An alle, die Angst vor dem Tod haben


Gleich vorweg: Dies ist keine Kritik an Glaubensformen, es sind einfach meine Gedanken und Erfahrungen für diejenigen, die ähnlich wie ich den Weg auf diese Seite finden aus lebensbestimmender Angst vor dem Tod und die den Halt nicht haben, den Gläubige in ihrer jeweiligen Religion finden.

Ich bin jetzt 27 Jahre alt. Tod, Sterben und wie man es am besten vermeiden kann bestimmt seit spätestens meinem 19. Lebensjahr immer mal wieder sehr meinen Alltag. Ich lebe mit einer starken Panikerkrankung, die Anfang letzten Jahres in einer handfesten Depression gipfelte. Damals bin ich auch auf dieses Forum gestoßen und habe hier auch erste hilfreiche Denkanstöße bekommen für die ich den Schreibern noch mal herzlich danke.

Ich gehe die Panik sehr offensiv an und habe sie mittlerweile gut im Griff. Sprich, ich habe die Situationen, die ich vorher vermied, gesucht und ausgehalten. Warum ich das erzähle? Weil ich von den gleichen Ängsten gequält wurde wie viele, die mit diesen Gedanken im Kopf diese Seite finden und nach Beruhigung suchen. Ich musste eine Lösung finden, um dieses Leben für mich wieder zu einem Leben zu machen.

Ich suchte wochenlang nach etwas, was mir einen Hoffnungsschimmer geben könnte für diese vernichtende Vorstellung, dass jedes Wesen, dass ich liebe, einmal geht und dass ich selbst irgendwann nicht mehr bin. Jemanden, der mir beweist, das ich mich irre und es mit dem Tod nicht zu Ende ist. Ich las alles Mögliche an seriösen Infos über Nahtoderfahrungen. Geholfen hat es mir erst mal nicht so sehr, weil trotz der inzwischen wiederlegten Theorie des Sauerstoffmangels oder Narkoseeinflusses usw. die Möglichkeit eines „banalen“ letzten Verarbeitungsversuches des Gehirns zumindest sehr nahe liegt.

Aber auch das sollte uns eigentlich glücklich machen. Es scheint nämlich so zu sein, dass ein Nahtoderlebnis umso schöner empfunden wird, je mehr das Lebewesen (bin sicher, dass auch Tiere ähnliches empfinden) vorher in der Sterbenssituation gelitten hat. Allein, dass die Evolution das so „eingerichtet“ hat, ist für mich eine der wenigen Gerechtigkeiten, die es gibt. Denn es müsste nicht so sein. Betrachtet man mal alles von der nüchternen Seite, sieht man, dass alle positiven Gefühle darauf ausgerichtet sind, sich selbst und die Art zu erhalten. Ob es um die Freude am Essen oder Sex geht, all diese Gefühle dienen dazu, den Organismus optimal am Funktionieren zu halten und sich zu vermehren. Zu sehr wird uns oft vor Augen geführt, wie egal rein von der evolutionären Entwicklung her das Schicksal des einzelnen Individuums ist. Wo man auch hinschaut, kann man oft fast von einer „Lebensverschwendung“ sprechen, als Beispiel nenn ich da nur die niedlichen Nachkommen einer Meeresschildkröte, die – kaum unter gewaltiger Anstrengung aus dem Ei geschlüpft und aus der Sandgrube ans Licht gekämpft – oft nicht einmal das Meer erreichen, sondern vorher schon von der ebenso überleben wollenden Möwe gefressen werden. Egal, ob es nach der Existenz eines Lebewesens für genau dieses Wesen weiterginge oder nicht, es ist eine evolutionäre Gnade, den Moment des Sterbens als zutiefst friedlich empfinden zu dürfen.

