Nach dem Tod kommt nichts mehr!


Es gibt im unendlichen Raum eine Vielfalt an Welten, in unseren Träumen besuchen wir jetzt manche Wenige, meine ich. Daher ist füt die Toten genug übrig.
ASV hat folgendes geschrieben:
Hallo Leute,

Also ich glaube, dass die Welt, in der wir leben, real ist und der Tod endgültig ist. Nach dem Tod kommt nichts mehr! Ausschließen darf man jedoch gar nichts!


Lieber ASV...ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass diese Welt aller Wahrscheinlichkeit nicht real ist und somit ein Leben nach dem Tod ziemlich wahrscheinlich sein könnte.
Zu "Glaubt mir doch, da kommt nix mehr": Leider kann dir niemand glauben, denn unsere irdische Existenz bringt es nun mal mit sich, dass niemand über ein Leben nach dem Tode etwas wissen kann. Aussagen wie "da kommt nix mehr" sind deshalb von vornherein irrelevant.
"Wenn wir den Menschen ausschließlich auf seine horizontale Dimension verkürzen, auf das, was empirisch wahrnehmbar ist, dann verliert das Leben seinen tieferen Sinn. Der Mensch braucht Ewigkeit, und jede andere Hoffnung ist für ihn zu kurz, zu begrenzt. Der Mensch lässt sich nur erklären, wenn es eine Liebe gibt, die jede Isolierung überwindet, auch die des Todes, in einer Ganzheit, die auch Raum und Zeit übersteigt. Der Mensch lässt sich nur dann erklären, findet nur dann seinen tieferen Sinn, wenn es Gott gibt. Und wir wissen, dass Gott aus seiner Ferne herausgetreten und zu uns gekommen ist, dass er in unser Leben eingetreten ist und zu uns sagt: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben« (Joh 11,25–26)."

Em. Papst Benedikt XVI., in der Generalaudienz am 2. November 2011
Jemand schrieb: "Unsere irdische Existenz bringt es nun mal mit sich, dass niemand über ein Leben nach dem Tode etwas wissen kann. Aussagen wie 'da kommt nix mehr' sind deshalb von vornherein irrelevant." - Dieser Auffassung ist voll zuzustimmen. Unser Verstand kann nur über etwas aussagen, was zu unserem Erfahrungsbereich gehört. Das Übersinnliche, Metaphysische gehört nicht zu unserem Erfahrungsbereich; also sind Aussagen darüber erfundene Geschichten, oder man könnte auch sagen: Märchenerzählungen. - Auch die Behauptung, es gäbe im Universum noch viele andere bewohnte Planeten, sind rein spekulativ, weil nicht beweisbar. Der kürzlich entdeckte "Exo-Planet" ist 4,2 Lichtjahre entfernt und soll mit einem Ozean bedeckt sein. Den Planeten kann man nicht sehen, sondern nur indirekt erschließen. Selbst wenn man unerhört weitblickende Fernrohre erfinden sollte, wird man, wenn überhaupt, nur einen Lichtfleck, niemals aber einen Ozean erkennen. Hinfliegen kann man sowieso nicht. Man müsste sich mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen. Doch alle Körper, die sich der Lichtgeschwindigkeit annähern, werden immer schwerer. Welcher Treibstoff, der erst erfunden werden müsste, könnte eine derart massige Rakete (samt Menschen, Material und Treibstoffkanister) mit Lichtgeschwindigkeit Richtung Exoplanet (4 Jahre lang) antreiben? - Ich behaupte, im Weltraum sind wir Menschen auf der Erde die einigen höheren Lebewesen. Das Gegenteil wird niemand beweisen können.
Eine Berichtigung zu meinem Kommentar: Natürlich muss es im Schlusssatz heißen: "...im Weltraum sind wir Menschen auf der Erde die einzigen höheren Lebewesen...".
Haldor 505 hat folgendes geschrieben:
Eine Berichtigung zu meinem Kommentar: Natürlich muss es im Schlusssatz heißen: "...im Weltraum sind wir Menschen auf der Erde die einzigen höheren Lebewesen...".

So eine "Verschwendung" - ein ganzes Weltall für den Menschen auf seinem Staubkorn am Rande einer unbedeutenden Galaxie...
Oder vielleicht unendliche Großzügigkeit? Sich austeilende, überfließende, unendliche Liebe?

