Liebeskummer, Angst, Trauer, Verzweiflung


Ich möchte dir so gerne helfen, glaub mir, ich habe fast ähnliches erlebt. Ich bin fünfzehn, dieses Jahr sind meine Oma, mein Onkel, mein Bruder und schliesslich auch noch meine tante gestorben und ich habe einen Selbstmordversuch hinter mir. Meine Eltern nehmen alles nicht ernst und ich bin mit dieser Situation alleine. Ich kann das verstehen wenn du sagst ich kann nicht mehr und will nicht mehr. Auch wenn du nicht glaubst, ich habe bis dato auch nicht geglaubt bis ich meine Konfirmation hinter mir hatte und ich gemerkt habe was mir beten bedeutet, auch hat der Pfarrer mir sehr geholfen, ich weiß das klingt alles nicht sehr überzeugend, aber was meinst du, wenn ich weinmal du sagen darf, warum du überhaupt noch am Leben bist? Du weißt dass du noch nicht bereit bist zu sterben. Bitte tu das deinen Kindern nicht an, sie lieben dich und brauchen dich in dieser schweren Zeit mehr denn je, ich weiß wie das ist wenn ein Vater sein Kind nicht lieben kann und es tut weh, und nach all dem was passiert ist bei euch, auch noch ihren Vater zu verlieren, das halten sie nicht aus, glaub mir. Das ist kein einmaliger Schmerz wenn ein geliebter Mensch stirbt, er bleibt für immer oder fühlst du nicht mehr für deinen Vater, das kann ich mir nicht vorstellen.
Diesen Satz, dass der da oben ein Sadist ist habe ich auch gesagt bis ich ein Satz gesagt bekommen habe der mich noch bis heute berührt:
Manchmal denkt man, Gott muesste einem in all den Widerstaenden des
Lebens ein sichtbares Zeichen geben, das einem hilft. Aber dies ist eben
sein Zeichen: dass er einen durchhalten und es wagen und dulden laesst.
Vielleicht stimmt es, auch wenn es mir schwer fällt daran zu glauben.
Bitte tu das deinen Kindern nicht an! Du glaubst nicht wie nah mir diese Sache geht auch wenn es klinght, als wär ich stark aber ich weine gerade ganz fürchterlich weil ich nicht möchte dass deine Kinder so viel Leid ertragen müssen obwohl ihr Vater sie doch liebt.
Julia,
Du bist ein ganz großartig patentes Mädchen! Ich kann nicht glauben, dass Du erst 15 Jahre alt bist! Du bist so reif.
Für mich ist Dein Beitrag ein Beispiel dafür, wofür Leiden gut ist: es hilft uns, dass wir uns entwickeln, reif werden.
Tolles Mädchen! Mach weiter so!
Inanna
Hallo Damokles,

ich könnte mir vorstellen, dass es Dir schwer fällt Worte von Mitmenschen an Dich heranzulassen! Du siehst sicher keinen Sinn mehr in Deinem Leben, aber Du hast ein Recht auf DEIN LEBEN!

Vor 3 Wochen ist mein "Opi" verstorben, der für mich auch eher mein Vater war und ist. Er fehlt mir unheimlich, aber wie krank er wahr...es wäre egoistisch von mir gewesen, ihn weiter am Leben erhalten zu wollen und zu quälen.

Meine Eltern haben sich als ich noch Kleinkind war scheiden lassen. Da ich ständig krank war, wenn ich bei meiner Mutter war, war ich mehr bei meinen Großeltern (dort war ich auch sofort wieder gesund). So auch als meine Mutter neu heiratete und mit ihrem neuen Mann 2 weitere Kinder bekam.

Das Ende vom Spiel ist, dass meine Mutter und ich keine Mutter-Tochter-Beziehung führen. Sie fing ohne mich ein neues Leben an, was sich so anfühlt, als hätte sie mich vergessen. Das fühlte sich so unerträglich für mich an, dass ich mit 18 fortgezogen bin. Seitdem habe ich auch Kontakt zu meinem leiblichen Vater und seiner Familie (seit 3 Jahren). Zu meiner Mutter aber gar nicht mehr, da sie mich viel angelogen hat und auch noch Schulden bei mir (Azubi) hat.

