Kann ich Gott werden?



Kann ich/du Gott werden?
Ja! Gott ist doch auch eine Intelligenz genau wie wir
15%
 15%  [ 2 ]
Ja!
7%
 7%  [ 1 ]
Nein!
76%
 76%  [ 10 ]
Weis nicht
0%
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Stimmen insgesamt : 13

Nun, ohne den Anspruch auf Allwissenheit zu erheben, erzähle ich Dir mein Verstehen von der Welt.

Gott ist das „Eine ohne ein Zweites“, die Totalität. Gottes Natur ist Expansion.

Wenn aber Gott alleine ist, dann muss Gott noch etwas erschaffen, um zu Expandieren. So wurde das Eine zum Vielen. Dennoch ist das Viele immer noch Eins in Gott.
Wie kann das Licht erfahren, was Licht ist? Das Licht braucht einen Vergleich, die Dunkelheit.
Die Schöpfung ist eine Vergrobstofflichung des Feinstofflichsten. Jeder von uns, ob „leblose“ Materie, Pflanze, Tier, Mensch oder Intelligenzen auf anderen Planeten sind ein Teil Gottes.
In einer Analogie sehe ich Gott als Ozean, uns als Welle. Die Welle ist eins mit dem Ozean. Dennoch hat auch die Welle eine Existenz.
Schwäche entsteht dann, wenn wir unsere tiefere Wirklichkeit vergessen. Wenn wir vergessen, dass wir in Gott sind und „aus Gott bestehen“. Und genau hier kommt die Dunkelheit ins Spiel. Wir erleben uns als Unvollständig, wir glauben an den Mangel. Wir vergessen, dass Gott uns ständig versorgt, wenn wir Gott erlauben, dass Sie/Er durch uns handelt und spricht.
In dem Moment wo wir uns selbst ganz Gott übergeben, haben wir uns keineswegs selbst verloren. Nein! Wir sind wieder wir selbst geworden.
Und dann geschehen Wunder: Wir müssen gar nicht mehr darüber nachdenken, was wir sagen wollen, Gott spricht durch uns. Handlungen müssen nicht mehr geplant werden, denn Gott handelt durch uns. Träume sind angefüllt mit Liebe, denn Gott spricht zu uns. Am Ende ist da nicht mehr eine Beziehung: Mensch-Gott oder Mensch-Mensch, sondern alles ist wieder Eins!
Hallo Martin,

Dieser Beitrag ist einer der Interessantesten die ich je in diesem Forum gelesen haben. Danke für diesen Beitrag. In diesem Text stehen viele Dinge die du meiner Meinung nach selbst erdacht hast. Aber ein bisschen weicht es auch in die Esoterik wegen dem eins werden.

Ich stimme mit allem überein, außer mit der aussage, dass man sich durch Gott steuern lassen soll. Das würde ich nie akzeptieren vielleicht auch aus Angst, aber vorallem wegen dem Glauben an einen freien Willen eines Jeden.

Der vergleich mit dem Ozean ist gut gelungen nur kann die Wellen nicht entscheiden in welche Richtung sie fließt.

Wäre ich eine Welle würde ich in die entgegengesetzte Richtung schwimmen.

Hoffe ihr versthet wie ich es meine.

mfg Zeon
Hallo Zeon, Danke!

Sich von Gott "steuern lassen" mag betremdlich erscheinen, solange wir Gott nicht als unser wahres Selbst erkennen.

Und: klar, eine Analogie ist eben eine Analogie und keine exakte Entprechung einer Sache in einer anderen Sache.
Hallo -

klar, jeder Vergleich hinkt irgendwie, aber dieser hinkt gar nicht so sehr
- ohne viel von Gott zu reden: im Taoismus gibt es den Spruch 'Das Tao
ist das, wovon du nicht abweichen kannst' - eine 'entgegengesetzte
Richtung' zu finden ist da gar nicht so leicht ...

Mir fällt da die Erleuchtungs-gatha des Tung-shan (807 - 869) ein,
des Begründers der Soto-Sekte des Zen-Buddhismus - ich versuche
mal zu übersetzen:

Vermeide ernsthaft, im Außen zu suchen,
damit Es nicht fern von dir entschwinde.
Heute bin ich allein auf dem Weg -
und doch begegne ich überall Ihm.
Nun ist Es nichts Anderes als ich selbst,
doch ich bin hier und jetzt nicht Es.
Auf diese Weise muss man's verstehen,
um Eins zu werden mit der Soheit.
hallo^^,

aufgrund dieser Beiträge kommen in mir eine frage auf:

Wenn wir alle Gott sind, und laut dieser Analogie und dem Beitrag Wu's
wir in ,eine Richtung schwimmen", ist die momentane Situation auf dieser Welt unausweichlich und von Gott gewollt bzw von uns gewollt denn wir sind ja Gott.

mfg zeon
Hallo Zeon, diese Situation ist entstanden, weil zu viele Menschen vergessen haben, was sie in Wirklichkeit sind.
Hi Zeon,

besser Nicht - sonst hast Du viel zu tun!

Gruss Schicksal
Ein "Nein" würde auch eine ewige Trennung von Gott bedeuten und zwar für alle. Denn man kann Gott zwar nahe sein, aber nicht in Gott eingehen. Auch "nahe sein" ist noch eine Trennung.

Wenn alles aus Gott hervorging, warum sollte dann nicht alles wieder in Gott eingehen?
hallo,

ich freue mich dass jemand dieses Thema wieder aufgerollt hat^^.

Genau so sehe ich das auch Martin. Es ist für mich unvorstellbar das wir erschaffen wurden, aber dennoch ewig irgenwie begrenzt sind. Das finde ich nicht logisch. Das ,ich" Gott bin oder es zusammen mit ,euch" sein werde ist für mich das Einzigste was logisch ist.

Hallo Schiksal,
worauf war das besser nicht bezogen? Darauf das es unausweichlich ist? Aber ich glaube Sie meinen dass wenn es ausweichlich ist dass ich dann viel zutun habe. Bitte nicht so viele verneinungen das verwirrt mich o.O.
Aber egal ich bin Gott das schaffe ich schon irgendwie^^.

gruss Zeon
Hallo Zeon,
es kommt darauf an, was du unter Gott verstehst.
Wenn du Gott nur als Schöfer siehst, dann kannst auch du Gott werden, dann bist du schon Gott.
Allerdings ist Gott viel mehr und die reine Tatsache, dass wir Menschen sind, verhindert ein Dasein als Gott.
Wir sind viel zu primitiv dafür.
Das wäre genauso, als wenn du einer Ameise den Job des Bundeskanzlers anvertrauen würdest.^^

LG Martin