Irgendwo in einer Galaxie am Rande des immensen Universums, auf dem dritten Planeten eines unbedeutenden Sternes. Dort ist also das Wesentliche zu finden. Dort findet sich das All selbst, weil es erst in der vernünftigen Reflexion des geistbegabten Wesens seinen Sinn erlangt. Weil es erst dort eingesenkt wird in Herzen aus Fleisch und Blut, wo es, indem es gespiegelt, erwogen und betrachtet wird, zu seinem Ziel gelangt: fasziniert und ehrfürchtig bestaunt zu werden. Das Universum: Ohne uns - ein kalter, leerer und sinnloser Ort. In unserem Herzen: Eine faszinierende unendliche Welt. Nicht im Zentrum - irgendwo am Rande auf einem kleinen unbedeutenden Planeten ereignet sich also das Wesentliche des Universums.

Vor 2000 Jahren. Irgendwo am Rande des riesigen römischen Weltreichs, in einer äußeren unbedeutenden Provinz, dort in der abgelegensten Randlage, in einem kleinen Dorf, eher nur ein Weiler - dort geschah es: Gott und Mensch, Universum und Himmel, Schöpfung und Schöpfer werden eins - in einem kleinen hilflosen Baby: Dort, weit am Rande, abgelegen und für unwichtig gehalten - in der Schwäche und Hilflosigkeit eines Neugeborenen, dort findet das All wahrhaftig zu sich.

"Jesus sagte: Ich bin das Licht, dieses, das über allen ist. Ich bin das All; das All ist aus mir hervorgegangen. Und das All ist zu mir gelangt."
aus dem Thomas-Evangelium

Gott zeigt sich nicht im Großen und Pompösen, im Lauten und Glänzenden, nein - im Kleinen und Schwachen: Im Senfkorn, in der Samenzelle. Er kommt nicht mit "Pauken und Trompeten". Nein, in der Stille im "Unwichtigen" - in der "Peripherie" ist Er zu finden. Nicht dort, wo alles lärmt und tobt, sich aufbläht und wichtig macht - sondern dort am scheinbar unbedeutenden Rande, wo die Großen und Hochmütigen niemals hingehen, dort, wo die Demütigen mit offenem Herzen zugegen sind - dort ist Er zu finden. Dort kommt Gott in die Welt und führt alles zu sich ins Zentrum zurück, in das Wesentliche - in die göttliche Liebe.

"Das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen.
Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten, damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott." 1 Kor 1,27-29

Der Kreis schließt sich:

So eine "Verschwendung" - das große Opfer des Gottessohnes am Kreuz...
Oder vielleicht unendliche Großzügigkeit? Sich austeilende, überfließende, unendliche Liebe?
Ich gehe davon aus, dass es mit nicht allzu geringer Wahrscheinlichkeit doch jede Menge intelligentes Leben auf anderen Planeten im All gibt. Allerdings ist es trotzdem ziemlich eine große Sache, dass die Natur auf einer Welt wie der unseren eine so kulturell entwickelte Zivilisation wie uns Menschen hervorgebracht hat.
Da fällt mir ein Witz ein.

Was ist der beste Beweis für intelligentes Leben im All?

Dass sich noch niemand bei uns gemeldet hat...
1. Zu der Aussage: "Diese große Verschwendung - riesiges Weltall nur für das Staubkorn Erde!" - Sicher, rational ist das nicht nachzuvollziehen. Aber, unsere Ratio ist viel zu beschränkt, um die Großartigkeit und den Sinn des Universums zu verstehen. Unser Verstand soll nur die Erscheinungen auf unserer Erde verstehen und erklären, mehr nicht. Zu mehr reicht es eben nicht. Im Angesicht des gewaltigen Universums kann unser Verstand natürlich sagen: Alles ist zufällig und sinnlos, es gibt keinen Gott, ein Leben nach dem Tode ist ausgeschlossen! - Mit solchen Aussagen, für die es keinerlei Beweise gibt, demonstriert der menschliche Verstand nur seine Hilflosigkeit und sein Unvermögen.
2. Zu der Aussage: "Ich gehe davon aus, dass es mit nicht allzu geringer Wahrscheinlichkeit doch jede Menge intelligentes Leben auf anderen Planeten im All gibt." - Natürlich kannst du davon ausgehen. Doch dass es jetzt und wohl auch in Zukunft keinerlei Beweise für deine Annahme gibt, dürfte eine unwiderlegbare Tatsache sein. Du kannst von allem Möglichen ausgehen, auch von der Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz oder von einem Nichts nach dem Tode. Dieses "von etwas ausgehen" (ohne dass ein Beweis ersichtlich ist) bedeutet nichts anderes als einen Offenbarungseid der menschlichen Ratio.