Thema Abtreibung - Menschenwürde von Anfang an


Hab diesen interessanten Artikel in den deutschen Baha'i Nachrichten gefunden. Eure Meinung zu der Thematik würd mich sehr interessieren, liebe Grüße, Deas

Menschenwürde von Anfang an
-- Die Grenzen der Familienplanung --

Juli 1997: „Eine 35-jährige Frau aus einem Dorf in Niedersachsen kommt in die gynäkologische Abteilung der Städtischen Klinik. Sie sei, so der Arzt, in einem ‚psychisch desolaten Zustand’ gewesen. Sie war in der 25. Woche schwanger. Bei dem Embryo hatte ein Arzt einen Gendefekt diagnostiziert: Trisomie 21, die Ursache einer geistigen Behinderung - des Down-Syndroms. Die Frau bat um eine Abtreibung. Die Ärzte ‚wollten helfen’. Sie entschlossen sich zu einer Operation, die ohnehin im Graubereich ärztlicher Ethik stattfindet und in diesem Fall Eltern, Ärzte und Kind in eine Katastrophe führte. Die Geburt wurde eingeleitet. Das Kind aber, ein Frühchen mit 690 Gramm Gewicht und einer Größe von 32 Zentimetern, war nicht tot. Es wurde in eine Decke gewickelt und ‚beobachtet’. Dieser winzigen Portion Mensch, so die Erwartung, würde das Leben schon bald entweichen. Doch Atmung und Puls hörten nicht auf. Stunde um Stunde kämpfte sich der Kleine ins Leben. Schließlich hatten die Ärzte genug. Sie berieten sich mit den Eltern. Man kam überein, das Kind von nun an zu betreuen. Die Behandlung, so erklärte die Rechtsanwältin der Eltern gegenüber FOCUS, habe ‚etwa 10 Stunden nach der Geburt’ begonnen.“ (Quelle: FOCUS 52 / 1997) Dieses Kind mit seiner schweren Behinderung passte ganz offensichtlich nicht in die Familienplanung seiner Eltern und sollte deshalb „beseitigt“ werden. Gilt das Prinzip „Ex und Hopp“, das in unserem Wirtschaftsleben weit verbreitet ist, auch im menschlichen Bereich? Haben nur „qualitativ hochwertige“ Menschen ein Recht zu leben? Und überhaupt: Sind Ungeborene überhaupt Menschen? Dürfen wir ungeborene Kinder, wenn sie unserer Lebensplanung im Wege sind, abtreiben?

Das Menschenrecht auf Leben

In Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (UNO-Menschenrechtserklärung vom 10.12.1948) wird keinerlei Differenzierung in „behindert – nicht-behindert“ oder „geboren – ungeboren“ vorgenommen. Vielmehr heißt es dort: „Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person“. Sowohl in der Wissenschaft als auch in Politik und Rechtsprechung ist weitgehend unumstritten, dass mit der Vereinigung der mütterlichen Eizelle und der väterlichen Samenzelle ein neuer, einmaliger und unwiederholbarer Mensch entsteht. Und dennoch gibt es – aus den verschiedensten Gründen – Fälle, in denen die Tötung eines Ungeborenen für zulässig bzw. für nicht strafbar erachtet wird.

Die Konsequenzen

Welche Risiken mit dieser Haltung verbunden sind, machte Bundespräsident Johannes Rau in seiner Berliner Rede von 2001 deutlich: „Wer den Schutz des Lebens an seinem Beginn aufgibt, der wird das bald auch für das Ende des Lebens geltend machen können. Dann wird vielleicht gefragt: Können wir uns den hohen Pflegeaufwand am Ende des Lebens noch leisten? Wäre es nicht ökonomisch vernünftiger, Alte und Kranke willigten rechtzeitig in die Sterbehilfe ein? Die Fragen nach Leben und Sterben betreffen uns alle. Darum dürfen sie nicht allein die Sache von Experten sein“, so der Bundespräsident und weiter: „Wir können unsere Antworten nicht delegieren:Nicht an die Wissenschaft, nicht an Kommissionen und nicht an Räte.“ „Es gab eine Zeit, da sagte man, Indianer seien keine richtigen Menschen! Es gab eine Zeit, da sagte man, Juden seien keine richtigen Menschen! Es gibt eine Zeit, das sagt man, Ungeborene seien keine richtigen Menschen!“
Was sagen die Religionen zu dieser Thematik?

