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Glaubensbekenntnis und Hauptgebet der Baha'is












Liebe Gabriele,

Zitat:
weil ich gern Texte lese, die eher natürlicher Art sind - zuviel Überschwengliches liegt mir nicht - es muß für mich immer einen Bezug zur Wirklichkeit haben. Ich muß es in mir und anderen wahr nehmen - erkennen - und auf diese Weise verarbeiten.


Naja ob du dir so ein Urteil über das gesamte Bahá'í-Schrifttum erlauben kannst?

Zitat:
Natürlich wird hier nur Gutes geschrieben, sich selbst (verzeih) sehr gelobt - da stößt etwas in mir hoch - Du dürftest das ja noch kennen - alle unsere Idole wurden auf einen Sockel gestellt und am Ende waren sie auch nur Menschen, die sich selbst nie so hoch stellten, sondern es waren die Nachkommen, die da eine Statue aufbauten - später haben wir sie vom Sockel gestoßen - sie blieben trotzdem Menschen mit Errungenschaften und Visionen von einem besseren Leben.


Mag ja sein, aber du lobst deine Thesen ja auch. Desweiteren konntest du so recht keinen deiner Vorwürfe bestätigen, bzw. sie wurden alle wiederlegt.

Auch ist Gott ja wohl kaum ein Mensch und Bahá'í-Glauben eben das die Botschaft Bahá'u'lláhs von Gott kam.

Zitat:
Da ich nicht weiß, was ihm zugestoßen ist, kann ich seine Art, zu reagieren, nicht einschätzen. Damit müßt ihr fertig werden. Er ist nun einmal im Internet zu finden, und wird gelesen. Nicht nur von mir.


Bis jetzt konnte ich dir darauf wohl gut antworten. Aber ein Fakt bleibt eben das er systematische Desinformation betreibt.

F. wurde 1971 Bahá'í, trat also der schweizer Bahá'í-Gemeinde bei. Bereits 1972 bewarb er sich beim Bahá'í-Weltzentrum um eine Anstellung, welcher aber aufgrund mangelnder Englischkenntnisse scheiterte. Nach einer Weiterbildung arbeitete er schließlich als Sozialarbeiter in Zürich. Nachdem er ein Buch mit Verschwörungstheorien über die Bahá'í las, entfremdete er sich langsam von der Gemeinde. 1974 entlud sich diese Entfremdung wie ein Paukenschlag. In einem offenen Rundbrief an diverse Gemeinden und Institutionen griff er eben genau jene Verschwörungstheorien auf und griff mit diesen jegliche Institutionen (außer Bahá'u'lláh selbst) des Bahá'í-Glaubens an. Nun wäre dies zwar schlimm genug gewesen, aber man hätte hier sicher einen Dialog im Sinne der Beratung suchen können. Jedoch zögerte F. auch nicht sich sehr schnell in den dienst christlich-apologetischer Organisationen zu stellen. Wo er ebenfalls diese Theorien verbreitete.

Nachdem man mehrer male versucht hatte mit ihm zu beraten und in einen Dialog zu treten trat F. schließlich Ende November 1974 aus, als er weiterhin gegen die Bahá'í-Religion und ihre Institutionen vorging erklärte ihn das Universale Haus der Gerechtigkeit zum Bundesbrecher und die Bahá'í brachen entsprechend möglichst jeden Kontakt zu ihm ab. 1975 veröffentlichte er einige seiner damaligen Vorwürfe in der Zürchicher Tageszeitung und auch wiederholt in einem apologetischen Magazin.

Jedoch wandte er sich zu Beginn des Jahres 1975 auch wieder an das Weltzentrum und erklärte, dass er sich noch immer mit der Sache Bahá'u'lláhs verbunden sehe, ihn als "den derzeit vielleicht größten Feind der Bahá'í-Administration" aber keine Gefühle der Reue habe. Trotzdem gesteht er ein, dass er vorschnell gehandelt habe, der Sache geschadet habe, in den Dialog treten will und gar in den Schoss der Gemeinde zurückfinden möchte. Er bittet die schweizer Gemeinde sogar sich für ihn einzusetzen. In mehreren Gesprächen, welche nach dem Bericht beider Seiten gut liefen, nährte F. sich wieder den Bahá'í an. Diese Annäherung wurde 1977 jedoch jäh zerstört, als er einen hasserfüllten Brief an das Weltzentrum verfasste. Dort nennt er die Mitglieder des Universalen Hauses der Gerechtigkeit (ohne jede Belege) "Volksverführer", einen "Inbegriff der Falschheit", "verlogene und falsche Potentaten" und eine "Oligarchenclique". Schließlich stößt er folgende Drohung aus:

