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Biblische Quellen
Nach Hiob 40,19 wurde Behemoth – wie auch sein Gegenstück Leviathan – „als erstes der Werke Gottes“ geschaffen. Dieser habe ihm auch „sein Schwert“ gegeben.
Eine ausführliche Beschreibung findet sich in Hiob 40,15- 24, der einzigen expliziten Erwähnung des Ungeheuers in der Bibel. Dort dient seine Macht und Stärke als Sinnbild für die Fruchtlosigkeit von Hiobs Aufbegehren gegen sein Schicksal. „Siehe da, den Behemoth (…) er frißt Gras wie ein Ochse. (…) seine Kraft ist in seinen Lenden und sein Vermögen in den Sehnen seines Bauches. Sein Schwanz streckt sich wie eine Zeder; die Sehnen seiner Schenkel sind dicht geflochten. Seine Knochen sind wie eherne Röhren; seine Gebeine sind wie eiserne Stäbe. (…) Er liegt gern im Schatten, im Rohr und im Schlamm verborgen. Das Gebüsch bedeckt ihn mit seinem Schatten, und die Bachweiden umgeben ihn. Siehe, er schluckt in sich den Strom und achtet's nicht groß; lässt sich dünken, er wolle den Jordan mit seinem Munde ausschöpfen. (…) Fängt man ihn wohl vor seinen Augen und durchbohrt ihm mit Stricken seine Nase?“ (Luther-Übersetzung von 1534)
Anders als bei Leviathan enthält die Bibel selbst keine Hinweise auf das Ende Behemoths.
Gestalt
Behemot trägt vor allem Züge des Flusspferds, aber auch des Elefanten und des Wasserbüffels. Von einigen Forschern wird er auch mit auf dem Land lebenden Riesenechsen oder gar den Dinosauriern in Verbindung gebracht.
Beeinflusst wurde die Vorstellung eines flusspferdartigen Ungeheuers möglicherweise durch den altägyptischen Gott Seth, als dessen Attribut das Nilpferd galt, und der nach verbreiteter Meinung Pate für den Begriff „Satan“ gestanden hat.
Biblisch-talmudische Tradition
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Herkunft
Nach Ps 104,26 hat Gott den Leviathan geschaffen, "um mit ihm zu spielen". Nach dem Kapitel Avoda Zara des babylonischen Talmuds pflegt er dies in den letzten drei Tagesstunden zu tun, nachdem er die Tora studiert, über die Welt gerichtet und die Welt genährt hat. Das Böse als Spielzeug Gottes - sicherlich eine außergewöhnliche Antwort auf die alte theologische Frage nach der Theodizee.
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Beschreibung
Der Leviathan trägt vor allem Züge des Krokodils, aber auch des Drachen, der Schlange und des Wales, dementsprechend wird er in manchen Bibelübersetzungen auch einfach nur mit dem Namen eines dieser Tiere übersetzt. Mitunter wird er aber auch lediglich als Allegorie auf die vernichtende Kraft des Meeres aufgefasst, und damit als Gegenstück zum Landtier Behemoth und dem dem Luftreich zugeordneten Vogel Ziz.
Eine detaillierte Beschreibung des bösartigen Ungeheuers findet sich im Hiob 40,25 - 41,26, wo seine Macht und Stärke als Sinnbild für die Fruchtlosigkeit von Hiobs Aufbegehren gegen sein Schicksal dient.
"Kannst du den Leviathan ziehen mit dem Haken und seine Zunge mit einer Schnur fassen? (...) Wenn du deine Hand an ihn legst, so gedenke, daß es ein Streit ist, den du nicht ausführen wirst. (...) Niemand ist so kühn, daß er ihn reizen darf; (...) Wer kann ihm sein Kleid aufdecken? und wer darf es wagen, ihm zwischen die Zähne zu greifen? (...) Seine stolzen Schuppen sind wie feste Schilde, fest und eng ineinander. (...) Aus seinem Munde fahren Fackeln, und feurige Funken schießen heraus. (...) Die Gliedmaßen seines Fleisches hangen aneinander und halten hart an ihm, daß er nicht zerfallen kann. Sein Herz ist so hart wie ein Stein (...) Wenn er sich erhebt, so entsetzen sich die Starken (...) Wenn man zu ihm will mit dem Schwert, so regt er sich nicht (...) Er macht, daß der tiefe See siedet wie ein Topf (...) Auf Erden ist seinesgleichen niemand; er ist gemacht, ohne Furcht zu sein. Er verachtet alles, was hoch ist" (Luther-Übersetzung von 1534)
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