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Wie schaut das Leben nach dem Tod aus?












Du hast recht, freeline, man kann alles mißbrauchen. Es wird einem klar, wenn man mit Menschen spricht, die sich noch nie mit diesen Themen befaßt haben, für die das Körperliche das Wichtigste ist, die aus dem Zuhören im Kreise von Bekannten ihre Erlebnisse, bzw. ihre Auswertungen erfahren im Zusammensein mit Menschen, denen sie sich vertraut fühlen. Es gehört schon eine gewissen Zurücknahme dazu, weil man Menschen damit verwirrt, und weil uns allen das Leben im Körper sehr wichtig ist - ich möchte auch nicht gleich und jetzt von hier gehen - es erfordert schon sehr viel Taktgefühl - das einem manchmal im Eifer des Gefechts abhanden zu kommen scheint - wenn man Dinge sagt, die sehr wohl richtig sind, aber oft mißverstanden werden können.

Und Trittbrettfahrer gibt es überall, die sich aus einem guten Stoff das für sie Wichtige heraus nehmen und anders aufarbeiten, um es dann an die Menschheit zu tragen.

Das ist genauso mit den Büchern des Autogenen Training. Sie werden verkauft aus Profit - aber im Vorwort steht, man sollte es nicht allein praktizieren, weil Probleme entstehen können - doch gleichzeitig, wenn es so gefährlich ist, warum verkauft man sie dann ?

Ich habe es allein geschafft und mir sind viele Erinnerungen hoch gekommen - mußte dann viel aufarbeiten - war eine Weile ganz durcheinander - aber ich bin durch - ich weiß, es hätte schlimmer ausgehen können.

Schau ich in die Welt und sehe mir alles an - vergleiche dann mit Geschriebenem, kann ich oft sagen: das ist wirklich so - es macht einerseits Angst, aber andererseits zeigt es mir auch, daß es gar nicht anders sein kann - es ist der Lernprozeß, in dem wir stehen - und doch weiß ich, daß ich im Umkreis behutsam umgehen muß - weil uns unser Ego noch sehr wichtig ist - und darum lernte ich die Unterscheidung, mit wem ich über bestimmte Probleme sprechen kann und bei wem ich Unterscheidungen treffen muß in den Inhalten.

Denke aber, daß das Lernprozesse sind, in denen wir stehen und wenn ich daran denke, was ich vor Jahrzehnten dachte und fühlte und wie ich mich selbst verändert habe und doch immer noch meine menschlichen Fehler anschauen muß, die mir trotz allem passieren, dann kann ich mich heute besser damit annehmen - die Hölle ist irgendwie in dir, es tobt in dir, wenn du merkst - da hast du wieder gepatzt, da war wieder ein Wort zuviel, eine Handlungsweise nicht gründlich durchdacht und vieles mehr.

Wenn wir davon ausgehen, daß wir alle Seelen in Körpern sind und zurück kehren zu Gott, wenn wir unser Rucksäckel der Erfahrungen gesammelt haben, so ist es vor Gott nicht schlimm - der Tod und anderes - und einige Schriften können uns viel erklären - nur wenn wir ehrlich vor uns sind, dann sagen wir: wir sind noch nicht soweit, daß alles zu erfassen. Da können wir philosophische Schriften noch und nöcher durchstudieren - am Ende hat alles seine Berechtigung - ist alles gut, was ist und es wird, wie Gott es sicherlich mit uns vorhat - die Grabenkämpfe tragen wir aus - wir erfahren das wirklich Böse, weil es auch in uns ist. Nur sehen wir das noch nicht so ein - besonders, wenn eine Seele noch schlafend durch das Leben läuft - mit der Leichtigkeit des Seins - nichts sieht, nicht hört und nichts sagen will.

Alles kommt zu seiner Zeit - wir sind gefordert, Mitmenschlichkeit zu erlernen, für den Menschen da zu sein - wer nur an sich denkt, wird es in den Augenblicken auch brauchen - alles ist in der Entwicklung - läßt sich immer so leicht sagen - wir müssen ja diese Leben leben - jetzt das hier und dann.. das ist noch so fern.

