Beziehung zw. Katholikin und Baptist


Hallo!
Ich habe eine Frage an Euch: hat jemand Erfahrungen mit Beziehungen, in der die Partner verschiedene Konfessionen haben? Mein Freund ist Baptist, sehr streng gläubig, ich bin Katholikin, gläubig, aber nicht zu streng. Nun machen wir uns Gedanken wegen unserer Zukunft. Ob es überhaupt gehen würde, oder ob die Konfessionen einfach zu unterschiedlich sind, als dass es geht. Er ist der Meinung, dass es für eine Familie am besten ist, dass die Eltern beide in der gleichen Gemeinde sind. Ich denke, dass das nicht nötig ist. Ich fühle es immer so, als wenn ich ihm zuliebe wechseln soll, würde das aber nicht wollen. Ich denke, dass man den Kindern beide Gemeinden näher bringen kann und sie sich irgendwann selbst entscheiden können. Wie seht Ihr das?
Ich würde mich freuen, wenn Ihr einfach Eure Erfahrungen mit solchen Beziehungen schreiben könntet. Alle Probleme, Diskussionen, Freuden usw. Würde mir wahrscheinlich helfen.
LG Ines
Hallo Ines!

Da kann ich Dir nur recht geben. Ich war 15 Jahre lang mit einer kath. Religionslehrerin verheiratet, bin selbst religiös, aber nicht Mitglied irgendeiner Religionsgemeinschaft. Das hat unsere Beziehung und auch die religiöse Entwicklung der Kinder sicher nicht negativ beeinflusst - war sogar durch die religiösen Gespräche für beide eher wertvoll. Dem Partner zuliebe die Konfession zu wechseln halte ich für absoluten Unsinn - wie kann ich von etwas, woran ich glaube, ohne sachlichen Grund zu etwas anderem wechseln und dann an das glauben
Hallo Ines,

ich sehe das auch so wie du. Mein Mann ist katholisch, ich evangelisch. Unsere Kinder sind evangelisch getauft. Bei uns gab das nie ein Problem. Ich hätte auch nicht gewechselt, denn ich finde wechseln sollte man nur, wenn man wirklich auch dahinter steht, nicht einfach nur so, weil man sich irgendwie verpflichtet fühlt. Es wäre ja auch irgendwie verlogen. Der Partner sollte das auch nicht verlangen, denn genauso gut könntest du ja auch von ihm verlangen, er solle wechseln. Würde er das machen? Ich kenne aber auch jemand, die hatte der Familie ihres Mannes zuliebe (der ist auch Ire, genau wie mein Mann) zur katholischen Kirche gewechselt. Sie musste auch Kurse machen und sagt, das war für sie ok und sie steht dahinter. Das wäre natürlich schön. Bin mir da aber nicht so sicher, da ich weiß, dass er sie damals warscheinlich nicht geheiratet hätte, oder es zumindest viele Schwierigkeiten mit seiner Familie gegeben hätte, wenn sie nicht den katholischen Glauben angenommen hätte. So sollte es natürlich nicht sein.

Lb.Grüße
Kerstin
Bei uns war es so, das meine Frau aus einem katholischen Elternhaus, und wir von zu Hause in eine Brüdergemeinde gingen. Bei unserer Heirat haben wir uns nie ernstlich Gedanken über unser Glaubensleben gemacht.
Aber zunehmend wuchs in mir der Wunsch, wie von Jugend auf gewohnt, den Weg wieder in eine Gemeinde zu suchen. Zunächst ging ich nur unrgelmäßig und alleine dorthin. Aus Neugierde ist dann meine Frau einmal mitgegangen, fand die ganze Athmosphäre sehr schön und wir sind beide seit fast 15 Jahren zusammen mit unseren 3 Kindern glücklich, diesen Schritt getan zu haben, am glücklichsten ist aber meine Frau über die Umkehr aus der erstarten kath. Kirche in eine lebendige Gemeinde.

Jürgen