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Im Buddhismus wird die Person anders verstanden












Zitat:
Im Buddhismus wird die Person anders verstanden. Körper, Sinneseindrücke, Erfahrungen ect. halten sich gegenseitig wie ein Netz. Es gibt zwar kein Zentrum, nichts dauerhaftes in der Person, aber das heiß nicht, dass die Person nicht existiert. Jede Handlung knüpft neue Knoten dieses Netzes oder löst andere und verändert so die Person langsam und fließend.


Das erinnert sehr stark an die Funktionsweise des menschlichen Gehirns, und beschreibt eigentlich auch, wie sich der menschliche Charakter im Laufe des Lebens bildet. Das scheint mir typisch für den Buddhismus zu sein, es werden natürliche und logische Vorgänge erkannt und in einer Art spirituellen Form beschrieben, weil man damals ja noch nicht dazu in der Lage war, das, was man erkannt hat, wissenschaftlich zu belegen und auszudrücken.




Zitat:
Reinkarnation bedeutet in diesem Sinne, dass der Körper, und mit ihm Erinnerungen, vergehen und gegen neue ersetzt werden, aber der Strom von Eindrücken und geistigen Tendenzen bleibt bestehen.

Zum Schluss: Ein Gleichnis beschreib die "buddhistische Reinkarnation" auf folgende Weise.
Während wir uns oft Reinkarnation wie eine Perlenschnur vorstellen, bei der die einzelnen Leben (die Perlen) von einer durchgehenden Seele (dem Faden) durchzogen werden, sieht der Buddhismus Reinkarnation wie eine Kette aus vielen Gliedern. Zwar ist jedes Glied (jedes Leben) neu, es gibt nichts festes was von einem in das andere Leben überwechselt, aber die Lage eines Lebens wird vollständig durch die Lage des vorhergehenden bestimmt.



Und das ist für mich auch nur wieder einfach eine metaphysische Verklärung des ganz normalen Sterbevorgangs und der Konsequenzen von Ursache und Wirkung. Jeder Mensch hinterlässt seine Spuren und beeinflusst das, was nach ihm kommt, sei es durch die Weitergabe seiner genetischen Informationen oder durch das Schreiben eines Buches oder durch seine bloße Existenz. Das ist doch einfach nur der ganz normale und logische Ablauf der Dinge, der funktioniert, ohne dass dort irgendetwas überirdischen von Nöten ist.

Dem nach ist der Buddhismus (und besonders seine Reinkarnationslehre), bloß die Erklärung kühler, rationaler Naturvorgänge durch eine spirituelle Sichtweise.

Ich habe nichts gegen den Buddhismus, sondern finde ihm im Gegenteil sogar sehr sympathisch, allerdings scheint er absolut nichts zu sagen, was nicht jeder selber erkennen kann, wenn er nur richtig hinschaut...
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