Was ist der Sinn des Lebens?


Gegenwart

Die drohende Auslöschung der Menschheit durch einen globalen Krieg, das mögliche Ende des Fortschritts, die zunehmend sichtbar werdende Zerstörung der Umwelt, die warnende Prophezeiung vom Ende des Wachstums und der Wegfall der überkommenen Wertesysteme in der westlichen Hemisphäre haben im Verlauf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem gesellschaftlichen Phänomen geführt, das häufig als allgemeine Sinnkrise bezeichnet wurde. In ihrem Gefolge gewannen auch skeptische Positionen stark an Bedeutung. So vertrat etwa Émile M. Cioran eine existentielle Skepsis, die von einem „Dasein ohne Endergebnis“ ausgeht. Die Argumente des Zweifels an jedem Lebenssinn drohen hier allerdings stets zur völligen Verzweiflung zu führen.

Die Naturwissenschaften können ihrem Wesen nach eigentlich keine Sinnangebote machen, doch hat ihre Popularität auch zu einer Kompetenzzuschreibung in diesem Bereich geführt. So sieht die Biologie den Lebenssinn des Menschen in der Erhaltung der Art, die einerseits durch die individuelle Suche nach einer effektiven Fortpflanzungsstrategie und andererseits durch das möglichst erfolgreiche Großziehen der eigenen Nachkommen bestimmt ist.

Der moderne Hedonismus betont in der Nachfolge der Utilitaristen und klassischen Hedonisten das Erleben und Erstreben von sinnlicher Lust. Der Lebenssinn liegt in der Befriedigung von Bedürfnissen. Intensive, reizvolle und angenehme Lustempfindungen werden aktiv gesucht und nach Möglichkeit gesteigert. Die Verrechnung von Lust und Unlust soll dabei für das Individuum möglichst zu jedem Zeitpunkt ein positives Gesamtergebnis aufweisen.
Antworten der Religionen

Die großen Religionsgemeinschaften geben unterschiedliche Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, die hier nur ganz kurz in einer vereinfachten Form grob skizziert werden sollen. Die Abschnitte beschreiben jeweils die subjektive Sicht der entsprechenden Religion.
Christentum

Das Christentum ist die Folge der Lehren von Jesus von Nazaret. Der Überlieferung nach wurde er als Sohn eines jüdischen Handwerkers im heutigen Israel geboren. Als Gottes Sohn und Messias verkündigte er das kommende Reich Gottes und erlöste die Menschen von der Erbsünde durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung. Durch dieses Opfer können die Menschen Vergebung für ihre Sünden erlangen.
Engel begleiten die Seelen ins Jenseits
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Engel begleiten die Seelen ins Jenseits

Der Sinn des Lebens im Christentum ist es, die Einheit mit Gott im Leben wie im Tod zu erreichen. Voraussetzung sind hierzu Buße, Umkehr und der Glaube an bzw. die Annahme der Erlösung durch Jesus Christus, wie sie in der Bibel beschrieben wird.
Islam

Der Islam wurde durch Mohammed begründet, der als Sohn eines Händlers im heutigen Saudi-Arabien geboren wurde. Der Überlieferung nach erschien ihm der Erzengel Gabriel und übermittelte ihm die Verse des Korans. Der Islam sieht sich als Fortsetzung und Vollendung der jüdischen und christlichen Offenbarung.

Der Sinn des Lebens im Islam besteht darin, Allah zu dienen und hierdurch am Tag des jüngsten Gerichts dank guter Taten mit dem Eingehen in das göttliche Paradies belohnt zu werden. Dazu dienen u.a. der feste Glaube an Gott und seine Vorsehung, die Überwindung schlechter Eigenschaften und falscher Ideen, verantwortliches Handeln, Eintreten gegen Ungerechtigkeit und das Vollbringen guter Taten.
Judentum

Die jüdische Religion basiert auf den religiösen Überlieferungen des Volkes der Juden, welches sich als das auserwählte Volk Gottes betrachtet. In der Geschichte des Judentums entstanden eine Reihe grundlegender Glaubensprinzipien, deren Einhaltung von Juden mehr oder weniger erwartet wird, um in Einklang mit der jüdischen religiösen Gemeinschaft und ihrem Glauben zu sein.

