|
|
|
Seit einem halben Jahr bin ich mit meiner jetzigen Freundin zusammen. Wir führen eine Fernbeziehung. Mit der Bahn bin ich inknapp 3 h bei ihr. Ich hatte auch zuvor schon einmal eine Fernbeziehung, doch da gab es diese Probleme, die mit jetzt quälen, in keiner Weise. Daher glaube ich, daß es nicht an der Entfernung liegt, sondern daß andere Gründe für diese Situation ausschlaggebend sein müssen. Ich werde versuchen, nicht zu sehr abzuschweifen und mich fürs erste kurz zu halten.
Ich weiß aus ihrem Freundeskreis, daß sie noch nie zuvor in einer Beziehung so emotional gewesen wäre. Ich meine das hier nicht negativ. Das erste Mal scheint ihr eine Beziehung wirklich wichtig zu sein, und das hat sie mir früher auch oft selbst gesagt, daß ihre Freunde sie gar nicht wieder erkennen, weil ihr das erste Mal jemand wirklich wichtig geworden ist. Damals glaubte ich, mit ihr gemeinsam diesen Punkt der Unschlüssigkeit oder des anfänglichen Zweifelns, ob das mit uns gut gehen würde oder nicht, überwunden zu haben. Ich hatte ein schönes Gefühl von Sicherheit, zu wissen, daß es da wieder jemanden in meinem Leben gibt, der für mich der wichtigste Mensch ist, ohne daß ich ein zweites Mal darüber nachdenken müßte.
Vor circa 5 Wochen hat sich das ganze allerdings verändert. Sie war drei Tage bei mir. Als wir uns begrüßten, war alles in Ordnung, doch ich hatte das Gefühl, daß nach 2-3 h alles ziemlich abgeflacht war. An dem Tag als sie wieder nach Hause fuhr sagte ich ihr, ich hätte sie sehr lieb, und sie meinte nur "ja". 10 Tage später war ich für 5 Tage bei ihr. Es war wieder ähnlich. Herzliche Begrüßung aber bald so etwas wie Gleichgültigkeit. an einem der Tage war es besonders schlimm. Wir waren beide wie an den 2 Tagen davor und danach auf einer Veranstaltung, auf der jeder von uns beiden einige Arbeiten zu machen hatte. Immer wieder gab es Phasen, in denen wir beide gleichzeitig nichts zu tun hatte. Sie kam öfter zu mir, hielt mich, gab mir einen Kuß, aber nach knapp einer Minute war das ganze vorbei. Als ich von mir aus dann einmal zu ihr ging und das gleiche Bedürfnis hatte, stieß sie mich weg. Wir hatten daraufhin auch ein heftigeres Gespräch. Ich sagte ihr, daß es so nicht sein dürfte, daß jedesmal wenn sie Nähe wollte sie auch bekam, während ich leer ausgehen sollte, weil sie gerade keine Lust hatte. Sie meinte, sie wäre ebenso und ich sollte das akzeptieren. Ich habe auch mit einer sehr guten Freundin von ihr gesprochen, die mich darauf angesprochen hatte, ob de wir denn Streit hatte. Sie hat dann im Laufe des Tages mit ihr gesprochen und mir danach gesagt, meine Freundin hätte mich sehr lieb, aber die anfängliche Verliebtheit sei eben nicht mehr da. Nach einem knappen halben Jahr, wenn man sie nur alle 2-3 Wochen sieht, sollte dies meiner Meinung nach aber noch nicht der Fall sein. Wir hatten in der Nacht auch einen Streit. Am Ende sagte sie mir, sie hätte viel Stress und ist deshalb so gereizt. Und ich sagte ihr, daß ich schließlich auch dafür da sei, daß sie mir diese Dinge erzählt, daß ich ihr helfe, wenn es mir möglich ist und daß ich sie lieb habe. Als wir am nächsten morgen aufwachten, habe ich noch immer auf ihre Antwort gewartet - leider bekam ich keine. Sie hat auch während dieser Tage kein einziges Mal gesagt, daß mich lieb hat. Das letzte Mal haben wir uns vor einer Woche gesehen. Wir haben eine Nacht bei einem Bekannten geschlafen. Am ersten Tag war es wieder ähnlich. Liebevolle Begrüßung, aber nach 2-3 h kam von ihr gar nichts mehr. Wenn ich sie 2 Wochen nicht sehe, ist mir eigentlich die Welt um uns herum egal, ich sehe da nur sie und möchte auch ihre Nähe spüren. Bei ihr merke ich überhaupt nichts mehr davon. Auch an diesem Tag habe ich bei einer Umarmung zu ihr gesagt, daß ich sie lieb habe - Antwort:"ja". Wenn sie mir sms schreibt, kommt schon wieder vor, daß sie mir diese Worte schreibt, die ich so gerne von ihr hören möchte. Es ist nun nicht so, daß ich sie irgendwie erdrücken würde. Ich passe schon darauf auf. Ich versuche auch bewußt mich zurückzuhalten, und ich gebe ihr die Möglichkeit, ohne sich dabei bedrängt zu fühlen, von sich aus etwas beizutragen.aber da kommt einfach nichts mehr. Ein Punkt, der mir noch einfällt, ist folgender: Sie hat von Beginn an gesagt, sie wäre nicht eifersüchtig - überhaupt nicht. Ganz so ist es bei mir dann auch nicht. Ich bin alles andere als krankhaft eifersüchtig, ich glaube, ich bewege mich so circa im Durchschnitt. Aber bei ihr grenzt das für mich schon an Gleichgültigkeit.
Ich werde es einmal dabei belassen und hoffe, bald Antworten zu bekommen. Vielleicht kennt ja jemand so eine Situation schon.
