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...guten Morgen Wu...
mein Beitrag auf Seite zwei sollte auch woanders hin - egal, gestern fing`s schon an und heute ist wieder so`n Tag...wo man neben sich selber herläuft.....
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Liebe Umay Hatun (also Zahra war einfacher zu merken... ),
---------Umay reicht auch ,
bevor ich mich als Baha`i erklärte, war ich evangelisch getaufter Christ. Menschen entwickeln sich - warum also soll ein koptischer Christ nicht auch Muslim werden... Aus der Tatsache, das der Begründer der Quraniden ehemals koptischer Christ war, würde ich da nicht soviel Aufhebens von machen.
---------- Hm...dann solltst du dir die Seiten wirklich nochmals genauer ansehen! Bei uns gibt es ZB. nicht die Erbsünde in dem Sinne, wie es sie im Christentum gibt! Das sehen Submitter und Quraniten etwas anders!
Ansonsten ist es mir natürlich völlig egal, welchen Hintergrund ein konvertierter Muslim hatte.... hat mit meinen Ausführungen aber wenig gemein!
Aber gut, der Mann hat einen christlichen Hintergrund - und als solcher bestimmt mitgemacht, welche Rituale und Dogmen dem Propheten Isa -Jesus- seitens seiner Anhänger angeheftet werden - vom "Sohn Gottes" als leiblicher Gottessohn bis hin zu der Behauptung, Jesus wäre nicht Jesus gewesen, sondern der materialisierte Gott Selbst... Dies dürfte der Hintergrund dafür sein, das der Gründer der Quraniden die Anrufung Muhammads im Gebet ablehnt - einfach weil er nicht will, das dem Propheten irgendwann mal die gleichen "Ausschmückungen" angehängt werden, wie man das mit Jesus gemacht hat.
------------- Das ist so nicht ganz richtig! Ob Sunniten oder auch Schiiten, ja selbst Aleviten und Ahmadis....alle nennen sie unseren Propheten (sav) im Glaubensbekenntnis! Dieses ist die erste Säule im Islam und somit verpflichtend!!!
Du musst richtig erfassen/ verstehen, was Muhammad (sav) für uns bedeutet.
Nun ist -für mich- das Glaubensbekenntnis: Allah ist gross und Muhammad sein Prophet" nur ein Teil des Islam - eigentlich müsste es nach meinem Verständnis heissen: "Allah ist gross und Adam, Abraham, Moses, Isa und Muhammad sind seine Propheten".
----------- Hm... das war aber jetzt sehr unsensibel!
Auf dich mag das zutreffen, aber ein Muslim sieht in Resulullah (sav) den Weg zu Allah (ta`ala), den Führer, den Leiter, er ist wie HZ. Hizir (as) (al- Chadir) --->
http://www.geistigenahrung.org/ftopic694.html ) für Musa (as), wie der Mürshid für den Mürid!
Desweiteren natürlich lieben wir die Propheten (as) , das kommt auch im imaan mufaßßal (Teile des Glaubens) zum Ausdruck:
"amantu billahi wa malaa-i-katihi wa kutubihi wa rusulihi wal jaumi-l-akhiri wal qadri khairihi wa scharrihi mina-l-llahi ta'aalaa wa-l-b'athi ba'ada-l-maut"
"Ich glaube an Allah, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Gesandten, den Tag des Gerichts, die Vorbestimmung vom Guten und Bösen durch Allah, den Höchsten, und an das Leben nach dem Tod."
Und, wie die Quraniden, kann man sicher auch "nur" sagen "Allah ist gross". Ich kann leider nicht arabisch, habe daher den Koran auch nicht im Orginal durchlesen können, denke jedoch anhand der Goldmann-Übersetzung, dass das Schwergewicht der Anrufung auf "Allah ist gross" beruht - "Muhammad ist sein Prophet" bezieht sich m.E. in erster Linie auf die Offenbarung der Muhammad, auf die Offenbarung und Gültigkeit des Qur`an als Gottes Wort.
-------------- Natürlich ist dem "laa ilaahe illallaah" mehr beigemessen, das würde auch kein Muslim bestreiten, siehe den Beitrag vom FreakofIslam
http://www.geistigenahrung.org/ftopic1616.html
Und genau daraus ergibts ich auch die Wichtigkeit Allahs (ta`ala) Gebote zu befogen! ..... Wie z.B. die Anerkenneung Muhammads (sav) als Siegel der Propheterie!
