Bnai Noach - Die Söhne Noachs


Bnai Noach
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Der Begriff Bnai Noach kommt aus dem Hebräischen und bedeutet, wörtlich übersetzt, Söhne Noachs.

Etymologie
Noach lebte nach biblischer Überlieferung in der zehnten Generation nach Adam. Er, seine Frau, seine drei Söhnen und deren Frauen waren nach dem Bericht im 1. Buch Mose die einzigen überlebenden der Sintflut. Nachdem er Gott für seine Rettung ein Dankopfer dargebracht hatte, trifft dieser mit ihm eine Vereinbarung: Es soll keine weitere Flut diesen Ausmaßes mehr über die Erde kommen - aber Noach und seine Nachkommen sollen sich an ein paar Regeln halten. Als Zeichen dieses Bündnisses steht der Regenbogen.

Die Noachidischen Gesetze
Die sieben Regeln, an die sich die Noachiden halten sollen, werden auch als Noachidische Gesetze bezeichnet. Gemäß der Torah gelten sie für alle Menschen - im Gegensatz zu den Gesetzen der Torah, die speziell Angehörige des jüdischen Volkes betreffen. Eine Liste dieser sieben Gesetze findet sich im Talmud Traktat Sanhedrin 13, aber auch in der Torah werden sie teils genannt und teils angedeutet. Im Detail beinhalten sie:

Das Verbot zu morden
Das Verbot der Götzenanbetung
Das Verbot zu stehlen
Das Verbot von Ehebruch und Inszest
Das Verbot, Fleisch von einem noch lebenden Tier zu essen
Das Verbot der Blasphemie bzw. Gotteslästerung
Das Gebot, gut funktionierende gesetzliche und soziale Ordnungen zu schaffen, die die Einhaltung der sechs Verbote gewährleisten

Im Judentum wird jeder, der diese sieben Gesetze akzeptiert und sich an sie hält, als Gerechter angesehen - es bedarf dazu keines besonderen Rituals. Die Organisation von Menschen, die diesen Weg bewusst gewählt haben, bezeichnet sich selbst als Bnai Noach. "Ortsverbände" dieser Organisation gibt es in vielen Ländern.

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