Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Impressum | Suche

Wie schaut das Leben nach dem Tod aus?












Hallo freeline,
danke für deine ausführliche Antwort

Zitat:
Zitat:
Leid gehört zur zeitweiligen Schöpfung, so wie Wärme zum Feuer.

Und das stimmt eben nicht. Physikalische Wärme und Feuer sind determiniert. Feuer gibt Wärme nach "physikalisch exakter Determiniertheit" ab, dessen Vorgang eben dem "materiellen" Kosmos angehört. ...


Du siehst den Wald voller Bäume nicht ...
Man spricht in den Veden von vier grundsätzlichen Arten des Leids.
Geburt - Alter - Krankheit und Tod, diese sind gegeben durch die Zeit die alles materielle der Vernichtung zuführt.
In den Veden unterscheidet man zusätzlich drei Arten der Herkunft von Leid.
adyatmika = Leid das man sich selber zufügt
adybhautika = Leid das uns von anderen Lebewesen zugefügt wird
adydaivika = Leid das uns von der materiellen Natur zugefügt wird

Diesen Leiden untersteht der materielle Körper. Das Lebewesen ist jedoch nicht der materielle Körper sondern die getäuschte Spirituelle Seele die sich nur mit dem Körper identifiziert.
So wie sich beispielsweise ein Schauspieler in der Rolle des sterbenden Königs auf der Bühne plötzlich wirklich für einen sterbenden König hält nur weil er ein entsprechendes Kostüm trägt.

Dein Problem ist, das du den Ursprung der Energie (in Sanskrit genannt Shaktiman) und die Energie die von Gott ausgeht (in Sanskrit genannt Shakti) gleichsetzt.
Aber Shaktiman in Person hat solche Leiden nicht. Unser Körper und der Körper der Höchsten Persönlichkeit Gottes ist nicht das gleiche.
(Ich werde weiter unten noch näher darauf eingehen)

Gott ist jedoch nach vedischer Definition; acyntia-bedhabedha-tattva
Auf unbegreifliche Weise (acintya), eins und doch verschieden von allem.


Zitat:
..... Du kannst es aber auch in dieser Form auch sein lassen: Es ist Dein Freier Wille, Leid über die Notwendigkeit hinaus zufügen zu "wollen". (Und es war unnötig).


Ich entschuldige mich dafür - ich meins ernst
mein falsches Ego geht manchmal mit mir durch ...

Zitat:
Zitat:
"Gott ist auf unbegreifliche Weise gleichzeitig eins mit allem und doch verschieden von allem"

Ist das jetzt Selbstironie von Dir? Das ist das, was ich die ganze Zeit versuche Dir zu erklären, denn Dir ist nicht bewusst, was das hier wörtlich Zitierte alles tatsächlich impliziert: Wenn Gott gleichzeitig eins mit allem ist, kann dann Gott etwa (sinngemäß) nicht auch durch die Augen jedes einzelnen Menschen sehen, ihre Unsicherheit >exakt< mitfühlen und das Gefühl und den Zustand der (noch) Unwissenheit direkt und unverfälscht erleben? Wenn Du jetzt sagst, nein kann er nicht, "Wendest deine armselige Logik ...auf Sachen an, die von dir unvorstellbar sind". Deine Worte. Außerdem zweifelst Du damit an Gottes Allmächtigkeit, weil er ja etwas nicht kann, Deiner Aussage nach.


Zitat:
Die Lösung ist und kann nur sein:
- Gott ist "eins mit allem": Alles impliziert u.a. auch eins mit den Zustand der subjektiven Unwissenheit (!) ..."doch verschieden von allem">Natürlich, er sieht nicht nur durch die begrenzte Perspektive jedes Menschen oder sonstigen Wesens, sondern auch mit seiner übergeorneten und durchdringenden allwissenden Perspektive.


Unsere Meinungsverschiedenheit beruht auf einem Definitionsunterschied.
In den Veden wird das Beispiel der Sonne gegeben.
Wir haben einerseits den Sonnenplaneten (Shaktiman, den Ursprung der Energie), und andererseits den Sonnenschein (Shakti). Wir können diese beiden Aspekte der Sonne nicht voneinander trennen. Der Sonnenschein hat seinen Ursprung im Sonnenplaneten. Und der Sonnenplanet hätte ohne Sonnenschein keine Bedeutung. Und doch existieren beide gleichzeitig bewusst nebeneinander.
Der Aspekt Shaktiman ist dem Aspekt Shakti übergeordnet da er dessen Ursprung ist.
Wir die Lebewesen sind vergleichbar mit den Lichtteilchen die von der Sonne ausgehen. Jedes Lichtteilchen ist von seiner Qualität her wie die Sonne, jedoch unendlich viel kleiner.
Das Lebewesen ist anu (atomisch klein) und die Höchste Persönlichkeit Gottes ist vibuhu (unbegrenzt).
Das Lebewesen kann nie mit der Höchsten Persönlichkeit Gottes verschmelzen = in dessen Persönlichkeit aufgehen. Es ist, ein in sich abgeschlossenes Individuum.

