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Apokryphen: Wer entscheidet was in die Bibel reinkommt?












robinson hat folgendes geschrieben:


Eine inspirierte Quelle ist Bahà'u'llàh


Ich weiß nicht, ob man Bahà'u'llàh als Quelle bezeichnen kann. Wenn meine Informationen stimmen, wurde Bahá'u'lláh 1817 geboren, was ihn doch wohl als "Quelle" ausschließt.
Ich denke mal, dass als "Quelle" dann doch eher Zeitgenossen von Jesus in Betracht kommen und auch diese als Quelle mit Vorsicht zu betrachten sind, da die Authenzität da oft fraglich ist.
lieber Huebich

Für mich als Bahai ist Bahà'u'llàh mit durchdingender Weisheit begabt und ist mit Jesus wesensgleich. Wenn Jesus die alten Propheten auslegt und ihre Gesetze erfüllt, so war er auch kein Zeitgenosse. Trotzdem detrachte ich ihn als dazu berechtigt und in der Lage.

Auch Muhammads Worte über Jesus sind für Moslems bindend (auch für mich als Bahai).

Mit Quelle beziehe ich mich auf Wu, er meinte, man muß an sie glauben (oder eben nicht).


Alles Liebe
Bei Bahà'u'llàh habe ich auch über die Authentität keinen Zweifel.
Lieber Robinson,

ich bezog mich nicht darauf, dass Jesus alte Propheten auslegt und ihre Gesetze erfüllt. Das mag außer Frage stehen, trifft aber nicht des Pudels Kern. Es geht nicht um die Auslegung von Aussagen, sondern vielmehr um die Klärung eines Tatbestandes. Und das hat wohl weniger mit der Auslegung irgendwelcher Dinge zu tun als vielmehr mit dem Sammeln von Tatsachen und dazu hat Bahà'u'llàh trotz aller Weisheit wohl rund 1800 Jahre zu spät gelebt um dazu Tatsachen beizutragen, vielmehr kann er seine Sicht beitragen.
Ob er dazu berechtigt ist, steht außer jeglicher Diskussion, denn so wie wir das Recht haben dies zu diskutieren hatte natürlich auch er das Recht seine Sichtweise darzulegen.

Sicherlich mag er seine eigene Sicht und seine eigene Auslegung dieser Dinge gehabt haben, was aber, trotz aller Weisheit, nicht die historische Wahrheit sein muß. Nicht zuletzt weil diesem mehrere andere Texte, Auslegungen und Schilderungen wiedersprechen.

Aber ich denke es gibt auch zwei Wege dieses zu Betrachten. Zum Einen die "nüchterne" Historische Betrachtung und zum anderen die Betrachtung aus der Sichtweise des Glaubens.

Zitat:
Bei Bahà'u'llàh habe ich auch über die Authentität keinen Zweifel.

Sicherlich muß man sich um die Authenzität der von Bahà'u'llàh überlieferten Aussagen wohl wenig Gedanken zu machen.
Allerdings betrachte ich es als sehr gefährlich jegliche Aussage als Tatsache zu nehmen ohne diese zu hinterfragen, was nicht nur im Bezug auf diese Thema zu verstehen ist sondern ganz allgemein gilt.
Denn auch in der Religion sollten, wie im restlichen Leben auch, Zweifel erlaubt sein.
Lieber Huebich
eine wichtige Lehr Bahà'u'llàhs ist, durch eigene Erkenntnis Wissen zu erlangen und nicht durch die, von anderen Menschen. Das setzt ja Hinterfragungen und auch Zweifel voraus.
Nach meinen Erfahrungen beschreibt er in verblüffend realer Weise die Wirklichkeit und die Zukunft, was mich letztendlich dazu bewogen hat seine Worte zu glauben und Bahai zu werden. Zu welcher Zeit ein Gottesoffenbarer kommt liegt nicht an uns. Jesus sagte eindringlich, wir sollen sehr wachsam sein und es könnte wirklich sein, dass der Dieb schon im Haus ist und wir merken es nicht.

Viele Menschen glauben auch dass eine Rel. besser ist weil sie mehrere Jahrhunderte zählt als eine andere. Mich beeindruckt eher die reale Auswirkung auf die Welt. Um einen Vergleich zu haben müsste man jeder Rel. gleich viel Zeit zugestehen.


Alles Liebe
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