Wenn man die Aufgaben betrachtet, die einem auferlegt sind, dann schaut man sich oft nach Hilfe um - und manchmal fragt sich mancher: warum gerade ich dieses oder jenes erleiden muß - persönlich oder im Umgang mit anderen - wer verträgt schon die ganze Wahrheit - wie viel sind uns Ausreden wert - und wer hat das Recht, uns etwas zu sagen - oder sagen zu dürfen.

Ist es nicht auch von Gott gewollt, daß wir alle unsere speziellen Wegweiser brauchen und es genügend Angebote für jeden gibt ?

Es gibt kein Leben nach Gebrauchsanweisung und mancher Professor ist lebensunerfahrener als ein Bürger, der jeden Tag mit dem täglichen Einerlei kämpfen muß.

Wo wir stehen, da haben wir unseren Platz - denn wenn ich nicht daran denken würde, daß alles und jeder das erlebt, was für ihn vorgesehen ist, dann würde ich keinen Fuß vor die Schwelle setzen, denn selbst im Haus kann mir was passieren. Dann dürften Menschen auch nicht in den Urlaub fahren, weil auch da viel passieren kann.

Ich bin der festen Überzeugung, daß es keinen Zufall gibt, daß alles, was wir erfahren, seinen Sinn trägt. Nur, um das zu ertragen - besonders in schweren Fällen, muß man anfangen, dahinter zu schauen. Und das fällt uns schwer und da ich nah am Leben bin, und selbst einiges durchmachen muß, gibt es mir Trost, frage ich mich, weshalb und suche nach Gründen - doch ich komme wieder darauf zurück - egal was ich mir anhöre oder erlese - es muß einen Sinn haben - all das. Wäre kein Sinn dahinter, wäre alles sinnlos - das kann es nicht sein, dann wäre Gott nicht die Allmacht.
Also versuchen, mit Gottes Augen zu schauen und festzustellen: es ist wohl wahr, sehr schwer.

Jetzt weiß ich nicht mal, ob mich einer versteht, wie ich das meine. *seufz*
Hallo,

@Gabriele
es ist offensichtlich, dass Du wohl sehr schwere Zeiten hinter Dir hast und Du Deine Lebensphilosophie entsprechend darauf eingestellt hast, um das alles überhaupt verkraften zu können. Sag ruhig, wenn ich mich da irre. Aber so kommt Dein Post für mich rüber.
Generell finde ich es eigentlich schon einmal gut, wenn ein Mensch seine Einstellung ändert, um sich vor einem emotionalen Abrund zu schützen, so lange er widerum niemand anderen dadurch leiden läßt.

Wie ich Deine Einstellung verstanden habe, lebst Du relativ gibt mit der Einstellung, dass alles einen Sinn hat, um auch schwere Schicksalsschäge emotional oder auch sonstwie verkraften zu können. Das finde ich prinzipiell gut. Allerdings gibt es mehrere Theorien, wie der Sinn hinter bestimmten Schicksalsschlägen aussehen kann. Und Formulierungen, die Leid an Menschen rechtfertigt aus >unbewiesenen< Gründen, haben da nun einmal ein sehr hohes Potenzial missbraucht zu werden.
Es gibt Theorien, die sehr viel schlüssiger sind und durchaus dazu geeignet, vor emotionalen Abrgünden zu bewahren, die aber ein viel geringeres Potenzial birgen, missbraucht werden zu können, da diese in sich vollkommen schlüssig sind.

