Ist der Mensch wirklich ein Sünder?


Zitat:
Und lieber M.M.: Ich lese (und "habe") hier EURE Antwort, ja, das ist richtig. Aber ICH habe noch keine...

Wenn das so ist, lieber Sucher -
solltest Du Dich dann nicht eher selber fragen, weniger andere, und weniger auf das geben, was andere so von sich geben?

Keine Provokation - ehrlich!

Und - dann mal DEINE Antworten auf Verlässlichkeit testen?
Auf wen oder was willst Du Dich denn sonst (mit aller Kraft und Macht) einlassen?
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mfG M.M.Hanel
Das ist sicher richtig, M.M. Ich selbst muss mir die Frage "Kann ich an Gott glauben?" beantworten, und bisher tendiere ich eher zu einem Nein, bin mir da aber nicht sicher.

Aber: Warum ist es so schwer, mir meine Frage zu beantworten, warum IHR sicher seid, dass das, was Ihr glaubt, auch wahr ist, und warum Ihr sicher seid, dass Eure Heiligen Schriften wirklich Offenbarungen Gottes sind.

DARAUF bekomme ich keine Antworten von Euch.

Auch das soll KEINE Provokation sein, ich bin nur überrascht. Und ich würde gerne wissen, wie Ihr mit Zweifeln umgeht, aber anscheinend habt Ihr keine, was ich beneide (auch keine Ironie und keine Provokation).

Gute Nacht

Sucher
Hmm, jetzt bin ich ein wenig verwirrt. Ich dachte DU hättest unsere Antwort? (siehe Dein letztes mail)

Jetzt doch wieder nicht?

Ich geh auch lieber schlafen.
Gute Nacht
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mfG M.M.Hanel
Bevor ich nicht schlafen kann, doch noch kurz:
Zitat:
warum IHR sicher seid, dass das, was Ihr glaubt, auch wahr ist, und warum Ihr sicher seid, dass Eure Heiligen Schriften wirklich Offenbarungen Gottes sind

Grob gesagt, gibt es da drei Stufen, so wie ich das sehe.

1. Suche, kritisieren, annehmen, verwerfen, hin und her . . .
Dann tritt ein Ereignis ein, welches den Ausschlag gibt. Dieses Ereignis kann objektiv festgemacht werden, die Bedeutung, welche ihm zugemessen wird, nur subjektiv.

2. Nun WILL man glauben, dass das was man glaubt richtig ist. Da gibt es auch noch jede Menge auf und ab. (Als Bild: Aber man ist schon IM Boot und treibt nicht mehr im Meer der hundertausend Meinungen. Man kann auch wieder überbord gehen, man kann an Klippen zerschellen und es kann einem auch speiübel werden - man kann seine Mitpassagiere grauslig oder sich selbst fürchterlich finden oder super nett ... na ja - eine ziemlich turbulente Phase)

3. Manche sagen: aufgrund der Geduld und Standhaftigkeit, der Übungen und Praxis, andere betonen, aufgrund des unergründlichen Ratschlusses der unergründlichen Ersten Ursache, geschieht eine/die Verwandlung. Aus gewissem Glauben - wird gläubiges Wissen. Das bedeutet in etwa, dass die unmittelbare Wahrnehmung, nicht mehr in Widerspruch mit dem inneren "Glaubenskonzept" kollidiert - man sozusagen keinerlei Widersprüche mehr in sich - gegen sich selber - trägt.

Dies nennt man, glaube ich, Glaubensgewissheit oder yaqin.

Tja, das wärs in Kürze.

Und nun wünsche ich Dir Gute Reise!
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mfG M.M.Hanel
Hallo Martin! Du fragst:

Können wir die Welt aus Gottes Augen sehen?

Aus der Ebene der Nicht-Dualität heraus tun wir das bereits. Es gibt nur Gott. Für einen Dualisten tun wir das natürlich nicht.

Dennoch, für mich ist Gott reine, bedingungslose Liebe. Und nur mit dem Herzen sieht man richtig.

Unvollkommen sind unsere Gedanken, Worte und Handlungen. Aber Gedanke, Wort und Handlung sind nicht unser Wesen.

Wer glaubt, nach dem Tod seines Körpers weiter zu leben. Glaubt letztlich nicht daran Mensch zu sein, denn der Mensch ist sterblich. Also kann ich sagen: ja, der Mensch ist unvollkommen. Aber wir sind keine Menschen.

