Die erste Pflicht


Die erste Pflicht

Die erste Pflicht, die Gott Seinen Dienern auferlegt, ist die Anerkennung
Dessen, Der der Tagesanbruch Seiner Offenbarung, der Urquell Seiner Gesetze
ist, der die Gottheit im Reiche Seiner Sache und in der Welt der Schöpfung
vertritt. Wer diese Pflicht erfüllt, hat alles Gute erreicht, und wer dessen
beraubt ist, geht in die Irre, hätte er auch noch so gerechte Taten
vollbracht. Es ziemt jedem, der diese höchst erhabene Stufe, diesen Gipfel
überragender Herrlichkeit erreicht, jedem Gebot Dessen zu folgen, Der die
Sehnsucht der Welt ist. Diese beiden Pflichten sind untrennbar. Keine von
ihnen ist ohne die andere annehmbar. So wurde es von Ihm, dem Quell
göttlicher Eingebung, verfügt.

Wen Gott mit Einsicht begabt hat, der wird bereitwillig anerkennen, daß die
Gebote Gottes das höchste Mittel für den Bestand der Ordnung in der Welt und
für die Sicherheit ihrer Völker sind. Wer sich von ihnen abwendet, zählt zu
den Verworfenen und Toren. Wir haben euch wahrlich geboten, eueren üblen
Leidenschaften und verderbten Wünschen den Befehl zu verweigern und nicht
die Grenzen zu überschreiten, die die Feder des Höchsten gesetzt hat, denn
diese sind der Lebensodem alles Erschaffenen. Die Meere göttlicher Weisheit
und göttlicher Rede wogen hoch im Windhauch des Allbarmherzigen. Eilt, euch
satt zu trinken, o ihr Verständigen! Wer das Bündnis Gottes verletzt, indem
er Seine Gebote übertritt, wer Ihm den Rücken kehrt, hat sich vor Gott, dem
Allbesitzenden, dem Höchsten, schmerzlich geirrt.

Baha'u'llah, Das Heiligste Buch
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"Eine Stunde Nachdenkens ist mehr wert als
siebzig Jahre frommer Andacht."
Baha'u'llah
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