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Wie schaut das Leben nach dem Tod aus?












Hallo freeline,

ich verstehe deine Frage nicht ...

Gruss
@positiv

Wieso zitierst Du eine meiner Bemerkungen für jivatma und beziehst es dann auf Dich? Und meintest Du "projektierst" oder "projezierst", was ja schon ein Unterschied ist.

@jivatma

Ich hab viele (zuegegebenermaßen rhetorisch gemeinte) Fragen gestellt, deshalb weiß ich nicht, welche Du meinst.

Momentan bin ich zeitlich etwas am rotieren. Werde mich noch, sobald wie möglich, in aller Ausführlichkeit melden.

Gruß, freeline
Scönen guten Abend liebe Tiefenschürfer!

Auch wenn es ein wenig abstrakt zu sein scheint, was hier zur Sprache kommt, aber hier werden doch einige Grenzen ausgelotet. Und dabei gefällt mir freeline (nicht eingezwängte, freie Linie, freier Geist?) doch um Einiges besser als jivatma, wo mit dem ewigen Anführen so vieler Stellen aus den alten Veden zwar ein treues Anhängen, aber sehr oft auch nur ein gefesseltes Bewegen im Kreis anklingt.

Freeline zeigt deutlich ein Ziel, auf das die Menschen zu ihrem Vorteil zusteuern sollten: die frei entwickelte, starke Eigenständigkeit. Sie wird Dinge und vor allem alte Überlieferungen kritisch betrachten können und für sich ein Weltbild formen können, das vor allem auch dem modernen Bedürfnis nach Logik nachkommt.

Da muss zwar auch nicht alles zu 100 Prozent stimmen, wird aber das Innere eher öffnen, als das sture Festhalten an dem, was Menschen des Altertums erfassen konnten. Ich meine damit alle jene, die die alten Veden mündlich weiter gegeben und in verschiedenen Epochen wiederum variiert und mit Persönlichem versehen aufgeschrieben haben. Das Gleiche gilt für die Bibel mit ihren Propheten und ihren Evangelisten. Und auch der Koran ist bis zu seinen ersten erhaltenen Aufzeichnungen nicht frei von Verzerrungen geblieben.

Die ernsthafte Kritik versucht, das Wesentliche zu finden, dem Sinn nachzugehen und dem Menschen Mut zu machen. Das heißt, man wird damit die Wege in die Zukunft glätten und jenes psychische Potential schaffen, das nicht nur dem Einzhelnen hilft, sondern auch der Weltentwicklung.

Liebe Grüße - reinwiel
@freeline
Eine Überleitung, aber offensichtich fehlinterpretiert, sorry...

Gruß!
Hallo reinweil,

schön das du dich auch dazugesellst,

Zitat:
Freeline zeigt deutlich ein Ziel, auf das die Menschen zu ihrem Vorteil zusteuern sollten: die frei entwickelte, starke Eigenständigkeit. Sie wird Dinge und vor allem alte Überlieferungen kritisch betrachten können und für sich ein Weltbild formen können, das vor allem auch dem modernen Bedürfnis nach Logik nachkommt.


Logik ist sehr gut, damit bin ich auf jeden Fall einverstanden. Was nützt es aber über Gott zu spekulieren solange man im bedingten Daseinszustand ist?
Erst eine vollkommen befreite Persönlichkeit kann frei über das Selbst, Gott, die materielle Natur, Handlungen, Zeit und wie diese miteinander agieren, sprechen.
Man muss sich also zuerst an eine Autorität wenden. Diese Autorität sollte natürlich kritisch betrachtet werden, da geb ich dir recht. Aber wenn man sie gefunden hat sollte man ihr folgen und aufhören zu zweifeln. Der Begriff "Religion" wird heute oft falsch verstanden. Re-Ligio bedeutet Rück-Verbindung, Verbindung zum Ursprung. Bevor man sich diesem Ursprung nähert, muss man zuerst einmal aus verlässlicher Quelle darüber hören. Die einzig verlässliche Quelle ist der Ursprung selbst. Nur Gott kann Auskunft über Gott geben. Ich folge einer Schule (Parampara - Meister-Schüler Nachfolge) die einer Theistischen Tradition folgt, in der erklärt wird, das Gott eine individuelle, höchste Persönlichkeit ist. Wenn dies so ist, dann muss es auch einen perfekten Pfad geben (angepasst an Zeit Ort und Umstände).

Über Gott zu spekulieren ohne einer Autorität zu folgen ist sich im Kreis drehen....
Christus brachte dies mit dem Ausspruch, "wenn Blinde, Blinden folgen fallen beide in die Grube", zum Ausdruck.

So wie ich freeline verstehe geht es ihm um Logik, wie du ja selber auch erwähnst - . Denn das Ziel und mag es auch transzendental sein, MUSS logisch verständlich erklärbar sein, da stimme ich vollkommen zu.
Es muss uns aber auch bewusst sein, das damit nur ein "theoretisches" Verständnis zustande kommt. Das ist auch der Sinn der Shastras - vertrauen schaffen um sich fest für einen Pfad zu entscheiden und diesen zielstrebig zu gehen. Das hat dann eben nichts mehr mit blinder Sturheit zu tun sondern ist Zielstrebigkeit.