Zur Logik von Geschehnissen auf dieser Welt. Wie schon mehrere Mitglieder sagen und Du selbst auch, gibt es tatsächlich Leid, das wir ertragen müssen, weil wir es früher (frühere leben) gesät haben. Genauso verhält es sich mit Freude. Schenken wir Freude, werden wir dafür, wenn vielleicht auch nicht in diesem Leben(!), Freude erhalten.
Es ändert sich aber nichts daran, dass wir unter dem harten Gesetzt des Karmas stehen, so lange wir nicht daraus befreit sind. Und die bestmögliche Existenzform ist das menschliche Leben auf jeden Fall nicht, selbst nicht für ultrareiche Menschen.
Deshalb ist es die primäre Bestimmung, aus diesem Rad des Karmas, das weitaus mehr als nur aus Saat- und Lagerkarma besteht, zu befreien. Dazu ist der Freie Wille, der eben das Saat-Karma generiert, eines der nowendigen Instrumente. (Freier Wille nicht mit Handlungsfreiheit verwechseln. Etwas zu wollen bedeutet noch lange nicht es auch zu können!)
Es kann also durchaus sein, dass Du, ich und jeder auf dieser Welt, selbst die Heiligsten und wahrhaft Erleuchtetsten, in der menschlichen Existenzform Leid erfahren, ohne dass sie diese durch Karma verdient hätten, eben auf Grund des Freien Willens anderer Menschen.
Das mag für sich betrachtet ungerecht erscheinen. Genau genommen ist das auch erst einmal so. Die Frage, die dabei viele verbitterte Menschen stellen ist, warum ein allmächtiger Gott sowas denn zuläßt?

Und darauf gibt es vollkommen schlüssgie Herleitung. In extremer Kürze würde ich es aber so formulieren: Erstens, wenn Dir etwas schlechtes widerfährt, obwohl Du vorher dafür gar kein Karma zu Grunde gelegt hattest, also unschuldig bist, wirst Du dafür igrendwann auch eine positiven Ausgleich bekommen.
Nicht minder bedeutend ist aber, dass jedes Schicksal, das einem widerfährt, eine Prüfung ist, um Dir Gelegenheit zu geben, Dich selbst weiter zu entwicklen zum höchsten selbst (auch wenn weltliche Taten und Glaube allein dafür niemals ausreichen).

Diese Lebensprüfungen, die sehr unterschiedlich sind, könnten zum Beispiel so aussehen:

Was machst Du, wenn Du in einer Welt inkarniert, also geboren wirst, bei der die unterschiedlichsten Lebensphilosophien vorherrschen> wirst Du dann Lebensphilosophien auswählen, die nur Dein Ego auf kosten anderer füttern oder wirst Du empathisch, friedlebend und -liebend und selbstlos sein?

Was machst Du, wenn Dir im Leben schlechtes und subjektiv unegrechtes Leid widerfährt>Wirst Du dann selbst verbittert, ungerecht und lässt andere dann auch ungerecht leiden? Oder lässt Du Dich nicht davon verderben und lebst trotzdessen gutmütig?

Was machst Du, wenn Du in einem Umfeld geboren wist, in dem man Dich irgendwann zum Selbstmordattentäter ausbilden möchte>lässt sich Dein selbstbedachtes Ego von niederen, lächerlich vermenschlichten, Belohnungsversprechen für das Jenseits bestechen oder entscheidet Dein gutartiges Potenzial in Dir, lieber zu flüchten und/oder den Hass dieser selbstsüchtigen Manipulanten auf sich zu ziehen.

Man hat die Wahl!

Es sind alles mehr als nur Schicksalsschläge, im Guten wie im Schlechten, es sind Prüfungen, nicht aus Selbstunterhaltung Gottes, sondern weil sie notwendig sind auf dem Weg zu vollkommenen Bewusstsein und zum höchsten Selbst. Und Du wirst diese Prüfungen immer und immer wieder gestellt bekommen, bist Du sie "richtig" gehst.
Das ist etwas, dem ein weiterer Begriff des Karmas, nämlich dem Schicksalskarma, zu kommt. Schicksalskarma ist damit wieder etwas anderes als Lager-Karma oder Saat-Karma (Und es gibt noch weitere Karma-Formen). Schicksals-Karma bedeutet also nciht definitives Leid oder definitive Freude, sondern es sind Lebens-Situation, die für Dich bestimmt sind, damit geprüft wird, wie Dein Freier Wille in dieser Situation entscheidet.
Das geschieht alles für den höchsten Zweck: Wenn Du zum höchsten Selbst aufgestiegen bist, wirst Du ein Glückseeligsein empfinden, dass man sich wie einen Dauerhöhepunkt vorstellen könnte, nur millionenmal besser und ohne Ausklang, also für den rationalen Verstand unvorstellbar. Der oft mühselige Weg lohnt sich also

