Kann die moderne Wissenschaft die Kraft der GEBETE erklären?


Ei, ein wirklich sehr interessantes Thema, das du da anreißt, theogott. Ich selbst bin vor kurzen zu ähnlichen Schlüssen gekommen und muss sagen, dass diese Thesen sich bei mir in der Praxis bewahrheitet haben. Anstoß zu meinen Überlegungen fand ich übrigens in dem Buch das "Das LOL²A-Prinzip" von René Egli
Als Christ hatte ich mein bisheriges Glaubensleben durch bitten, hoffen und gelegentliches danken verwirklicht, was aber (im nachhinein betrachtet) völlig auf der Strecke blieb, war das bedingungslose Gottvertrauen.
Wo ich zuvor verbissen an mir gearbeitet hatte, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, kann ich mich nun zurücklegen und Gott arbeiten zu lassen. Denn wenn ich mich auf einen bestimmten Weg zur Zielerreichung festgelegt hatte, versperrte ich mir tausend andere (möglicherweise kürzere und einfachere), über die mich Gott leiten möchte. Reine Energie-Verschwendung und unverantwortlich. Meine Energie kann ich nun im "hier-und-jetzt" einsetzen, da wo andere Menschen meine Hilfe brauchen.
Meiner Meinung nach hat das nichts mit Engagement und Zielstrebigkeit zu tun, Nebulös, sondern bedeutet das komplette Gegenteil.
Auch zum Thema Chancengleichheit hat theogott imo schon alles gesagt. Menschen reden sich ein, dass sie bestimmt Dinge nicht können und das ist doch irgendwie Vertrauensbruch in Gott. Wir blockieren damit unsere Fähigkeiten, die wir von Gott in Hülle und Fülle bekommen haben um sie hier auf der Erde für andere Menschen einzusetzen. Ebenfalls imo verantwortungslos.
Das erstaunliche ist, dass ich erst jetzt zu dieser Erkenntnis gekommen bin, wo doch alles schon in der Bibel steht und auch Jesus uns diese Lebensweise vorgelebt hat. Und da wir Christen uns Jesus zum Vorbild nehmen sollen, hätte mir das eigentlich schon seit Jahren ausfallen sollen.

Ich bin mir im übrigen nicht sicher, ob die Wissenschaft jemals darauf kommen wird, da selbige gerade so verbissen auf ihre Methoden verharrt, was dem oben beschriebenen Weltanschauungs-Bild widerpricht. Das riesige Gerüst der Wissenschaft baut auf wenigen unbeweisbaren Axiomen auf und die Wissenschaft wird sich verständlicerweise aus Angst vor einen Zusammensturz davor hüten, selbige auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Ohne Axiome in Frage zu stellen, wird es meiner Meinung nach nicht zu bedeutend neuen Erkenntnissen kommen, sondern (im Gegenteil) zum Stillstand.
Aus der von VolkerD erwähnten wissenschaftlichen Studie ziehe ich lediglich den Schluss, dass die Beteiligten nach außen hin zwar für die Kranken gebetet haben, das Augenmerk aber zu sehr darauf gerichtet war, der Studie positive Ergebnisse zu entlocken. Das kann nicht funktionieren.
@ Theogott

Zitat:

Zum Beispiel weist du dass du A tun solltest, aber du hast keine Lust A zu tun.
Oder du solltest kein B essen, und doch hast du große Lust und amEnde isst du doch B.

Was ich beschreibe ist die "Macht die langfristig dein leben bestimmt".


Wie ist es denn mit Sucht?
Du weißt, es ist schlecht eine Zigarette zu rauchen, sie schadet deinem Körper.
Du hast aber große Lust auf die Zigarette (Suchtbegründet) und am Ende rauchst du sie doch.
Warum sollte Gott uns rauchen lassen? Hat das vielleicht mit einem Lebensplan zu tun und es ist doch tatsächlich besser für unser Leben (auch wenns dem Körper schadet) zu rauchen, weil wir damit möglicherweise Dinge verarbeiten die wir sonst nicht verarbeiten können?

Erklärs mir bitte, ich hoff mal die Frage ist nicht dumm.

Sehr interessanter Text aber, hab ich gern gelesen. Neige selber dazu, solche Theorien aufzustellen, vielleicht bekommt ihr hier bald eine zu hören.

Liebe Grüße, Johnny
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Wer andere bezwingt, ist kraftvoll.
Wer sich selbst bezwingt, ist unbezwingbar.