Seitdem ich umgezogen bin, habe ich mehr Abstand gewinnen können...aber das braucht Zeit! Ich habe auch einige stationäre und ambulante Therapien absolviert, da ich durch das "ungeliebt-sein-Gefühl" Essstörungen bekam. Es folgten bis heute auch viele negative Ereignisse, die schwer zu ertragen waren, da ich mich allein fühlte. Ebenfalls habe ich versucht mir das Leben zu nehmen (Hungern, Tabletten...). Aber mich hat immer etwas zurückgehalten und zwar die Neugier auf´s Leben!
Es ist sicher schwer, aber überlege Dir doch mal, was Du eigentlich vom Leben willst - ohne sofort an andere zu denken (Es ist immer noch irgendwie möglich seine Liebsten mit in seine Lebenswege zu integrieren. Trotzdem ich weiterweggezogen bin, habe ich jedes Wochenende meinen Opa im Pflegeheim besucht. Es gibt ja die DeutscheBahn.)
Außerdem würde ich Dir auch empfehlen eine ambulante Psychotherapie zu machen ( man hat zuerst 5 Probesitzungen, nachdem man sich erst entscheiden muss, ob der Psychologe der Richtige für einen ist). Wenn Du Schlafprobleme hast, wird Dir dort auch ein entsprechendes Medikament verschrieben.
Falls Dir das nicht möchtest, gibt es auch die Telefonseelsorge:
• 0800 111 0 111
und
• 0800 111 0 222
Diese Nummern sind kostenlos. Du sprichst völlig anonym mit Menschen, die Dir Ratschläge und Beratungsstellen geben.

Und ein wichtiges Anliegen habe ich noch an Dich: Wenn du Deine Kinder siehst, lästere bitte nicht über ihre Mutter. Wenn meine Eltern schlecht übereinander gesprochen haben, habe ich mich wie ein schlechter Mensch gefühlt (was soll auch anderes herauskommen). Es ist einfach eine Charakterstärke von Dir, wenn Du Dich besser verhalten würdest und vielleicht Deiner Knirpsen Vertrauen vermitteln würdest, indem Du auf ihre Fragen offen reagierst.
Das dauert aber sicher noch etwas.
Nadine
Genau jetzt ist es an der Zeit Charakter zu beweisen und seine tiefste Stärke zu nutzen. Schon oft haben kluge Köpfe in schwierigen Situationen in denen sie ihre Intelligenz hätten aufblühen lassen, ihren gesunden Menschenverstand ausgeschalten und waren Opfer ihrer Selbstwillen. Der Kopf ist es der uns manchmal hindert, doch sind nicht wir diejenigen die ihn lenken?
Trost in Tränen (Johann Wolfgang von Goethe)
Wie kommt's, daß du so traurig
bist,
Da alles froh erscheint?
Man sieht dir's an den Augen an,
Gewiß, du hast geweint.
"Und hab' ich einsam auch
geweint,
So ist's mein eigner Schmerz,
Und Tränen fließen gar so süß,
Erleichtern mir das Herz."
Die frohen Freunde laden dich,
O komm' an unsre Brust!
Und was du auch verloren hast,
Vertraue den Verlust.
"Ihr lärmt und rauscht und ahnet
nicht,
Was mich, den Armen, quält.
Ach nein, verloren hab' ich's nicht,
Sosehr es mir auch fehlt."
So raffe denn dich eilig auf,
Du bist ein junges Blut.
In deinen Jahren hat man Kraft
Und zum Erwerben Mut.
"Ach nein, erwerben kann ich's
nicht,
Es steht mir gar zu fern.
Es weilt so hoch, es blinkt so
schön,
Wie droben jener Stern."
Die Sterne, die begehrt man nicht,
Man freut sich ihrer Pracht,
Und mit Entzücken blickt man auf
In jeder heitern Nacht.
"Und mit Entzücken blick ich auf,
So manchen lieben Tag;
Verweinen laßt die Nächte mich,
Solang ich weinen mag."
So raffe denn dich eilig auf,
Du bist ein junges Blut.
In deinen Jahren hat man Kraft
Und zum Erwerben Mut.
"Ach nein, erwerben kann ich's
nicht,
Es steht mir gar zu fern.
Es weilt so hoch, es blinkt so
schön,
Wie droben jener Stern."
Die Sterne, die begehrt man nicht,
Man freut sich ihrer Pracht,
Und mit Entzücken blickt man auf
In jeder heitern Nacht.
"Und mit Entzücken blick ich auf,
So manchen lieben Tag;
Verweinen laßt die Nächte mich,
Solang ich weinen mag."