Der Sinn des Lebens im Judentum besteht in der Einhaltung der göttlichen Gesetze, d.i. in der Ehrfurcht vor Gott und seinem Willen. Die Regeln und göttlichen Gebote sind im Tanach gesammelt, der in Talmud und Midraschim diskutiert und ausgelegt wird.
Buddhismus

Der Begründer des Buddhismus, Siddhartha Gautama, lebte der Überlieferung nach vor etwa 2500 Jahren als reicher Fürstensohn unbekümmert und von allen Unannehmlichkeiten ferngehalten in einem Palast. Er wehrte sich gegen diese Abschottung. Als er sie als junger Heranwachsender überwand und sich der Realität des unausweichlichen Leidens und Todes stellte, erkannte er die Sinnlosigkeit seines bisherigen Lebens. Er beschloss, nach einem Ausweg aus dem Leiden zu suchen und fand seinen eigenen Weg durch Meditation. Im Ringen um Erlösung erreichte er schließlich die vollkommene Erleuchtung.

Der Sinn des Lebens im Alten Buddhismus ist es, dem Kreislauf der Wiedergeburten durch das Eingehen in das Nirvana zu entkommen, in die völlige Verlöschung - was die Verlöschung der Sinnfrage logisch einschließt. In der Lehre der Buddhisten wird alles Leben und Tun als schlussendlich zu Leiden führend entlarvt. Hierfür wird die Gier nach Leben, Macht und Lust als ursächlich erkannt. Nur die völlige Aufgabe dieser Gier kann zur Überwindung des Leidens führen.

Im Verlauf der langen Entwicklung des Buddhismus entstand eine Vielzahl buddhistischer Schulen und Strömungen, die zum Teil sehr verschiedene Methoden als Wege zur Befreiung aus dem Kreislauf des Leidens anwenden. Allen buddhistischen Traditionen ist der sogenannte „Edle Achtfache Pfad“ gemein.

In den späteren Schulen des Mahayana-Buddhismus steht vorrangig nicht die Erlösung der eigenen Person durch das Eingehen ins Nirvana, sondern die Idealexistenz eines Bodhisattva, der zunächst hilft, alle anderen Personen aus dem Endlosen Kreislauf zu retten, um erst danach selbst ins Nirvana überzugehen.
Hinduismus

Der Hinduismus ist eine Religion ohne Gründerfigur oder kanonisierte Heilige Schrift. Die einzelnen philosophischen Auffassungen sind unterschiedlich, doch gibt es einen Konsens bei der Lehre von Leben, Tod und Erlösung.

Der Sinn des Lebens im Hinduismus ist die Anhäufung von gutem Karma, da mit dessen Hilfe durch das Gesetz von Ursache und Wirkung eine zukünftige günstige oder weniger günstige Wiedergeburt bestimmt wird. Das letzte Ziel ist die Erlösung durch die persönliche Erleuchtung, die das Aufgehen in das „kosmische Bewusstsein“ zur Folge hat.
Was ist der Sinn des Lebens?
Das fragen wir uns alle aber man will kein kind gottes werden....

Ich sehe Menschenmassen, die früh das Haus verlassen,
um Geld zu verdienen das sie sinnlos verprassen
Seh' Gestalten, die Individuen verwalten
in Klassen einteilen und so ein Ganzes spalten
Ich will euer Leben nicht!

Eine ganze Generation ist ohne Lebenslust
denn was immer man auch will, das Leben sagt: Du mußt!
Tu dies, tu das, laß dies, laß das! - Ich hass' das!
denn es ist viel zu kraß, was ihr normal nennt.
Am Ende eines Daseins hat man alles verpennt,
wenn man's macht wie ihr, aber nicht mit mir
Euer Leben ist mir einerlei, das ist schon vorbei.
Ich will nach höherem streben, und mach mich lieber frei
von Regeln und Gesetzen, die die Meute aufhetzen
Ätzend ist die Zensure, die man uns aufbrummt.
Ihr wollt, daß die Revolution verstummt,
dann schafft euch 'ne Basis, auf der man klarkommt.
Ich will euer Leben nicht !

