da wirklich?
Der Arzt "rettet" in Wirklichkeit nur den Körper, dieser wird jedoch so oder so sterben --> denn was geboren wurde wird sterben.
Und der Triebtäter tötet nur den Körper, der nur lebt weil die Seele im Körper anwesend ist. Er tötet also etwas das bereits dem Tode geweiht ist. Die eigentliche "Bewährung" die wir auf diesem Planeten bestehen müssen, ist diese Erkenntnis. Spiritualität beginnt mit diesem Verständnis.
Es muss zwischen "materiell Gut/Böse" und transzendental (IMMER GUT) unterschieden werden.
Die "materiell Guten" kommen in den Himmel (Sanskrit genannt "Svarga") die Bösen kommen in die Hölle (Sanskrit genannt "Put") und diejenigen die die Vollkommenheit erreicht haben und Gott von ganzem Herzen und mit ganzer Kraft dienen ---> reinen Herzens sind, gelangen nach Vaikunta.
Vai-kunta bedeutet ohne-Angst. Selbst die Höchsten Engel im Universum kennen immer noch Angst, da sie immer noch einen feinstofflich, materiellen Körper haben. Dies wird sehr ausführlich im Shrimad Bhagavatam beschrieben. Das Shrimad Bhagavatam ist die natürliche Erläuterung des Vedanta-sutra. (Veda=Wissen, anta=Ende ---> das Höchste Wissen). Sowohl Svarga als auch Put werden vernichtet wenn das Universum zerstört wird, dann müssen auch alle Lebewesen ihren grob u. feinstofflichen Körper aufgeben und warten bis eine Neuschöpfung beginnt, bei der sie wieder ihren vergangenen Tätigkeiten gemäss einen grob und feinstofflichen Körper bekommen.
Es existieren also zwei Arten von Welt, die materielle zeitweilige Schöfpung und die unzerstörbare Welt, Vaikunta, in der die ewig befreiten Seelen leben.
Die reine Seele hat auch einen Körper, dieser ist jedoch transzendental, er wird nicht von den materiellen Erscheinungsweisen berührt. Dieser Körper wird "Svarupa" genannt. Jemand der seinen Svarupa erkannt hat, erkennt auch die ewige Beziehung die er mit dem Herrn in der spirituellen Welt, Vaikuntha hat.
Ich hoffe, ich habe die klare Sicht, die Shri Krishna in der Bhagavad-gita offenbart, dir etwas verständlicher machen können.
Gruss
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Ich denke wir kommen so nicht weiter. Lass uns die die Begriffe Punkt für Punkt durchgehen. Ich schlage vor wir beginnen mit "Seele".
1. die Seele ist ein feinstofflicher Körper, der das Aussehen des materiellen Körpers hat.
2. die Seele lebt nach dem Ablegen des Körpers im Jenseits weiter.
3. die Seele des Individuums besteht aus Seelenanteilen der Eltern, der Materie (Tiere) und bestimmter Planeten.
4. die Seele des Individuums hat einen Anfang (vereinfacht z.B. Geburt). Ursprünglich als ein von Gott geschaffener Engel.
5. Die Seele hat, da sie einen Anfang hat auch unwillkürlich ein Ende, auch wenn das in der Ewigkeit liegt. Die Seele ist demnach kein Kreis (das ist nur Gott) sondern eine Linie, um bei dem Beispiel zu bleiben.
6. Die Seele ist ein Kind Gottes und nicht Gott selbst. Als Kinder sollen wir zu ihm zurückkehren, dazu ist das Erdenleben da. Wären wir Gott bräuchten wir uns weder von ihm zu trennen noch könnten wir zurückkehren.
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Hallo Werner,
sehr guter Vorschlag. (bitte entschuldige das ich mich erst jetzt melde, ich war weg übers Wochenende)
Alle meine folgenden Aussagen entnehme ich den Veden.
(der "Bhagavad-Gita wie sie ist" und dem "Shrimad Bhagavatam", der reifen Frucht am Baum des Vedischen Wissens) hier
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| 1. die Seele ist ein feinstofflicher Körper, der das Aussehen des materiellen Körpers hat. |
Das was du Seele nennst, nennen die Veden den "feinstofflichen Körper".
(einigen wir uns darauf das ich nicht mehr von Seele schreibe sondern nur noch atma (der Sanskritbezeichnung) wenn aus der Sicht der Veden von Seele gesprochen wird)
Auf der transzendentalen Ebene gibt es keinen Unterschied zwischen Körper und atma. Alles ist eins = wir sind der transzendentale Körper.
Auf der materiellen Ebene haben wir einen materiellen Körper.
In der transzendentalen Welt haben alle Lebewesen einen transzendentalen Körper, der nicht verschieden ist von ihrem Selbst.