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Ich bleib optimistisch ich bin wie ein kind, wir nehmen es an, wir sinds doch gewohnt... Das Schicksal es hat noch keinen veschont!
Damokles hat folgendes geschrieben:
Hallo an alle in diesem Forum,

Ich bin am Ende und brauche euren Rat.
In den letzten Jahren geht alles schief und ich sehe keinen weg mehr vor mir den ich lebend beschreiten könnte.
Aber alles von Anfang an
Vor 3 Jahren starb mein Opa (meine Vaterfigur).
Vor 2 Jahren meine Oma.
und letztes Jahr am 25.12.05 auch noch mein leiblicher Vater.
Und nun will sich auch noch meine Frau von mir Scheiden lassen.
Ich bin seit 8 Jahren verheiratet habe 2 Kinder und einen Sohn der meiner ist aber von einem anderen.
Nun ist bei meiner Frau alles Gefühl erloschen und sie will nichts mehr mit mir zu tun haben was ich verstehe den ich war im letzten Jahr ein Gefühlskalter egoistischer Zensur.
Meine Gefühle sind jedoch nicht die gleichen ich liebe diese Frau und erst recht meine Kinder.
Ich habe gekämpft getan und gemacht jedoch kam bei ihr nichts mehr, sie reagierte kalt und egalisierend mir gegenüber.
Ich bin fertig und habe Liebeskummer, Angst, Trauer, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Selbstmord Gedanken.
Ich weiß im Grunde ist das nicht die Lösung des Problems doch wenn ich sehe wie die Kinder und ich leiden zerbricht mein Herz.
Kurz gesagt ich möchte Schluß machen und mir das elend dieser Welt nicht mehr antun wie gesagt es gibt einfach keinen Weg mehr den ich beschreiten könnte ohne innerlich eine ewige Trauer zu haben und ein leben unter ewiger trauer ist etwas das ich mir unter Leben nicht vorstelle ich bitte euch gebt mir einen Namen eines Medikamentes das mich einschlafen und nie wieder aufwachen lässt. Und bitte auch eine Bezugsquelle.
Falls ihrs nicht über das Forum machen wollt so schreibt mir bitte eine Email.
Bitte helft einem Menschen der keinen Ausweg mehr sieht und bitte keine schlauen ratschläge das Selbstmord nichts bringt ich habe zuviel erlebt als das ich noch sagen könnte das leben ist schön.
Ich weiß ander Menschen leiden Körperlich und Seelisch auch sehr aber sie haben dann noch punkte die sie amleben halten und ihren lebenswillen erhalten ich habe nichts mehr den meine Frau geht und meine Kinder unwillkürlich mit.
Bitte Bitte helft mir schickt mir die möglichkeit mein leben in Ruhe und Frieden zu beenden.

Gruß Damokles


Lieber Damokles!

Du bist egoistisch und selbstsüchtig. Du willst doch nicht deinen drei Kindern ihren Vater nehmen. Wie sollen die damit leben?

Ausserdem: Jedes Ende ist ein Anfang. Möglicherweise machst du bei einem zweiten Versuch das besser, was du bei deiner ersten Ehe falsch gemacht hast. Ich rate dir. Finde wieder eine Frau, die du liebst.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!