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Freundschaft - Beitrag aus einem Zenforum












Ein Freund in einem US-Zenforum hat gestern geschrieben:

Wir sollten engagiert und aktiv sein in Freundschaften
Selbst wenn wir unserer selbst nicht sicher sind -
Es gibt immer ein Geschenk, das du allein geben kannst;
Aber vergewissere dich, dass du es wirklich schenkst.

Zitat:
Freunde, man mag zum Freund sich wählen,
wer sieben Eigenschaften hat. Welche sind das?

Er gibt, was schwer zu geben ist,
er tut, was schwer zu tun ist,
er trägt, was schwer zu tragen ist,
ist geduldig auch im Streit.
Eigne Geheimnisse teilt er mit,
fremde hält er verwahrt.
Wird er gebraucht, ist er zur Stelle,
verachtet nicht den Gescheiterten.

Selbst wenn es dir verwehrt wird,
nimm seinen Rat an und folge ihm,
denn solch ein Edler -
das Heil aller Wesen im Auge -
ist liebevoll und gefällig, ernst,
belehrt, doch nimmt Ermahnung an,
führt tiefe Gespräche, hört geduldig zu
und verleitet nicht zu Verkehrtem.

Bei wem auch immer in der Welt
man diese sieben Dinge trifft -
den wähle man zum Freunde sich,
wann immer einen Freund man wünscht
und Sorge trägt ums eig'ne Heil.
[Anguttara Nikaya VII, 35/36]
Hallo Wu,

Sehr schön und sehr wahr.
Hallo Wu !

Das habe ich jetzt mit großem Intresse gelesen !

Eigentlich wollte ich hier gerade einen thread eröffnen, jetzt frage ich mal hier, weil es irgendwie ...wenigstens ein bisschen passt....

*tief-Luft-hol*....

bitte nicht falsch verstehen, will niemandem zu nahe treten mit dieser Frage, falls es denn eine ist.

...bei Menschen, die sich mit dem Buddhismus beschäftigen ist mir aufgefallen, dass sie sich mit Gefühlen ausdrücken etwas schwer tun. Bei mir kommt das sehr nüchtern an. Vielleicht liegt es auch an mir, weil ich selbst zu feinfühlig bin...hatte auch mal bei einem Test 0 Punkte in Buddhismus und gebe ehrlich zu, dass mir vieles zwar verständlich ist, aber eben auch sehr nüchtern und ich Probleme bekäme, das ein oder andere umzusetzen....und jetzt bitte nicht fragen: was. Danke.

..ist das so ?...oder empfinde nur ich das so ?
Verändern die Lehren Buddhas so sehr.... Ausgeglichen sein ist ja etwas schönes...in der Freundschaft auf jeden Fall, ...aber in Sachen Liebe ?

LG
Luna
Liebe Luna!

Hmmm - da hast Du sicher einen interessanten Punkt angesprochen; der betrifft aber mehrere Ebenen - einmal: ja, der Buddhismus ist sicher eine Religion, die das Gefühl relativ wenig anspricht. Das differiert zwar etwas je nach Schulrichtung, aber im Prinzip - eine Religion, die das Ich für eine Illusion hält, wird den persönlichen Gefühlen dieses Ich wahrscheinlich keine übertrieben große Bedeutung beimessen. Das heißt nicht, dass Buddhisten nicht lieben könnten, aber wer sich länger und intensiver damit beschäftigt hat, wird auch sich selbst mit einer gewissen Distanz wahrnehmen und auch eigene Gefühle hinterfragen und relativieren.
Ich weiß nicht ob es damit zu tun hat - ich hatte mal mit einem Psychologen und Psychiater zu tun, und der meinte, ich hätte einen 'Therapeuten-Zugang' wie er's nannte - eine Neigung, alles von allen Seiten möglichst objektiv zu betrachten und mein eigenes Interesse dabei zu vernachlässigen...

Alles Liebe
Lieber Wu,

ich verstehe, was Du schreibst. Und das ist das Problem... ich möchte nicht nur verstehen, was er mir sagt, das leuchtet mir alles ein, aber ich will nicht nur verstehen, ich möchte auch begreifen und fühlen.

Was Du mit Therapeutischem Zugang ansprichst, leuchtet mir auch ein. Gestern beim Frühstück sagte ich ihm, eine Medallie hat immer zwei Seiten, sein Kommentar: und ein Würfel hat sechs und soundso viele Seiten usw. Wo er Recht hat,hat er Recht. Nun bin ich auch ein Mensch der gerne und viel hinterfragt und so hat es mir noch niemand gesagt, also der Vergleich mit dem Würfel, obwohl ich bemüht bin, es auch von allen möglichen Gesichtspunkten aus zu betrachten...

Verlieben möchte ich mich nicht in diesen Mann, -falls mir das überhaupt möglich ist-, würde lieber gleich zu Liebe überschwenken...aber mir fällt das so verdammt schwer. Ich habe den Eindruck, uns trennen Welten.
Er ist sehr hilefsbereit, er redet nicht viel, er macht...und er gab mir etwas mit in Bezug auf die Taufe meiner Kinder, was mir sehr geholfen hatte. Er sagte mir, es ginge nicht um mich. Wo er Recht hat, hat er Recht...

Und das kann ich mir jetzt auch nicht verkneifen zu schreiben. Ich lege mir Tarotkarten. Und meine Karten sagten mir genau das, was ich schon geschrieben habe und was mir mein Gefühl sagt, seit ich ihn kenne (sind jetzt knapp drei Monate): ich soll mich nicht verlieben.

Gehört schon fast unter Partnerschaft, was ich hier geschrieben habe...

Ganz liebe Grüße und einen schönen Ostersonntag
wünscht
-die gefühlsbetonte-
Luna...
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion


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