Meine Suche nach Antworten ging weiter und mir half unter anderem diese Sendereihe:

http://www.br-online.de/alpha/centauri/archiv.shtml

Und bald merkte ich, dass selbst Quantenphysiker immer wieder Neues entdecken, dessen Existenz noch vor Jahren hartnäckig geleugnet wurde. Oder das Theorien überholt werden mussten, weil man merkte, dass sie falsch waren. Ein Beispiel wären die schwarzen Löcher, die früher als reine Materievernichter angesehen wurden, was aber nicht stimmt. Sie sind sogar maßgeblich daran beteiligt, dass das Universum ist, wie es ist und dass wir in Folge dessen darin überhaupt existieren. Je mehr ich mich damit beschäftigt habe, umso mehr wurde mir dieser gern strapazierte Satz klar: Wir wissen, dass wir nichts wissen. Vor allem merkte ich, dass ich erst recht nichts über dass Leben weiß, weil ich meine Zeit zu sehr damit verbringe, etwas über den Tod herauszufinden. Die Suche nach einer Antwort, ob und was „danach“ kommt würde eine lebenslange erfolglose Odyssee, an deren Ende ein unausgefülltes Leben übrig bliebe.

Gleichzeitig sollte aber niemand denken und sich erst recht nicht von einem oft verständnislosen Umfeld einreden lassen, dass die quälenden Gedanken über den Tod und die Angst vor ihm sinnlos oder albern wären.
Diese Gedanken sind zwar sehr belastend, aber sie sind sinnvoll, weil zum einen normaler Bestandteil unseres Menschseins und es ist im Gegensatz dazu, was mir als ach soooo junger Mensch immer wieder gesagt wurde, kein „Privileg“ alter Menschen, sich um den Tod nen Kopf zu machen. Die Gedanken und Ängste, die zum Thema Tod entstehen, zu verdrängen, wäre nur der zuverlässigste Weg, sie umso länger nicht mehr loszuwerden.

wird länger...
Je, nachdem, wie man mit diesen Gedanken neu umgehen lernt, können sie irgendwann sogar bereichern, statt einen in der Lebensqualität so einzuschränken. Notwendig ist dafür aber häufig, Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen, denn es ist sehr schwer, aus dem Kreislauf aus Vermeidungsverhalten und Risikoumgehung auszubrechen. Dieser Ausbruch ist aber unglaublich wichtig, denn jeder Mensch hat in jeder Sekunde seines Lebens ein Lebensrisiko. Man kann sich dem nie wirklich entziehen, entzieht sich aber dem Leben AN SICH und allem, was einem in diesem Leben Freude machen und Sinn geben kann. Wer diese Hilfe in seiner Familie oder Freundeskreis nicht findet, sollte nicht zögern, sich an Psychologen oder Selbsthilfegruppen zu wenden.

Jedenfalls einen richtigen Durchbruch meiner eingefahrenen Denkweisen gab es erst durch Denkanstösse von außen und durch mein Suchen auch nach den positiven Seiten des Todes und dem Erkennen seiner unabdingbaren Notwendigkeit.
Neben der Tatsache, das täglich in uns eine Unmenge an Zellen sterben müssen, damit wir überhaupt leben können und anderen Vorgängen, die einem dazu verhelfen, Tod und die Unfassbarkeit des Existenzendes anders zu sehen, gehört folgende Tatsache:

Ich habe gelesen, dass ein Mensch im Lebensprozess durch entsprechende Stoffwechselvorgänge alle 7 Jahre sämtliche Atome in seinem Körper austauscht. Ein Vorgang, der bemerkenswert ist. Nach 7 Jahren nicht mehr aus den selben Teilchen zu bestehen, aber trotzdem noch zu sein.

Und das war für mich das, was mich in gewisser Weise hat zur Ruhe kommen lassen. Wir sind Wesen in einem „ewigen“ Kreislauf und wir existieren zwar nicht ewig als Individuum. Und doch existiert immer etwas von uns weiter und damit meine ich nicht die Möglichkeit der Weiterexistenz durch Reproduktion oder Hinterlassen eines Buches oder was auch immer. Alles, und damit auch jedes Wesen, befindet sich in einer ständigen Wandlung.

Es ist wie mit einem Wassertropfen. Er kann zu einer wunderschönen Schneeflocke werden, von der wie bei jedem Individuum, ob Mensch oder Tier nie eine der anderen gleichen wird. Allein das ist schon so faszinierend. Im nächsten Moment schmilzt diese Schneeflocke und wird nie mehr DIESE Flocke sein. Aber nichts wird ändern, dass es nach wie vor das gleiche Wasser ist und aus ihm wieder eine andere Flocke werden kann. Und was sich parallel dazu vielleicht noch abspielt, ist noch nicht mal ansatzweise erforscht und die Forschung daran wird auch erschwert, weil alles Neue von vielen Wissenschaftlern erst mal belächelt wird.

