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Wie schaut das Leben nach dem Tod aus?






Hallo,

Zitat:
glaube mag für gläubige ein vorteil sein, aber was soll glaube einem menschen nützen, der an so was gar nicht glaubt?
verstehst du das, meiner meinung nach, etwas paradoxe deiner frage.
der glaube kann somit ohnehin nur menschen nützen, die auch an so etwas wie "hilfe durch glaube" glauben gg.
also, nichtglaube kann ja gar nix nützen, weil er ja die "abwesenheit des glaubens" impliziert, nicht?


Erstens gibt es doch wesentliche Unterschiede wenn es um die Qualität des Glaubens geht.
Wenn "Glaube" nur auf einer Illusion basiert ist er zwecklos.
Wie Gabriele bereits feststellte ist auch der Glaube an die Nichtexistenz Gottes auch nur ein Glaube.

Vor 500 Jahren glaubten die Menschen das sie sich mit "Ablassbriefen" ein Plätzchen im Himmel erkaufen konnten und der Papst und seine verbündeten Häscher verdienten gutes Geld.
Aber heute ist es nicht besser, es wird darauf verwiesen dass Christus für alle unsere Sünden gestorben ist und wir nur an ihn "glauben" müssen um ein Plätzchen im Himmel zu ergattern.
Beide Arten dieser Art des Glaubens basiert auf Stagnation. Der eine im Pessimismus und der andere im blinden Optimismus.

Eine solche Art von blinder Religion wird im Shrimad-Bhagavatam (der Krone der vedischen Schriften) als Betrug bezeichnet. Denn der Mensch erkennt durch solchen Glauben nicht sein ewiges selbst und verharrt in der trägen Position des "Hoffens" oder des einfachen Verneinens mit dem Argument des, "ist nicht beweisbar".
In den Veden unterscheidet man verschiedene Arten von Menschen die wie folgt beschrieben werden:

1. Karmi = jemand der fruchtbringenden Tätigkeiten nachgeht. Dieser mag sich als "Gläubiger" oder "Ungläubiger" bezeichnen, jedoch beide erzeugen durch ihr Handeln Karma.

2. Tapasvi = der Asket, jemand der versucht alle Tätigkeiten auf ein absolutes Minimum zu reduzieren

3. Gijani = der Empiriker, Weise, Philosoph der versucht mittels spekulativer Philosophie die absolute Wahrheit zu erkennen.

4. Yogi = der Yoga praktizierende. Das Verbinden unseres Bewusstseins mit der Höchsten Absoluten Wahrheit.

Shri Krishna sagt in der Bhagavad-Gita:
Zitat:
"Ein Yogi ist grösser als ein Asket, grösser als ein Empiriker und grösser als ein fruchtbringender Arbeiter. Deshalb, o Arjuna, sei unter allen Umständen ein yogi." (BG 6.46)
"Und von allen yogis ist derjenige, der grossen Glauben besitzt und immer in Mir weilt, immer an Mich denkt und Mir transzendentalen liebevollen Dienst darbringt, am engsten mit Mir in yoga vereint, und er ist der höchste von allen. Das ist Meine Meinung." (BG 6.47)


Der Karmi, ob "Gläubig" oder "Ungläubig" ist einfach damit beschäftigt sein Leben zu geniessen, entweder in diesem oder im nächsten Leben.

Der Asket versucht all seine Sinne zurückzuziehen, denn er hat erkannt das all das Begehren ihn nur tiefer und tiefer mit der materiellen Natur verstrickt.

Der Gijani (Gnostiker) versucht durch phil. Spekulation aus dem Kreislauf von Geburt und Tod zu entfliehen.

Erst der Yogi versucht wieder eine wirkliche Verbindung aufzunehmen.
Yoga hat die gleiche Bedeutung wie Re-Ligio, Rück-Verbidnung.
Erst durch eine aktives Handeln in Hingabe zur Höchsten Persönlichkeit Gottes können wir wieder unsere ursprüngliche Beziehung mit Gott wiederbeleben. Und erst durch solche Hingabe Offenbart sich der Höchste Herr Seinem Geweihten.

Gruss
@ jivatma:

das interessante an yogis ist am ende trotz all ihrer hingabe ein höheres stadium des bewusstseins zu erreichen jedoch nicht, dass sie irgendwie näher mit etwas "göttlichen" verbunden wären, sondern, dass sie im stande sind ihre persönliche MENSCHLICHE kraft zu erkennen.
irgendetwas HÖHERES oder gar GOTT werden auch sie nie im leben erfahren.
also, die menschen, die wirklich im stande sind (egal ob mit oder ohne religion) ihre eigene kraft und geistigen stärken zu erkennen sollten sich über diese MENSCHLICHE (!) kraft freuen und nicht etwas übernatürliches hineininterpretieren.
denn mit Gott, Göttern, Geisterwesen oder sonstigen mystischen Wesen hat das nichts zu tun.

lg
Das war Yoga aus hinduistischer Sicht nebenbei bemerkt.

Als kleiner Lesetipp kann ich "Autobiographie eines Yogi" empfehlen von Paramahansa Yogananda. Ein beeindruckendes Zeugnis, als Atheist wird man das aber alles ab Märchen abtun.

Atheist, hast Du Erfahrung mit Yoga, Meditation oder anderen spirituellen Erlebnissen?
@ yogi:

zu yoga und meditation:
nein, hab mich noch nie damit beschäftigt.

aber wie ich schon deutlich machte, habe ich respekt vor menschen, die vor allem durch yoga und meditation instande sind im einklang mit natur, geist und ihrem körper zu leben.
auf die gefahr hin mich zu widerholen will ich aber dann doch nochmal deutlich machen, dass ich das dann eher als beweis der menschlichen stärke, vor allem auf des leistungsvermögens unseres gehirns zurückführe.

was mich zu deiner frage über spirituelle erlebnisse bringt:
wenn du als spirituell meinst, die unglaublichsten fähigkeiten meines menschlichen gehirns erforscht zu haben, und dadurch erlebnisse hatte, nie man (und das ganz ganz ausdrücklich was jetzt kommt) NOCH NICHT erklären kann, dann habe ich bis jetzt leider noch nicht bekanntschaft damit machen dürfen.
wenn du mit spirituell etwas ganz und gar übernatürliches, wie geister, mystische phänomene, seelenwanderung oder dergleichen meinst, dann nein, weil ich es persönlich leugne, dass es so etwas gibt bzw je geben wird oder gegeben hat.

lg
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