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Hallo eumax,
ist 'ne schöne Idee, Deine Demonstration....
Vor einem halben Jahr etwa hat ein norwegischer Konzern eine profitable Aluminium-Schmelzanlage in Hamburg dichtgemacht und 400 Leute in die Arbeitslosigkeit geschickt. Die Hütte war profitabel, hat "schwarze Zahlen" geschrieben - aber wegen zu hoher Strompreise für den Konzern nicht "genug" Rendite gebracht. Das 400 Menschen auf der Strasse stehen, davon sicherlich 300 in den nächsten 2 Jahren von Hartz IV leben müssen und davon mindestens 100 durch die Arbeitslosigkeit letztlich ihr in Jahren erworbenes Hab und Gut verlieren werden, hat den Konzern nicht interessiert - und die Mitarbeiter haben auch vorher protestiert, Politiker waren "empört", die Öffentlichkeit "entrüstet".... tja, was hat' s genutzt?
Oder schau Dir AEG/Elektrolux in Nürnberg an: Der Betrieb wird zugemacht, trotz Protest und Warnstreik. Man schmeisst den Leuten ein paar Almosen hin, frei nach dem Motto "Friss Vogel - oder stirb!" - damit der schwedische Konzern noch mehr Kohle auf dem Geschäftskonto hat... Mehr Kapital für Konzerne bedeutet mehr Macht auf dem Weltmarkt - und wer Macht erlangen und ausbauen will, geht über Leichen.....
Warum glaubst Du wohl, gibt es Armut und Hunger? Ganz einfach: Schon heute gibt die Erde genug Nahrungsmittel FÜR ALLE her. Dass die EG ihre Nahrungsspeicher nicht umsonst öffnet, um Hungernde zu versorgen, hat einen einfachen Grund: Man will den "Weltmarktpreis" nicht verderben... Und wenn EG/ auch UNO Getreide in die Hungerländer liefert, dann sind diese Sorten meistens so manipuliert, das die Menschen einen Teil des Getreides nicht als Saatgut verwenden können - weil's nicht keimt- sondern es essen müssen.... verdammt zum Hilfeempfänger auf Lebenszeit....
Dein Demonstrationgedanke als gewaltfreies Mittel des Protestes ist eine ehrenvolle Idee - ich fürchte nur, die Entscheidungsträger dieser Welt wird' s nicht interessieren...
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| Zitat: |
| Dein Demonstrationgedanke als gewaltfreies Mittel des Protestes ist eine ehrenvolle Idee - ich fürchte nur, die Entscheidungsträger dieser Welt wird' s nicht interessieren... |
Sie braucht es auch gar nicht zu interessieren.
Die Demonstration, die ich meine wird zwangsläufig zum Weltfrieden führen über die Köpfe von Entscheidungsträgern hinweg.
Wenn du verstehst was ich meine.
Wir nutzen eine Art „live8-Konzert“ um die Demonstration zu starten und werden sie nicht eher beenden, bis wir am Ziel sind.
Kannst du dir vorstellen was das bedeutet?
Es müssen z.B. Zelte ja ganze Zeltdörfer in Städten entstehen, die von allen Sympathisanten versorgt werden.
Es wird eine Logistik entstehen, die keine wirtschaftlichen Interessen hat, sondern nur das eine Ziel, alle Menschen bestmöglich zu versorgen, denn wir sind alle eine Familie, egal wo auf der Welt.
Der Aufwand für eine Logistik, die das Wohl aller Menschen im Sinn hat, ist zehn mal kleiner als der Aufwand der momentanen (Un)-Logistik, durch welche täglich unzählige schwerwiegende Unfälle passieren, allein durch Übermüdung der LKW-Fahrer.
Kannst du mir noch folgen?
eumax
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Klar kann ich Dir folgen, lieber eumax....
Versuch' mal 5 Menschen in einer Initiative unter einen Hut zu bringen - bei 5 Leuten haste mindestens 6 Meinungen, 7 Ideen, 8 Aktionen.... Schau' Dir den Kanichenzü+chterverein von Klein-Gross-Nachbarschaft an - und Du weisst was ichmeine... Oder les' mal die Erfahrungsberichte der gewesenen Plenen der Hausbesetzer der achtziger Jahre durch - ehrenvollen Engagement, aber absolut chaotische Durchführung...
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| ... aber absolut chaotische Durchführung... |
Besser eine "chaotische" Durchführung, als gar keine.
eumax
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Hallo zusammen!
Ich denke, man kann einen gemeinsamen Weg finden. Aber es ist nicht einfach und muss gut vorbereitet sein. Wenn man keine Einheit in der Gruppe findet, die für Einheit demonstriert, braucht man nicht demonstrieren. Aber bei dieser Demonstration würde es um elementare und allgemeine Rechte gehen, nicht um individuelle. Es müsste daher möglich sein, ein Einheit zu finden für eine Aktion. Ich finde die Idee gut. Aufrichtiger Ungehorsam ist die beste Form des Widerstands. Mohandas K. Gandhi hat es bewiesen. Allerdings war er auf der anderen Seite. Wenn wir als "Angehörige" des Systems Babylon Widerstand zeigen, könnte es vielleicht sogar noch effektiver sein.
Eine leisere Form dieses Widerstands ist die Unterstützung des fairen Handels, es wurde ja schon angesprochen. Diese Sache ist langfristig und personenunabhängig, es gibt nicht die Gefahr, dass ein Spender nicht mehr spendet. Zweitens ist gut, weil es keine "Almosen" sind, es ist erniedrigend, auf Spenden angewiesen zu sein. Man muss sich über die Preise im Klaren sein, denn ich höre oft das Argument, dass die Preise zu hoch sind. Sie sind es nicht, die Preise des verbreiteten Handels aus dem Neoliberalismus sind zu niedrig. Die Parole "Ich bin doch nicht blöd!" ist also falsch! Es liegt doch auf der Hand, dass etwas nicht stimmen kann. Daher ist es notwendig, sich auf das zu beschränken, was man braucht, dann kann man auch die Preise des fairen Handels bezahlen.
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