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Hi July,
ich kann sehr gut nachvollziehen, was Du durchmachst! Auch ich habe vor 3 Wochen meinen über alles geliebten Papa verloren. Er bekam einen Herzinfarkt und mußte reanimiert werden. Das dauerte aber 20 Minuten und das war für sein Gehirn zu lange! Es war zu lang ohne Sauerstoff, so dass er nicht mehr zu sich kam. Es war für mich die Hölle auf Erden, ihn auf der Intensivstation liegen zu sehen, ohne irgendeine Reaktion auf unsere Besuche von ihm zu bemerken! Er lebte zwar noch, aber eigentlich war er schon wie tot! Eine Computertomografie zeigte, dass sein komplettes Großhirn nach dem Infarkt und der Sauerstoffunterversorung abgestorben war! Am 01.03.06 starb er. Eigentlich müsste ich froh sein, dass er nicht zum Pflegefall wurde, da er uns nie wieder erkannt hätte. Er wäre nie wieder der Mensch geworden, den wir so geliebt haben. Aber auch ich komme einfach nicht damit klar, dass ich ihn nie wieder sehen soll Ich weine fast jeden Tag und träume jede Nacht vom Krankenhaus und seiner Beerdigung! Vor 20 Jahren verlor ich schon meine Mama , die erst 44 Jahre war. Jetzt meinen Papa. Meine Hoffnung, an die ich mich seit dem Tod meiner Mama klammere, ist die, dass die Verstorbenen uns nur voraus gehen und wir ihnen irgendwann nachfolgen in ein hoffentlich besseres "Leben". Das allein lässt mich die Trauer aushalten. Ich wünsche Dir, wie auch mir, ganz viel Kraft, diese schwere Zeit zu überstehen. Bestimmt kommen auch wieder bessere Zeiten für uns. Du bist nicht allein, denk daran!!
Liebe Grüsse
Lentea
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