Ich habe auch ein wenig Verständnis dafür, der Sunna kritisch gegenüber zu stehen. Die Sunna "lebt" durch die Auslegung - und die Auslegung wird und wurde eben durch reichlich fehlbare Menschen gemacht.
---------- Ich habe jetzt wenig Zeit, werde auf diesen Teil aber noch eingehen!
Die Taliban haben sich ebenso wie Chommeny auf die Sunna berufen - und eine Schreckenherrschaft errichtet.
---------- Das hier zum Beispiel war ziemlich unbedacht!
Würden die "wortgläubigen" Christen heute an die Regierungsmacht kommen und das Alte wie das Neue Testament in Gesetze der Gesellschaft kleiden - wir hätten keine Demokratie mehr, keine Gleichberechtigung, kein bisschen Humanität mehr im Leben, sondern nur noch "wortgläubige Befolgung von Gesetzen".
---------- Damit hast du nun mich persönlich beleidigt!
Und trotzdem sind die Worte der Bibel ebenso heilig wie die des Qur`an - nur die Bedeutungen ändern sich im Laufe der Zeit.
-------------- Das mag in mancher Hinsicht stimmen, nicht aber im Bezug zu Resulullah (sav) oder der Sunnaanerkennung!
Insgesamt scheinen die Quraniden eine "Spielart" zu sein, ähnlich wie die Mennoiten oder Methodisten vor 200 Jahren. Da könnte sich etwas daraus entwickeln, so wie die Sufi sich ja ebenso entwickelt haben -
----------- Du kannst sie nicht mit den Sufis vergleichen, denn diese halten sich ja an Qur`an und Sunna! (Ausser sie sind Anhänger einer bi- shar- Gruppierung (ohne das Gesetz) )
es kann aber auch ein Fiasko werden. Jedenfalls ist es für mich mal interessant, auch was von islamischen Gruppen zu erfahren, die ausserhalb der "Konfessionen" Sunniten/Schiiten stehen.
----------- Da gibt es sehr viele!
Das ist ja auch nicht das "Problem" Es ging hier lediglich darum aufzuzeigen, was sie vom orthodoxem Islam unterscheidet und das sie wichtige Imaninhalte leugnen, sowie Brüder und Schwester als "Götzenanbeter"., "Shirkbetreiber" und ganz besonders schlimm, als "Kafir" gleichsetzen!
Für mich ist jmd Muslim, wenn er aus voller Überzeugung das Glaubensbekenntnis sagt, sprich, sich Muslim nennt! Ich bin nicht in der Richterfunktion, denn ich kann nicht in die jeweiligen Herzen schauen, sie sind für mich wie eine "Black- Box"! Nur Allah (ta`ala) kann das!
Aber ich kann sie nach "Äusserlichkeiten" beurteilen und soweit mein Wissen es vermag, Abweichungen aufzeigen, um diese gegebenenfalls zu korregieren/ richtig zu stellen!
Um mehr ging es mir nicht!
Liebe Grüsse
Thomas
----ebensolche zurück
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| Selamun aleykum...!! ich finde es traurig dass der bibel und die anderen Bücher immer wieder geändert wurden... aber bis jetzt ist dem kuran keine buchstabe verändert worden...!!! irgendwann werden alle den richtigen weg finden..!! LA ILAHE ILALLAH MUHAMMEDEN RASULULLAH!!!!
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Liebe Umay (was heisst Umay übesetzt..?),
ertmal: Ich wollte Dich keineswegs beleidigen !
Da ich selbst Muhammad, den Qur`an und den Islam als Teil der universellen Lehre Gottes an die Menschheit ansehe und an eine stetige Weiterentwicklung sowohl der Religionen für sich als auch der fortschreitenden Gottesoffenbarung und der sich immer wieder manifestierenden Gottesoffenbarer glaube, sehe ich natürlich andere Aspekte im Bereich Glauben, als Du. Dort, wo mein Blick eher in den auch vergleichenden Sinn aller Religionen gerichtet ist, dort geht Dein Blick eher in die Tiefe einer Religion; nämlich des Islam. Dort, wo ich auusen stehe, stehst Du mitten `drin. In Folge dessen ergeben sich natürlich verschiedene Blickwinkel.