Laotse
Zitat:
Ich bin mir im übrigen nicht sicher, ob die Wissenschaft jemals darauf kommen wird, da selbige gerade so verbissen auf ihre Methoden verharrt, was dem oben beschriebenen Weltanschauungs-Bild widerpricht. Das riesige Gerüst der Wissenschaft baut auf wenigen unbeweisbaren Axiomen auf und die Wissenschaft wird sich verständlicerweise aus Angst vor einen Zusammensturz davor hüten, selbige auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.


Ich weiß nicht, was für eine Vorstellung Du von Wissenschaft hast oder wo diese herkommt. Ich habe eher den Eindruck, dass Du der Wissenschaft unterstellst, so vorzugehen, wie Du selber denkst.

Die Wissenschaft jedenfalls war die letzten vierhundert Jahre damit beschäftigt, ihr Weltbild permanent zu überprüfen und zu verwerfen und neu zu prüfen und erneut zu verwerfen. Das gilt auch für ihre Axiome. Ich kenne jedenfalls keines, das nicht schon einmal auf dem Prüfstand war.

Wissenschaft besteht grob gesagt darin, für anfallende Probleme zu lösen, und sich für die Alternative zu entscheiden, die nach dem momentan Kenntnisstand das Problem am Besten löst. Die Fragen sind immer die:

Was ist das Problem? Was sind die möglichen Lösungsalternativen? Durchdenke alls Alternativen und überlege, welche Konsequenzen diese haben. Prüfe jede Lösung unvoreingenommen. Entscheide Dich für die Lösung, die das Problem am Besten löst und die Anzahl der Folgeprobleme minimiert. Unterziehe alles einer Revision, wenn neue Tatsachen auftauchen.

Dawkins erzählt (in "Der entzauberte Regenbogen") von einem Schlüsselerlebnis als Student. Ein Professor hatte einen anderen Wissenschaftler eingeladen für einen Vortrag zu einem Thema, an dem er seit 15 Jahren forschte. Jeder der Studenten kannte die seit 15 Jahren vertretene Lieblingstheorie dieses Professors. Der Gastdozent in seinem Vortrag nahm sich diese Lieblingstheorie vor und zerpflückte sie nach allen Regeln der Kunst. Am Ende des Vortrags stand der Professor auf, ging nach vorne, schüttelte dem Gastdozenten die Hand und sagte: " Mein Freund, sie haben mir gezeigt, dass ich mich die letzten 15 Jahre geirrt habe, und dass meine Theorie falsch ist. Dafür danke ich Ihnen". Dawkins berichtet, dass die Studenten danach aufgestanden seien und geklatscht hätten, "bis ihnen die Hände brannten". Das ist Wissenschaft, die Bereitschaft, seine grundlegenden Theorien jederzeit zu revidieren.

Genau das unterscheidet Wissenschaft vom Glauben - die Bereitschaft, auch seine grundlegenden Ideen öffentlich auf den Prüfstand zu stellen und diese zu verwerfen, wenn die Prüfung scheitert.

Die an der erwähnten Studie beteiligten Wissenschaftler - bezahlt übrigens von der Templeton Foundation, einem christlichen Institut, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, Fosrschung zu unterstützen, die den Glauben bestätigen soll - waren der Ansicht, beweisen zu können, dass Beten hilft. Auch der führende Wissenschaftler der MANTRA-Studie war der festen Meinung, dass Beten hilft. Er war so überzeugt davon, dass er bereit war, seine Meinung einer objektiven Prüfung zu unterziehen.

Die Angst, ihre Ansichten einer Prüfung zu unterziehen ist das Kennzeichen der meisten Gläubigen, aber keines der Wissenschaftler. Gläubige gehen kein Risiko ein, ihre Ansichten widerlegt zu sehen - Wissenschaftler tun dies jeden Tag, das gehört zu ihrem Vertsändnis dazu.

Zitat:
Ohne Axiome in Frage zu stellen, wird es meiner Meinung nach nicht zu bedeutend neuen Erkenntnissen kommen, sondern (im Gegenteil) zum Stillstand.


Ganz genau das ist es, was den Glauben auszeichnet, und was Du nun unhinterfragt und ohne Kenntnis der Wissenschaften den Wissenschaftlern unterstellst.

Zitat:
Aus der von VolkerD erwähnten wissenschaftlichen Studie ziehe ich lediglich den Schluss, dass die Beteiligten nach außen hin zwar für die Kranken gebetet haben, das Augenmerk aber zu sehr darauf gerichtet war, der Studie positive Ergebnisse zu entlocken. Das kann nicht funktionieren.