Gruß, freeline
Hi, freeline - diese Karma-Arten sind mir noch fremd gewesen - verzeih, daß ich erst einmal nach dem Saat-Karma gegoogelt habe.

Zitat:
1.Ruhendes Karma (Sanchita-Karma) – der aus allen früheren Verkörperungen resultierende weitaus größte latente, noch ruhende Teil des Gesamtschicksalsgutes. Es wird auch „gespeichertes“ oder „potentielles Karma“ genannt.
2.Ernte-Karma (Prarabdha-Karma): das reif und aktiv gewordene Schicksalsgut, das sich im jetzigen Leben in den körperlichen, seelisch-geistigen, familiären und Umwelt-Verhältnissen auswirkt;
3.Saat-Karma oder Werdendes Karma (Agami- oder Kriyamana-Karma), das als Folge jetzigen Denkens und Tuns sich bildende neue Schicksalsgut. Es kommt erst in Zukunft zur Auswirkung, sei es im Laufe noch dieses oder eines künftigen Erden-Daseins.

http://www.spezial-horoskope.de/Hin.....arma/hauptteil_karma.html

Ich glaube, daß viele Menschen ein schweres Schicksal haben, es wird nur immer verschieden gesehen. Es ist wie mit Schmerzen - der eine geht leicht fröhlich zum Zahnarzt und lachend heraus,der andere zittert schon, wenn er nur das Wort "Zahnarzt" hört, weil es ihn an unerträgliche Schmerzen erinnert.

Und das könnten wir weiterführen mit anderen Ärzten oder Situationen.

Neben meinem Schicksal kenne ich das Leben vieler Menschen und ich habe oft darüber nachgedacht.

Ich fühle mich in der Richtung, in der ich wandere, nicht mißbraucht. Es hat mir viel erklären können und meine Sichtweise der Welt verändert. Und im Vergleich mit anderen Erklärungen aus den verschiedenen Richtungen kam es aus meiner Sicht immer gut weg
Zitat:

Was machst Du, wenn Dir im Leben schlechtes und subjektiv unegrechtes Leid widerfährt>Wirst Du dann selbst verbittert, ungerecht und lässt andere dann auch ungerecht leiden? Oder lässt Du Dich nicht davon verderben und lebst trotzdessen gutmütig?


Ich denke, hier wird gesagt, daß es an der Seelenreife liegt, wie man ein nicht gerade leichtes Schicksal empfindet und annehmen kann.

Zumindest wird in genanntem Buch gemeint, daß, je höher die Seelenreife, desto größer die Aufgaben im Leben ist - jemand, der ganz selig nur sein eigenes Ich lebt und an nichts weiter denkt, wird von der Seelenreife her noch nicht soweit sein -aber das ist in Ordnung so, vielleicht ist dieses leichte Leben zwischen mehreren schweren nur ein Auftanken der Kraft - das kann man als Mensch, glaube ich, nicht so einschätzen. Da liegen komplexere Systeme dahinter, denn: hat sich Gott schon mal in die "Karten" schauen lassen ?

Zitat:
Zur Logik von Geschehnissen auf dieser Welt. Wie schon mehrere Mitglieder sagen und Du selbst auch, gibt es tatsächlich Leid, das wir ertragen müssen, weil wir es früher (frühere leben) gesät haben. Genauso verhält es sich mit Freude. Schenken wir Freude, werden wir dafür, wenn vielleicht auch nicht in diesem Leben(!), Freude erhalten.