Ihr könnt so viel von eurer Angst abwerfen, wenn ihr den Tod nicht mehr als Feind betrachtet, sondern als eigentliche Vorraussetzung eurer Existenz, so, wie sie JETZT stattfindet. Er ist so „gut“ und so „schlecht“ wie es die besagten schwarzen Löcher im All sind. Ohne ihn gibt es keinen Anfang und kein Ende von irgendetwas.

Und so, wie man nicht sagen kann, ob und was kommen wird, wenn man in ein solches schwarzes Loch gezogen würde, auch wenn Wissenschaftler unterschiedliche Theorien dazu entwickeln, gibt’s auch keine eindeutige Antwort darauf, ob und was mit dem Tod kommt.

Das zu akzeptieren, ist ein Prozess, der eine Zeit lang dauert. Nehmt Euch diese Zeit, geht raus in die Natur mit all Euren Ängsten – immer wieder - und schaut euch die Lebensvorgänge dort an. Die ganzen Wunder und Grausamkeiten, die sich permanent darin abspielen bis hin zum kleinsten Insekt. Ich bin ziemlich sicher, Ihr werdet auch dort Eure Antwort finden.

Liebe Grüße
lost
Du bist einen interessanten Weg gegangen, Lost, und was Du schreibst
klingt authentisch - ich denke das kann durchaus für Viele eine Hilfe sein
Hallo,

ich für meinen Teil glaube an dass Leben nach dem Tod, ich bin einfach durch verschieden Erlebnisse zu diesem Glauben bzw. zu dieser Überzeugung gelangt.

Ängste darüber, was nach dem Tod kommt habe ich meines Wissens noch nie gehabt, sondern höchstens habe ich Angst vor dem Sterben u. ich glaube dass es sich darin begründet weil (ich)niemand weiß wie er sterben wird.

Ich habe in meinem Leben einige schwierige Zeiten mitgemacht, u. a. hatte ich von 1989 - 1991 mit einer Art gutartigem Lungenkrebs zu tun. Dass brachte mich, nachdem ich diese Zeit gut überstand u. ich mich heute wieder Gott sei Dank zu den gesunden Menschen zählen darf, zu positiven Gedanken u. Überzeugungen wie auch gleichzeitig zu negativen Gedanken.

Dass positive an dieser Krankheit war, dass ich zu einer absolut anderen Einstellung zum Leben u. zu meinen Mitmenschen u. zu meiner Umwelt gelangt bin u. obwohl ich solange ich denken kann immer an Gott geglaubt habe (jetzt immer noch) habe ich sogar bzgl. Gottesglauben eine andere positivere Einstellung dazu.

Was die negative Seite angeht, so wurde ich in den damlas 2 Jahren mit dieser Krankheit mit so einigem an körperlichen Leiden konfrontiert u. zum anderen mit psychischen Auswirkungen. Erst musste ich mal lernen u. dass ist nicht einfach, irgendwie mit allem umzugehen bzw. lernen das alles zu verstehen u. anzunehmen.

Ich hatte u. a. Wasser in den Fußgelenken u. solche Schwellungen dass das Gehen unmöglich war. Dass Lungenvolumen betrug nur noch knapp 3 Liter u. ich konnte keine 2 Worte sagen ohne permanente brutale Hustenattacken.

Die psychischen belastungen waren Angst, hochgradig Panik, dadurch bedingtes plötzliches Herzrasen u.v. m. Worauf ich hinaus will ist folgendes. Niemand weiß Gott sei Dank wie er sterben wird, sollte es aber so verlaufen wie die Krankheit, dann macht mir dass Sterben angst. Dass habe glaube ich auch schon viele hier im Forum angesprochen, dass es bis zum endgültigen Sterben vielleicht mit vielen Qualen vorher einher geht, dass ist glaube ich die Angst die uns zum Thema Tod u. Sterben beschäftigt.

Durch Studien von Anna Kübler Ross ist belegt, dass das letzte Sterbemoment immer erleichternd u. friedlich, ja sogar oftmals mit einem Lächeln im Gesicht verbunden war. Es ist aber so wie es "lost" sinngemäß schon umschreibt unbedingt wichtig u. richtig sich mit diesen Themen in einer bestimmten Intensität auseinanderzusetzen, denn ohne dies zu tun könnte es im Falle eines Falles schon in eine Schocksituation führen.

