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Mittlerweile hat sich die Diskussion also von der Thematik der wissenschaftlichen Beweisbarkeit (die nicht zu erbringen ist wie auch dieser Thread in seinem Verlauf zeigte) zur nicht minder interessanten Gebotsthematik entwickelt.
Dazu habe ich mich auch schon einmal kurz geäussert , hier noch einmal mein Statement in einer etwas ausführlicheren Fassung.
Es gibt 2 Hauptarten von Geboten bzw. religiösen Gesetzen:
1. Die Gesetze für das soziale Gefüge der Gemeinschaft.
In den monotheistischen Religionen sind die Gesetze in den Schriften verankert, wie sie zu der Zeit als die Schriften entstanden durchaus ihre Berechtigung hatten, sie regelten zeitgemäss das Verhalten der Gesellschaft dem Einzelnen gegenüber und umgekehrt.
Diese Gesetze sind in der Hauptsache nicht mehr relevant und mittlerweile durch die profanen Vorschriften weit überholt worden, vor allem was die Strafgesetzgebung, die Stellung der Frau und der "Minderheiten" (eigentlich schon ein herabwürdigender Ausdruck an sich, aber solang man es ausschliesslich als mengenmässigen Anteil versteht gerade noch so zu akzeptieren) betrifft.
Fazit: Religiöse Gesetze im sozialen und Strafrechtlichen Bereich sind nicht mehr zeitgemäss und daher ohne Berechtigung.
2. Rituelle Gesetze bzw. Vorschriften.
Wie und ob jemand überhaupt betet, und ob er sich dabei hinkniet oder steht und welche Worte und Gesten er dabei benutzt, ob man in Gotteshäuser geht oder nicht und welche Riten man sonst noch so ausführen mag, dürfte den
Grossen Architekten so viel interessieren wie uns die Geburt einer Fliegenlarve in Südkorea.
Wichtig ist das Streben zur persönlichen Annäherung und wie das in der Praxis aussieht ist so vielfältig wie es verschiedene Menschen gibt.
Es gibt nur ein Ziel, aber viele Wege dorthin und nicht jeder Weg ist für jeden der richtige.
Fazit: Man sollte nicht versuchen, durch vorgeschriebene Regeln und Riten ein "guter Christ, Moslem" etcetera pepe zu sein, sondern eher seinem eigenen Instinkt folgen der das Selbst zum richtigen Weg führt.
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