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Welchen religiösen Hintergrund habt Ihr?













Welchen religiösen Hintergrund habt Ihr?
Christentum
46%
 46%  [ 76 ]
Islam
12%
 12%  [ 20 ]
Buddhismus
1%
 1%  [ 3 ]
Hinduismus
0%
 0%  [ 0 ]
Judentum
1%
 1%  [ 3 ]
Baha'i
13%
 13%  [ 23 ]
Atheismus, Nihilismus, Agnostizismus
4%
 4%  [ 7 ]
Sonstiges (bitte angeben im Text!)
20%
 20%  [ 33 ]
Stimmen insgesamt : 165

- die verlangen Geld dafür - von einem Studenten
also bei mir war das ein reiner Verwaltungsakt - ich mußte mit meinem Taufzeugnis
zum Magistrat gehen, dort ein Formular unterschreiben (ob dafür eine Stempelmarke
nötig war, weiß ich nicht mehr), und damit war die Sache erledigt...
(Ist allerdings schon 25 Jahre her)

Hintergrund - nun, der Hintergrund ist wohl bei allen, die hier aufgewachsen sind
christlich, selbst wenn sie (wie ich) ohne Religion aufgezogen wurden.
Was man vor diesem Hintergrund später macht (und machen kann), hängt wohl von
der Erziehung, von der Bildung und von der, na sagen wir mal 'Eigenwilligkeit' ab...
---die sind noch viel schlimmer, lieber Wu... die Verwaltung nämlich:

Ich bin vor 31 Jahren aus der Kirche ausgetreten: Zum Pfarrvikar Richter hingelatscht, dem gesagt "..ich bin jetzt Baha`i (der gute Mann wusste garnicht, was Baha`i ist...)" und fertig.

In der Folgezeit war auf allen meinen Lohnsteuerkarten meine Konfessionslosigkeit eingetragen - nur in Berlin nicht. Nach meiner Selbstständigkeit verlangte die Landeskirche Berlin-Brandenburg plötzlich Kirchensteuer, mit der Begründung, mein Kirchenaustritt sei in der Verwaltung des damaligen Pfarrvikars garnicht vermerkt. Ich habe dann mal so ganz sanft darauf hingewiesen, das wir in Deutschland im Laizismus leben und von daher die Forderung nach Kirchensteuer unter Einbeziehung eines Staatsvertrages von 1950 mit weiterer Einbeziehung staatlicher Stellen mindestens zweifelhaft wenn nicht gar grundgesetzwidrig ist. Geld gibt`s jedenfalls keins - wenn die Landeskirche was von mir haben will, muss sie vor`s Gericht gehen...
Bis jetzt ist keine Klage angekommen......

In den neuen deutschen Bundesländern ist man `eh komisch drauf: In der Ex-DDR sind Kirchenaustritte unbürokratisch gehandhabt worden. Nach der Wiedervereinigung haben sich die Landeskirchen dann die "Schäfchen" zugeteilt - manch einer, der seit 1948 konfessionslos war, wurde plötzlich von irgendeinem Bischof zur Kasse gebeten.... Merke: auch die, die von Amts wegen Nächstenliebe predigen, sind doch nur hinter`m Geld her.....
Hm - weiß nicht wie das in D gehandhabt wird - in A macht man den Kirchenaustritt
beim Meldeamt bzw. Gemeindeamt, und von dort wird das der Pfarre mitgeteilt, wo
man getauft wurde. Von dort geht dann ein Schreiben an die Wohnsitz-Diözese -
bis vor einigen Jahren noch auf Latein: "N. N. deficit a fidei" - ... 'ist vom Glauben
abgefallen' - weiß nicht ob es das noch gibt
Wu hat folgendes geschrieben:
- die verlangen Geld dafür - von einem Studenten

Also, laut http://www.kirchenaustritt.de/Hessen/ sind da 25 EURonen fällig, das finde ich schon ziemlich happig. Aber darum gehts ja in diesem Thread nicht, deshalb:

Wu hat folgendes geschrieben:
Hintergrund - nun, der Hintergrund ist wohl bei allen, die hier aufgewachsen sind
christlich, selbst wenn sie (wie ich) ohne Religion aufgezogen wurden.

hmm, stimmt auch wieder, dann sagen wir mal mein Hintergrund ist christlich. Meine Eltern waren katholisch und evangelisch, und ich weiss noch immer nicht, welchem Umstand ich es verdanken darf, dass sie vor ca 10 Jahren mit mir einen Ausflug zum Haus der Andacht machten. Allerdings ist Langenhain nur 20km von meinem Wohnort entfernt, und es ist ja wirklich ein schönes Fleckchen Erde im Rhein-Main-Gebiet, und deshalb werde ich meinen Eltern ewig dankbar für diesen Besuch sein.

...
...

Aber nochmal zu meinem "Hintergrund": Ich empfand mich früher als sehr christlich, war im Kirchenchor und auch Messdiener, aber ohne je von meinen Eltern dazu gezwungen worden zu sein. Ich wollte sogar lange Zeit Pfarrer werden, bis mir klar wurde, dass der interreligiöse Dialog der katholischen Kirche zwar gut und schön war, aber mir nicht weit genug ging. Für mich waren "die Religionen" schon immer eins...

Ansonsten:
Ich bin in einem Verein tätig, der die Wikingerzeit um 940 n.Chr. darstellt, und einige der Mitglieder sind Asatru-Gläubige, deshalb sind mir auch einige Aspekte des Polytheismus nicht fremd. Von diesem Verein kommt übrigens auch mein Avatar her: Ich als Wikinger-Playmobilmännchen

Liebevolle Grüße,
Markus

Anmerkung: Sorry, irgendwie woltte das System meine Antwort nur in zwei einzelnen Postings. War sie zu lang?
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