Als Aussenstehender denke ich, das es grundsätzlich nichts schadet, wenn sich eine Religion selbst reformiert - solange sie dabei die Lehren des Gottesoffenbarers nicht im Wesensinhalt verändert. Diese Reformation kann, ja muss sich auf die aktualisierten Verhältnisse des menschlichen Zusammenlebens beziehen - wir wissen, das z.B. im Qur`an die Stellung der Frau in der Gesellschaft erstmals als göttliches Gesetz verankert wurde und wir wissen, das im Vergleich zu der Barbarbarei der arabischen Völker vor Muhammad die rechtliche Stellung der Frau nach Muhammad um 1000% verbessert wurde.
Was aber haben Taliban und Chommeny daraus gemacht: Im Qur`an steht meines Wissens nach, das die Frau sich "züchtig" bekleiden soll, um keine "unzüchtige Begehr" hervor zu rufen - da steht aber nix vom Tschador, nix von der Burka...
Nirgendswo im Qur`an ist m.W.n. erwähnt, das Frauen -wie in Saudi-Arabien- nicht wählen dürfen.
Es steht auch nirgendwao geschrieben, das -wie in Teilen Pakistans- nur die Frauen sich um Ackerbau und Kinder kümmern müssen, während die Männer `rumsitzen, Geld verpulvern und Opium rauchen...
Das sind die von Menschen erdachten und erdichteten Auslegung des göttlichen Gesetzes, dass ist das was einer Religion schadet, statt das Religion dem Menschen nutzt. In der christlichen Religion gibt`s dazu noch viel viel mehr Beispiele, wie Religion im Laufe der Zeit eher schadet, als nutzt - und auch in der Bahai- Religion wird einmal die Zeit kommen, in der sich die Auslegungen der Schriften in das Gegenteil des Beabsichtigten verkehren.
Wenn sich "neue Zweige" am Baum der Religion ausbilden, dann können die s durchaus "Fehlbildungen" sein - es bewahrheitet sich da das Christuswort : "...an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen...". Aus den mir vorliegenden Auszügen der Schriften der Quranniten kann ich derzeit keine Früchte erkennen... aber: vielleicht kommt ja noch was... im Prinzip muss man aus der Distanz heraus den Leuten Zeit lassen, sich zu entwickeln. Die Entwicklung kann dabei so negativ, "fruchttötend" verlaufen wie bei den Taliban, sie kann aber auch positiv sein, wie bei den Sufi. Derzeit ist das nicht abzuschätzen.
Das Schwergewicht, das Du als Muslima auf die Mitanrufung von Muhammad im Gebet legst, wirft für mich die Frage auf; Wer ist im Islam bedeutender: 1. Gott/Allah, der Schöpfer des Universums, der Schöpfer der sichtbaren und unsichtbaren Welten,
oder 2. der Offenbarer, in diesem Falle Muhammad, der Begründer des religiösen, kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritts der arabischen Völker ?
Ohne Zweifel wirst Du Allah als den obersten Herrn anerkennen - welche Stellung hat aber dann Muhammad?
Aus meiner Sicht versuche ich mal, die Stellung von Offenbareren zu deuten - und dabei ist es der Sache nach egal, ob es sich um Adam, Abraham, Moses, Zarathustra, Krshna, Buddha, Jesus, Muhammad, Bab oder Baha`u`llah handelt .
Der Offenbarer ist ein Spiegel der Eigenschaften Gottes. Er reflektiert die Güte, die Nächstenliebe, die Schöpfungsliebe, die Vergebung, aber auch das Gesetz, die Gerechtigkeit und die Unparteilichkeit. Er reflektiert die Allmacht, die Grösse, die Weisheit Gottes. Nicht jeder Mensch besitzt -sei es "von Haus aus" wie Jesus und Baha`u`llah, sei es erworben durch Meditation wie Buddha, sei es durch Vision erworbenes Wissen wie bei Moses und Muhammad-
die Fähigkeit, ein vollkommener Spiegel der Eigenschaften Gottes zu sein und die Worte des Allmächtigen zu verstehen und niederzulegen. Wenn der Begriff auch lieder eher negativ gedeutet wird, so sind doch für mich die Offenbarer die "wirklichen Heiligen", die vollkommen Vorbilder der Menschen. Die Offenbarer haben eine Stufe der Vollkommenheit erreicht, die von jedem Menschen anzustreben ist.