Eine vedische Schrift die auf der Ebene von Logik basiert ist das Vedanta-sutra. Hierüber wird folgendes erklärt:
Zitat:
Nyaya-prasthana, sruti-prasthana und smrti-prasthana sind drei Quellen des Wissens. Sie werden zusammen prasthana-traya genannt. Die Upanisaden sind sruti-prasthana; Bhagavad-gita, Mahabharata und die Puranas sind smrti-prasthana und das Vedanta-sutra ist nyaya-prasthana. Alles transzendentale Wissen muß sich auf sruti, smrti und nyaya (Logik und stichhaltige Argumente) stützen. Deshalb werden in philosophischen Erörterungen und Diskussionen Aussagen durch Zitieren von Versen aus Upanisaden, Vedanta-sutra etc. belegt. In der Bhagavad-gita (13.5) sagt der Höchste Herr: brahma-sutra-padais caiva hetumadbhir viniscitaih - "Wissen über das Ziel des Lebens wird insbesondere im Vedanta-sutra erklärt, mit aller Beweißführung in bezug auf Ursache und Wirkung." Deshalb ist das Vedanta-sutra als nyaya-prasthana bekannt.

Das Vedanta-sutra - auch Brahma-sutra genannt - wurde von Vedavyasa, einer Inkarnation Narayanas, verfaßt. Vedanta bedeutet "das Ende des Wissens", d.h. transzendentales Wissen über die Absolute Wahrheit in ihren drei Aspekten brahman, paramatma und bhagavan. Der Hauptzweck des Vedanta-sutra und der Diskussionen in den Upanisaden besteht darin, den persönlichen Aspekt der Absoluten Wahrheit herauszustellen. Im Vedanta-sutra sind die philosophischen Einsichten der Upanisaden zusammengefaßt. Eine Definition für sutra wird in Skanda-Purana gegeben: "ein sutra ist ein Aphorismus, der die Essenz allen Wissens in wenigen Worten ausdrückt. Er muß universal anwendbar und fehlerlos in seiner linguistischen Präsentation sein."


Der natürliche Kommentar zum Vedanta-sutra, das Shrimad-Bhagavatam, wurde vom gleichen Verfasser niedergeschrieben und gibt umfassend darüber Auskunft.

Veda ist die Wissenschaft von Gott. Und wenn es eine heilige Schrift auf Erden gibt dann sind es wohl die Veden die mit Hilfe der Logik Gott auf wissenschaftliche Art erklären.
Es mag natürlich sein das es mir nicht immer gelingt dies verständlich rüber zu bringen.
Beim zitieren von Versen geht es mir nicht um "blindes Folgen" sondern um das verständliche Nachvollziehen und Beweis (zitieren einer Autorität)

In unserer heutigen Zeit haben wir grosse Mühe mit Autoritäten, denn wir wollen am liebsten "sein eigener Herr sein". Und so tendieren wir dazu unseren "selbstgemachten Weg" zu gehen. Aber bei einem transzendentalen Ziel ist das unmöglich. Das ist nicht mal auf der materiellen Ebene möglich. Wenn du ein Arzt werden willst dann musst du an die Uni und dort die Aussage der Autoritäten akzeptieren und nach deren Anweisungen lernen.

Bei der Wissenschaft über Gott muss man auch zuerst beim ABC anfangen. Nach vedischem Verständnis ist dies theoretisch zu verstehen das man nicht der Körper (Materie) ist und auch kein Produkt dessen. Dann muss man sich an gewisse regulierende Prinzipien halten die einem helfen die Sinne (Körper) unter Kontrolle zu bringen. Dann kann man Wissen kultivieren.
Wenn die Sinne unter Kontrolle sind, kommen sie zur Ruhe und dann kommt erst die klare Intelligenz zum Vorschein. Vorher ist die Intelligenz nur durch Leidenschaft und Unwissenheit, durch "ich" und "mein" getrübt.
Wenn die Intelligenz klar ist, kann man Paramgati, das höchste Ziel (ein Name Gottes), anstreben.
Krishna sagt in der BG, das die Wege der Unentschlossenen vielverzweigt sind, der Weg jedoch des Entschlossenen nur einer ist. Ich treffe immer wieder Menschen die an Spiritualität interessiert sind, die jedoch unentschlossen sind. Sie leben nach der Philosophie "ein bisschen von hier und ein bisschen von da" - wie im Supermarkt. Mit dieser Art von Einstellung kann man jedoch nicht den geringsten Fortschritt machen. Nach einiger Zeit sind sie frustriert und wenden sich wieder dem materialistischen Leben zu.

Nach vedischer Auffassung gibt es drei Stützen auf unserem Weg zurück zur Quelle und das ist Shastra, Guru und Sadhu.
Shastra sind die heiligen Schriften, Guru ist der erfahrene Lehrer und Sadhu sind die Heiligen die Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen/erkannt haben. Diese drei dürfen sich in ihrer Aussage nicht widersprechen. So haben wir einen verlässlichen Pfad.
Die Shastra gibt als erstes Auskunft über die Gebote und Verbote die uns helfen die Sinne unter Kontrolle zu halten. Ohne das Praktizieren eines gewissen Maßes an Entsagung kann man niemals erfolgreich sein.

Die Vorstellung das man nur an einen Messias oder Propheten zu glauben braucht ohne sich selbst zu läutern, wird in den Veden als blinde "Schwärmerei" und billige Religion bezeichnet. (wie du ja selber kritisierst)

Gruss
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