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Wie schaut das Leben nach dem Tod aus?












@jivatma

Hallo Jivatma.
Deine Transzendenz ist mir zu elitär

dem:
Zitat:
Jedes Kind kann Gott erkennen,
Wenn es seine seelische Reife hat.

möchte ich zustimmen.
Hallo Gabriele,

Zitat:
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Zitat:
wenn unser Bewusstsein gereinigt ist.


Wann meinst Du, wird das sein ?


In der spirituellen Tradition der ich angehöre (Gaudia-Vaishnava, im Folksmund Hare-Krishna-Bewegung) chantet man den Hare Krishna Mahamantra. Es wird in den Veden erklärt, das die Namen Gottes nicht verschieden von Gott sind – transzendental.
Der Hare-Krishna Mahamantra wird in der Kali-Santarana Upanishad (5.6-7) als das einzige Mittel zur Selbsterkenntnis gepriesen. Mantra bedeutet Mana=Geist/Verstand und tra=befreien. Der Mantra wird mit Feuer verglichen und der Geist/Verstand mit Eisen. Wenn man Eisen genug lange dem Feuer aussetzt wird er ebenfalls zu Feuer. Laut Veden ist das chanten dieses Mantras das einzig wirksame Samskara, „Reinigungsvorgang“ um sein Bewusstsein auf die transzendentale Ebene zu erheben.

Das; "wann wird das sein", ist also von uns abhängig.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Die Veden erklären das die menschliche Lebensform die beste ist um Vollkommenheit zu erlangen!


Erst einmal, die Vorstufen - danach kann es in der jenseiten Welt seine Erfahrungen machen in einer anderen, mehr feinstofflichen Form ?


Was bedeutet „feinstoffliche Form“ für dich?
Geister haben auch nur einen feinstofflichen Körper, aber sie leiden wie verrückt weil sie keinen groben Körper annehmen können in dem sie geniessen dürfen. Und die Engel (Gandharvas, Kinaras; Sanskrit) geniessen viel zu grosse sinnliche Freuden als das sie ihr Leben Gott weihen können. Auch sie sind gezwungen wieder ihren feinen Körper aufzugeben und in der Atmosphäre der groben Materie Geburt zu nehmen.

Zitat:
Es gibt darüber viele verschiedene Theorien. Versuche, die Übereinstimmungen in den Aussagen zu finden. Es muß ja irgendwo ein roter Punkt sein, der den Weg weist.


Was nützt es wenn man lauter spekulativen Meinungen gehör schenkt?

In der Bhagavad-Gita erklärt Shri Krishna das im Moment des Todes die transzendentale Seele vom feinstofflich materiellen Körper umhüllt ist. Die Qualität dieses feinstofflich materiellen Körpers entscheidet darüber was für einen groben Körper du erhaltest.
In der Katha Upanishad (1.2.20) wird erklärt, das die Höchste Persönlichkeit Gottes zusammen mit der atomisch kleinen atma (Seele) (dem individuellen Lebewesen) im Herzen des verkörperten Lebewesens weilt. In unserem Herzen weilen also zwei atmas, der Paramatma und der jivatma.
Diese Erweiterung der Persönlichkeit Gottes (Paramatma) führt den jivatma zum nächsten Körper.

Solange du nicht verstehst das du weder der grobe Körper noch der feinstoffliche Körper bist, sondern eine reine, transzendentale, spirituelle Seele die göttliche Qualität besitzt, kannst du nichts verstehen. Es gab nie eine Zeit in der wir nicht vollkommen waren.
ABER
Durch das das wir uns mit diesen beiden Hüllen (fein u. grob) identifizieren, leben wir in einem Zustand der Amnesie.