Vorgestern vor einem Jahr habe ich meine Schwester verloren. Sie teilte mir im Juli 2004 die bei Ihr festgetellte Diagnose mit, nämlich Eierstockkrebs u. am 20.03.05 starb Sie. In diesen 8 Monaten habe ich sehr viel mit Ihr gesprochen u. Sie hatte natürlich auch Angst. Trotzdem glaube ich, dass Sie durch die behutsamen Gespräche mit mir u. zum Teil auch durch Gespräche über meine Kranheits- u. Erfahrungszeit letztlich positiver mit Iherer Krankheit umgehen konnte.

Auch dass ist meines Erachtens sehr sehr wichtig, dass niemand alleine gelassen wird. Und egal mit welcher Krankheit jemand kämpft, natürlich war dass mit meiner Schwester für Sie u. für uns schockierend, aber Gleichzeitig war es die Liebe, die Nähe, die Wärme der Beistand u. dass nicht wegschauen vor einer Kranken Frau was Sie diese Leidenszeit hat würdiger verbringen lassen.

Abschließend komme ich zu der Erkenntnis dass zumindest bei mir eine Angst vorm Sterben bleibt (aber jetzt nicht mehr gravierend) jedoch sollten die letzten Tage, Stunden u. Minuten in Gemeinschaft mit den Menschen stattfinden (wenn möglich!!) die man liebt u. die einen lieben. Es ist wohl so dass ganze Leben, wir sollten niemanden in gewissen Momenten alleine mit sich selber lassen.

In diesem Sinne,

lieben Gruß an Alle.
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Die Entdeckung des Wunderbaren im Alltäglichen bedarf der Fähigkeit, mit den Augen des Herzens sehen zu können.
Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer u. Dichter
Hallo

ich habe mir die Freude gemacht einen kleineren Aufsatz über den Tod zu verfassen ich hoffe er gefällt
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Das Ziel meines Aufsatzes ist, den Begriff Tod um eine Dimension zu erweitern die im exoterischen-Christenum völlig ignoriert wird, in der Hoffnung den Menschen die von der Angst vor dem Tod in dieses Forum geführt werden eine kleine Hilfestellung zu geben. Dazu möchte ich zu erst die vielen kleinen Tode die uns täglich umgeben bleuchten, mit der damit geschaffenen Basis möchte ich auf die psychische Ebene wechseln und diese Basis wiederum zu nutzen auf das
duale Wesen des Todes einzugehen.

1.Mose 1- 4
Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es Ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis.


Dieser Vers stellt uns vor ein nicht unerhebliches Problem, auf der einen Seite enthält die
Begrifflichkeit Licht die Finsternis, auf der anderen wird allein die Begrifflichkeit Licht positiv
hervorgehoben.
Was man dahingehend deuten kann, dass erst die Trennung dieser -bis dahin einheitlichen
Elemente- böses gebiert. Nun leben wir Menschen inmitten dieser Aufspaltung und haben die
Möglichkeit uns entweder zwischen einem der beiden Elemente zu entscheiden oder aber den
Versuch zu unternehmen diese Elemente in Einklang miteinander zu bringen. Vor dem Hintergrund dieses Verses erscheint es mir richtiger eine Ausgleichung der beiden Faktoren anzustreben, dies lässt sich nur erreichen indem man die Welt dual betrachtet und keine der beiden Seiten bevorzugt oder ablehnt, sie weder gut oder böse erachtet.

Diese Vorstellung findet heute vor allem im modernen Satanismus anklang, jedoch zieht der moderne Satanist einen Fehlschluss aus dieser Erkenntnis. Insbesodere im Satanismus nach laveyscher Prägung betont man die tierische herkunft des Menschen und rechtfertigt damit das Handeln eines beständigen Egoismus den man in der Natur zu erkennen glaubt. Dabei übersieht der Satanist dass es der beständige Egoismus ist der uns aus der Natur ablöst, also ein Ungleichgewicht dar stellt. Der mensch konnte sich nur als erfolgreichster Säuger behaupten indem er Freundschafs- und Liebesbande knüpft, aber mit ausgleichender Härte reagiert wenn er oder seine Sippe bedroht wurden. Es ist der beständige Egoismus der das Gleichgewicht der Natur stört, sich aus dem Gesetz der Ausgleichung ablöst. Wie im Satanismus richtig erkannt, bedeutet ein Zuviel von Barmherzigkeit, Schwäche, aber genau so bedeutet ein Zuviel Härte, Grausamkeit. Dieses Naturgesetz lässt ein beständiges Handeln nach dem eigenen Gusto nicht zu, gibt ihm jedoch genügend Spielraum.