Wir sind nicht unvollkommen, wenn wir erkennen, was wir wirklich sind. Wenn wir aber glauben, die Vergängliche Form Mensch zu sein, dann ja: wir sind unvollkommen.
Nein, M.M., ich habe keine Antworten, sonst würde ich ja nicht hier suchen Ihr habt mir Eure Antworten gegeben, ja, aber das, was ich wissen wollte (in etwa: wie ihr zu diesen Antworten gekommen seid), das habe ich nicht gefunden. Darum habe ich noch mal nachgefragt.

Danke für Deine Erklärung mit den drei Stufen. Stufe 1 ist mir SEHR bekannt uhnd vertraut... Deine Ausführungen helfen mir weiter bei meinem Versuch, zu verstehen. So in etwa hatte ich gehofft, Antworten zu bekommen, aber vermutlich habe ich mich mal wieder etwas wirr ausgedrückt

Danke.

Liebe Grüsse

Sucher
Hallo Sucher,

"Woher weiß ich, ob das was ich tue richtig ist"

Ich vergleiche das gerne mit "auf einem Bein stehen". Solang man in der Balance ist, ist es nicht schwer, aber wenn man aus der Mitte gerät wirds anstrengend und man kann sogar fallen.

Ist also eigentlich eine Bauchentscheidung, die von Logik, Wissen, Erfahrung und Verstand flankiert wird. Irtum nicht ausgeschlossen! Aber dafür gibt es ja solche Foren, in denen man mit seinen Mitmenschen oder auch Mitgläubigen diskutieren kann!

Vorraussetzung damit sowas funktinieren kann ist natürlich, erst mal auf einem Bein stehen können, sprich ich muß meine Mitte gefunden haben! Das Gefühl in dem ich mit mir selbst zufrieden und einig bin. Dafür müßen erst mal die Vorraussetzungen geschaffen sein! Z.B. ein Mensch der regelmäßig Drogen (Alkohol, Kiff, bewußtseinsverändernde Medikamente, etc.) nimmt, kann da imho nicht hinkommen!

Noch ein Spruch von Arkon auf den Weg:
Zitat:

Gott ist überall, die sicherste Methode ihm nicht zu begegnen ist ihn zu suchen!


Gruß Heiko
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Man kann eine Lebenssituation erst dann beurteilen, wenn man sie verändert hat!
Diesen Spruch finde ich auch gut:

>Gott ist überall, die sicherste Methode ihm nicht zu begegnen ist ihn zu suchen!

Aber wie ist dann der Lösungsansatz?

Ich glaube, indem wir Gott als die tiefste Wirklichkeit aller Wesen ansehen.
Hallo Martin H.,

ich weiß nicht wie andere das machen oder gemacht haben!

Ich habe Gott einfach die Chance gegeben mich zu finden!

Ist genau wie mit der Brautschau! Ich bin in jungen Jahren durch die Gegend gezogen und hab überall nach einem passenden Mädchen gesucht! Hatte nur sehr wenig Erfolg und wenn war es meist nichts echtes! Irgendwann hab ich es dann mal umgekehrt gemacht. Ich hab einfach mein Ding gemacht und Herz, Augen und Ohren geöffnet und geschaut wer mich so findet (ohne darauf zu warten)! Das hat funktioniert!

Gruß Heiko
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Man kann eine Lebenssituation erst dann beurteilen, wenn man sie verändert hat!
Lieber Heiko,

danke für Deinen Kommentar. Ich lese hier alles sehr sorgfältig, obwohl ich manchmal das Gefühl habe, dass die meisten hier ein ganz andere Sprache sprechen als ich. Aber das ist für mich kein Drama, ich kann und werde mich "einhören".

Ich glaube, mit mir im Reinen zu sein. Nach einem sehr sehr schweren Leben mit Verletzungen, die mich geprägt haben, und mit deren Überwindung bin ich zu einem Mensch gewesen, der seine Mitte wenigstens halbwegs gefunden hat. Aber je mehr ich meine Mitte finde, umso weiter entferne ich mich von dem, was ich eigentlich finden wollte: Gott.

Aber vielleicht ändert sich das ja noch mal. Besonders die Erfahrungsberichte in diesem Forum beeindrucken mich sehr und lassen mich oft sehr sehr nachdenklich werden.

Liebe Grüsse

Sucher

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