Samsara das Rad des Lebens, besteht aus folgenden Teilen. Der Nabe um die sich alles dreht. Der Felge die sich auf dem Weg abrollt. Den Speichen die das Zentrum des Rades mit der Felge verbindet.
Die Nabe ist der Paramatma, alles dreht sich um sie, aber sie bewegt sich nicht, sie trägt alles.
Die Speichen sind die Sinnen und die Felge die materielle Natur (zu dem unser Körper gehört). Solange deine Aufmerksamkeit nach Aussen gerichtet ist, zur Felge, ist dein Bewusstsein auf die Materie gerichtet. Da diese Materie jedoch ständig ihre Formen ändert, ist das Selbst vollkommen verwirrt.
Wenn das Bewusstsein durch die Sinne jedoch wieder um 180 Grad herum zur Nabe gerichtet wird, sieht es die Dinge wie sie wirklich sind. Bei der Mantra-Meditation wird nichts anderes gemacht als die Aufmerksamkeit auf die transzendentale Klangschwingung der Namen Gottes zu richten.
Das ist die höchste Form der Gottesverehrung, die wichtigste Form des Gottesdienstes. Und sie macht froh, da wir je mehr wir chanten unser wahres ewiges, unsterbliches Selbst erkennen.

Zitat:
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Man muss also ein Geweihter eines reinen Geweihten werden, das ist der Vorgang.


Würdest Du Jesus auch als einen Avatar bezeichnen ?


Ja, Jesus wird in den Veden als ein Shakti-avesa (mit göttlicher Kraft ausgestatteter Vertreter Gottes) Avatar deklariert. Er ist eine Inkarnation Brahmas.

Zitat:
Aber ohne Intellekt können wir vieles nicht verstehen. Wie schon Katja Wolff in ihrem "kabbalistischen Baum" erklärt - das jüdische Dreieck - Spitze nach oben - Gott Vater - Geist und Spitze nach unten - Mutter Erde - Materie. Beides gehört zusammen. Die Verstärkung auf nur eine Seite bringt es nicht. Hat Mangel und ist nicht in Harmonie.


Das Lebewesen im materiellen Kosmos kann nie wirkliche Harmonie erreichen, das ist eine Illusion.
Denn die Materie ändert ständig ihre Formen ---> (Schöpfung – Erhaltung – Zerstörung).
Wenn du den Tod, Lust, Gewalt, Hass, Zerstörung als ein Teil dieser „höheren Harmonie“ bezeichnen möchtest gebe ich dir hingegen recht. Aber diese Kräfte stehen nicht unter unserer Kontrolle.
Als ewige Lebewesen gehören wir in eine ewige Welt, nicht in eine zeitweilige Welt.
Selbst in der Welt der himmlischen Engelwesen herrscht zeitweise Krieg.
Diese Kriege werden im Shrimad-Bhagavatam beschrieben, denn es gibt "da Oben" nicht nur schöne Engel sondern auch mächtige Dämonen. Es geht um Macht, wie bei uns, nur die Größenordungen sind verschoben.

Wir sind alle schon sowohl ganz weit oben als auch ganz weit unten gewesen. Und diese Reise wird sich solange fortsetzen bis wir unsere Aufmerksamkeit wieder auf das Zentrum um das sich alles dreht, die "Nabe", richten. Dann werden wir von all den materiellen Körpern (den feinen wie den groben) befreit und können wieder in die Transzendenz eingehen, die voller Vielfalt und unsterblichem Leben ist.

Gruss
Weißt Du, da gehe ich durchaus mit Dir einig, dass ich in enger Verbindung bin mit dem All-Einen, das das Universum der Raumzeit enthält und die anderen Universen der anderen Dimensionen, welche wir hier kaum ahnen können auch.

Und ich gehe davon aus, dass ich mir das gewählt habe, hier her zu kommen, dass ich mir sogar die Eltern habe auswählen dürfen und dass ich gewählt habe, Zweifel zu erleben und mich getrennt von allem zu erleben und mich wie der Teufel von Gott getrennt habe weil ich WOLLTE ein Ich sein.

Wahrscheinlich wollte ich aber nicht so sehr ein Ich sein, um hier gleich wieder in Einigkeit zu verschmelzen, sondern anscheinend brauche ich noch ein wenig die Genüsse und die Schmerzen, die Illusionen und die Desillusionen, um auch zu erkennen, dass diese HIER ihre Wahrheit haben im Raumzeitlichen.

