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Gott ist Einbildung












Seid gegrüsst Ihr Lieben ,

Zitat :
Zitat:
Wir haben die freie Auswahl an Emotionen, die wir er-leben wollen. Das ist ein Geschenk des freien Willens und dieser ist weiderum ein Geschenk Gottes an uns.


Nein, haben wir definitiv nicht. Keiner von uns hat so etwas wie einen freien ( unabhängigen ) Willen. Alles Wollen ist das Ergebnis von Einsichten und Ansichten über die Beschaffenheit der Existenz, die sich stets nach ganz bestimmten Gesetztmässigkeiten richtet. Jede Handlung und jeder Gedanke ist bedingt durch die äußeren ( Welt / Körper etc. ) und die inneren geistigen Faktoren wie Gefühle, Neigungen, Gedanken und Vorstellungen. Wenn ihr dieses hier gelesen habt, so seid ihr schon beeinflusst, ob ihr wollt oder nicht. Inwieweit sich diese Beeinflussung vollzieht, hängt dann wiederrum von der Inneren Einstellung und Haltung ab. Oder kann sich Jemand etwas vorstellen, etwas zu wünschen, daß er nicht kennt ?. Kann ich schwimmen, wenn kein Wasser vorhanden ist ? Kann ich Sprechen, wenn ich keine Zunge habe ? Kann ich Hören, wenn ich Taub bin ? Kann ich Fliegen, wenn ich will? Oder mich unsichtbar machen, nur weil mein Wille danach ist ? Ihr seht, ganz so frei scheint der Wille doch nicht zu sein. Bei genauerer Betrachtung wird man sogar feststellen , daß es im Zwischenmenschlichen überhaupt keinen freien Willen gibt. Die einzige Wesenkategorie, die sich hiervon frei sprechen kann, sind meiner Ansicht nach die Heiligen Mönche des Buddhismus ( nicht zu verwechseln mit den " Heiligen " aus den Monotheistischen Religionen ). Nur die totale Unabhängigkeit von allen Erfahrungen zeugt vom freien Willen, welches eben nur dort zu finden ist.
Freier Wille würde bedeuten tun und lassen zu können was man will, und dies ist für Menschen, die in Abhängigkeit von der Existenz leben,nicht möglich. Und auch die Vorstellung von " bedingt ( eingeschränktem ) freiem Willen " existiert nicht. Alles ist definitiv bedingt durch die Vorgaben der Existenzen, in der stets eine Re- Aktion vorzufinden ist, welches sich an die bestimmten Vorassetzungen anhängt. Ergo : kein freier Wille. Stellt es euch einfach wie mit den Dominosteinen vor, dann wisst ihr ungefähr was ich meine.
Und Geschenke gibt es schon gar nicht. Alles muß erarbeitet werden. Zumal die Vorstellung von Geschenken im Widerspruch zum Gerechtigkeitsgedanken steht. Etwas Geschenkt bekommen würde bedeuten etwas zu bekommen, wofür man nichts getan hätte. Gerechtigkeit geht jedoch stets davon aus, daß man immer nur daß bekommt, was man verdient hat. Ebenso verhält es sich mit dem Begriff : Gnade Gottes. Welch ein Widerspruch ( wenn man genauer Hinblickt ).

Diese Absprache des freien Willens und des Geschenke machens meinerseits, steht jedoch in keinem Widerspruch zu dem sehr guten Textausschnitt von Soulwing, da diese Verhaltensweisen zum Guten, in diesem Prozess schon mit integriert sind.


Mit lieben Gedanken an euch alle

Natha
Nun, den Überblick über das, was "freier Wille" bedeutet, liegt in der Perspektive des Betrachtens. Auf der Ebene der Relativtät ist der Wille oder das Tun tatsächlich beschränkt und das liegt im Aspekt der Kausalität. So kann man dass, was "freier Wille" bedeutet, nicht kausalen Argumenten erklären. Wir haben uns hier in die Determinierung begeben, eben um gewisse Aspekte zu erfahren und zu erleben, aber die Entscheidung, dass zu tun, entstammt unserem freien Willen.

Ich stelle es mal bildlich dar: Angenommen wir wären irgendwo und das Gesetz ist, egal was wir entscheiden, wir kommen hierher zurück und Wir werden nicht bestraft. Nun käme es dazu, dass wir vor einem Loch ständen und wir haben die freie Entscheidung, da runterzusteigen. Wir entscheiden, es zu tun oder es zu lassen. Wir entscheiden, es zu tun, weil wir spüren, dass es sehr wichtig für uns ist. Wir gehen da runter. Da unten ist es so knallhart und gegensätzlich, dass wir in dieswem Moment ganz vergessen, das wir hier runtergestiegen sind, weil es unsere freie Entscheidung war. Wir lernen hier unten, das die Verhöltnissse im kausalen Zusammenhang stehen. Kausalität ist das Gesetz, aber diese Gesetz gilt nur hier unten, denn von da, wo wir herkommen (was wir vergessen haben) gibt es keine Kausalität, sonder nur sein (auch das haben wir vergessen). Und ebenso haben wir vergessen, dass es unsere freie Willensentscheidung war, die Gesetzmässigkeit Kausalität kennen zu lernen.


