Inzest bei Eva und Adam?


Wichtig ist, dass das Böse ein personales Gegenüber ist. Es handelt sich beim Bösen um ein ansprechbares und selbst sprechendes Gegenüber, nicht um eine bloße "innere Angelegenheit". Das deckt sich auch mit der Erfahrung der Wirklichkeit. Gutes und Böses kommt durch konkrete Personen in unser Leben, ergibt sich immer aus der Interaktion mit Anderen. Ein isolierter "Kaspar Hauser" ist weder gut noch böse.

Und auch noch eine wichtige Lehre aus dem Gleichnis: Lass dich nicht auf einen Dialog mit dem Bösen ein. Das führt immer zur Niederlage. Er ist zu intelligent und weiß genau wo unser wunder Punkt ist und wie er uns verwirren kann. Und seine Waffe ist die Lüge - er lügt und bleibt dabei, weil er der "Vater der Lüge" ist.

Jesus besiegt den Teufel in der Wüste, indem er nicht in einen Dialog mit ihm einsteigt, sondern ihn jeweils mit dem Wort Gottes "abwehrt". Dem hat der Böse nichts entgegenzusetzen.
Lieber Burkl!

Die stärkste Waffe, die wir gegen Negativität haben, ist das Verzeihen, auch wenn es sich dabei um einen Gedanken oder eine Emotion handelt.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Um aber noch mal zur ursprünglichen Frage zurückzukommen "Inzest bei Eva und Adam? "
Wenn ich mir alle diese Antworten durchlese kommen viele mit diesem Gedanken nicht klar. Aber wenn man die Bibel nicht wörtlich nehmen soll wie ist die Bibel dann zu deuten?
Paul i hat folgendes geschrieben:
Aber wenn man die Bibel nicht wörtlich nehmen soll wie ist die Bibel dann zu deuten?


Die Bibel besteht aus vielen Büchern und Literaturgattungen. Es kann eigentlich fast jeder Standpunkt mit irgendeinem Bibelzitat "belegt" werden. Darum ist ja die Kirche von Gott als Auslegungsinstanz eingesetzt. Damit eben nicht Verwirrung herrscht, sondern Einheit.

Die Genesis erklärt die Grundwahrheiten über Gott und den Menschen an Hand von tiefen mystischen Bildern. Es handelt sich um keinen historischen Tatsachenbericht.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Darum ist ja die Kirche von Gott als Auslegungsinstanz eingesetzt. Damit eben nicht Verwirrung herrscht, sondern Einheit.



Kirche als Auslegungsinstanz? Da hat Gott aber eine schlechte Wahl getroffen. Besser wären klare Ansagen von Gott gewesen. So wie die zehn Gebote. Wenn ich erst anfange die Bibel auszulegen kann ich sie in jede Richtung auslegen. Genau genommen für viele Zwecke auch missbrauchen.
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Gott weiß alles und sieht alles aber wie tolerant ist er?
Burkl hat folgendes geschrieben:


Die Genesis erklärt die Grundwahrheiten über Gott und den Menschen an Hand von tiefen mystischen Bildern. Es handelt sich um keinen historischen Tatsachenbericht.


Wir sind beruhigt, dass du das so siehst.
Bleibt die Frage offen, ob auch das Sterben ein mystisches Bild sein soll, ob das ganze Paradies ein Symbol ist. Der Tod ist nun einmal eine reale Sache und tritt normalerweise durch "Materialermüdung" und nicht durch das Essen verbotener Früchte ein. Was sollte Übles an der Gabe der Unterscheidung sein? Da Adam und Eva nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden konnten, konnten sie auch die Lüge nicht erkennen.
Ich glaube, du solltest die mystischen Bilder noch einmal überdenken. Deine Auslegung hat Brüche.
Heraclitus hat folgendes geschrieben:
Da Adam und Eva nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden konnten, konnten sie auch die Lüge nicht erkennen


Bei der Ursünde geht es im Kern darum, dass sie die Grenzen und Vorgaben ihrer Kreatürlichkeit nicht akzeptiert haben. Es ging ihnen darum "zu werden wie Gott" - also die eigene Bestimmung zu verwerfen - das brachte den Tod. Der Tod als schlimmste Folge der Sünde wurde von Gott durch Christus aber letztlich zu deren Heilmittel gemacht.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Heraclitus hat folgendes geschrieben:
Da Adam und Eva nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden konnten, konnten sie auch die Lüge nicht erkennen


Bei der Ursünde geht es im Kern darum, dass sie die Grenzen und Vorgaben ihrer Kreatürlichkeit nicht akzeptiert haben. Es ging ihnen darum "zu werden wie Gott" - also die eigene Bestimmung zu verwerfen - das brachte den Tod. Der Tod als schlimmste Folge der Sünde wurde von Gott durch Christus aber letztlich zu deren Heilmittel gemacht.


So weit ich es erinnere, wären die Zwei nur "wie Gott geworden", wenn sie auch noch vom Baum des Lebens gegessen hätten. Daher wurden sie aus dem Garten entfernt. Das Essen vom ersten Baum gab ihnen ausschließlich die Möglichkeit zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.
Was heißt in diesem Kontext also Ursünde? Ich halte deine Auslegungen weiterhin für sehr konstruiert und wenig durchdacht. Die Menschlein haben doch erst gelernt zwischen Sünde und Gottgefallen zu unterscheiden. Ausgerechnet in diesem Augenblick sollen sie vertrieben worden sein? Tiefmystische Bedeutung dieser Texte?
Meinetwegn brauchst du das nicht weiter ausführen. Mir ist es egal. Allein für dich wäre ein Nachdenken vielleicht sinnvoll, wenn die biblischen Bilder eine derart große Bedeutung für dich haben. Heute würde man sagen, sie waren Opfer und nicht Täter.
Ich hoffe nur Gott liest hier mit und denkt sich seinen Teil.
Schliesslich ist er der einzige der Licht in dieses Dunkel bringen könnte. Also lieber Gott sag doch bitte was du uns mit der Geschichte von Adam und Eva sagen wolltest. Ich denke es ist langsam an der Zeit sonst gehen diese Auslegungen noch ins uferlose.
Da brauchst du woll einen direkten Draht nach oben.