Wie ich schon darauf hinwies, wissen wir als Menschen nicht, welches Karma aus welchem Leben wir abzuarbeiten haben - nicht immer muß eins auf`s andere folgen. Immerhin müssen wir auch mit den Personen wieder zusammen treffen, mit denen damalige Aufgaben aufzuarbeiten sind und das muß so intelligent zusammen gearbeitet werden, daß auch wirklich alles stimmig ist - das kann man als Mensch gar nicht übersehen, deshalb erscheint vielen Menschen wohl das Schicksal oft ungerecht - aber wenn ich mich als Seele bereits entschieden habe, dieses Leben und diesen Kulturkreis nebst Geschlecht gewählt zu haben, dann muß ich einfach mal darüber nachdenken, weshalb und wieso jetzt diese Familienzusammenstellung entstanden ist. Glaube mir, ich denke auch oft über so manches nach, gerade weil jetzt ziemliche Probleme entstanden sind.
Warum das Hervorheben des Ego für manche Menschen noch wichtig ist,resultiert daraus, daß Menschen um die Existenz kämpfen müssen und deshalb mit einem schwachen Ego zu den Verlierern zählen. Aufgrund der klimatischen und anderer Gegebenheiten auf unserem Planeten sind wir noch nicht in der Lage, ganz in der Seligkeit zu leben. Um zu existieren brauchen wir eine Wohnung zum Leben, Arbeit, um überleben zu können und die Gesellschaft, die sich gegenseitig stützt. Wir leben ja alle nicht auf Wolke 7 und selbst in der Südsee müssen die Millionäre im Urlaub essen, wenn sie auf ihren gekauften Inseln ihr Wohlleben genießen - dafür braucht es moderne Hilfsmittel, um all das heran kommen zu lassen, was für dieses wohlige Leben notwendig ist.

Das heißt, Illusion verbunden mit Realität existiert hier auf Erden - Glück ist nur kurzweilig - man erinnert sich selbst an Menschen, denen es lange gut ging - eines Tages war auch das vorbei und sie sehnten sich nach dem Paradies auf Erden.

Die Erde, so lautet der Spruch, ist nur der Schulungsplanet für die Seelen - nicht für eine Auferstehung im Fleisch aller Verstorbenen - in jungen Körpern - deshalb diese Hinwendung der christlichen Kirchen - aus alt mach neu - alles kommt eines Tages wieder - ganz jung und frisch und lebt dann ewig - wer hat sich das nur ausgedacht - diesen Wunschtraum ? Ich tendiere eher zu der Auffassung, daß wir durch Zeugung als Seele wieder zur einer Person werden - mittels Eltern und alles was dazu notwendig ist. Mit einem endgültigen Abschieben ins Jenseits, um dort die endgültig notwendigen Belehrungen zu absolvieren und alles gelehrt zu bekommen, kann ich mich ebenso nicht anfreunden - da tendiere ich dann schon dazu, wenn es heißt, daß die grobstofflichen Teile, das Negative und Böse doch hier auf Erden abgelegt werden muß, um vor Gottes Thron zu erscheinen und mit ihm gemeinsam an der Schöpfung weiter zu arbeiten - könnte ich mir schon vorstellen - endgültig weiß es keiner, aber schaut man sich an, wie die feinstofflichen Teile aussehen und welchen Funktion sie haben, könnte ich mir das sehr gut vorstellen.

Zitat:
Es kann also durchaus sein, dass Du, ich und jeder auf dieser Welt, selbst die Heiligsten und wahrhaft Erleuchtetsten, in der menschlichen Existenzform Leid erfahren, ohne dass sie diese durch Karma verdient hätten, eben auf Grund des Freien Willens anderer Menschen.