Und dieser Shaktiman ist eine ungeteilte, individuelle, bewusste transzendentale Höchste Persönlichkeit. Diese Persönlichkeit wird in den Veden Krishna genannt. Krishna bedeutet "der Allanziehende", derjenige von dem alles ausgeht wirkt auch wieder auf alles anziehend.
Dieser Shaktiman ist unbegrenzt und hat somit auch unbegrenzt viele Namen. Diese Namen nehmen Bezug auf die Eigenschaften und Tätigkeiten der Höchsten Persönlichkeit Gottes.

Wenn die Höchsten Persönlichkeit Gottes in der materiellen Welt erscheint muss sie keinen materiellen Körper annehmen und sie untersteht auch nicht den Gesetzen der materiellen Natur. Da sie dessen Ursprung ist.

Shri Krishna in der Bhagavad-Gita:
Zitat:
"Ich bin der Ursprung aller spirituellen (transzendentalen) und materiellen Welten. Alles geht von Mir aus. Die Weisen, die dies vollkommen verstanden haben, beschäftigen sich in Meinem hingebungsvollen Dienst und verehren Mich von ganzem Herzen." (BG 10.8

"Obwohl Ich ungeboren bin und Mein transzendentaler Körper niemals vergeht und obwohl Ich der Herr aller Lebewesen bin, erscheine Ich in jedem Zeitalter in Meiner ursprünglichen transzendentalen Gestalt. (BG 4.6)

"Wer die transzendentale Natur Meines Erscheinens und Meiner Taten Kennt, wird nach Verlassen des Körpers nicht wieder in der materiellen Welt geboren, sondern gelangt in Mein ewiges Reich, o Arjuna." (BG 4.9)


Wenn der "anu" (du, ich, wir) getrennt von Krishna genießen wollen werden sie aufgrund ihres Wunsches in die materielle Welt versetzt. In der materiellen Welt wird das Lebewesen durch die illusionierende Energie Krishnas genannt Mahamaya in Illusion versetzt und es identifiziert sich mit einem materiellen Körper. Es vergisst wer es wirklich ist und was es für eine Beziehung mit Krishna hat.
Da es jedoch nicht wirklich von Krishna getrennt sein kann, wird es in Illusion versetzt. So geht es getrieben vom Wunsch im ICH und MEIN (genannt ahankara = falsches Ego) zu geniessen unzähligen illusorischen Tätigkeiten nach und versucht als ewiges Lebewesen in einer zeitweiligen Welt glücklich zu werden - was ihm nie gelingen wird.
Wenn es in der materiellen Atmosphäre dann jedoch wieder eine Verbindung (Re-Ligio = Rück-Verbindung = yoga) aufnimmt, erlangt es sein ursprüngliches Bewusstsein zurück.

Die ewig befreiten anu-Seelen, genannt nithya-siddhas besitzen einen transzendentalen Körper und leben in der transzendentalen Welt genannt vaikuntha. Dieser Körper ist ewig, voller Wissen und glückselig. Der nitya-siddha ist eins mit diesem Körper. In vaikuntha dient es Krishna in Liebe und Hingabe.

Gruß
Also hallo, ein interessanter thread! ich muss dazu sagen das ich mir natürlich nicht alle 48 seiten durchgelesen hab...
aber trotzdem hab ich auch senf zum dazugeben:

ich denke das der tod nichts weiter als eine art tür in den nächsten raum des lebens ist, klingt komisch, aber das dieses leben das einzigste ist, halte ich für unwahrscheinlich.
WAS dieser raum nun genau ist und wie er aussieht weiß ich natürlich nicht und ich halte auch nicht viel von spekulationen darüber - mir kommt das immer vor wie "sich selbst mut zureden", bzw macht es halt einfach auch "spaß" oder hoffnung, darüber zu sinnieren.

desweiteren denke ich nicht das wir unser "ich-bewusstsein" bzw. ego mitnehmen in diesen besagten nächsten raum - ein "bewusstsein" im nicht personenbezogenen sinne überlebt wohl, allerdings wird es meiner meinung nach sicherlich nicht so kommen, dass man nach dem tod auf einmal feststellt - "ah, jetz bin ich tod, mal sehn was passiert...".