Liebe Grüße,
bourque
|
|
|
|
| Ich hab einen Freundin die seit ungefähr 10 Monate einen Freund hat der in Toulouse, in Frankreich lebt. Sie ist 15 und ihr Freund auch. Und sie liebt sie immer noch. Für mich währe das unmöglich. Ich finde das sie es recht gut durchzieht!
|
|
|
|
Hallo bourque,
Deine Erzählung klingt ähnlich der meinen. Auch meine Beziehung ist eher eine Fernbeziehung, lediglich an Wochenenden sehe ich meinen Freund und ähnlich der neuerlichen Zurückhaltung Deiner Freundnin ist's mit dem meinen bestellt.
Es wärt sich nun schon über ein Jahr und seit März; eigentlich schon seit Anfang Januar; verspürte ich eine extreme Änderrung in seinem Verhalten. Immer mehr zog er sich zurück, immer öfters wich er meinen Liebesbekundungen aus. Immer wieder bot ich ihm mein Ohr an, meine Hilfe. Denn ich bin der gefestigten Meinung, wenn es einem nicht gut geht, das man darüber reden muss um es ändern zu können. Einen anderen Weg gab es für mich nie. Er aber verschloss sich immer mehr, bis es am Freitag Abend dann zuviel wurde was er schon solange schluckte. Was hierbei herrauskam war mehr als wichtig. Es tat z.T. sehr weh was er dort von sich gab; aber ich spürte sein in mich gesetztes Vertrauen und das das was er erzählte selbst auch nicht das ist was er hätte länger verkraften können. Hätte er weiter geschwiegen, wäre sein Rückzug weiter fortgeschritten. Allein mit seinen Gedanken zu sein zog ihn immer nur noch weiter runter.
Entscheidungen standen an. Entscheidungen für ihn - die er immer weiter verschob. Er hat Angst. Angst das alles anders wird als er es sich für eine Beziehung wünscht. Angst davor in ein Leben zu treten von dem er nicht weiss ob er es dauerhaft ertragen kann. Angst das alles zur Selbstverständlichkeit wird wenn er für immer zu mir kommt.
Ich erkannte mich in ihm wieder. Auch ich trug die Angst einst in mir; genau dieselben Gefühle. Auch ich zog mich damals einmal kurzfristig zurück. Genau das war der Punkt der ihn erst in diese eigenen Gedanken brachte und sich alles allein dadurch veränderte. Ich selbst überwandte den Punkt ziemlich schnell und gut - merkte aber damals nicht, das ich ihm und damit mir selbst am meisten schadete.
Mich schmerzte es ihn nur an Wochenenden zu sehen; immer wieder "Auf Wiedersehen" sagen zu müssen und dachte es wäre nicht gut für ihn soviel Schmerz zu verspüren; folglich chancelte ich die Treffen mehrfach. Ein entschiedener Fehler für die nächsten Monate. Mir ging es zunehmend schlechter. Nicht weil ich diese Entscheidung damals traf, eher weil er spürte das sich etwas geändert hat - ich mich geändert hatte und er nicht wusste warum.
Nun, wo wir seit vergangenem Freitag beinahe durchgehend bis Sonntag darüber gesprochen haben, wissen wir warum nichts mehr ist wie es einst war. Schuld war unser zurückziehen. Schuld. nicht miteinander geredet zu haben um zu verstehen - um das gegenüber zu verstehen. Unsere Ängste dem anzuvertrauen den wir über alles lieben. Miteinander reden ist das Zauberwort. Je früher desto besser, aber nicht unter Zwang. Denn wenn man weiss, das jeder unter seiner Angst schon einem wahnsinnig großem Zwang unterliegt wird sensibel genug sein damit umgehen können.
Wenn man weiss, spürt, das Rückzüge schaden. ist es an der Zeit aus dem Kreis der Angst zu treten und sich seinem Partner entgültig zu öffnen. Ein immenser Beweis der Liebe zu ihm.
bourque,
sprich mit ihr über Deine eigenen Ängste - bring ihr das Vertrauen entgegen welches Du Dir von ihr erhoffst, ohne fordernd zu sein gleiches von ihr zu erwarten. Tue dies immer und immer wieder. Zeig ihr das Du ihr vertraust. Es kann eine Weile dauern bis sie soweit ist und gleiches tut - aber sie wird; sobald sie Dein ganzes Vertrauen für sich weiss.
Ändere Dein Verhalten und Du änderst somit Dein Leben.
MfG
mfg
|
|
|
|
Hallo,
ich bin auch der Meinung dass eine funktionierende Fernbeziehung an den zwei Personen liegt die sie führen.
Ich habe jetzt seit zwei Jahren meinen Freund in Süd-Afrika, wir sehen uns aus finanziellen Gründen leider nur zweimal im Jahr und telefonieren einmal bis zweimal im Monat dafür aber mehrere Stunden.
Jedesmal ist es als hätten wir uns gestern erst gesehen.
Natürlich vermisse ich ihn wahnsinnig und sterbe manchmal vor Sehnsucht nach ihm, trotzdem schätzte ich diese Zeit und konzentriere mich mehr auf mich selbst und mein Studium.Dafür genießen wir die wenige Zeit die wir zusammen verbringen umso intensiver.
Ich möchte sogar behaupten, dass wir mehr perfekte Stunden Tage Wochen miteinander verbringen als teilweise andere `normale`Paare!
Ich bin verdammt glücklich und dankbar dafür, dass ich diesen Mann kennen und lieben darf.
Hoffentlich kann ich mit diesem kurzen aber intensiven Worten jemandem helfen der wahren Liebe eine Chance zu geben auch wenn sie unmöglich scheint- es gibt sie!
|
|
|