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Eine gefürchtete Krankheit von Sonnenblumen ist die 'Weißstängeligkeit', die von dem Pilz sclerotinia sclerotiorum hervorgerufen wird - sie kann bei schlechtem Wetter ganze Sonnenblumenfelder vernichten. Manche Sonnenblumen überstehen die Pilzattacke jedoch problemlos.
Ein Agrar-Ingenieur an der Uni Bonn, Claudio Cerboncini, versuchte die dafür verantwortlichen Abwehrstoffe zu isolieren und entdeckte, dass die Pflanzen Dicaffeoyl-Chinasäure produzieren, den Prototyp eines neuen AIDS-Medikaments, das die virale Integrase des HI-Virus hemmt, die der zu seiner Vermehrung unbedingt benötigt. Klinische Tests scheinen die Wirksamkeit des Stoffes - ohne bemerkenswerte Nebenwirkungen - zu bestätigen, nur ist das Zeug extrem schwierig zu gewinnen und zu synthetisieren - der Marktpreis liegt dzt. bei € 1.000.- pro Milligramm...
Mit einem in Bonn entwickelten (und bereits patentierten) Verfahren wäre es möglich, das Enzym zu identifizieren, das die Sonnenblumen zur Produktion von DCQA anregt, es in Bakterien einzuschleusen und damit in großen Quantitäten zu produzieren. [aus medi-learn]
(Manchmal hat auch Gentechnik was für sich... )
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