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Wie schaut das Leben nach dem Tod aus?






Gabriele,

Zitat:

Beispielsweise, wenn jemand sagt: also Leute, hört mal zu - was soll der Unsinn mit euren Glauben, ihr lebt doch besser, glaubt ihr nicht, ist doch sowieso alles Humbug, Mist, hahnebüchener Unsinn, Alberheiten usw. - glaubt an gar nichts, lebt einfach nur darauf los und schon geht es euch blendend.


Sowas behauptet aber niemand.

Zitat:

Der Mensch muß unbedingt chemisch zerlegbar sein - physikalisch einzuordnen - roboterhaft - immer schön regulierend in der Manipulation stehen - da darf nichts außer der Norm kommen - dann steht man vor einem Rätsel


Auch das scheint mir mehr deine eigene Interpretation zu sein. Ich nehme mich jetzt mal ganz frech selbst als Beispiel, in deinen Augen sollte ich einen ganz (un)brauchbaren Atheisten abgeben. Ich bin nicht gläubig im klassischen Sinne, eher im Gegenteil. Allerdings bin ich der Auffassung das auch die Nichtanwesenheit einer religiösen Ideologie, sprich der mir propagierte Glauben eines Anderen, in meinem Leben eine Transzendenz nicht auschliessen muss. Das sind zwei völlig verschiedene Schuhe und ich muss zugeben, auf meiner Ansicht rumhacken können viele, wirklich nachgefragt hat aber noch niemand. Das Argument, alles menschliche müsste zwanghaft nach den Regeln der Naturwissenschaft tanzen würde ich ergo auch nicht unterschreiben wollen.
Zitat:

Was gibst Du mir dafür, wenn ich den Glauben aufgeben, was gibst Du meiner Seele, wie ersetzt zu meine Liebe zu Gott - was machst du daraus - was soll daraus werden ?

Mir geht es nicht gut und ich brauche Trost und Mut und Hoffnung - gibst du mir Lärm und dröhnene Feiern und ein aufgeblähtes Ego - was soll ich damit ?

(Ich habe das jetzt mal ein bißchen überspannt)


Ein bisschen? Ich bitte dich, ist es nicht kindisch sich gleich so in die Defensive zu begeben? Ist das "Nicht-Glauben" in deinen Augen so verwerflich das du hier gleich so die Polemikkeule kreisen lassen musst?
Glaubst du allen Ernstes dein Glauben würde dich so besonders machen das alle negativen Eigenschaften die du grade auf die Seite des "nicht-Gläubigen" geschoben hast auf dich nicht zutreffen?

Zitat:

Was gibt der Atheist dem Glaubenden für einen wertvollen Ersatz, der all das ersetzen kann, was dem Glaubenden bisher eigen ist und ihm in schweren Stunden geholfen hatte - was gibst du mir - was geb` ich dir ?


Wenn es dir natürlich nur um den gelieferten Wert einer Ideologie geht stehst du als Gläubige natürlich auf der besseren Seite. Glückwunsch, du hälst dein Fähnchen in den Wind.

Zitat:

Doch wer gibt denen Hoffnung und Mut und Kraft, die krank und arm sind, zu den Ausgestoßenen der Gesellschaft gehören.


Wir alle sollten das tun. Der gute Wille und das Mitgefühl sollten von praktischem Nutzen sein wenn es darum geht, denen in Not zu helfen. Dafür muss ich mir aber nicht das Clownskostüm eines heilsbringerischen Glaubens überstreifen.

Gruß
@ reinwiel:

Zitat:
"Und ist es das, was dir gefällt? Die Menschen als chemische Maschinen?"

auf "gefallen" kommt es hier nicht an.
aber deine aussage, den menschen als "chemische maschine" zu beschreiben trifft einfach viel viel besser zu, als ihn als "auserlesene schöpfung gottes" zu bezeichnen!

mag für manche menschen traurig und pessimistisch klingen.
Für mich jedoch noch immer besser, als mich selbst mit falschen Hoffnungen und Illusionen zu belügen, denn das haben die Gläubigen ohnehin schon zu lange praktiziert!

lg
@ atheist

leider wurde auf meine Frage nach dem Vorteil des Nichtglaubens nicht näher eingegangen. - - Doch, es kommt sehr auf das an, was dir selbst gefällt, was du liebst und nicht so sehr darauf, was dir Gläubige an Falschem vorpraktizieren. - - Und: hast du noch nie einen Lottoschein ausgefüllt und dich so einer falschen Hoffnung ausgeliefert? Du sagst, du kannst nicht mit falschen Hoffnungen leben.
Liebe Grüße - reinwiel
_________________
Bedenke dass du die Erde nur besuchst.
www.balanceamweg.de.ki
@ reinwiel:

um nochmal auf deine frage einzugehen, bezüglich einem vorteil des nichtglaubens:

glaube mag für gläubige ein vorteil sein, aber was soll glaube einem menschen nützen, der an so was gar nicht glaubt?
verstehst du das, meiner meinung nach, etwas paradoxe deiner frage.
der glaube kann somit ohnehin nur menschen nützen, die auch an so etwas wie "hilfe durch glaube" glauben gg.
also, nichtglaube kann ja gar nix nützen, weil er ja die "abwesenheit des glaubens" impliziert, nicht?

bezüglich deines lottoscheins:
mag sein, dass man sich durch das ausfüllen des scheins ebenso falschen hoffnungen hingibt.
nur bedenke:
Eine Zahl ist zu 100% richtig.
Füllst du scheine mit allen möglichen zahlenkombinationen aus, gewinnst du auf jeden fall. (wenn gleich auch mit verlust gg)
kurz:
im lott hast du ne wahrscheinllichkeit von 1 zu ein paar millionen!
im glauben hast du ne wahrscheinlichkeit von 1 zu unendlich!
also reinwiel, denkst du echt noch, dass man das auch nur annähernd vergleichen kann?

lg
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