Hier möchte ich den Begriff Natur als Überleitung zum eigentlichen Thema nutzen. In der Natur liegt allen Lebens der Metabolismus zugrunde (Wortwurzel metabolé gr. Umwandlung, Veränderung.) Der Metabolismus gliedert sich in zwei Vorgänge, Anabolismus -Speicherung der durch Nahrung aufgenommenen Energie in einem Körper, Formgebung- und Katabolismus -Freimachen der im Körper gespeicherten Energie, Zerstörung der Form.- Wie wir alle aus dem Chemieunterricht wissen ist es lediglich die Form die einen Tod erfährt, die darin enthaltene Ernergie bleibt unversehrt, wechselt lediglich die Form. Um es anders auszudrücken zeugt die durch den Tod eines Tieres freigewordene Energie neues Leben in uns.



Die hier gezeigte Karte ist dem Crowley-Tarot entnommen, ich möchte hier eine eigene dem Thema angepasste Deutung vornehmen die keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit hat. Wer eine Vollständigere Deutung lesen möchte kann sich die passende Literatur unter http://www.tarot.de bestellen.

Die Formen der Karte sind größtenteils gerundet und geschwungen, das Skelett erweckt den Eindruck einer vorwärts strebenden Bewegung, eines sich beständigen abspielenden Prozesses von Formgebung und Formauflösung. Die zum Skelett verlaufenden Fäden werden von Hajo Banzhaf als „Lebensfäden“ bezeichnet, was die Verbindung von Leben und Tod unterstreicht. Die Karte ist in drei Teile gegliedert, Auf der unteren Ebene sehen wir u.A. einen Skorpion zudem Crowley schreibt:

Es wird üblicherweise in drei Bereiche unterteilt; der Unterste wird durch den Skorpion
symbolisiert, von dem die frühen Naturforscher annahmen, daß er sich -angesichts eines ihn umschließenden Feuerrings oder einer ähnlich ausweglosen Situation- selbst vernichten würde. Der Druck der Umwelteinflüsse wurde unerträglich, und das angegriffene Element unterwirft sich freiwillig der Veränderung.


Im oberen Teil sieht man über dem Skelett einen Adler, der auf das Unbeständige Element Luft verweist. Der obere und der untere Teil der Karte bilden die möglichen Extreme in der der Tod umschlagen kann. Der Skorpion repräsentiert den Teil unserer Psyche der sich weigert seine Form aufzugeben, die Entwicklung vom Kind, zum Jugendlichen, vom Jugendlichen, zum Erwachsenen verweigert und somit ein Ungleichgewicht zur Folge hat. Allerdings auch schwächere, weniger Pathologische Denk- und Verhaltensmuster repräsentiert. Halten wir z.B. an einer verstorbenen Person fest, an einer Beziehung, Ehe oder anderen in der Vergangenheit liegenden Situation fällt dass Übergewicht zugunsten der Anabolismus, der Form aus.

Im bereich der Luft finden wir das entgegengesetzte Extrem, z.B. Menschen die sich selbst aufgeben um eine andere Person zu beeindrucken, eine meinung aufgeben nur um dazu zugehören
oder aber nicht genügend Durchaltevermögen aufbringen um ein längerfristiges Ziel zu verfolgen und zu früh aufgeben.

In der Mitte finden wir den Ausgeglichenen Zustand des Todes, Symbolosiert durch Fisch und Schlange. Der Fisch ist das Christussymbol des Geopferten Gottes (Tod der Form), zugunsten der Schlange welche Wiedergeburt und Weisheit repräsentiert. Beide zusammen repräsentieren den Ausgleichung der beiden Extreme, das Loslassen zum richtigen Zeitpunkt um etwas neues zu beginnen.