Ich erkläre, daß Sie mich fortan zum erbitterten Feind haben werden, der Sie, wo sich mir die Möglichkeit bietet, mit allen Mitteln bekämpfen wird... Meine endgültige Feindschaft haben Sie sich nun selbst eingehandelt. ...

F. bezeichnet sich selbst als "Religionsforscher" und versucht immer wieder den Eindruck zu erwecken er sei ein neutraler Wissenschaftler, dabei fehlt im jegliche religionswissenschaftliche Ausbildung, aus des Persischen und Arabischen ist er nicht mächtig. In den 70igern war er noch immer des Englischen für einen flüssigen Dialog oder Schriftwechsel nicht mächtig genug. Daher griff man auf Übersetzer und Dolmetscher zurück. Auch englische Quellen waren ihm somit nur eingeschränkt zugänglich. Es war auch kaum der Forschungsdrang, welcher F. dazu bewegte sein Werk und seine Homepage zu verfassen, sondern "die Möglichkeit" die Bahá'í-Religion "mit allen Mitteln" zu bekämpfen.

All dies ist detaillierter in "Desinformation als Methode. Die Bahá'ismus-Monographie des F. Ficchicea" nachzulesen.

http://www.olms.de/artikel_5412.ahtml
http://www.amazon.de/Desinformation.....qid=1196868021&sr=8-1

Zitat:
Für mich ist sie logisch.


Religiöse Inhalte können in sich logisch sein, sind es aber meist nie völlig da sie an einer gewissen Stelle auf einer Annahme basieren.

Zitat:
Vielleicht erscheint es einigen Menschen im Islam als eine neue Richtung und für sie richtungsweisend und nicht so streng wie der Islam - vor allem Frauen werden sich darin vielleicht besser aufgehoben fühlen - das ist alles richtig und gut - aber es gibt viele Richtungen und man fühlt schon beim und während des Lesens, ob man mit allem einverstanden sein kann oder ob es noch so manches gibt, womit man eben nicht im Takt gehen kann. Das muß man ganz einfach so stehen lassen.


Warum vergleichst du immer mit dem Islam?

Zitat:
Kenner der Materie wie Herr Hutten wissen die Unterscheidung zwischen den Religionen besser als mancher Laie, weil sie darin studiert sind, und deshalb die Kriterien auseinander halten können. Christen wissen auch nicht alles über die Bibel, obwohl sie in die Kirche gehen und kennen sich trotzdem oft genug nicht in den Symbolen aus, nehmen vieles wörtlich und geraten dann ins Kreuzfeuer der Gefühle, wenn irgend jemand mit Argumenten kommt, die sie nicht widerlegen können.


Welchen Hutten meinst du? Ulrich von Hutten? Oder meinst du Manfred Hutter? Was hat das Ganze hier mit dem Thema zu tun?

Zitat:
Ich halte von zu vielen Lobpreisungen nicht sehr viel. Lese gern zwischen den Zeilen - vergleiche mit dem Leben und dem, wie und was Menschen leben - und prüfe, ob sich Theorie und Praxis vereinbaren lassen.


Dann tue das aber auch bitte bei den Menschen, welche sich selbst als Kritiker bezeichnen.

Zitat:
nicht einmal die Scientologen lassen auf ihren Hubbard ein schlechtes Wort kommen - dann kommt gleich der Rechtsanwalt und gibt dir Pfeffer


Nur das F. keine Fakten vorbringt, sondern entweder Quellen verdreht oder einfach Dinge falsch darstellt.

Zitat:
Man kann erst Kritik üben, wenn man die Inhalte kennt, wenn man merkt, daß vielleicht manches, was in der Theorie gut aussieht, in der Praxis weniger ankommt oder gar nicht gelebt wird.


