Gott und Eigentum


Gott und Eigentum

Gott ist im Grundgesetz mehrfach erwähnt. Er ist „juristisch“ gesehen existent. Da es nur einen Gott gibt, muss es derjenige sein, der Himmel und Erde erschaffen hat. Wenn er der Schöpfer aller Materie ist, ist er natürlich auch der Eigentümer der Erde..
Daher stellen sich 2 Fragen an die Politiker und die Juristen:
1.) Wann hat Gott die Erde (oder Teile davon) an einen Menschen verkauft und mit welcher Urkunde ist das juristisch besiegelt worden?

Gibt es keine derartige Urkunde, dann bleibt noch das Erbrecht mit dem er sein Eigentum an seine Kinder vermacht haben könnte.

2.) Wann ist Gott gestorben und wem hat er sein Eigentum testamentarisch vererbt?

Sollte es keine derartigen Verträge geben, dann ist die Erde lediglich eine freundliche Leihgabe Gottes und niemand hat das Recht Grund und Boden zu kaufen oder zu verkaufen.

Wieso gibt es ein Eigentumsrecht?
Hallo Werner May

Das ist eine gut Frage. Inzischen wird ja mit allem Handel getrieben, auch mit Dingen, die eigentlich Allgemeingut sin, wie zum Beispiel Wasser. Wir hatten in unsrem Arbeitskreis Eine-Welt mal einen Gottesdienst und Themenfrühstück zum Thema "Wasser ist Leben" gemacht. Wasser sollte ja eigentlich allen gehören, ist ein Menschenrecht, und trotzdem wird auch damit Handel getrieben. Besonders betroffen sind mal wieder die Armen. Schau auch mal hier
http://www.menschen-recht-wasser.de/ware-wasser/40_DEU_HTML.php

Bald müssen wir vielleicht auch noch für die Luft bezahlen, die wir atmen.

LG
Kiki
Hi May Werner,

wir nehmen uns sogar heute schon das Recht oder die Unverfrorenheit Grundstücke auf dem Mond an zahlungskräftige Interessenten zu verkaufen!

Und auf dem Mond gibt es nur minimal Wasser!

Mit unserer Raffgier sehen wir wirklich Arm aus.

Wenn das ganze noch mit einem Guten Zweck verbunden wäre könnte man es vielleicht verstehen, aber es ist die pure Gier.

biogral-micha&dina-Friends 4Universe by GOD!
Im Kapitel 2 Mose 15 steht: „Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn baute und bewahrte.“ Mehr kann ich zum Aspekt „Eigentum an Grund und Boden“ nicht finden.

„Macht euch die Erde untertan“ (1 Mose 2 heißt nicht, dass man sie zerstückelt, kauft und verkauft. Ein Diener ist seinem Herren untertan, aber er ist nicht sein Eigentum.

Die Erde bauen und bewahren heißt sie in dem Zustand lassen, wie sie von Gott geschaffen wurde, damit nachfolgende Generationen sie ebenfalls nutzen können. Wer etwas von ihr nimmt hat die Pflicht einen entsprechenden Ersatz zu leisten damit sie „bewahrt“ bleibt. Damit ist zwar etwas zum Umgang mit der Erde gesagt, aber nichts zum Eigentumsrecht.

Ich erlaube mir aus der Encarta der Microsoft Corporation zu zitieren:
„§ 903 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) bestimmt den Inhalt des Eigentums folgendermaßen: „Der Eigentümer kann, soweit nicht das Gesetz oder Rechte Dritter entgegenstehen, mit der Sache nach Belieben verfahren und andere von jeder Einwirkung ausschließen.” Der Eigentümer kann die Sache also nach seinem Willen grundsätzlich benutzen, verbrauchen, belasten, veräußern oder sogar zerstören. Zum anderen muss jeder andere das Eigentum respektieren; es ist gegen Störungen geschützt (vergleiche § 1004 BGB), seine Verletzung begründet Schadensersatzansprüche (§ 823 BGB; siehe unerlaubte Handlung) und der Eigentümer kann auf Grund des Eigentums die Sache grundsätzlich heraus verlangen (sofern der Besitzer kein Recht zum Besitz der Sache hat, wie es etwa der Mieter auf Grund des Mietvertrages besitzt).“

In der Bibel steht das Wörtchen „bewahren“ (s.o.). Im Gesetzbuch steht der Eigentümer kann „mit der Sache nach Belieben verfahren…“ Der Eigentümer kann die Sache also nach seinem Willen grundsätzlich benutzen, verbrauchen, belasten, veräußern oder sogar zerstören…(s.o.)

Damit steht das Eigentumsrecht an Grund und Boden im Gegensatz zum ausdrücklichen Willen Gottes, nach dem die Erde von allen Menschen gleichermaßen und sorgsam genutzt werden soll/muss.

