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Hallo Maria Magdalena,
du hast gefragt:
Und meine eigentliche Frage: wenn ich sterbe dann lege ich doch meine Identität ab und werde wieder geboren, aber nicht mehr als diese Person (eine Frau...etc etc), ich werde zwar meine Erkentnisse und Erfahrungen beibehalten, aber als allgemeines Wissen wahrscheinlich und ich werde meine lieben, die vor mir gestorben sind im Himmel wiedersehen. Wie denn? Wenn ich nicht mehr ICH bin dann meine Lieben sind nicht mehr MEINE Lieben?
Zu deinen Fragen gibt die "Bhagavad-gita wie sie ist" folgende Antworten.
Es gibt zwei Arten von "materiellem Körper".
1. der grobe Körper den du mit deinen Sinnen wahrnehmen kannst.
2. den feinstofflichen Körper der aus mana (Geist), buddhi (Intelligenz) und ahankara (falsches Ego ---> die Vorstellung ich bin der grob/feinst. Körper) besteht.
Mana ist die mentale Ebene ---> Denken, Fühlen, Wünschen.
Buddhi ist die intellektuelle Ebene ---> Unterscheidungsvermögen.
Das eigentliche Selbst, die unsterbliche Seele (atma), wird von beiden "materiellen Hüllen" bedeckt.
Im Moment des Todes ferlässt der feinstoffliche Körper den groben materiellen Körper und trägt die Seele zu ihrem nächsten Körper.
Alles was du in deinem Leben gedacht, gewünscht und getan hast wird in deinem feinstofflichen Körper wiedergespiegelt (im Unterbewusstsein). Das Bewusstsein im Moment des Todes ist entscheidend für deine nächste Geburt.
Die Bhagavad-gita erklärt das die Aufgabe der menschlichen Existenz darin besteht, dass der Mensch sein Herz (Bewusstsein) reinigt. Unser Herz gleicht einem verschmutzten Spiegel. Je nach Grad der Verschmutzung nehmen wir unsere Umwelt unterschiedlich war (und widerspiegeln sie in unserem Unterbewusstsein). Erst dann wenn das Herz rein ist, können wir die Welt so wahrnehmen wie sie ist. ---> "und die die reinen Herzens sind werden Gott sehen".
Wir "erzeugen" also in diesem Leben den Körper den wir im nächsten Leben haben werden. Dieser kann materieller oder spiritueller (transzendentaler) Natur sein.
Der "Menager" dieses unendlichen kosmischen Spiels ist Param-atma, die Höchste Seele, die sich neben der individuellen Seele im Herzen eines jeden Lebewesens befindet (im christlichen "der Heilige Geist").
Paramatma ist ein Aspekt Gottes der der materiellen, vergänglichen Schöpfung zugewandt ist.
Die "Bhagavad-gita wie sie ist" gibt den Vergleich mit der Sonne und den Wassertöpfen.
Obwohl die Sonne an einem Ort ist, wird die Sonnenscheibe in allen Wassertöfpen wiedergespiegelt. So begleitet der Herr alle Lebewesen auf ihrem Weg. Er ist stehts darum bemüht das Lebewesen von Innen (Gewissen u. Intelligenz) und von Aussen (Mitmenschen, Heilige, Propheten, heilige Schriften) zur Heimkehr zu bewegen.
"Wie ein Mensch alte Kleider ablegt und neue anzieht, so gibt die Seele alt und unbrauchbar gewordene Körper auf und nimmt neue materielle Körper an." (BG 2.22)
"So wie die verkörperte Seele in diesem Körper fortgesetzt von Knabenzeit zu Jugend und zu Alter wandert, so geht die Seele beim Tod in ähnlicher Weise in einen anderen Körper ein. Ein besonnener Mensch wird durch einen solchen Wechsel nicht verwirrt." (BG 2.13)
Im weiteren wird erklärt, dass wir unsere "Lieben" im "Jenseits" nur dann wieder treffen wenn uns ein gemeinsames Karma (fruchtbringende Handlung) verbindet. Es wird der Verglich von Strohhalmen auf dem Fluss gegeben. Sie treffen zusammen und halten sich für "Verwandte" und so wie die Stömung sie zusammenfürhte so trennt sie sie auch wieder.
Gruss
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Liebe Maria Magdalena
Glaubst Du nicht, dass mit dem Tod wir unsere Identität nicht ablegen, vielmehr ihrer erst richtig gewahr werden?
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| Zitat: |
| Unser Herz gleicht einem verschmutzten Spiegel. Je nach Grad der Verschmutzung nehmen wir unsere Umwelt unterschiedlich war (und widerspiegeln sie in unserem Unterbewusstsein). Erst dann wenn das Herz rein ist, können wir die Welt so wahrnehmen wie sie ist. ---> "und die die reinen Herzens sind werden Gott sehen". |
Immer wieder stelle ich mit Erstaunen fest, wie ähnlich die "Bücher" offenbaren.
Nach islamischen Verständnis versteht man in etwa:
Die Seele (nafs - davon gibt es mehere Zustandsformen) gleicht einem Spiegel, die in ihrer polierten Form - die "Namen Gottes" - widerspiegelt. Und wenn Gott an irgendeinem Orte "wohnte", wäre es das gereinigte Herz (qalb) seines Geliebten (Dieners).
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