Eben. F. kennt die Inhalte bei weitem nicht so gut wie er behauptet und war selbst nicht in der Lage sich an die Gebote zu halten. Wie eben das Verbot der Lüge, der üblen Nachrede und das Gebot der Beratung über Probleme.


Liebe Grüße, Tobias
Lieber Rahiym,

hat Dich jemand am Ohr geziept

Nun, ich verstehe, daß Du für eine Sache brennst und ich begreife, daß viele andere Menschen auch für eine bestimmte Sache brennen und sie vehement verteidigen. Das wirst Du in späteren Jahren auch erfahren, wenn Dir im weiteren Leben viele Menschen begegnen.

Was ich selbst hier im Forum begriffen habe, das nun einmal den Hauptschwerpunkt auf Bahai-Lehren legt, ist, daß man großzügigerweise auch anderen Religionen eine erweiterte Plattform bietet und jeder Teilnehmer freizügig diskutieren kann, wofür sicher viele Teilnehmer dankbar sind.

Das Niveau im Forum ist gut - es ist mal Leichtigkeit - mal Tiefgang angesagt, manche junge Teilnehmer können ihr Herz ausschütten und wie Jeder selbst gemerkt hat: es gibt eine große Spannbreite an Themen.

Natürlich hat Jede/r seine spezielle Richtung und ob nun Atheisten oder Gläubige, es versucht jeder Schreibende, seine Ansichten zu verdeutlichen, weil in jedem ein Feuer brennt für seinen Standpunkt, von dem man glaubt, das sei es erst einmal und etwas anderes könne es halt eben in dieser Zeit nicht geben - da werden Argumente angeführt - jeder holt Wissen heraus so gut er eben kann und dann, am Ende merken wir - wir glauben alle an etwas anderes und jeder Gründer einer Religion oder Glaubensrichtung kann uns mit vielen schönen Worten überzeugen - uns in eine gewisse Richtung leiten - später, ist man mit dem Thema vertraut, treten Fragen auf und man schaut, wie man sie beantwortet bekommt.

Man entdeckt Unzulänglichkeiten, ist enttäuscht, lernt Menschen kennen, die dem Glauben oder der Richtung anhängen und merkt,daß sie meistens auch das nicht unbedingt leben, was die Theorie so schön hergibt.

Es muß ja nicht immer falsch sein, was ein Klassiker erkannt hat, nur sind wir Menschen oft nicht reif genug, es in die Tat umsetzen zu können.

So kommen persönliche Schlußfolgerungen aus Erlebtem und alles Erlernte in Theorie und Praxis muß dann erst einmal innerlich verarbeitet werden.

Und zuletzt fragt man sich: was hast du daraus gelernt - was sind deine persönlichen Erkenntnisse daraus - was ist dir am Ende geblieben von deinem Feuer ?

Nichts ist umsonst - alles kommt von oben - von Gott - jede Prüfung und jedes Kennenlernen bestimmter Menschentypen - wenn man schon etwas älter ist, kann man schlußfolgern aufgrund des Rückblickens gelebten Lebens.

Aber dahin muß man erst mal kommen. In jungen Jahren ist man oft ein Heißsporn - später setzt sich das alles - langsam und es fällt herunter, was fallen muß und es bleibt haften, was wichtig ist.

Und weißt Du, ich bin so manchem Forum, so mancher Gruppenliste dankbar, durch die ich lernen durfte - so viele Menschen auf einen Haufen lernt man nur so kennen - wird privater, hält Verbindung über Jahre und man lernt nie aus - das ist das Gute daran.

Es gibt eine Zeit des Tätigseins, eine Zeit der Ruhe - das Leben an sich geht immer weiter - die Welt verändert sich und wir mittendrin.

Je mehr ich kennen lerne, umso mehr beginne ich, eine gewisse Objektivität einzunehmen - abzuwägen - mich selbst in diesem Spiel zu betrachten, als wäre ich in einem Film eingebunden und schaute mir gleichzeitig als Zuschauer zu. Damit kann man viel entdecken - die Welt plötzlich anders zu betrachten - dazu der Rückblick - alles fügt sich, merkt man - und man wird ruhiger, wenn es um die Zukunft geht und seltsam - wenn man versucht, hinter allem einen Sinn zu entdecken, selbstkritischer wird und merkt, wie man Theorie in Praxis umsetzen lernen kann - das befreit irgendwie auch ein bißchen.

