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Liebe Andrea,
deswegen wird ja jetzt eine Demo folgen
Dennoch bin ich der Meinung, dass wir (Muslime) in eine Ecke gedrängt wurden und werden und wir irgendwann nachgeben! Das bedeutet im Klartext, wenn man z.B. einem Kind immer wieder sagt, es sei schlecht, dumm und böse wird es irgendwann keine Kraft mehr haben sich ständig beweisen zu müssen!
So geht es uns auch, wir müssen uns ständig distanzieren, beweisen, erklären und und und! Dabei ist es so einfach, dass mal die Nichtmuslime auf uns zu kommen und uns fragen, wie es denn nun wirklich ist!
Auf diese Idee kommt aber kaum jmd, es wird angeklagt und erwartet, dass der Angeklagte sich dem Kläger erklärt!
Das ist unfair!
Es gibt mittlerweile soviele Möglichkeiten sich genügend Informationen über den Islam zu beschaffen, dass es für uns fast paradox erscheint, wenn man sich an den Terroristen lieber orientiert, als an den islamischen Quellen!
Wenn hier z.B. ein deutscher Mitbürger einen anderen Menschen verspeist, dann habe ich als Aussenstehender die Möglichkeit entweder einen Deutschen selber zu fragen (sprich einen mit dem Attribut "deutsch") oder mich direkt an den Urquellen des deutschen Rechtssytsem zu orientieren! So werde ich schnell merken, dass Menschenfresser und Deutscher nicht miteinander vereinbar sind!
Ich gebe zu, das ist ein etwas weithergeholtes Beispiel, aber es zeigt die Situation ganz gut auf!
Die Muslime fühlen sich bedrängt und nicht ernst genommen, ernst genommen in der Weise, dass wir uns distanzieren, aber es keiner wirklich wahr nimmt!
Wir reden uns fusselig!
Ich für meinen Teil bin noch Moderatorin an einem interreligiösen Board, und das deswegen, da ich mich erst informieren möchte, bevor ich anklage!
Das Thema "Terror" wurde und wird so oft von islamischen Vereinigungen, Organisationen etc behandelt! Nur wenn jmd die Augen dafür verschlossen hat, wird er dies nicht bemerken (wollen).
Ein kleines beispiel von sehr sehr vielen:
http://www.islamverfluchtterror.com/
Ich stehe dem Thema eigentlich eher gelassen entgegen, aber auch ich fühle mich langsam nicht mehr ernst genommen (allgemein).
selam
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Liebe Zahra,
Ich stimme Dir zu, es ist unfair, dass immer alles verallgemeinert wird und alle Moslems in einen Topf geworfen werden. Dein Beispiel mit dem Kannibalen ist voll zutreffend. Aber es ist nun mal eine der menschlichen Schwächen, alles verallgemeinern zu wollen. Die Medien tragen auch große Verantwortung, sie müssen beide Seiten der Medaille zeigen. Es ist wirklich sehr leicht eine Gruppe von Menschen ins schlechte Licht zu rücken. Wenn sich diese Gruppe verteidigt nimmt man an, sie ist schuldig. Wenn sie sich nicht verteidigt, ist sie auch schuldig, sonst würde sie sich ja verteidigen. Mit den Baha'is im Iran zur Zeit der Revolution (und leider heute noch) war es so. Da ist einfach das neue Mullah-Regime gekommen und hat gesagt die Baha'is sind Ketzer und müssen verfolgt werden. Und schon war der Mob unterwegs.... Viele Völker und religiöse Gruppen mussten unter der Unwissenheit ihrer Mitmenschen leiden. Die Christen in den ersten Jahrhunderten nach Christus, die Juden über Jahrtausende auf der ganzen Welt, und die Moslems während der Kreuzzüge.
Du hast aber eh die richtige Einstellung: Es gelassen hinzunehmen. Wenn man eine Weisheit in der Hand hält und ein anderer versteht es nicht, dann soll man sich nicht damit abplagen den anderen zu überzeugen.
Alles Liebe, Saed
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