Das Alte Testament geht davon aus, dass bereits der ungeborene Mensch eine Person ist, die mit der Zeugung entstanden ist. Die Seele des Menschen („mein Inneres“) ist von Gott gegeben. In Psalm 139 (Verse 1 und 2, 13 – 16) reflektiert David über das Verhältnis des Menschen zu seinem Schöpfer: „Herr, Du hast mich erforscht, und Du kennst mich. Ob ich sitze oder stehe, Du weißt von mir. Von fern erkennst Du meine Gedanken. (...) Denn Du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter. Ich danke Dir, das Du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß: Staunenswert sind Deine Werke. Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder Dir nicht verborgen. Deine Augen sahen, wie ich entstand, in Deinem Buch war schon alles verzeichnet, meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war.“ Jesus knüpft daran an und misst Kindern einen nicht zu unterschätzenden Wert bei. In Matthäus 18 : 6 und 7, 10 heißt es: „Wer einen von diesen Kleinen, die an Mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde. Wehe der Welt mit ihrer Verführung! (...) Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn Ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht Meines himmlischen Vaters.“ Ein häufig angeführter Grund für die Abtreibung eines Kindes ist die befürchtete sozi Menschenwürde von Anfang an Die Grenzen der Familienplanung ale Notlage, die durch die Geburt des Kindes für die Familie und auch für das Kind selbst eintreten könnte. Diese Ängste waren schon im 7. Jahrhundert vorhanden. Der Prophet Muhammad geht auf sie ein: „Tötet eure Kinder nicht aus Furcht vor Armut. Wir sorgen für sie und für euch. Fürwahr, sie zu töten ist eine große Sünde.“ (Koran 17 : 32) „Sprich: Kommt her, ich will vortragen, was euer Herr euch verboten hat: (...) und ihr sollt eure Kinder nicht töten aus Armut, Wir sorgen ja für euch und für sie.“ (Koran 6 : 152)

Grundsätze der Bahá’í- Religion

Das höchste Gremium der Bahá’í-Religion, das Universale Haus der Gerechtigkeit, stellt grundsätzlich fest (26.08.1971, zitiert in: Liebe und Ehe, S. 49): „Es ist richtig, dass nach den Lehren die Seele eines Menschen mit der Empfängnis erscheint und dass Schwangerschaftsabbruch, der nur vorgenommen wird, um sich ungewollter Kinder zu entledigen, im Glauben uneingeschränkt verboten ist.“ 1935 wurde Shoghi Effendi, der Hüter des Bahá’í-Glaubens, auf die Thematik der Geburtenkontrolle angesprochen. Sein Sekretär antwortete am 14. Oktober 1935 in seinem Auftrag (zitiert in: Liebe und Ehe, S. 50): „Weder Bahá’u’lláh noch ‘Abdul-Bahá haben etwas direkt oder ausdrücklich zu dieser Frage offenbart. Jedoch ergibt sich aus den Bahá’í-Lehren, wenn sie sorgfältig studiert werden, dass solche Modeerscheinungen wie Geburtenkontrolle, wenn auch im Grunde nicht notwendigerweise falsch und unsittlich, dennoch verworfen werden müssen, weil sie eine wirkliche Gefahr für die Grundlagen unseres gesellschaftlichen Lebens darstellen. Denn Bahá’u’lláh offenbart ausdrücklich in Seinem Buch der Gesetze, dass der Hauptzweck der Ehe der ist, Kinder zur Welt zu bringen, die als Erwachsene fähig sein werden, Gott zu erkennen und Seine Gebote und Gesetze, wie sie durch Seine Boten offenbart sind, anzuerkennen und zu befolgen. (...) Geburtenkontrolle ist daher, außer in bestimmten Ausnahmefällen, nicht zulässig.“ In einem Brief vom 4. Februar 1937 teilte der Sekretär im Auftrag Shoghi Effendis mit (zitiert in: Liebe und Ehe, S. 50 f.): „(...) Wir sind daher als Bahá’í nicht in der Lage, die Praxis der Geburtenkontrolle entweder verdammen oder befürworten zu können. Geburtenkontrolle jedoch, die angewandt wird, um überhaupt zu verhindern, dass Kinder zur Welt kommen, verstößt gegen den Geist des Gesetzes Bahá’u’lláhs, das den wichtigsten Zweck der Ehe darin sieht, Kinder aufzuziehen und sie geistig in der Sache zu erziehen.“

