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Hallo Reinhard
Well, der Stil ist eine Sache - wesentlicher ist der Inhalt.
NWO - möchte den Aufsatz veröffentlichen, aber nur in gekürzter Form. Willst Du den Rock kürzen und einen neuen Stil kreiren?
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Hallo Hanel,
wie schon erwähnt, ist es doch sehr viel Stoff. Ich habe ja nicht viel Ahnung von der Bibel und der Schöpfungsgeschichte. Aber einige Dinge sind mir aufgefallen, die ich für diskussionswürdig halte. Deshalb fange ich mal bei "Adam und Eva" an.
Soviel wie ich weiß, ist die Schöpfungsgeschichte hebräischen, jüdischen Ursprungs. Unklar ist, wann sie niedergeschrieben wurde. Vieles spricht für die Zeit des Exils in Babylon. Wie dem auch sei: christlich ist die Schöpfungsgeschichte im wesentlichen nur durch ihre Interpretation und Bedeutung, nämlich der "Sünde" bzw. "Erbsünde". Halten wir fest: die Schöpfungsgeschichte ist NICHT ursprüngliches christliches Erzählgut.
Wenn man dem Text in Genesis 2 ff. folgt, dann ist dort von einem "Garten" die Rede. Ein Garten muss gehegt und gepflegt werden - denn sonst wäre es ja ein Stück Wildnis. Hegen und pflegen bedeutet Arbeit. Analog ist es bei den Bahaí ähnlich: es wird vom Menschen als einem Bergwerk gesprochen, in dem Edelsteine vorhanden sind. Hier ist keine "Höhle" gemeint, sondern die Höhle muss bearbeitet werden und wird so zu einem "Bergwerk"... Halten wir fest. Adam musste ARBEITEN.
Adam bekam auch den Auftrag, die Tiere zu benennen - eine intellektuelle Arbeit. Der Mensch musste das Wesen der Tiere erfassen und in eine Bezeichnung giessen. Warum heißt ein Stuhl eigentlich "Stuhl" - könnte es nicht auch "irgendwas" heißen ? Sprache ist eine hochstehende geistige Leistung. Halten wir fest: Adam war NICHT unwissend und hat gearbeitet.
Nirgends ist in der Erzählung von SCHULD die Rede. Schuld und Sünde sind christlich gedeutet. Es wird eigentlich nur dramatisch erzählt, wie das weibliche Gegenstück von Adam ( = Männin ) in ein Psychoduell gelockt wird - die Idee von einem "Unternehmensberater" gefällt mir außerordentlich gut, und wie es dazu kommt, dass Adam und sein weibliches Gegenstück - STERBLICH werden. Adam und die jetzige Eva, sie erhält ihren Namen ja erst aaußerhalb des "Paradieses", was "Mutter allen Lebendigen" bedeutet, werden aus dem "Paradies" vertrieben und bekommen eine Ausstattung für das jetzt elendige Leben: Kleidung aus Fellen. Felle stammen von Tieren... Sind die ersten Menschen jetzt in ein kreaturähnliches Stadium zurück gefallen ? Eva wird durch ihre Fähigkeit, Leben zu zeugen, WIE Gott... Dies ist in meinen Augen ein Geschenk Gottes. Durch Aussaat und Ernte sind die ersten Menschen jetzt auch an die ZEITEN gebunden.
Selbst, wenn Adam und Eva nach dem "Sündenfall" die Verlierer sein sollten - wo ist der "Gewinner" ? Was gewinnt Gott, wenn er die Menschen vertreibt ? In der Erzählung wird beschrieben, dass Gott befürchtet, dass die Menschen nach der Erkenntnis WIE Gott werden könnten - wenn sie denn ewiglich leben würden. Hat Gott in der Erzählung Angst, der Verlierer zu sein ? Will Gott Verlust minimieren ? Sind die ersten Menschen so eine Art Konkurrenz für ihn ? Als Ausgleich ist Eva in der Lage, Leben zu zeugen, was bisher nur Gott konnte... Das mit der "Erkenntnis" ist schon eine eigenartige Sache: manche vermuten hier den Sextrieb. Adam und Eva sind bereits Intelligent und zur Vernunft begabt - ein Sextrieb zieht sie auf ein materielles Niveau herunter. Ich denke eher, dass der Mensch jetzt durch die Plackerei des jetzt mühseligen Lebens die gewonnene Erkenntnis nicht ausleben kann. Dies ist dann die eigentliche STRAFE...
