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Hallo Emra,
wer bitteschön ist Ungläubig? Ein Christ, weil er nicht fünf mal am Tag betet? oder ein Jude, wei er in die Synagoge statt in die Moschee geht? oder ein Baha'i, weil er eben der Lehre Baha'u'llah's nachfolgt? oder ein Buddhist, weil er die Erleuchtung überall und nicht nur in Heiligen Häusern findet? oder ein Hindu, weil er Blumen und Getreide so opfert wie das Abel in der Bibel getan hat? oder ein Zoroaster, der das Feuer und die Sonne als Sinnbild für Gott ansieht?
ALLE glauben wir an Gott, und es ist völlig egal, ob wir Gott als Jahwe, Gott, Allah oder sonstwie bezeichnen. Und von daher sind wir alle Gläubige.
Du willst den Islam gegen Ungläubige "verteidigen"? Gut, dann fang' bei Dir an. Prüfe, wen oder was Du als "Ungläubig" aniehst und lese im Qur'an nach, was Muhammad dazu sagt - im Qur'an, wohlgemerkt, nicht in den Hadithen. Wenn Du den Qur'an verstanden hast, wenn Du den Propheten selbst verstanden hat - dann kannst Du erforschen, was die Gelehrten, die die Hadithen schrieben, für Meinungen haben. Und dann erst kannst Du Dir eine eigene Meinung bilden und Dich unter die Reihe der Gelehrten des Glaubens einreihen.
Du kannst natürlich auch eine sunnitische oder schiitische Qur'an-Schule in Deutschland/Europa besuchen und dort das nachreden, was man Dir vorredet - das macht Dich aber nicht zu einem Gelehrten, sondern nur zu einem Menschen, der gut auswendig lernen kann...
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