Udo Schäfer packt die Thematik von der philosophischen Seite an und kommt zunächst auf den „freien Tod“ zu sprechen: „Wenn es Sinn unserer Existenz auf Erden ist, uns zu entwickeln, um der kommenden Welt des Lichtes, der Liebe und Gerechtigkeit teilhaftig werden zu können, so wird verständlich, warum die Selbsttötung von Gott als schweres Unrecht verboten wurde. (...) Der Mensch, der selbst Hand an sich legt, verkürzt die Zeit, in der er kraft eigenen Tuns an seiner Vervollkommnung wirken kann, und begibt sich der von Gott gebotenen Entwicklungsmöglichkeit.“ Herr Schäfer zieht dann eine Parallele zur Abtreibung, bei der „dem Fötus die Entwicklungsmöglichkeit genommen wird.“ (zitiert in: Der Bahá’í in der Modernen Welt, S. 306)

„Kultur des Lebens“

Die katholische Ordensfrau Mutter Teresa erhielt für ihr soziales Engagement in Indien den Friedensnobelpreis verliehen. In ihrer emotionalen Rede (10.12.1979) appellierte sie vor allem an die reichen Industrienationen: „Ich habe eine Überzeugung, die ich Ihnen allen mitteilen möchte: Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß ermorden kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen. Sogar in der Heiligen Schrift steht: ‚Selbst wenn die Mutter ihr Kind vergessen könnte, Ich vergesse es nicht.’ Aber heute werden Millionen ungeborener Kinder getötet und wir sagen nichts. In den Zeitungen lesen wir dieses und jenes, aber niemand spricht von den Millionen von Kleinen, die empfangen wurden mit der gleichen Liebe wie Sie und ich, mit dem Leben Gottes. Und wir sagen nichts, wir sind stumm. (...) Und ich bitte Sie hier im Namen der Kleinen: Rettet das ungeborene Kind, erkennt die Gegenwart Jesu in ihm! Als Maria Elisabeth besuchte, hüpfte das Kind vor Freude im Schoß der Mutter in dem Augenblick als Maria ins Haus kam. Das Ungeborene brachte Freude. (...) Gebt jedem Kind die Gelegenheit, zu lieben und geliebt zu werden. Wir bekämpfen Abtreibung mit Adoption. Mit Gottes Gnade werden wir es schaffen. Gott segnete unsere Arbeit. Wir haben Tausende von Kindern gerettet, sie haben ein Heim gefunden, in dem sie geliebt werden, wo sie erwünscht sind, wohin sie Freude gebracht haben.“ Der „Kultur des Todes“ muss – wie Papst Johannes Paul II nicht müde wird zu betonen – die „Kultur des Lebens“ entgegengestellt werden. Aufgrund der gemeinsamen Wertvorstellungen sind gerade die Religionen aufgerufen, hierbei an einem Strang zu ziehen. Als vor einigen Jahren in Peking die große UNO-Konferenz zum Thema „Lebensrecht“ stattfand, war es erfreulich, wie sich die gläubigen Christen, Muslime und Juden zusammengesetzt haben, um ihre lebensbejahende Abstimmung gemeinsam zu planen. Sie hatten zwar nicht die Mehrheit, aber sie hatten immer gemeinsam gekämpft. Und das lässt hoffen.