Warum nicht?Ich denke, Deine Kritik an der Wissenschaft fällt auf Dich selbst zurück. Du bist es, der nicht bereit ist, seine grundlegenden Ansichten zu prüfen und zu ändern, wenn die Prüfung zu anderen Ergebnissen kommt. Statt dessen besinnst Du Dich lieber auf lahme Ausreden, warum nicht herausgekommen ist, was Du Dir wünschst.
Um die Frage zu beantworten, woher ich mein Wissenschafts-Bild habe, möchte nur vorweg erwähnen, dass ich selbst Student in der Naturwissenschaft bin und das Bild von Wissenschaft, das ich habe, tagtäglich von meinen Dozenten eingebläut bekomme.

Die Wissenschaft beschäftigt sich nicht mehr mit Axiomen, wie sollte sie auch damit weiterkommen? Sie betrachtet ihre bisherigen Errungenschaften und baut darauf neue Ideen auf. Welcher Wissenschaftler beschäftigt sich noch mit der untersten Ebene, wenn er neuste technische oder medizinische Forschungen betreiben könnte?
Über Jahrhunderte hinweg ist das Gebäude der Wissenschaft auf diesen wenigen Grundpfeilern immer höher geworden, ohne dass diese Pfeiler je erneuert worden sind.
Die Überlegungen, die die Wissenschaft anstellt über Prüfung und Verwerfung befinden sich auf dem Gebäude ganz oben.
Bei der Erzählung von Dawkins wissen wir auch nicht, woraus die Lieblingstheorie des Professors bestand. Kann mir kaum vorstellen, dass es um irgendwelche Axiome geht.
Es gibt einen Grundsatz bzw Regel, nach dem/der ein Forschungsergebniss als bewiesen gilt, sobald es eine bestimmte Anzahl von Tests überstanden hat und damit ist es für die meißten Wissenschaftler ein abgehaktes Thema.

Meiner Meinung nach verurteilen Wissenschaftler Gläubige (wie paradox, dass ich mich zu beiden Gruppen zähle) nur deshalb, da Glaubensgrundsätze mit wissenschaftlichen Methoden weder nachweisbar noch widerlegbar sind.
Ich gebe dir übrigens recht, dass wir Gläubigen unseren Glauben nicht auf die Prüfung stellen. Das hat nichts mit Angst zu tun, sondern damit, dass dies unseren Grundsätzen widersprechen würde. Der Wissenschaft mache ich das jedoch zum Vorwurf, weil sie sich damit (wie du schon sagtest, jedoch meiner Meinung nach nur nach außen hin) rühmt.

Warum diese Studie nicht funktionieren konnte, habe ich im Prinzip schon in meinem vorherigen Post gesagt. Es geht nicht mehr um die Kranken, sondern um die Studie und das ist kein christliches Anliegen, sondern ein Machtkampf zwischen Wissenschaft und Glauben.
Wenn bewiesen werden könnte, dass beten hilft, würde jeder beten, nur um sich Vorteile zu verschaffen. Ich glaube nicht, dass das Gottes Anliegen ist.
link:
google mal
meditation verbrechensrate
warum darauf warten, bis die wissenschaft die kraft der gebete erklärt?

WARUM NICHT auf das gebet EINLASSEN?selbst erfahrung damit zu sammeln.

ICH ZITIERE AUS H:TH:HAMBLIN:die botschaft einer blume:
"wir haben nichts zu tun, als alles loszulassen, es dem gott in uns zu überlassen und seiner macht und hilfe gewiss zu sein. alle möglichen sorgen und ängste mögen unser herz umkrallen und danach trachten, unsere aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, befürchtungen und böse ahnungen mögen uns überfallen und aufschrecken- wir haben nichts zu tun, als sie alle zurückzuweisen, sie zu übersehen und alles zu lassen, bis wir nichts mehr fühlen als die bewegungslose gegenwart des göttlichen.".....katharina
so ungfähr muss der weg der erleuchtung sein!
es sind jene, die auf das Wort hören und dem besten von ihm folgen. Sie sind es, denen Gott den Weg gewiesen hat, und sie sind es, die Verstand besitzen. [39:18]

Und das obige ist einer der besten Worte! danke katharina
ich weiß, hier geht es ja eigentlich um die frage ob die moderne wissenschaft die kraft der gebete erklären kann, aber ich frage mich was ein gebet ist bzw ist meditation das gleiche, haben gebete überhaupt kraft oder schöpfen wir nur kraft daraus?
Also Gebete an sich haben keine Kraft.

Dass wir etwas tun, bewirkt etwas anderes. Actio Reactio.

Dass wir beten, wirkt in uns erfrischend, weil Gott diese "Frische" uns gibt...

so gesehen können wir das Gebet auch als Nahrung der Seele betrachten! Wenns der Seele besser geht, geht es indirekt dem Körper auch besser, und das könnte man eigentlich durch die Neurowissenschaft rausfinden...

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