Das wovon du sprichst, ist der feinstofflich materielle Körper, der in der Bhagavad-gita mana, buddhi und ahankara, genannt wird.
mana = mentale Ebene --> Denken, Fühlen, Wünschen
buddhi = intellektuelle Ebene --> Unterscheidungsvermögen
ahankara = falsches Ego --> falsche Identifikation mit dem feinstofflichen und grobstofflichen Körper
Das wahre Ego, das wahre Ich ist sat-cit-ananda = ewig, wissend und glückselig. Wenn der atma mit materieller Energie (ob grob- oder feinstofflich) in Berührung kommt, wird er von dieser bedeckt und identifiziert sich mit dieser = ich bin der grob- und feinstoffliche Körper.
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| 2. die Seele lebt nach dem Ablegen des Körpers im Jenseits weiter. |
Unter Tod versteht man, wenn der feinstoffliche Körper den groben Körper verlässt.
Der feinstoffliche Körper wechselt ebenfalls seine Form, entsprechend den materiellen Erscheinungsweisen (Tugend, Leidenschaft, Unwissenheit), denen er sich während seines irdischen Daseins aussetzt.
(man kann leben wie ein Heiliger oder im anderen Extrem wie ein Tier, bzw. alle dazwischenlegenden Möglichkeiten)
Die Erscheinungsweisen der materiellen Natur (Tugend, Leidenschaft, Unwissenheit) sind vergleichbar mit den drei Grundfarben (Gelb, Rot, Blau). Es sind immer alle drei "Farben" im feinstofflichen Körper anwesend, entscheidend ist die Grösse der jeweiligen Anteile.
Der atma lebt immer ob in der transzendentalen Welt oder der materiellen Welt und er wandelt sich auch nie.
Was sich wandelt ist die Bedeckung, der feinstoffliche Körper, der den atma umhüllt. Je bedeckter je unwissender, je mehr von Gott getrennt.
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| 3. die Seele des Individuums besteht aus Seelenanteilen der Eltern, der Materie (Tiere) und bestimmter Planeten. |
Der feinstoffliche Körper des Individuums ist abhängig von seinem Bewusstsein, der Bedeckung des atma. (Siehe Oben)
Der Ort und "unsere Eltern" unserer irdischen Geburt, entsprechen unserem Karma, unserer Fruchtbringenden Handlungen in der Vergangenheit. Wir bekommen die Eltern die wir "verdienen" (mit denen uns ein Karma verbindet).
Die Kräfte der Materie und bestimmter Planeten (Kosmische Kräfte) die auf den feinstofflichen Körper wirken, sind abhängig von unserem Karma. Das Gesetz des Karma ist ein Naturgesetz.
Karma ist vergleichbar mit einer Pflanze. Same --> Sprössling --> ausgewachsene Pflanze --> Frucht. Das was wir im jetzt erleben, ist die Frucht des Samens den wir in der Vergangenheit gepflanzt und bewässert haben.
Die "Seelenanteile", der feinstoffliche Körper setzt sich aus der Kombination der drei Erscheinungsweisen der Materiellen Natur (im Sanskrit genannt "Gunas") zusammen. --> sattva-guna (Tugend), raja-guna (Leidenschaft) und tama-guna (Unwissenheit).
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| 4. die Seele des Individuums hat einen Anfang (vereinfacht z.B. Geburt). Ursprünglich als ein von Gott geschaffener Engel. |
Der atma fällt aus der transzendentalen Welt in die materielle Welt hinab weil er von der Höchsten Persönlichkeit Gottes getrennt geniessen will, was in der Transzendenz nicht möglich ist (jedoch dem freien Willen entspricht). So kommt er in eine "künstliche" Atmosphäre die wir als materiellen Kosmos kennen.
Ein solches Wesen erhält, da es am Anfang seines Aufenthaltes in der materiellen Welt noch sehr rein ist, den Körper eines Devas (Halbgott).
Die Halbgötter sind zuständig für die Verwaltung des Kosmos (unter Anleitung des Herrn = sie dienen Gott) Die Devas werden auch Suras genannt. Es existiert eine feste Hierarchie, mit mächtigen Devas und weniger mächtigen Devas (vergleichbar in einem grossen Konzern).
Mit anderen Worten, der "neue" atma erhält vom Herrn einen passenden feinstofflichen Körper (das was du Werner als Seele bezeichnest) und wird so zum Deva (Engel). Der Deva hat nun in seiner Stellung die er neu innehat, die Möglichkeit die Vollkommenheit zu erlangen und wieder zurück in die transzendentale Welt zu gehen. Schafft er es nicht, weil er mehr daran interessiert ist die materielle Natur zu geniessen, identifiziert er sich immer mehr mit seinem zeitweiligen Körper. Und steigt somit langsam in immer tiefere Existenzbereiche. Missbraucht der Deva gar seine Macht um die "eigenen Interessen" zu verfolgen (anstatt Gott zu dienen), fällt er in die Existenz eines Asuras (Dämons). Die Eigenschaft der Dämonen ist es, die materielle Natur zu ihren egoistischen Zwecken zu missbrauchen. Auch die Asuras besitzen grosse Fähigkeiten und grosse Macht.
