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Planeten als Indikatoren
* Sonne und Mond, Jupiter und Saturn bilden die Vierergruppe der elementaren Planeten, weil sie als Regenten die Elemente Feuer und Wasser, Luft und Erde an die Tierkreiszeichen weitergeben.
* Mars, Venus und Merkur bilden die Gruppe der kardinalen Planeten, die den Tierkreiszeichen jeweils eins der drei Geschlechter (also der Handlungsqualitäten) verleihen.
* Pluto, Neptun und Uranus bilden die Gruppe der subtilen Planeten, die den Tierkreiszeichen die Motorik aufstempeln.
Hier handelt es sich um die Planeten in ihrer Rolle als Indikatoren der Archetypen. Dabei vertreten:
* Mars, Sonne und Pluto den Archetyp des Genius, also des väterlichen Schöpfers, in den Eigenschaften Element:Feuer, Geschlecht:männlich und Motorik:aktiv.
* Venus, Mond und Neptun den Archetyp der Matrix, also der Urmutter, in den Eigenschaften Element:Wasser, Geschlecht:weiblich und Motorik:passiv.
* Merkur, Jupiter und Uranus den Archetyp des Dämons, also des Mittlergeistes und Kulturbringers zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung, in den Eigenschaften Element:Luft, Geschlecht:androgyn und Motorik:reaktiv.
* Saturn als einziger Planet den Archetyp der Natur, der Schöpfung selbst, in der Eigenschaft des Elements Erde. Damit hat Saturn eine Sonderrolle als weltlicher, quasi profaner Planet, was erklärt, warum ihm im Mittelalter die Rolle des Teufels im Horoskop zugeschrieben wurde, und warum er bis heute in manchen Schulen als Unglücksplanet gilt.
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Planeten als Organe
Die Planeten haben eine Doppeltfunktion in der Astrologie. Obwohl sie als Indikatoren die Tierkreiszeichen indizieren und damit hinter dem Konzept des Tierkreises stehen, wandern sie auch als dessen Organe durch ihn, und bilden so das Horoskop, die Stundenschau. Sie verkörpern im Radixhoroskop damit den Charakter des betrachteten Menschen, und sind damit seinen 10 Organe:
* die Sonne ist das Herz des Menschen, d.h. sein äußeres Ich.
* der Mond ist die Seele des Menschen, d.h. sein inneres Ich.
* Jupiter ist der Geist des Menschen, d.h. sein Über-Ich.
* Saturn ist der Leib des Menschen, d.h. sein Körper.
Diese vier Planeten bilden das eigentliche Wesen des Menschen.
* Mars ist die Gewalt des Menschen, d.h. sein Handlungspotential, sein Instinkt.
* Venus ist das Gemüt des Menschen, d.h. sein sensuelles Potential.
* Merkur ist das Gehirn des Menschen, d.h. sein Denkorgan im weiteren Sinne.
Diese drei "inneren", sich schnell durch den Tierkreis bewegenden Planeten bilden das individuelle Bewusstsein des Menschen, und damit seine Wahrnehmung (auch von sich selbst).
* Pluto bildet das Getriebe einer menschlichen Generation.
* Neptun bildet das Gewissen, den Weltgeist einer Generation.
* Uranus bildet das Geschäft, mit anderen Worten, den Zeitgeist einer Generation.
Diese letzten drei Planeten, die ihre Position nur sehr langsam verändern, bilden also das kollektive Unterbewusstsein einer astrologischen Generation.
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Symbolik der Planeten
Die Symbole der Planeten sind mit antiken Göttern verbunden, deren Namen sie tragen, beziehungsweise schon vor der klassischen Antike, z. B. schon in Babylonien, wurden diesen Himmelskörpern (zum Beispiel Venus/Aphrodite/Ischtar) Sammlungen von Eigenschaften zugerechnet, die dann jeweils als ein Gott in Allegorien und Erzählungen auftraten. Bei den erst in der Neuzeit entdeckten Planeten ist unter Astrologen umstritten, ob und inwiefern die ihnen von der Astronomie zugewiesenen Götternamen in Beziehung zu ihrem Symbolwert stehen.
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Tierkreiszeichen
Die Tierkreiszeichen sind mit den Sternbildern gleichen Namens nicht deckungsgleich. Nach astrologischer Auffassung (genauer der systematischen Symbolik Heinz Fidelsbergers und anderer) sind auch hier die Namen der Zeichen Symbol der in ihnen enthaltenen Eigenschaften. Die Elemente der mittelalterlichen Alchemie (Erde, Feuer, Wasser, Luft) sind mit der astrologischen Lehre verwandt. Diese vier Elemente spiegeln sich auch in der Temperamentslehre des Hippokrates wider. Sie ist Ausdruck einer grundlegenden Vierheit, und in der Verbindung mit der Dreiheit, der so genannten Motorik (das Verhalten ist aktiv, passiv oder reaktiv, also handelnd, erleidend oder zuwiderhandelnd) ergeben sich die zwölf Zeichen, in denen jeweils ein Element mit einer Motorik kombiniert ist (zum Beispiel bei Löwe: passiv mit Feuer woraus sich dann etwa in der Deutung der zugehörigen Symbolik das Bild eines ruhenden Vulkans ergibt). Die zwölf Zeichen sind zudem noch in Geschlechter eingeteilt, wobei alle männlichen als instinktiv (triebhaft) gelten, alle weiblichen als emotionell (empfindend) und alle neutralen bzw. ambigenen Zeichen als intellektuell (denkend, quasi vom Geschlechtlichen losgelöst).
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Zodion Motorik Element Geschlecht
Widder aktiv (kardinal) kreativ (Feuerzeichen) männlich / instinktiv
Stier passiv (fix) substantiell (Erdzeichen) weiblich / emotionell
Zwillinge reaktiv (labil) intelligent (Luftzeichen) männlich / instinktiv
Krebs aktiv (kardinal) fertil (Wasserzeichen) neutral / intellektuell
Löwe passiv (fix) kreativ (Feuerzeichen) weiblich / emotionell
Jungfrau reaktiv (auch variabel oder labil) substantiell (Erdzeichen) neutral / intellektuell
Waage aktiv (kardinal) intelligent (Luftzeichen) weiblich / emotionell
Skorpion passiv (fix) fertil (Wasserzeichen) männlich / instinktiv
Schütze reaktiv (labil) kreativ (Feuerzeichen) neutral / intellektuell
Steinbock aktiv (kardinal) substantiell (Erdzeichen) männlich / instinktiv
Wassermann passiv (fix) intelligent (Luftzeichen) neutral / intellektuell
Fische reaktiv (labil) fertil (Wasserzeichen) weiblich / emotionell
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