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Hallo,
vielleicht finde ich hier Anregungen.
Ich bin anscheinend mit einer sehr negativen Person, die mir und meinem Sohn schon sehr viel Leid zugefügt hat, karmisch verbunden. Ich habe bereits schon zwei mal meinen Wohnsitz geändert, trotzdem treffen wir aufeinander. Dies zieht immer wieder unangenehme Situationen und Schaden nach sich. Uns geht es dann tage- oder wochenlang wieder seelisch schlecht. Meistens spüre ich im Vorfeld, dass es bald wieder zu solchen Begegnungen kommen wird, aber ich kann ihnen nicht ausweichen, dafür ist es nur ein Gefühl ohne nähere Angaben. Was kann ich dagegen machen? Meine weiteren Bemühungen über die Polizei,z.B. verliefen bisher ohne Erfolg, denn erst wenn was nachweisbares passiert, kann ich eine Anzeige erstatten.
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Hallo Liebe Simone,
zunächst einmal solltest du versuchen dir nicht zuviel Gedanken über
Dinge zu machen, die nicht geschehen sind. Oft leben wir in Ängsten, die
unbegründet sind. Diese Ausgangssituation wird oft von Menschen dafür
benutzt um anderen Angst einzujagen. Du und dein Sohn, ihr solltet euch
zunächst einmal beruhigen und euch darüber klar sein, daß es euch momentan gut geht und nicht zu weit in eine Zukunft denken, die ohnehin ungewiss ist, wie sie verläuft. Was ich versuche dir und deinem Sohn klar zu machen wird in einem Spruch von Mark Twain schön hervorgehoben, der lautet :
| Zitat: |
" Ich habe im Leben schon viel schlimmes erlebt,
von dem einiges auch tatsächlich eingetroffen ist ". |
Versuch dir zunächst stets darüber im klaren zu sein, daß es wenig Sinn macht, sich den Tag mit Gedanken und Vorstellungen kaputt zu machen, die ohne Grundlagen sind. Aber bei dem Versuch diesen Ratschlag in die Tat umzusetzen wirst du schon auf das erste Problem stoßen. Nämlich die, daß du merkst, daß es gar nicht so einfach ist, im Hier und jetzt zu verweilen. Der Geist ist es gewohnt ständig zwischen Vergangenheit und Zukunft hin und herzuschweifen und wird sich zunächst gewohnheitsmässig weigern dies auch aufzugeben. Somit wären wir schon beim nächsten Problem. Wie bekomme ich mehr Herrschaft über mein Denken und werde ich die daraus resultierenden Ängste los ?
Die Fähigkeit nicht zu sehr mit den Gedanken abzuschweifen und mehr in der Welt des Jetzt zu leben, wird z.B. durch die Praxis der Achstsamkeitsmeditation sehr gut unterstützt. Während die Ängst, die letztlich immer mit der Angst des Sterbens einhergehen, durch das Verständniss dessen, gemindert bis aufgelöst werden, was wir unter dem Aspekt Todes verstehen.
Man muss den Mut aufbringen und sich diesen Fragen stellen, anstatt ständig vor Ihnen davon zu laufen. Bei dessen Begutachtung wird man nämlich sehr bald feststellen, daß diese Ängst zum größten Teil total unbegründet sind.
Du siehst liebe Simone, daß du nicht umhin kommst, dir die hierfür nötige Zeit und die nötigen Taten ( Lesen, Überdenken, Hinterfragen ) , anzueignen. Denn nur deine unmittelbare Einsicht ( nicht Ansicht, Glauben, Denken , Hoffen oder Wünschen ) in diese Zusammenhänge wird dir und somit auch deinem Sohn helfen die Angst vor dem Tod und vor allen Menschen die dir nicht wohl gesonnen sein sollten, zu nehmen.
| Zitat: |
| Karma - eine Verbindung durchbrechen |
Dies ist nicht möglich. Karma lässt sich nicht einfach durchbrechen. In diesem Fall ist es natürlich eine unangenehme Situation, die ausgestanden werden muss. Jede Tat, jedes Gesprochene und jeder Gedanke hat seine Auswirkung. Deshalb ist die Achtsamkeit auch so wichtig. Das Karma Prinzip musst du dir ähnlich eines Spiegels vorstellen, welches stets alles was davor tritt wiedergibt, unabhängig davon, ob es sich um etwas positives oder negatives handelt. Aber es gibt eine Möglichkeit, die "Versüssung des Karmas ", genannt wird. Dadurch nämlich, daß ein Mensch sich um viele gute Eigenschaften bemüht und sich ein Gemüt verschafft, daß sehr weit und offen ist, so daß eventuelle negative Einflüsse, keine so große Resonanz im Innern erzeugen, wie sie einst begangen worden sind. Es verhält sich ähnlich einem handvoll Klumpen Salz, dass in ein Becher mit Wasser gegeben, diesen ungeniessbar macht, während die selbe Menge in einen großen See geworfen, keinen Einfluss auf den Geschmack des Sees ausüben kann. Dies bedeutet in deinem Fall dein Herz so weit und rein zu gestallten, daß auch dieser " Übeltäter " mit Mitgefühl und Verständnis aufgenommen wird. Was nicht bedeutet, sich mit ihm einzulassen, sondern ihn auch als einen ( in diesem Fall verzweifelten ) Menschen zu sehen, der auch auf der Suche nach einem Wohl aus ist.
