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Flügel auf dem Weg in den Himmel
Arbeitskreis plant Gedenkstätte für Totgeburten auf dem Tiengener Friedhof
Die weiße Figur hat keinen Kopf. Nur Flügel, die sie ausstreckt, als wollte sie schnurstracks gen Himmel fliegen.
Es ist ein Engel. Diese Wesen sind - so stellen es sich wenigstens die meisten vor - zart und zerbrechlich. Genauso zart und zerbrechlich, wie das vergangene Leben, an das die Steinfigur einmal erinnern soll. "Es soll ein Platz werden, wo Familien trauern können", sagt Hanna Günther, Pastoralreferentin in der katholischen Seelsorgeeinheit Tiengen-Lauchringen. Eine Stelle, wo - wenn es die Eltern wollen - die Embryos anonym beerdigt werden können. Deshalb sollen die Engelsflügel auf den Tiengener Friedhof kommen.
Das Embryo wird im Krankenhaus aus der Gebärmutter geschabt, obduziert oder als "ethischer Sondermüll" entsorgt. Es gibt also kein Grab - und somit keinen Ort für die Trauer.
Mehr und Quelle:
http://www.suedkurier.de/lokales/wa.....ngen/art3002,2015759.html
von Thomas Arzner
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