Zitat Encarta der Microsoft Corporation:
„Zu unterscheiden ist das Privateigentum zum einen von dem Besitz einer Sache, der nur die tatsächliche und nicht die rechtliche Herrschaftsmacht einer Person über eine Sache beschreibt: So hat beispielsweise ein Dieb zwar Besitz an einer gestohlenen Sache, weil diese sich tatsächlich in seiner Herrschaftsgewalt befindet, er hat jedoch kein Eigentum daran; der Bestohlene andererseits bleibt Eigentümer, auch wenn er die tatsächliche Herrschaft über die Sache verliert.“

Wenn es tatsächlich Gott war, der mir gegenüber behauptet hat er sei der alleinige Eigentümer von Himmel und Erde, dann sind diejenigen Menschen, die Teile der Erde kaufen nichts anderes als „Diebe“, die sein Eigentum zu ihrem Besitz erklären. Nach der Definition bleibt er weiterhin der Eigentümer, auch wenn er die tatsächliche Herrschaft durch menschliche Gesetze verloren hat. Demnach hätte meine Innere Stimme Recht gehabt.

Zitat Encarta der Microsoft Corporation:
„Auf Grund des Abstraktionsprinzips des deutschen Rechts erlangt man das Eigentum grundsätzlich erst mit der Übergabe der beweglichen Sache bzw. beim Grundstückserwerb (siehe Immobilien) mit der so genannten Auflassung (Übereignungserklärung vor dem Notar) und der Eintragung in das Grundbuch. Ein Kaufvertrag begründet also nur das Recht auf und nicht an der Sache: Der Verkäufer ist verpflichtet, dem Käufer das Eigentum zu verschaffen, wirklich Eigentümer wird der Erwerber jedoch erst mit Übergabe der Sache.“

Bei welchem Notar hat Gott die Übereignungserklärung abgegeben und in welchem Grundbuch ist verzeichnet, dass er die Erde verkauft hat? Wann hat die „Übergabe der Sache“ stattgefunden?

Entweder es gibt den einen Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat und er ist der Eigentümer oder die Erde ist eine Entwicklung der Evolution. Dann müssten der Bundespräsident, die Kanzlerin, die Minister und die Verfassungsrichter bei ihrem Amtseid den Zusatz sprechen: „So wahr mir die Evolution helfe.“ Irgend etwas stimmt da nicht!?
hi may werner,

Einst ward Ihr nicht mein Eigentum, jetzt aber seid Ihr mein Eigentum - so ist auch die Aussage JAHWES über sein Volk die Israeliten.

GOTT nimmt sich somit Besitzansprüche wie er will, aber es gibt auch ein Gebot an Moses: DU sollst nicht begehren Deines nächsten Hab und Gut!

Irgendwie passt das ganze nicht zusammen!

Der Alte Herr sollte doch eigentlich wissen wovon er spricht und auch dann bitte einer Linie treu sein.

Entweder Eigentum oder dann doch kein Eigentum!

biogral-micha&dina-Liebe ist costfree!
Wir reden nicht über die CD-Sammlung oder das gekaufte Frühstücksbrötchen, sondern von dem Eigentum an Grund und Boden. Jeder Mensch hat ein Sammelrecht für diejenigen Dinge, die er zum täglichen Leben bedarf. Was darüber hinausgeht ist bereits Diebstahl, denn das könnte der Mitmensch für seinen Lebensunterhalt gebrauchen. Gott billigt dem Menschen grundsätzlich Eigentum zu, denn wer arbeitet, soll auch das Notwendige besitzen. Die Erde jedoch wurde dem Menschen nicht als Eigentum überlassen, sondern ist eine freundliche Leihgabe. Die Menschen haben ein Nutzungsrecht aber kein Besitzrecht. Was das Eigentumsrecht an Grund und Boden für Folgen hat, kannst du an dem derzeitigen Missbrauch erkennen. Hier in der Region können kaum noch die alten Brunnen benutzt werden, da das Wasser durch intensiven Düngemitteleinsatz verseucht ist. Wo unsere Kinder und Kindeskinder ihre Nahrungsmittel herbekommen bleibt noch ein politisches Geheimnis. Den Raubbau an der Natur dürfte Gott verhergesehen haben. Daher wahr er wohl schlau genug sein Eigentumsrecht an der Erde nicht abzugeben. Die Frage ist: Wie läßt es sich juristisch durchsetzen? Ich diskutier das gerade in einem Juristenforum. Mal sehn ob ich da eine Antwort finde.
Lieber Werner May

Deine Frage ist korrekt gestellt und wird in der heutigen Zeit, wie so vieles ignoriert und im Islam wie folgt beantwortet.

Gott ist der alleinige Eigentümer und der Mensch der Besitzer, Nutzer.
Ursprünglich wurde es einem Besitzer nicht erlaubt, auf Grund und Boden zu verbleiben, so er diesen nicht bearbeitete, bebaute, nutzte.
(Heute hat sich vieles geändert .)

Silvio Gesell beantwortet in seiner "Die natürliche Wirtschaftsordnung - Freiland und Freigeld" diese Frage ähnlich.

Der Staat ist der alleinige Besitzer von Grund und Boden und die Staatsbürger die Pächter, wobei die Pacht sich wieder aus dem durchschnittlichen Ertrag ergibt.

Weder der Islam noch Silvio Gesell erfreuen sich (ausser unter ihren Anhängern) in der Mehrheitsgesellschaft, beeinflusst von den Medien, steigender Beliebtheit und werden systematisch schlechtgemacht. Warum wohl?
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mfG M.M.Hanel

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