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Wird der Mensch vor oder nach den Tieren erschaffen?












an Imad: Zu:Wird der Mensch vor oder nach den Tieren erschaffen?
1. Nur mehr fundamentalistische Christen in Europa oder USA sehen alle Berichte der Bibel als "Geschichtsbuch" und haben verlernt (oder durch europ. Mentalität nie gelernt) auf orientalische Art zwischen den Zeilen zu lesen. Der Schöpfungsbericht in Gen 1 ist kein Tatsachenbericht, auf orientalische Art wird in Bildern eine viel tiefere Aussage transportiert. (Auch Jesus sprach keine Dogmen, sondern erklärte in Gleichnissen und Geschichten) Nämlich: Gott schuf die Welt, er legte die Naturgesetze, den Rhythmus von Tag und Nacht, von Himmel und Erde, von KOmmen und Gehen fest. "Macht euch die Erde untertan" wurde gerade im europäischen = nüchtern denkenden Kulturkreis so ausgelegt, dass es zur Ausbeutung führte. Der jüdische Viehzüchter (und das waren die Juden hauptsächlich) verstand darunter: Die Herde, die ich vom Vater erbe, größer und stattlicher an den Sohn weitergeben. Das beihnaltete auch: Gut achtgeben auf die Futterplätze, weiterziehen, bevor die Wurzeln ausgegraben werden.... Die Bewahrung der Schöpfung, weil sie uns vom Schöpfer für die nächsten Generationen anvertraut ist - und das Halten des Ruhetages - zum Wohl der Menschheit und ´zum Lobe Gottes - das sind die Hauptaussagen - zwischen den Zeilen gelesen - Von Genesis 1!

Die Einleitung von Genesis 2 hat - wieder zwischen den Zeilen gelesen - folgende Kernaussage: Gott blies dem Menschen den Lebensatem ein. Hier will nicht ein biologischer Vorgang beschrieben sein - sondern, dass der Mensch Gottes Atem erhielt - den Heiligen Geist. Gott wirkt im Menschen durch den Heiligen Geist: Er hat einen freien Willen und Wegweisung im Herzen durch den Geist Gottes.
Die weitere wichtige Aussage ist: Der Mensch ist kein Inselwesen, sondern auf ein "Du" ausgerichtet. Mann und Frau sind nicht gleich "gebaut", aber gleichwertig, sie ergänzen einander durch ihre Verschiedenheit und ergeben zusammen, als Mann und Frau Gottes Ebenbild! (Siehe Kapitel 1: So schuf Gott den Menschen als sein Ebenbild, als Mann UND Frau erschuf er ihn)
Der Abschluss des Kapitels gibt eine ganz wichtige - auch heute aktueller denn je - Erkenntnis mit: Eine Ehe kann nur gelingen, wenn der Mann wirklich abgenabelt ist und mit seiner Frau eine Einheit wird. Respekt vor den Eltern, Dankbarkeit und Fürsorge im Alter für die Eltern sind GEbote, das steht aber im 2.Kapitel Genesis nicht zur Debatte: Hier geht es um ein gereiftes Mannsein, es geht um den Mann, nicht mehr am Schürzenzipfel seiner Mami hängt (oder unter der Fuchtel seines Vaters steht). Als Seelsorgerin habe ich schon viele Ehedramen erlebt, wenn der Mann nicht abgenabelt war. Ich kenne eine Ehefrau, die jetzt mit 50 Jahren davon so krank ist, dass sie von einem Nervenklinikaufenthalt zum anderen dahinvegitiert.
Es gäbe noch so viel zu sagen. Leute - lest die Bibel mit dem Herzen und lernt zwischen den Zeilen lesen - die WAhrheit liegt in der Tiefe, nicht an der Oberfläche.
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