Und ich bin sicher, dass das Schöpferische Universum, welches dieses Universum der Raumzeit gebildet hat, diese unsere kleine Welt braucht und daran wächst, genau wie wir wachsen an der Erkenntnis.

Nur gibt es vermutlich, wie überall, ganz verschiedene Wege dahin und höchst wahrscheinlich ist der, welchen Du gewählt hast ein intellektuell anspruchsvoller.
Aber Dir bringt das bestimmt auch etwas, dass Du hier Deine Philosophie vertreten kannst und das tust Du auf relativ missionarische Weise, denn Du sagst, alle anderen müsse auch so wie Du, sonst kommen sie nie zur Erleuchtung.
Und genau da beginnen meine Hemmungen, denn es gibt einfach verschiedene Wege. Deiner ist für Dich wahrscheinlich der richtige, für andere mag ein anderer besser zu ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen passen.

Welcher Weg der meine ist, das habe ich noch nicht entschieden. Ich ziehe immer noch in Betracht dass es auch so sein könnte, dass außer der Raumzeit gar nichts existiert und vielleicht die ganzen Religionen alle pure Fantasie sind, genau wie die Fantasie, dass die Raumzeit alles wäre.

Ich denke, das Wichtigste ist, dass wir irgendwie glücklich werden und erkennen, dass Glücklichsein nicht ein Zustand ist, sondern ein Weg, der in dauerndem Wechsel zwischen Glück und Unglück sich auf immer übergeordnetere Ebenen schraubt.

Wir haben diesen Planeten eingerichtet bekommen, um uns darin zu entwickeln. Wenige Menschen sind in der Lage anderen zu helfen dabei, und sehr viele müssen erst mal lernen, sich helfen zu lassen. Und letzteres erfordert oft sehr große Not, bis nämlich jemand bereit ist, sich helfen zu lassen.

Ich habe Menschen sterben sehen, die hatten große Angst, hatten Pein und das Gefühl, ihre Pflicht im Leben nicht erfüllt zu haben. Versuche, ihnen zu erklären, dass ihnen vergeben werde auf intellektuellem Weg haben da nicht mehr gegriffen.
Andere fielen auf durch ihre Ruhe und Gelassenheit und eigentlich nur wenige waren zwischendurch. Aber niemand war von Deiner Sekte oder Kirche oder wie immer Du das nennen magst.

Das einzige was mich an Deiner Version stört, ist die Ausschließlichkeit und Überheblichkeit, die besagt dass alles andere minderwertig wäre.
Zitat:
Was nützt es wenn man lauter spekulativen Meinungen gehör schenkt?



Hmmh, *grübel*, ich denke darüber nach, was Theosophen, Buddhisten, Moslems, Christen, Juden und viele andere zu Deinen Überlegungen oder Ansichten sagen würden. Ist nicht Deine Ansicht auch eine spektakuläre ? Und man hat ihnen Gehör geschenkt.

Um mich herum gibt es so viele ganz normal lebende und denkende Mitmenschen und ich bin ein Teil von ihnen. Ich weiß, daß ich mit manchen Menschen über geistige Themen sprechen kann, doch der Mensch ist noch weit weit entfernt davon, diese Realität loszulassen, um in Transzendenz überzugehen. Der Mensch auf der Erde hat andere Sorgen. Finanzielle, emotionelle und viele andere. Ich höre ihnen zu und wo ich gebeten werde,einen Rat zu erteilen, hoffe ich, der hilft ihnen. Wir sind noch alle sehr erdgebunden und wir stehen in der Entwicklung. Das ist mir bewußt. Wir leben in diesem Raum, der uns hält und uns zur Entwicklung eingeladen hat. Unsere Erde. Wenn Du ein Kind ans Klavier setzt, wird es erst spielen lernen. Deshalb bleibt das Kind liebenswert und es ist klar, alles steht in der Entwicklung. Jeder Einzelne von uns. Damit wird verständlich - auf eine ganz simple Art und Weise, warum wir hier auf Erden sind. Es gibt keine spezielle Richtung, die nur zu Gott führt. Damit würde Gott sich seiner vielen Aspekte berauben.