Im Buch die Mystische Kabbalah beschreibt die Autorin Dion Fortune dieses Prinzip auf eindrucksvolle Weise:

In der Tiefergehenden, philosophischen Lehre der Mysterien erkennen wir, Daß Gut und Böse keine Dinge ansich sind, sondern Zustände. Das Böse ist nichts anderes als Kraft am falschen Ort.
Auf die Zeitdimension bezogen das, daß sie zuspät auftritt oder veraltet ist oder aber so früh erscheint daß der Zeitpunkt schlecht gewählt ist. Auf den Raum bezogen bedeutet es, daß etwas am falschen Ort auftaucht, wie brennende Kohle auf dem Kaminvorleger oder Badewasser an der Wohnzimmerdecke. Auch das Ausmaß, in dem etawas auftritt , kann uns entweder blind oder sentimental machen, wie ein Übermaß an Liebe oder grausam und zerstörerisch wie fehlende Liebe.


Ein weiteres Beispiel für die enge Verbindung von Leben und Tod finden wir im Voodoo, im Voodoo werden vielerlei Gottheiten verehrt die alle samt die Aspekte des einheitlichen Schöpfergottes repräsentieren.



Wenn die sogennaten Loas von ihren Anhängeern Besitz ergreifen geben sie sich durch Charaktereigenschaften zu erkennen, dies versuchen die Anhänger des Voodoo zu unterstreichen in dem sie dem Loa entsprechen Kleidung oder Gegenstände tragen. Im obrigen Bild sehen wir einen Voodooisten der sich für die Anrufung eines Loas der Gedelinie (Totengötter) vorbereitet hat, zumindest hoffe ich dass es sich nicht um ein Karnevalskostüm handelt.
Das Oberhaupt der Gede trägt u.A. den Namen Papa-Gede, schon im ersten Teil seines Namens wird auf die männlich, schöpferische Kraft die der Tod inne hat hingewiesen. Wenn er von einem seiner Anhänger Besitz ergriffen hat gibt er sich durch obszöne Bewegungen und Worte zu erkennen. Den größten Aufschluss gibt sein beissender Spott, mit dem er am liebsten Menschen überzieht die wir in Europa als verklemmt bezeichnen würden. Aus symbolische Weise verspottet er diejenigen welche seine Schöpfungskraft verleugnen. Papa-Gede wird u.A. als Skelett mit übergroßen Pe.nis dar gestellt.

Da nun die vielen kleinen Tode ausreichend behandelt wurden möchte ich kurz auf den großen physischen Tod eingehen.

Wenn wir uns vor Augen halten dass unser physischer Körper den Geist Gottest in einer einer verdichtet Form darstellt und unsere Psyche den selben Geist auf einer weniger Dichteren ebene repräsentiert, verstehen wir warum die Energie des Universums unzerstörbar ist. Vom okkulten Standpunkt aus betrachtet lässt sich der Begriff Tod durch das Wort metabolé (Umwandlung Veränderung) ersetzen, dies lässt den Schluss auf ein Leben nach dem Tod zu. Darüber wie dieses Leben aussieht gehen die Meinungen auseinander, jedoch erscheint mir ein Leben nach dem Tod als sicher.

so fertig

Phan
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Korinther 4,21

Was wollt ihr? Soll ich mit dem Stock zu euch kommen oder mit Liebe und sanftmütigen Geist?
Hallo,

ich habe leider auch so eine Erkrankung, bin 29 und extrem wurde es erst durch eine Freundin, die einst davon sprach sich das Leben zu nehmen.
(lange lange her...)

Was ich gerne noch hinzufügen möchte,

- Der Tot macht Sinn, denn er läßt Platz für Neues, man stelle sich vor alle Erdenbürger würden weitergelebt haben, die Welt wär bereits voll....

Das finde ich gut. Gibt dem wieder einen Sinn. Ich bin leider seht rational denkend - weiteren Trost gibt es nicht, die Diskussion an sich ist ok, nur leider mit Panik verbunden. Vielleicht hole ich mir da Hilfe.

Übrigens, der Gedanke, die Zeit ist endlich beinfluß mein ganzes Leben,
alle zwei Jahre mache ich komplett etwas neues, inbesonder Beruflich
gehe ich sehr hohe Risiken ein (Angst vor dem Finanzamt habe ich nicht...), oftmals mit viel Erfolg. Dafür kenne ich das Gefühl von
Geborgenheit, Ruhe etc. eigentlich nicht ...

Ich versuchs überwiegend zu verdrängen, aber gut, es freut mich
das ich wohl nicht ganz allein dastehe...

Euch allen Viele Grüße
simsims..