Ich denke schon, daß Karme nie unverdient kommt - wie gesagt, um dieses Thema wirklich zu durchleuchten, bedarf es vielleicht mehr, als nur zu lesen, wie es sein könnte - vielleicht eher zu erfahren über andere Wege.

In "Entfaltung der Seele" Kapitel 23 "Die Hauptfähigkeiten" steht:

Zitat:
" Einprägungen in der Seele werden auch im Astalleib, auf höheren Stufen zudem im kosmischen Leib sichtbar und zwar dann, wenn die Wirkung des Karmas aktuell wird. Der Astralleib beginnt bei einsetzender Wirkung des positiven Karmas zum Beispiel besonders zu strahlen, oder es zeigen sich
"Wunden" an ihm, die dann zu "bluten" beginnen, wenn das negative Karma zu wirken beginnt. Dies sind Zeichen dafür, daß das Lebewesen oder der Mensch die günstigen Folgen des Karmas genießen kann oder negatives Karma abtragen und wieder gutmachen muß.
Wird die Wirkung des Karmas abgekürzt, weil der Mensch seine innere Einstellung völlig - zum Guten - geändert und einen Teil seiner Verschuldungen durch entsprechende Leistungen widergut-gemacht hat, so werden die - vom Verhalten des Menschen selbst geschlagene - "Wunden" durch eine (Astral) Operation, die von zuständigen Geistigen Führern durchgeführt wird, aus dem Astralleib entfernt."

"Die innere Einstellung ist für die Art und Weise des entstandenen Karmas ausschlaggebend. Sie disponiert Lebewesen und Menschen zu einem bestimmten Schicksal, das den Lebenslauf in einer dafür ausgewählten Inkarnatiion festlegt. In der Inkarnation genießen die Lebewesen oder der Mensch die Vorzüge eines guten Karmas, oder sie müssen ein negatives Karma abtragen und werden dabei Schmerz und Leiden ausgesetzt."


Wie soll man Karma den Menschen erklären, die weder an Karma glauben noch überhaupt darüber etwas wissen ? Für diese Menschen ist alles mögliche schuld, nur nicht sie - die Umstände, die Eltern, die Lehrer, der Staat und vor allem Gott - hat Gott je gesagt, daß wir auf die Erde gekommen sind, um uns gebratene Tauben wie im Paradies auf dieser Erde ins Mäulchen fallen zu lassen ? Hier beginnt schon das falsche Verständnis von Gott, den Seelen, das Leben auf der Erde und vielem mehr.

Es ist klar, daß wir alle noch weit entfernt sind, die Welt so zu sehen, wie Gott sie wahrscheinlich sieht - wir haben noch soviel Erdigkeit an uns, daß die Geschehnisse in der Welt notwendig sind, um uns die Welt in ihrer Komplexität zu zeigen und uns vor so viele Aufgaben zu stellen, die es uns ermögliche, an ihnen zu wachsen.

Schon, wenn wir uns das politische Geschehen in der Welt anschauen - da kommt uns kein Gedanke von Gott auf - wir sehen dann mit den realistischen Augen - wir sehen dann subjektiv und sind so beeinflußbar.

Weitere Kapitel über "Das Denken" und "Das Denken und das Gehirn" -

Zitat:
"Das Denken ist primär keine Gehirntätigkeit, sondern eine geistige Tätigkeit, die von der Seele und nicht vom Gehirn vollzogen wird. Das Geschehen, das beim Denken im Gehirn abläuft, ist sekundär, es ist eine Begleitfunktion des primären Vorgangs, der sich in der Seele abspielt. Die Gehirntätigkeit spiegelt im Grobstofflichen lediglich wider, was sich beim Denken im Feinstofflichen: in der Seele ereignet."