Ich wünsche euch beiden von ganzen Herzen alles Gute und viel Geduld und Liebe und dass eure Ängste bald ein Ende haben mögen.
Mit lieben Gedanken
Natha
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Hallo Simone,
du fragst: "kann ich (MEIN) Karma durchbrechen?"
ich möchte dich in diesem Zusammenhang auf Denjenigen aufmerksam machen der unser Schick-Sal lenkt.
Karma (Sanskrit) bedeutet Handlung. Es ist das Gesetz von Aktion und Reaktion, das ist dir ja klar.
Laut der "Bhagavad-gita wie sie ist", gibt es drei Arten von Karma:
1. Karma = fromme Handlungen = bringen uns in der Zukunft Sinnengenuss
2. Vikarma = sündhafte Handlungen = bringen uns in der Zukunft Leid
3. Akarma = Handlungen die keine Reaktionen auslösen = befreien uns von allen karmischen Reaktionen ("positiv wie negativ"), so dass wir schlussendlich Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod finden. (im christlichen Sinne "Erlösung")
Das Gesetz des Karma ist sehr subtil. Vergleichbar mit einem Samen den wir in der Vergangenheit pflanzten und der erst nach einiger Zeit uns seine "Früchte" schenkt - bittere wie süsse. (wir nennen es auch Schicksal)
Die Bhagavad-Gita erklärt, dass wir nicht der vergängliche materielle Körper sind. All unsere Probleme entstehen aus dieser falschen Identifikation mit dem Selbst. Der materielle Körper und das mit ihm verbundene Schicksal sind das Ergebnis unserer vergangenen Handlungen. (Karma / Vikarma)
Die ersten beiden Arten der Handlung erzeugen immer wieder neue materielle, vergängliche Körper und somit Leid.
Akarma jedoch ist Handlung die uns aus diesem Kreislauf befreit - Handeln für den Höchsten Herrn.
Wenn du danach fragst wie du dein Karma durchbrechen kannst, fragst du indirekt auch nach Demjenigen der dieses Naturgesetz kontrolliert.
Nur wenn wir für den Höchsten Herrn handeln, den Gesetzgeber des Karma, können wir vom Gesetz des Karma befreit werden.
Diese Art des Handelns wird im 5.Kapitel der "Bhagavad-Gita wie sie ist", beschrieben. (Kapitel; Karma-Yoga)
Karma-Yoga hat nichts zu tun mit Körperverrenkung und auch nichts mit Gehirnakrobatik...
Gott kann nur durch liebende Hingabe erkannt werden.
Es ist mit jemandem Vergleichbar der seit unvordenklichen Zeiten versuchte, die Blätter eines Baumes zu begiessen, und plötzlich erfährt das nur das begiessen der Wurzel alles Leid beendet.
Wir tendieren im unpersönlichen "Informations-Zeitalter" dazu, Gott den Karma-Gesetzgeber, als etwas Unpersönliches zu betrachten und stellen uns vor, das Gesetz des Karmas auf "mechanische" Art zu überwinden ("durchbrechen"), aber das ist unmöglich. So wenig es für uns möglich ist in den Wald zu rufen ohne unser Echo zu hören. Jede Handlung verstrickt uns in der Zukunft wieder mit weiteren Handlungen (Aktion = Reaktion).
Da wir Individuen (unteilbare, unauflösbare ewige Persönlichkeiten) sind, ist es unser Wesen zu wünschen und somit zu handeln – die Frage ist nur für wen.
Das Leid das wir in dieser Welt erfahren ist dazu gedacht, dass wir die vier Ursachen all unseren Leids; Geburt, Alter, Krankheit und Tod lösen. Dann lösen sich auch alle anderen Probleme die wir haben von selbst.
Leider tendieren wir dazu nur Symptombekämpfung zu betreiben, anstatt Ursachenbekämpfung.
Wieso also das Problem nicht bei der Wurzel packen.
Gruss
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