Insoweit ist es verständlich, wenn Muslime Muhammad mit anrufen, es ist verständlich, wenn Baha`i am Ende des Gebets den Namen des Offenbarers nennen, der das Gebet geschrieben hat, es ist verständlich, wenn Christen sich im Gebetsanliegen direkt an Jesus wenden. Es birgt allerdings die nur allzu menschliche Gefahr in sich, den Spiegel Gottes in einen Rang zu erheben, den er selbst nie beansprucht hat - nämlich in den Rang der Gleichberechtigung zu Gott. Und egal wie unsere Gebetsformel und Anrufungen lauten - wir müssen ständig darauf achten, dass wir diesen Fehler nicht begehen.
-Jetzt entschuldige ich mich erstmal dafür, dass das hier eine "Bleiwüste ohne Smily wird"- das Thema ist einfach zu komplex...
Muhammad ist das "Siegel der Propheten" - aber nicht der Abschluss der Propheten. Denn nach meiner Glaubensüberzeugung endete mit Muhammad eine 500.000 Jahre andauernde fortschreitende Gottesoffenbarung - mit dem Mahdi, dem Bab und seinem direkten Nachfolger Baha`u`llah beginnt ein neuer Abschnitt der Gottesoffenbarungen, und dieser mag nach dem Beschluss des Allmächtigen ebenfalls 500.000 Jahre dauern - wir wissen es nicht.
In der Kette der Offenbarer sind für mich alle Propheten "gleichwertig"; ihre Botschaften von Gott sind bzw. waren unterschiedlich, je nach den Erfordernissen der Zeit in der sie auftraten -das Muhammad den Genuss von Schweinefleisch verboten hat, war sinnvoll - Schweinefleisch verditbt in Arabien wesentlich schneller, als in den kühlen Ländern Europas. Und auch den Juden war aus dem gleichen Grund Schweinefleisch verboten... Baha`u`llah hat keine Speisegesetze hinterlassen, da er bereits die technischen Möglichkeiten des Krankheitsschutzes und der Konservierung kannte - hat aber darauf hingewiesen, das insgesamt es der Menschheit zum Vorteil gereicht, sich eher vegetarisch zu ernähren.
Wenn wir uns solche Angelegenheiten wie Schweinepest, Geflügelpest, BSE ankucken... dann hat die Empfehlung was für sich...
Das Beispiel der Speisegesetze zeigt, das die Unterschiede der Gesetze in Offenbarungen sich auf die jeweilige kulturelle und sicher auch technische Dtufe des Menschen beziehen, in deren Zeit die Offenbarer auftraten. Es sind aber keine Gesetze, die für "alle Ewigkeiten" geltend sind.
Geistige Gesetze jedoch, anders bekannt als die "goldenen Regeln der Religionen", haben nach unserem Erkenntnisstand ewige Geltung (Gebet, Hinwendung zu Gott, Nächstenliebe, Almosen, keinem etwas antun, was man selbst nicht wünscht,
Bewahrung und Achtung der Schöpfung Gottes).
In der Kette fortschreitenden Gottesoffenbarung werden wir es immer erleben, das Menschen das jeweils nächste Glied der Offenbarung nicht erkennen. Nach den Baha`-Schriften ist das auch gar nicht so tragisch - bemüht sich jemand, seiner "alten" Religion im Geist ergeben zu sein, so trägt er zum Fortschritt der Menschheit genauso bei, wie jemand, der eine "neue " Religion annimmt. Doch ich denke, jeder, egal welcher Religion er angehört, sollte kritisch und wachsam, gleichzeitig aber auch offen und tolerant zu den Entwicklungen sein, die sowohl in seinem eigenen Glauben stattfinden, als auch im Glauben der "Anderen". Nur so lässt sich gegenseitige Toleranz bei abweichenden Meinungen erreichen.
Liebe Grüsse
-Thomas-
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