Da aber die wenigstens Menschen an eine feinstoffliche Welt glauben oder überzeugt sind, weil sie sie nicht sehen, (ich auch nicht) glauben sie an die Gehirntätigkeit. Sollte es anders sein, werden wir es eines Tages - nur nicht heute - erfahren.
Zitat:

"Die physische Gehirntätigkeit ist als materieller Prozeß auf der Erde jedoch unumgänglich. Alles, was sich in der Seele ereignet, hat während der Inkarnation eine Entsprechung im physischen Leib. Da zwischen dem Feinstofflichen und dem Grobstofflichen eine Wechselwirkung besteht, werden sowohl der Denkvollzug als auch die Einprägung des Gedachten in die Seele im physischen Leib festgehalten."


Und was vielleicht nur Esoteriker glauben, ist:

Zitat:
" Das Denken setzt als die Gehirntätigkeit des physischen Leibes nicht voraus. (da haben wir buddhistisches Wissen) Auch ohne das physische Gehirn und ohne Nervensystem kann der Mensch denken. Er tut es auch, wenn er beispielsweise im Schlaf seinen physischen Leib verläßt und sich ins Jenseits begibt, wo er sich mit anderen unterhält, sich weiterbildet(indem er z.B an Kursen teilnimmt) oder Jenseitigen etwas mitteilt (z.B. seine Erfahrungen auf der Erde jenen, die sich auf ihre kommende Inkarnation vorbereiten).
Er behält seine Denkfähigkeit in vollem Umfang auch dann, wenn er gestorben ist und sich im Jenseits befindet, wo er kein grobstofflich-materielles Hirn besitzt. Er denkt mit seinem feinstofflichen Gehirn: dem "Astralhirn", welches das eigentliche, das seelische Organ des Denkens sowohl im Jenseits als auch während der Inkarnation ist."


Man mag es nicht glauben, es fällt schwer, es nachzuvollziehen, sollte das alles stimmen.

Zitat:
"Im Jenseits vervielfältigen sich überdies die Wahrnehmungsmöglichkeiten, da das feinstoffliche "Sinnesorgan" in mehreren Dimensionen gleichzeitig wahrnehmen kann, was im irdischen Leben nicht möglich ist."


Im Unterkapitel "Karma und Disposition" heißt es:

Zitat:
" Alles, was das Lebewesen und der Mensch erleben, prägt ihre Seele. Bei jedem Erlebnis wird nicht nur das Erlebte selbst eingeprägt, sondern auch die Qualität des Verhaltens, die vom Lebewesen und vom Menschen bei ihrem jeweiligen Erlebnis bekundet wird. Das Erlebnis selbst wird im Archiv der Seele gespeichert. Es gehört von da an zum Erfahrungsgut, aus welchem jenes innere Wissen besteht, das in der unteren Triade der Seelenschichten: im Unterbewußtsein gelagert ist."


Zitat:
"Eingeprägt werden sämtliche Inkarnationen in ihrem gesamten Ablauf. Die Prägungen bilden im inneren Wissensgut ein Archiv von Erinnerungen(wie von Videofilmen). Diese Erinnerungen sind - im Gegensatz zu den Inhalten des Gedächtnisses - weder bewußt noch willentlich verfügbar. Sie werden erst zugänglich bzw. steigen auf, wenn dazu Anlaß besteht. Dieser ergibt sich vor allem dann, wenn der Mensch reif genug ist, um in seiner inneren Entwicklung in die Phase der Konfrontation mit seiner Vergangenheit zu gelangen. Dann beginnen die Erinnerungen von selbst - am häufigsten durch Träume - ins Wachbewußtsein zu treten. Die Konfrontationen selbst erscheinen in den Träumen meistn verschlüsselt. Absichtlich können sie durch Rückführungen ins Bewußtsein geholt werden."