Das war`s nur mal so von mir - statt Zitate - aber wenn einem die passenden Worte fehlen, dann sucht man halt, wer es besser ausdrücken kann

Liebe Grüße
Gabriele
Lieber gnostik,

Zitat:
Mir fallt immer wieder in der Geschichte der Gottesoffenbarungen auf dass Gott anscheinend des öfteren seine Meinung ändert.


Dies ist genau das Modell der fortschreitenden Gottesoffenbarung. Gott passt die materiellen Gesetze an die entsprechenden Probleme der Menschen an. Daher wirken auch die verschiedenen Religionen auf die Menschen heute so widersprüchlich.

Der allwissende Arzt legt Seinen Finger an den Puls der Menschheit. Er erkennt die Krankheit und verschreibt in Seiner unfehlbaren Weisheit das Heilmittel, jede Zeit hat ihr eigenes Problem, jede Seele ihre besondere Sehnsucht. Das Heilmittel, dessen die Welt in ihren gegenwärtigen Nöten bedarf, kann nicht das gleiche sein, das ein späteres Zeitalter erfordern mag. Befaßt euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.(Ährenlese - 106:1)

Daß es den verschiedenen Gemeinschaften und den mannigfachen Glaubensrichtungen auf der Erde nie gestattet sein sollte, Gefühle der Feindschaft unter den Menschen zu nähren, gehört an diesem Tage zum Wesen des Glaubens Gottes und zu Seiner Religion. Diese Grundsätze und Gesetze, diese festgefügten und mächtigen Glaubenssysteme gingen alle aus einer Quelle hervor und sind die Strahlen eines Lichtes. Wenn sie sich voneinander unterscheiden, so ist dies den wechselnden Erfordernissen der Zeitalter zuzuschreiben, in denen sie verkündet wurden.(Brief an den Sohn des Wolfes - 18)

Siehe auch hier:
http://www.9-b-19.de/bahai/fortschreitende-gottesoffenbarung.php
http://www.bahai.de/bahai-religion/.....itende-gottesoffenbarung/
http://www.bahai-forum.com/fortschr.....ttesoffenbarung-t303.html
http://www.geistigenahrung.org/ftopic3009.html
http://www.geistigenahrung.org/ftopic15865.html

Zitat:
Rasiert euch nicht das Haupt.¹ Gott hat es mit Haar geziert, und hierin liegen Zeichen vom Herrn der Schöpfung für jene, die über die Forderungen der Natur nachdenken. Er ist wahrlich der Gott der Kraft und der Weisheit. Das Haar darf jedoch nicht über das Ohrläppchen² reichen. So ist es geboten von Ihm, dem Herrn aller Welten.


Ja und? Ein Gebot das die gepflegte Haarpracht des Mannes sichern soll. In vielen religiösen Gruppen war es üblich sich den Kopf zu rasieren oder bestimmte Frisuren zu tragen, Bahá'u'lláh hebt dies alles auf. Nur soll das Haar beim Mann nicht über die Ohrläppchen hängen, dies schließt nicht einmal per se lange Haare aus. Wie man bei Abdu'l-Bahá sieht.






Liebe Grüße, Tobias
Sakina

Zitat:
jede Zeit hat ihr eigenes Problem,


Aber welches Problem hatte Gott mit weltlichen Büchern während der Zeit des Bab?
Oder hatte der Bab ein Problem mit weltlichen Büchern?.
Oder war das Problem DER KORAN und sonst nichts.
Bitte prüft das nach wie und wo es im Bayan begründet war.
Ich bin z.Zt.zu müde dazu aber es würde mich trotzdem interessieren.

mffffgggg gnostik
Lieber gnostik,

soweit ich weiss waren in erster Linie damit Schriften gemeint, die die Religion des Bab angriffen. Man soll also erst gar nicht Sachen lesen, die den Bab angreifen. Vorallem eben Fatwas der fanatischen, islamischen Ulama.

Ich finde dieses Gesetz eigentlich ganz amüsant, schade dass es so schnell abgeschafft wurde

....naja Spass bei Seite, Religion ist und bleibt der Humor Gottes über den Menschen...

Gruß,
Rahiym
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