Hilfe und Unterstützung

Weitere Informationen für Schwangere in Not, die ihr ungeborenes Kind nicht töten lassen wollen, gibt es u.a. bei folgenden Einrichtungen:

Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA)
Ottmarsgäßchen 8, D-86152 Augsburg
Tel. 0821-512031, Fax 0821-156407
Internet: www.alfa-ev.de Stiftung „Ja zum Leben“
Haus Laer, D-59872 Meschede Tel. 0291-902 3841,
Fax 0291-6191 Internet: www.kultur-des-lebens.de

Beitrag verfasst von Thomas Müller
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"Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt, ist das, was wir aus unserer Seele gemacht haben." Shoghi Effendi
Danke, lieber Deas,

der erste Absatz hat mich tief erschüttert. Ich verstehe einfach nicht, wie sich so oft - und meist ohne Not - einfach "entledigt" wird, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass es ein lebendes Wesen ist! Allerdings kann ich mir auch keine Not vorstellen, so groß sie auch sein mag, die einen solchen Eingriff rechtfertigen würde!

Dennoch: Ich habe die Gewissensnot einer jungen Frau miterlebt (Tochter einer Kollegin), die alles hergegeben hätte, um diesen Schritt wieder rückgängig zu machen. Sie war so verzweifelt und jammerte immer nur: "Wieso leide ich so? Ich glaube an keinen Gott und dennoch bringt mich diese Last langsam um!" Sie war dann mehrere Jahre in einer Nervenheilanstalt. Sie konnte keine Kinder mehr bekommen, der Mann trennte sich von ihr, weil seine Freundin das so heißersehnte Kind erwartete (auch keine schöne Art!)

Die junge Frau tat mir so unendlich leid, und oft habe ich sie umarmt und sie hat bitterlich geweint! Sie hatte wirklich ihr Leben zerstört. Ich könnte ausflippen, wenn ich das Argument höre: "Wenn sie jetzt ein Kind bekommt, ist ihr Leben verpfuscht!" Ich denke, wenn sie es nicht bekommt, sprich, wenn sie es tötet, dann ist das Leben verpfuscht!

Aber nur meine Meinung, und die Bekannte, die so gelitten hat, konnte ich trotz meiner wirklich starren Haltung in diesem Punkt nicht verurteilen. Sie tat mir nur unendlich leid!

Ich finde allerdings, dass man viel klarer ins Bewusstsein rufen muss, dass diese Tat ein Leben lang schlimmste Spuren hinterlassen wird!

Liebe Grüße

Désirée
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Hütet euch, eine Seele zu kränken, ein Herz zu betrüben
oder einen Menschen mit euren Worten zu verletzen, sei er euer Bekannter
oder ein Fremdling, Freund oder Feind!


Zu diesem Thema hatte ich auch schon einen Beitrag hier im Forum geposted und glaube auch einen Artikel verlinkt.

Vielleicht sprichst du auch von demselben "Fall", Deas. Ich sah das nachts bei J.B. Kerner. Dachte erst, ich hätte mich verhört, oder etwas falsch verstanden. Und als Kerner auch mehrmals ungläubig nachfragen musste, wurde mir das erst bewusst. Wenn es derselbe Junge ist, so lebt er heute in einer Pflegefamilie.

Ich bin der Meinung, dass wir nicht das Recht haben, zu selektieren, wer leben darf und wer nicht.