Auf diese Weise ist der atma im Kreislauf von Geburt und Tod gefangen. Einmal geht’s rauf und dann wieder runter, vergleichbar einem Riesenrad auf dem Kirmes. Bis er die Vollkommenheit erlangt und in die transzendentale Welt zurückkehrt. Hat der atma einmal die Erfahrung der materiellen Welt gemacht, ist er nicht mehr daran interessiert sich vom Herrn zu trennen.
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| 5. Die Seele hat, da sie einen Anfang hat auch unwillkürlich ein Ende, auch wenn das in der Ewigkeit liegt. Die Seele ist demnach kein Kreis (das ist nur Gott) sondern eine Linie, um bei dem Beispiel zu bleiben. |
Ja, der feinstoffliche Körper (mana, buddhi, ahankara) ist, da er vom Herrn geschaffen wurde vergänglich. Der feinstoffliche Körper ist geschaffen aus feinstofflich, materieller Energie, die sich nach dem Bewusstseinszustand (Bedeckungszustand) des atma, richtet. Diese feinstoffliche Hülle, hat jedoch in Wirklichkeit nichts mit dem atma gemein. Sowenig wie ein Autofahrer mit seinem Auto. einmal sind wir bequem und schnell unterwegs und ein andermal etwas einfacher.
Erreicht der atma die Vollkommenheit, vollkommene Selbsterkenntnis, und löst sich somit von aller materieller Verunreinigung, kehrt er zurück in die transzendentale Welt, wo er in grösster Glückseligkeit dem Höchsten Herrn dient.
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| 6. Die Seele ist ein Kind Gottes und nicht Gott selbst. Als Kinder sollen wir zu ihm zurückkehren, dazu ist das Erdenleben da. Wären wir Gott bräuchten wir uns weder von ihm zu trennen noch könnten wir zurückkehren. |
Richtig, der atma kann auch als ein Kind Gottes bezeichnet werden. So wie der Vater ewig ist, so ewig sind auch seine Kinder. Nur auf der fein- und grobstofflich materiellen Ebene existiert eine Schöpfung. In der transzendentalen Welt ist alles von unsterblicher, ewiger und ursprünglicher Natur. Dort gibt es ebenfalls die Vielfalt der Natur, jedoch ohne Geburt und Tod.
Das Erdenleben ist ein Scheidepunkt. Die Erde wird in den Veden Buhrloka genannt. Über uns sind weitere 6 materielle Dimensionen, jede dieser Dimensionen ist je höher man steigt, feinstofflicher als die darunter liegende. Das feinstoffliche regiert das grobstofflichere.
Diese Dimensionen über uns sind sowohl Gott zugewandt (die Welt der Suras / Devas), als auch Gott abgewandt (die Welt der Asuras). Diese Welten sind in sich voneinander abgetrennt. In diesen höheren Dimensionen finden immer wieder Auseinandersetzungen zwischen den Suras und den Asuras statt. Die Erde ist der Scheidepunkt dieser Welten, wo sowohl Suras als auch Asuras Geburt nehmen können. Auf der Erde entscheidet sich der Weg des atma ---> Gott zugewandt (selbstlos dienend) oder Gott abgewandt (dem falschen Ego dienend).
Jenseits dieses "vielschaligen Kosmos", liegt die transzendentale Welt, wo die Lebewesen einen direkten und liebevollen Austausch mit dem Höchsten Herrn geniessen.
Der atma ist nicht Gott und wird auch nie Gott werden, aber, da er von gleicher Qualität ist wie Gott, besitzt er die gleichen Eigenschaften in minimaler Quantität. Vergleichbar einem Wassertropfen aus dem Ozean, der den gleichen Salzgehalt besitzt wie der Ozean, aber gleichzeitig die viel kleinere Mange an Salz (Quantität) hat.
Das Wesen des atma ist es dem Höchsten Herrn zu dienen, es ist dieser selbstlose, liebevolle Dienst der sowohl dem Höchsten Herrn als auch dem atma höchste Freude schenkt. Einer Freude die wir auf der Ebene des falschen Ego niemals finden werden - hier gibt es nur die Freuden des feinstofflichen und grobstofflichen Körpers.
Die Freuden der Devas/Engel sind unvergleichlich grösser als die unseren, aber sie sind ebenfalls zeitweilig. Die Freude der befreiten atmas ist für alle bedingten Lebewesen unvorstellbar. Diese Freude wird ananda, nie endende, sich ewig steigernde Glückseligkeit genannt.
Und noch etwas Wichtiges.
Bhurloka hat einen grossen Vorteil. Als materiell verkörperte Wesen sind wir hier auf der "untersten" Stufe der Macht und materiellen Freuden. Somit ist es für uns am "einfachsten" uns von den zeitweiligen Freuden zu lösen und die Vollkommenheit zu erlangen. Denn hier auf dieser "untersten Sprosse" der Dimensionen, ist die Barmherzigkeit des Höchsten Herrn am grössten.
Dies erfordert jedoch all unsere Bemühungen.
15Ich weiß deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt oder warm wärest! 16Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.
(Luther-Bibel 1912, Apk 3, 15-16)
ich grüsse dich
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