Ich habe sicherlich nicht alle Deine Fragen beantwortet, aber vielleicht ist durch das Eingeschobene vieles erklärt worden. Bin selbst noch dabei, das Buch durchzustudieren und mir fortwährend Gedanken zu machen.

http://www.srambharati.com/sria/allemand/Uberlegungen/Karma.html
quelle: karma arten

Gruß
hallo freeline,

Zitat:
Es kann also durchaus sein, dass Du, ich und jeder auf dieser Welt, selbst die Heiligsten und wahrhaft Erleuchtetsten, in der menschlichen Existenzform Leid erfahren, ohne dass sie diese durch Karma verdient hätten, eben auf Grund des Freien Willens anderer Menschen.
Das mag für sich betrachtet ungerecht erscheinen. Genau genommen ist das auch erst einmal so. Die Frage, die dabei viele verbitterte Menschen stellen ist, warum ein allmächtiger Gott sowas denn zuläßt?


Wie kommst du zu dieser Ansicht, das wir Leid erfahren müssen ohne karmisch dafür verantwortlich zu sein?
Hallo freeline und Gabriele,

ich finde den Ausdruck "Seelenreife" höchst unpassend. Denn die Seele, in Sanskrit atma oder jivatma, ist unveränderlich, sie ist ewig die gleiche. Sie kennt weder Entstehung noch Veränderung. Das was wechselt ist die materielle Bedeckung des atma. Etwas das ewig ist, ist schon immer so wie es ist. Alle Eigenschaften und individuellen Merkmale des jivatma sind schon immer da, es gab nie eine Zeit in der sie nicht existierten.
Die Vor-Stellung einer "Seele" die reift wie beispielsweise eine Frucht ist eine dualistische Sichtweise.
Genauso wenig wie Gott entstanden ist, so sind auch wir, die wir Teile Gottes sind, nie entstanden. Es gibt uns schon immer. Gott ist individuell, unbegrenzt und vollkommen und seine von Ihm ausgehenden Teile, sind zwar begrenzt aber in ihrer Qualität sind sie absolut perfekt, da sie vom höchsten unfehlbaren, perfekten Wesen, Gott, ausgegangen sind.
Aber weil es individuell ist, hat es auch einen freien Willen und kann sich somit entweder für oder gegen Gott wenden.
Auf der materiell, dualistischen Ebene gibt es so etwas wie Entstehung-Erhaltung-Vernichtung, jedoch nicht auf der spirituellen Ebene wo alles ewig ist.

Aber weil das ursprünglich individuelle spirituelle Lebewesen das immer voller ewigen Wissen ist, bewusst getrennt von Gott, dem grössten individuellen Lebewesen geniessen wollte, nahm es Geburt in der materiellen Welt. In der materiellen Welt wird es von der illusionierenden Energie Gottes (in Sanskrit genannt Mahamaya) in Illusion versetzt. Es vergisst wer es in Wirklichkeit ist und identifiziert sich mit dem materiell vergänglichen Körper in den es versetzt wurde.

Erleuchtung bedeutet nicht einen "Reifezustand" zu erreichen, sondern wieder zu erkennen wer man schon immer ist! Diese Erleuchtung mag stufenweise vor sich gehen. Wo man erkennt das man ewig ist aber noch keine weiteren individuellen Eigenschaften seines waren Ich's erkennen kann.
Die höchste Form der Erkenntnis wird Svarupa in Sanskrit genannt, es ist unsere ewige spirituelle Form. Die Svarupa ist ewig und ein und dasselbe mit dem atma. Svarupa bedeutet sac-cit-ananda-rupa, ewige Form voller Wissen und Glückseligkeit. Die Seele muss nichts lernen sie muss sich lediglich wiedererkennen.
All die Erfahrungen die sie in der materiellen Welt macht sind lediglich eine Aufforderung dazu, sein ewiges Selbst und Gott zu erkennen.

Zu sagen das die Seele "reifen" (lernen) muss, ist nichts anderes als das man erklärt, das die Seele "unschuldig" an ihrem bedingten Zustand und dem damit verbundenen Leid ist.
Die Seele die sich von Gott trennen will, was ihr auf Grund ihres freien Willnes natürlich zusteht, begibt sich freiwillig in Illusion.
Unwissenheit bedeutet schuldig zu sein und wissend zu sein bedeutet unschuldig sein.

Gruss
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