Könnte es letztendlich denn nicht genau das Schicksal sein, welches uns aus irgend einem Grunde auferlegt werden soll, eben dieses Kind in seiner Krankheit/Behinderung anzunehmen, es aufzuziehen, zu lieben? Wenn dies so ist, dann wäre es doch ein sehr starker Eingriff in seinen Willen, oder nicht?

Könnte es nicht genau deshalb so sein, dass ER die Menschen von Natur aus nicht so ausgestattet hat, dass man Makel, Krankheiten, Behinderungen bereits vor der Geburt feststellen kann?

Ich habe gelesen und gehört, dass die Kinder, die im Mutterleib getötet werden, sehr wohl Empfinden und vor allem ANGST haben. Denn wie ist es sonst zu erklären, dass sie verzweifelt versuchen, dem Mordwerkzeug zu entgehen? Oft spüren die Frauen in sich den lange währenden Todeskampf ihrer ungeborenen Kinder...


Noch eine Frage möchte ich aufwerfen: Was ist, wenn ein kleines Kind, welches gesund geboren wurde, schon einige Jahre lebt, plötzlich durch einen Unfall oder eine Krankheit behindert wird? Schreckt man dann nur noch vor dem Schritt zurück, weil es ja schon sichtbar ist, sich mitteilen, Schmerz, Angst äußern kann?

Jedem Menschen gebührt die gleiche Würde. Ob ungeboren, ob krank, ob gesund!

Und ich kann Desiree nur Recht geben. Meine Mutter wurde mit 18 Jahren schwanger. Sie hatte jedoch die Verlobung gelöst, da ihr Verlobter sie anfing zu schlagen. Ihre Mutter drängte sie regelrecht zur Abtreibung. Und damit ist sie heute noch nicht richtig fertig geworden, sie ist jetzt 77 Jahre alt. Das erste Kind, welches sie mit meinem Vater bekam, lebte nur eine halbe Stunde, es starb an einem Herzfehler. Die gesamte Schwangerschaft war sehr riskant. Und die Schwangerschaften bei meinem Bruder und mir verliefen ebenfalls jedesmal mit erhöhtem Risiko. Mein Bruder kam krank zur Welt, allerdings nichts Tragisches. Und ich kam zur Welt mit einem Hüftleiden. Konnte auch durch Gymnastik im Säuglingsalter völlig korrigiert werden. Aber sie denkt, dass da vor allem, weil ihr erstes Kind sterben musste, ein Zusammenhang besteht, dass sie vielleicht sogar dafür bestraft worden ist.

Man weiß es ja nicht, ob es nicht wirklich so sein könnte...


Und was Sterbehilfe betrifft: das sehe ich etwas anders. Sofern man noch und überhaupt vom geistigen Zustand her in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen, trifft man diese Entscheidung ja für sich selbst. Und nicht Dritte würden, dürfen und sollten allein, wenn überhaupt, entscheiden, wann ein Leben zu Ende ist. Ein Ungeborenes kann keine Entscheidung treffen. Es muss schon froh sein, wenn es überhaupt geboren werden "darf". Das ist tragisch und traurig.
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was mich nicht umbringt, macht mich stark
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Nicht um meinen Bruder zu besiegen,
suche ich Kraft, sondern meinen
größten Feind, mich selbst.
Unabhängig davon, wie ich selbst darüber denke, möchte ich mal folgendes in den Raum stellen:

Die Natur selbst "treibt" mehr als jede zweite befruchtete Eizelle ab. Weniger als 50% nisten sich in der Gebärmutter ein.

Und warum sind häufig Fleischesser so massiv gegen Abtreibung? Seht es uns denn zu, so einen großen Unterschied zwischen der Primatenart Mensch und anderen Tieren zu schaffen? Wo ist da die überlegene Ethik, durch die der Mensch sich vom Tier abzuheben glaubt?