So, das wäre es für das Erste.
Gruß
Reinhard
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Hallo Reinhard
Diese Geschichte über die Firma "Adam's Company" wurde für Christen geschrieben und ist in dieser Form wirklich blos als gedankenanregender, auflockernder, wenn doch ernsthafter Einschub gedacht gewesen und daher auch nur mehr über "Link" erreichbar.
Viel Spass beim Weiterlesen und neue Erkenntnis - so Gott will!
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Hallo Hanel,
stammt Dein Nick aus dem Plattdeutschen für Handel ?
Ich muss Dir gestehen, dass Dein Beitrag für mich nicht lesbar ist. Als Techniker bin ich eine gewisse Struktur gewöhnt. Keinesfalls möchte ich Dich verletzen. Sage doch einfach, was Dein WIRKLICHES Anliegen ist.
Die ganze Bibel wimmelt von wirtschaftlichen Problemen und wie versucht wurde, ihnen beizukommen; ich denke da an das kleine und große ( 49/50 Jahre ) Halljahr. Selbst Jesus scheut sich nicht, über wirtschaftliche Gleichnisse die Menschen zu erreichen. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass die Wirtschaft ein großer Faktor im Leben der Menschen ist. Es ist auch richtig von Dir beschrieben, dass Geld nichts anderes als ein Schuldversprechen ist: der Mensch darf eben für sein Geld erwarten, dies oder jenes zu kaufen... Damit das so ist, muss "jemand" darüber wachen... Wenn kein Vertrauen in die Geldwirtschaft besteht, wird eben in Grund und Boden oder Häuser ausgewichen... wiederum im Vertrauen darauf, dass keine Steine vom Himmel fallen, es keine Bodenerschütterungen oder Flutwellen gibt...
Hier ist viel von Vertrauen die Rede.
Gruß
Reinhard
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Hallo Hanel,
hier noch einen Nachtrag zum Zinseszins-System: solange der einfache Bürger glaubt, es sei etwas Gutes, wenn er von der Bank Zinsen erhält, wird sich nichts wesentliches ändern.
Ich persönlich habe nichts dagegen, dass der Staat, die Gemeinde, Schulden macht - für Großprojekte. Warum soll nicht auch die kommende Generation diese mitfinanzieren ? Aber dass die folgende Generation letztlich das doppelte zahlen muss - dass ist wirklich ungerecht.
Bisher haben sich diese "Spannungen" immer durch Kriege entladen können - sich entladen müssen. Angesichts jahrtausend alter Erfahrung mit dem Geldsystem bin ich doch für die Zukunft pessimistisch. Die Versuchung, "Leistungsloses" Geld zu besitzen, ist doch für viele Menschen zu groß. Diese Menschen gelten noch als "Clever"...
Seit Gesell wissen wir mehr über das Geldwesen, seinen Umlauf und andere Kriterien. Doch - was hat es genützt ? NOCH kann manche "Engstelle" durch Wachstum - z.B. in China - überwunden bzw. kaschiert werden, aber: was kommt danach ? Aber es ist schon richtig, wenn Du sinngemäß schreibst: wir wachsen uns zu Tode. Kein Wunder, dass so manche religiöse Gruppe ( z.B. die Zeugen ) glauben, dass nur eine Operation aus dem "Himmel" aus dem Dilemma führt... und still abwartet.
Albert Schweizer hat in seinem jetzt neu aufgelegten Büchlein über die "Mystik des Apostel Paulus" geschrieben: das "Vaterunser" sei falsch übersetzt. Statt "Unser täglich Brot gib uns Heute" sollte es heißen: "Unser morgiges Brot gib uns schon Heute !". Vielleicht ist das geistig gemeint - aber so denkt nun mal der Mensch !
Gruß
Reinhard
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