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Erstmal danke an alle,
die mir hier zum Teil sehr schöne Worte geschrieben haben;
Ich bin damals durch Zufall dort hin gesurft und jetzt auch mehr durch Zufall wieder darauf gestoßen;
bin ganz überrascht, dann werde ich jetzt hier wohl öfters schreiben!
Liebe, und ich meine hier wahre Liebe und nicht nur "Verliebtheit" oder so etwas dieser Art, wie es uns täglich in den Medien und überall vorgegaukelt wird, lässt sich, so glaube ich, mit Worten ohnehin überhaupt nicht beschreiben.
Besonders bewegen mich auch die Schilderungen von Esther, wobei ich nicht ganz verstehen kann, wie ein Mensch, der unter einer schweren, akuten Depression leidet (so ähnlich wie ich), gleichzeitig lebenslustig, fröhlich usw. sein kann;
In der Tat, was ich hier gelesen habe ist schon mal eine Erfahrung, mit der ich nicht gerechnet habe, die erste sichtliche "Antwort" auf meine Gebete überhaupt, und das ist in der Tat erstaunlich!
Es ist schon ein wenig angreiferisch, was ich hier schreibe, ja, aber meine Situation ist katastrophal. Mir ist klar, dass ich keinen Anspruch habe, etwas von Gott zu erhalten, mir ist klar, dass ich nicht mit Gott hadern kann; trotzdem aber bin ich von Gott oder besser gesagt von der Bibel, die mir über Gott berichtet, enttäuscht! Gott selbst hat die Bibel ja nicht geschrieben, ob es Gottes Worte sind, die in der Bibel stehen??? Jesus hat meines Wissens gar nichts aufgeschrieben, andere Menschen haben geschrieben, in Gottes Auftrag?
Jedenfalls distanziere ich mich seit einiger Zeit davon, in der Bibel zu lesen! Wenngleich die Bibel kurzfristig auf jeden Fall Trost spenden kann, langfristig können die Folgen fatal sein, ich rede hier aus meiner eigenen Erfahrung! Von tiefer Traurigkeit über Depressionen und dem völligem Zusammenbruch von Glauben und Vertrauen auf Gott bis hin zum Suizid kann alles möglich sein! Diverse Sekten lassen grüßen;
Vieles steht in der Bibel, das kann ich mit meinem (immerhin von Gott gegebenen) Verstand und Gerechtigkeitssinn nicht nachvollziehen!
Dass Gott uns gibt, was wir zum Leben brauchen ==> Warum begehen dann auch verzweifelte Christen Selbstmord, für die viel gebetet wurde?
Mir persönlich scheint, ich habe die Schlange bekommen, obwohl ich Gott um Brot gebeten habe; sicher, ich kann ja nichts verstehen, aber genau damit gebe ich mich nicht zufrieden; wenn Gott solche Zusagen, und er macht sie ja von sich aus, macht, dann finde ich es enttäuschend, wenn sie nicht zutreffen; ich habe den Eindruck dass ich, je mehr ich in der Bibel lese, unglücklicher und trauriger werde; der verlorene Sohn, der in Saus und Braus gelebt hat, er kommt zurück, wird bestens von seinem Vater aufgenommen, schön und gut, aber sein Bruder? Wie soll sich der denn fühlen??? Ist das etwa gerecht? Ständig spricht die Bibel vom Volk Gottes, dem Volk Israel; schön, aber sind Juden in den Augen Gottes dann vielleicht mehr wert als Deutsche, Chinesen oder andere Völker? Ständig spricht die Bibel vom "Supervater", der sich um alle kümmert, allen alles verzeiht, jeden liebt ... wozu denn noch beten, wozu denn noch anständig sein? Warum sich nicht lieber gleich aufführen wie der Elefant im Porzellanladen, sich anschließend bekehren und man hat es besser als ein anständiger, allgemein als "brav" anerkannter Mensch oder wie, so jedenfalls die Bibel! Wohl wird das so nicht im Interesse Gottes sein, denke ich, hoffe ich!
Immerhin habe ich den Eindruck, dass gerade betende und Gott bittende Christen oft mehr leiden als andere!
Wenn ich so im Internet surfe, da kann ich oft nur den Kopft schütteln, worum da manche Menschen beten! Manche haben es anscheinend nötig, um Futter für den Hund zu beten, um Salatöl für das heutige Essen, oder um irgendwo zu gewinnen! Sicher gibt es Bitten, die sinnlos sind, einfach wenig geistreich, unwichtig oder auch nicht notwendig! Ich glaube, um etwas sinnvolles gebeten zu haben, um etwas, das ich wirklich brauche, das ich liebe; ich habe es so gut gemeint mit ihr; jetzt ist alles wie es ist, ich muss weiterleben, bessergesagt weiterleiden, ob ich will oder nicht, mir bleibt gar nichts anderes übrig, schon allein meinen eigenen Eltern bin ich das schuldig; aber ich sehe trotzdem keine Freude mehr im Leben, es gibt nichts mehr, was ich mir für mich selbst noch wünsche, ich habe selbst kein Ziel mehr, mir ist jeder Tag eine Qual, aber ich kann nichts machen! Ich habe getan, was ich tun konnte, und ich habe gebetet, Gott aber hat mir absolut nicht geholfen, leider, leider kann ich es nicht anders sagen!
Nochmals DANKE, vor allem an Esther, Katharina, Phan und Danielle
Nur einen Herrn/eine Frau "Nebulös" möchte ich darauf hinweisen, dass ich "Aufschneiderei" und den hier geschmacklos finde! Als normaler, glücklicher und zufriedener Mensch sieht man so einiges anders, das ist mir schon klar!
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