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Hallo Simone,
du fragst: "kann ich (MEIN) Karma durchbrechen?"
ich möchte dich in diesem Zusammenhang auf Denjenigen aufmerksam machen der unser Schick-Sal lenkt.
Karma (Sanskrit) bedeutet Handlung. Es ist das Gesetz von Aktion und Reaktion, das ist dir ja klar.
Laut der "Bhagavad-gita wie sie ist", gibt es drei Arten von Karma:
1. Karma = fromme Handlungen = bringen uns in der Zukunft Sinnengenuss
2. Vikarma = sündhafte Handlungen = bringen uns in der Zukunft Leid
3. Akarma = Handlungen die keine Reaktionen auslösen = befreien uns von allen karmischen Reaktionen ("positiv wie negativ"), so dass wir schlussendlich Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod finden. (im christlichen Sinne "Erlösung")
Das Gesetz des Karma ist sehr subtil. Vergleichbar mit einem Samen den wir in der Vergangenheit pflanzten und der erst nach einiger Zeit uns seine "Früchte" schenkt - bittere wie süsse. (wir nennen es auch Schicksal)
Die Bhagavad-Gita erklärt, dass wir nicht der vergängliche materielle Körper sind. All unsere Probleme entstehen aus dieser falschen Identifikation mit dem Selbst. Der materielle Körper und das mit ihm verbundene Schicksal sind das Ergebnis unserer vergangenen Handlungen. (Karma / Vikarma)
Die ersten beiden Arten der Handlung erzeugen immer wieder neue materielle, vergängliche Körper und somit Leid.
Akarma jedoch ist Handlung die uns aus diesem Kreislauf befreit - Handeln für den Höchsten Herrn.
Wenn du danach fragst wie du dein Karma durchbrechen kannst, fragst du indirekt auch nach Demjenigen der dieses Naturgesetz kontrolliert.
Nur wenn wir für den Höchsten Herrn handeln, den Gesetzgeber des Karma, können wir vom Gesetz des Karma befreit werden.
Diese Art des Handelns wird im 5.Kapitel der "Bhagavad-Gita wie sie ist", beschrieben. (Kapitel; Karma-Yoga)
Karma-Yoga hat nichts zu tun mit Körperverrenkung und auch nichts mit Gehirnakrobatik...
Gott kann nur durch liebende Hingabe erkannt werden.
Es ist mit jemandem Vergleichbar der seit unvordenklichen Zeiten versuchte, die Blätter eines Baumes zu begiessen, und plötzlich erfährt das nur das begiessen der Wurzel alles Leid beendet.
Wir tendieren im unpersönlichen "Informations-Zeitalter" dazu, Gott den Karma-Gesetzgeber, als etwas Unpersönliches zu betrachten und stellen uns vor, das Gesetz des Karmas auf "mechanische" Art zu überwinden ("durchbrechen"), aber das ist unmöglich. So wenig es für uns möglich ist in den Wald zu rufen ohne unser Echo zu hören. Jede Handlung verstrickt uns in der Zukunft wieder mit weiteren Handlungen (Aktion = Reaktion).
Da wir Individuen (unteilbare, unauflösbare ewige Persönlichkeiten) sind, ist es unser Wesen zu wünschen und somit zu handeln – die Frage ist nur für wen.
Das Leid das wir in dieser Welt erfahren ist dazu gedacht, dass wir die vier Ursachen all unseren Leids; Geburt, Alter, Krankheit und Tod lösen. Dann lösen sich auch alle anderen Probleme die wir haben von selbst.
Leider tendieren wir dazu nur Symptombekämpfung zu betreiben, anstatt Ursachenbekämpfung.
Wieso also das Problem nicht bei der Wurzel packen.
Gruss
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