Was ich damit sagen will: "freier Wille" geschieht auf höherer Ebene. Das Sein ist unbegrenzt und frei, das Ego ist begrenzt und unfrei. Das Ego ist zeitlich begrenzt und somit eine Illusion; ebenso ist der begrenzte Wille eine Illusion.


Grüsse
Christian
"Was ich damit sagen will: "freier Wille" geschieht auf höherer Ebene. Das Sein ist unbegrenzt und frei, das Ego ist begrenzt und unfrei. Das Ego ist zeitlich begrenzt und somit eine Illusion; ebenso ist der begrenzte Wille eine Illusion. "

Meiner meinung nach der Satz der Woche^^


Ich scheine ja einiges losgetreten zu haben... Entstehung des Lebens, freier Wille, weshalb hat Gott soviel Hass in uns gesteckt, und natürlich ob es einen Gott überhaupt gibt... Danke für die rege Beteiligung.

Meine Meinung ist, dass niemand frei ist und niemand einen freien Willen hat. Alles liegt der Kausalität zugrunde, wie schon gesagt worden ist, auch wenn es die Illusion der Freiheit vermittelt. Niemand tut etwas , dass in seinen Augen keinen Zweck erfüllt, er wird also sozusagen durch die Vorteile die er sich durch sein handeln an sich erhofft dazu gezwungen es zu tun. Selbst wenn er sagt: "Obwohl es mir einen Vorteil verschaffen würde, tue ich es nicht" ist das nicht die freie entscheidung sondern der zwang seiner prinzipien die ihn daran hindern. acuh wenn man dann sagt: "aber er hätte es tun können" kann ich sagen "hat er aber nicht, und wenn doch hätten die Vorteile überwogen und er wäre wieder dazu gezwungen worden"
@Valech


was auch immer. So lebt und erlebt halt jeder entsprechend seiner Modell- und Glaubensvorstellung. Wenn ich mich entscheide, eine gewisse Meinung zu haben, so erschaffe ich sie mir als Realität. So geschieht jedem nach seinem Glauben.

Ich denke nicht, dass grundsätzlich jeder in Bezug auf sein Handeln auf sein Vorteil bedacht ist. Diese Einstellung widerspiegelt die derzeitige Haltung des Kollektivs und führt zu den Zuständen, in denen wir uns derzeit auf diesem Planeten befinden. Es ist eine Einstellung, die auf der Vorstellung gründet, dass wir von Gott und voneinander getrennte Einzelindividuen sind, die nur überleben können, wenn sie ander übervorteilen; eine Einstellung, dass Mangel herrscht und nicht genug für alle da ist; dass wir von Grund auf böse sind etc.




Grüsse
Christian
Zitat:
Selbst wenn er sagt: "Obwohl es mir einen Vorteil verschaffen würde, tue ich es nicht" ist das nicht die freie entscheidung sondern der zwang seiner prinzipien die ihn daran hindern. acuh wenn man dann sagt: "aber er hätte es tun können" kann ich sagen "hat er aber nicht, und wenn doch hätten die Vorteile überwogen und er wäre wieder dazu gezwungen worden"

Das kann man natürlich sagen - es ist aber auch nicht mehr als eine willkürliche [freie] Interpretation. Ob der Mensch freien Willen hat oder nicht, darüber streiten sich Philosophen und Physiologen seit es diese Fächer gibt - und eine eindeutige Antwort gibt es nicht...
Sollte es keinen freien Willen geben, wäre wohl jede Religion obsolet - denn wenn ein Mensch keine Willensfreiheit besitzt, kann er sich auch nicht zwischen 'Gut' und 'Böse' entscheiden. Auch bestimmte Gruppen [Heilige...] von dieser Willensunfreiheit auszunehmen funktioniert nicht so recht - wenn sie vor ihrem Zustand der Heiligkeit keine Willensfreiheit hatten, wie haben sie diese dann erreicht - durch Zufall, Training, Gottes Gnade, innere Gesetzmäßigkeit oder was sonst
Auch wenn die Entscheidung letztlich nicht möglich ist, ist es doch m.E. zumindest vernünftig davon auszugehen dass Willensfreiheit existiert - würde man das nicht tun - wenn es nicht an mir liegt, ob ich morgens zur Arbeit gehe, den Kaufpreis für den Fernseher bezahle, meiner Frau treu bin oder meine Kinder ernähre - wäre menschliches Zusammenleben weitgehend unmöglich...
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