(Basis - "Ich will euer Leben nicht")

Ich sehe soviel Potential, wie es vergeudet wird.
Eine ganze Generation zapft Benzin,
räumt Tische ab, schuftet als Schreibtisch-sklaven.

Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos,
machen Jobs, die wir hassen,
kaufen dann Zensure, die wir nicht brauchen.

Wir sind die Zweitgeborenen der Geschichte, Leute.
Männer ohne Zweck, ohne Ziel...
Wir haben keinen großen Krieg, keine große Depression.
Unser großer Krieg ist ein spiritueller,
unsere große Depression ist das Leben.

Wir wurden durch das Fernsehen aufgezogen in dem Glauben
daß wir irgendwann mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars...
werden wir aber nicht!
...und das wird uns langsam klar!
Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.

Du bist nicht dein Job.
Du bist nicht das Geld auf deinem Konto,
nicht das Auto, das du fährst,
nicht der Inhalt deiner Brieftasche
und nicht deine beschissene Cargo-hose.
Du bist der singende, tanzende Abschaum der Welt!´
In einer Welt, in der man nur noch lebt,
damit man täglich roboten geht,
ist die einzige Aufregung, die es noch gibt,
das allabendliche Fernsehbild.

Jeder Mensch lebt wie ein Uhrwerk,
wie ein Computer programmiert,
es gibt keinen, der sich dagegen wehrt,
nur ein paar Jugendliche sind frustriert...

Das System, in dem wir hier leben,
ist ungerecht, tückisch und kalt,
wir könnten uns dem Schicksal ergeben,
die meisten Träume werden hier nicht alt.

Wir könnten aber auch die Ausnahme sein,
wir suchen das gelobte Land.
Geben nicht auf, und lenken nicht ein,
Wir sind klein, doch leisten großen Widerstand.

Wir haben riesige Pläne,
und arbeiten täglich darauf hin,
Gebt uns nur all eure Häme
noch könnt ihr nicht wissen, wer wir sind.

Eigentlich ist es brotlose Kunst,
doch für uns ist es das tägliche Brot.
Getrieben vom Traum, dem einzigen Wunsch,
zu leben daß wir leben bis zum Tod

Refrain:
Eigentlich könnten wir uns freuen,
denn eigentlich geht es uns gut.
Wir sind umgeben von Getreuen,
jeder für jeden bis aufs Blut.

Wie wäre das:
Einen Beruf erlernen, den schon Millionen andere vor dir ausgeübt haben...

Heiraten, Kinder großziehen und ein geordnetes Leben führen?

Alles in Ordnung, aber wäre es nicht bitter, nach 74 Jahren wegzusterben, als wäre nichts gewesen? Ohne irgendeine Spur zu hinterlassen? Es steht nicht gut um unseren Planeten, da sollte man wenigstens versuchen, sich ein wenig für eine bessere Zukunft einzusetzen. Ausserdem macht das Leben doch viel mehr Spass, wenn man nebenbei noch von einer großen Sache träumen kann... Was sind wir menschen nur? wir werden von nur Alltags Problemen umgeben in diesen Zeitalter ist es nicht mehr möglich ein Glückliches Leben zu führen. Ich stelle mir oft vor wenn cih später einmal tot sein werde und denke was hatte ich für ein schlechtes leben auf Erden.
der Sinn im Leben ist dem Leben einen Sinn zu geben

oder überleben und fortpflanzen
Der Sinn des Lebens ist für mich das Leben selber, es kommt darauf an was das Individium daraus macht.

So kommt es zu den verschiedensten Lebenswegen. Die einen wählen einen materiellen, die anderen einen spirituellen Lebensweg.

Wieder andere wählen den Weg der Liebe, andere den Weg des Hasses.

Es gibt Menschen, die wollen im Mittelpunkt des Lebens stehen, andere suchen in der Stille und nach Erkenntnis.

Letztendlich führt jeder Weg ans Ziel, die einen brauchen länger, andere kürzer.

Es ist wichtig, überhaupt auf dem Weg zu sein. Ich denke da an die gestrauchelten, die vom Weg abgekommen sind.

Uller

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