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Koran nach freiem Gedankengut interpretieren












@INTRO

Du sagst den Koran nach freiem Gedankengut zu interpretieren sei also falsch - meine Lippen verziehen sich zu einem Lächeln. Wer ist dann dazu ermächtigt zu interpretieren? Wer kennt die richtige bzw. die falsche Deutung des Korans? Du? Dein Hodscha? Dein Imam? Ich werde dir die Antwort liefern, denn sie steht im Koran: [3.7] "Diejenigen nun, deren Herzen zum Abweichen neigen, sehen vor allem das Mehrdeutige darin (wie z.B. Wissenschaft in der Interpretation von Suren), um Uneinigkeiten zu verursachen (Moslems sind bessere Gläubige) und es nach eigenem Gutdüngen auszulegen (eure Behauptungen zu "wissen" was ihr interpretiert). Seine Deutung kennt jedoch niemand außer Allah."

Das Wort "Muslim" bedeutet "Gottergeben", d.h. "Gottergeben" ist jeder Glübige, der an die Allmacht Gottes glaubt. Und auch wenn ich Moslem bin, so heißt das nicht, dass ich blind Leuten meinen Glauben schenke, sondern meinen Glauben nur in Gottes Hände lege. Und Gott hat mir einen freien Geist geschenkt, so dass ich mich selbst zu seinen Wegen begleite und mir keine Erklärung von irgendjemanden geben lassen muss. Genauso wenig muss ich anders Gläubige oder Nicht-Gläubige von meinem Glauben überzeugen. Denn Glaube ist frei. Und nochwas: ich habe vor Gott keine Angst. Ich empfinde Liebe und Respekt zu ihm und weiß das er wie ein Vater über mich und jeden Menschen weilt. Aus Angst zu Glauben ist gleich einem Ungläubigen der aus einem anderen Gefühl nicht glaubt. Wer aus Angst heraus glaubt, glaubt nicht rein, sondern aus einem Lebensinstinkt heraus - nämlich der Angst vor dem Tod. Daraus können Wunschvorstellungen entstehen, die einen falsch leiten: [2.78]: "Unter ihnen gibt es auch Ungelehrte, welche die Schrift nicht kennen, sondern nur Wunschvorstellungen und Vermutungen haben."

Und nochmals: alle großen Religionen werden als Gläubige (Muslime=Gottergebene) betrachtet. Auch dies steht eindeutig im Koran, was man nicht zu interpretieren hat, sondern als Gottgegeben hinehmen sollte: [2.136]: "Wir glauben an Allah und an das, was ER zu uns herabsandte und was er zu Abraham und Ismael und Jakob und den Stämmen herabsandte und was Moses und Jesus und was den Propheten von ihrem Herren gegeben wurde. Wir machen keinen Unterschied zwischen einem von ihnen; und wahrlich, wir sind Muslime."

Ich glaube keinem falschem Propheten, der von sich behauptet den Koran eindeutig auslegen zu können und zu wissen wer ein Gläubiger und wer ein Nicht-Gläubiger ist. Nur Gott allein schaut in die Herzen der Menschen.

Und noch was: es wurde von jemandem behauptet, dass alle Muslime aus dem "Höllenfeuer" entkommen. Nur die Ungläubigen würden der "Hölle" nicht entkommen können. Kurz zum Nachdenken: demnach würde ein gläubiger muslimischer Terrorist, der mehrere Menschen im Glauben Allahs umgebracht hat, früher oder später dem Höllenfeuer entkommen, während ein anders Gläubiger, der nie in seinem Leben einen Menschen getötet hat, aus der Hölle für die Ewigkeit verweilen müsste. Glaubt ihr wirklich das Gott so ungerecht ist? Die Frage zu beantworten ist an sich schon banal - genauso wie die Behauptung, die zu dieser Frage führte.

Ich bitte alle Muslime - lasst euch nicht von falschen Deutern leiten. Nach dem Islam ist es heilig sich selbst Gedanken zu machen. Auch dies steht in einer Sure. Aber die solltet ihr schon selbst im Koran suchen.

Mit diesen Worten - Selam und Maktub.
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