Gott führt jeden Einzelnen auf seinem Weg, denn immerhin sind wir alle Seelen, die hier ihre Entwicklung fortzusetzen haben. Und warum nicht ?
Ob nun Menschen aus Deinem Bereich oder andere, in anderen Religionen Tätige. Ich weiß nicht. ob Du in allem recht hast. Dafür stehe ich zuwenig in der Materie. Aber aus Deiner Warte magst Du es ja so sehen, weil Du dich für diese Richtung entschieden hat. Du hättest auch ein Christ sein können und dieser Richtlinie folgen. Es zog dich und du bist gefolgt. Andere folgen anderen.

Glaubst Du wirklich, es gibt nur eine Richtung ? Und wenn es viele andere Richtungen gibt, daß diese alle falsch sind ? Gibt es in dieser Beziehung überhaupt ein richtig und ein falsch oder eher nicht doch ein "als auch" ?

Gruß
Hallo VanTast,

Zitat:
Und ich gehe davon aus, dass ich mir das gewählt habe, hier her zu kommen, dass ich mir sogar die Eltern habe auswählen dürfen und dass ich gewählt habe, Zweifel zu erleben und mich getrennt von allem zu erleben und mich wie der Teufel von Gott getrennt habe weil ich WOLLTE ein Ich sein.


Auswählen? das klingt so nach Supermarkt ...
Die Veden erklären das wir von der materiellen Natur gezwungen werden Geburt zu nehmen. Jemand der in einer höllischen Welt geboren wird, hat sich das nicht "ausgewählt". Er wurde gezwungen durch das Gesetz von Aktion und Reaktion - man nennt es auch Karma.

Zitat:
Wahrscheinlich wollte ich aber nicht so sehr ein Ich sein, um hier gleich wieder in Einigkeit zu verschmelzen, sondern anscheinend brauche ich noch ein wenig die Genüsse und die Schmerzen, die Illusionen und die Desillusionen, um auch zu erkennen, dass diese HIER ihre Wahrheit haben im Raumzeitlichen.


das klingt aber auch alles ziemlich elitär ..., lieber VanTast

Wenn du kein Ich bist, was bist du dann ?

Zitat:
Und ich bin sicher, dass das Schöpferische Universum, welches dieses Universum der Raumzeit gebildet hat, diese unsere kleine Welt braucht und daran wächst, genau wie wir wachsen an der Erkenntnis.


Das ist Pantheismus, der Kosmos ist Gott.

Zitat:
Ich denke, das Wichtigste ist, dass wir irgendwie glücklich werden und erkennen, dass Glücklichsein nicht ein Zustand ist, sondern ein Weg, der in dauerndem Wechsel zwischen Glück und Unglück sich auf immer übergeordnetere Ebenen schraubt.


Größeres Glück - größeres Leid ?
das kannst du auch auf unserem Planeten haben, geh mal in die Slums der dritten Welt, da brauchst du keine "übergeordneter Ebenen".

Zitat:
Wir haben diesen Planeten eingerichtet bekommen, um uns darin zu entwickeln.


Da geb ich dir Recht, nicht wir haben die Welt geschaffen, sondern sie wurde von Gott für uns geschaffen.
Das Wort ent - wickeln trifft es auf den Punkt. Shri Krishna erklärt in der Bhagavad-Gita, dass solange das Lebewesen versucht die materielle Natur zu geniessen, solange es im "Ich bin der materielle Körper und das ist Mein" tätig ist, es sich mit der materiellen Natur identifiziert/verstrickt. Dies bedeutet, das all sein Denken und Handeln durch die materielle Natur bestimmt wird, anstatt durch das eigene wahre Selbst.

ps.
Transzendenz (von lat. transcendere „überschreiten“) bedeutet Überschreiten des Verhaltens, Erlebens und Bewusstseins, sowie das Sichbefinden jenseits dieser Grenzen.

Gruss
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