Was nicht heißen soll das man seinen eigenen tod, bzw. den vorgang des sterbens an sich, nicht durchaus als "zuschauer" live mitverfolgen kann - ich bin mir nicht sicher von wem die vermutung stammt, jedenfalls gibt es ja die theorie, dass das gehirn nach dem eigentlichen tod noch bis zu 2 minuten aktiv/teilaktiv ist und massen an dmt o.ä. ausschüttet, einem wahrscheinlich körpereigenen halluzinogen, welches zB für nahtod erlebnisse verantwortlich sein könnte. diese 2 minuten sind dann zB dafür da, das leben, wie so oft beschrieben, nochmal vorm inneren auge abspielen zu lassen, sich selbst zu beobachten, fehler zu erkennen und und und.
Aber wie gesagt denke ich, dass es das dann wahr mit dem "ich-bewusstsein" und wir unser ego entgültig ablegen - zumindest bis zum nächsten neuanfang.

das buddhistische samsara, das rad des lebens, der ewige kreislauf aus dem es zu entkommen gilt erscheint mir als eine "vernünftig" klingende theorie. wenn man in diesem zusammenhang überhaupt von vernunft reden kann. natürlich hilft es einem ungemein an eine art karma zu glauben, welches im gleichgewicht bleiben muss, da dies dem kreislauf einen sinn gibt - und ohne eine art "ziel" (=sinn) vor augen würde man doch die hoffnung verlieren, ich denke das liegt in der natur des menschen - wir brauchen nunmal einen sinn!
und solang wir glücklich sind, ist alles gut...

hehe, die letzten paar zeilen waren ein bisschen "vor mich hin geschwafel" - ich bin ein mensch der beim reden, bzw schreiben denkt, drum kann es durchaus vorkommen, dass einiges unzusammenhängend, bzw unvollständig klingt, was schon so manchen zur weißglut gebracht hat - bitte habt nachsicht!

ach übrigens, für alle die angst vorm tod, bzw sterben haben - ich empfehle JEDEM das "tibetanische buch vom leben und vom sterben" von sogyal rinpoche - ein fabelhaftes werk, welches WIRKLICH hoffnung gibt, und lehrt, mit dem thema tod als natürlichen bestandteil des lebens umzugehen.

gruß
Hallo jivatma,

also erst einmal möchte ich vorweg nehmen, dass ich es mich prinzipiell freut, dass Du Dich bei Deinem Glauben an den Veden orientieren möchtest. Wenn wir hier über bestimmte Vorstellungen diskutieren und nicht zu einem Nenner finden solten, wäre das insofern nicht für uns beide schlimm, weil wir immerhin von etwas anderem überzeugt sind als der Vorstellung, dass man sein eines Leben lebt und danach in den Himmel oder in die Hölle kommt. Und wenn wir nicht nur theoretisch folgern, sondern in Praxis umsetzen, werden wir uns irgendwann auf einem Nenner treffen, auch wenn es nicht der Verstand sein sollte.

Vielen mag unsere Diskussion sehr abstrakt, evtl. träumerisch weltfremd sein, doch die Dinge hier betreffen in direkter Weise das menschliche Wertesystem. Vor allem inbezug auf den Begriff Leid. Und der Schaden, der durch Leid verursacht werden kann, ist sehr viel größer, als Du wohl wahrnimmst. Das sieht man daran, dass die Kategorisierungen, wie Du sie inbezug auf Leid genannt hast, teils (nachweislich) falsch bzw. fehlkategorisiert sind und am entscheidenden Punkt vorbeireden:

Zitat:
Man spricht in den Veden von vier grundsätzlichen Arten des Leids.
Geburt - Alter - Krankheit und Tod, diese sind gegeben durch die Zeit die alles materielle der Vernichtung zuführt.


Bei allem Respekt ist das eine vollkommen unsinninge Kategorisierung von Leidensarten:
-Geburt implziert Leid, ok.
-Alter nicht unbedingt. Wenn Du mit Alter Zeit generell jedes Lebensalter meinst, ist die Wahrscheinlichkeit schon sehr hoch, dass Du mal leidest, ok
Wenn Du fit, gesund und glücklich alt im Sinne von "alter Mensch" wirst und z.B. auf Grund einen versehentlichen Überdosierung an starken Schlafmitteln schlafend stirbst oder etwas äquivalentem, kann man nicht von Leid sprechen.
-Krankheit: Wenn Du psychisch krank bist und zum Beispiel Spaß daran hast andere zu quälen oder umzubringen (und von solchen Sadisten gibt es viel), magst Du Dich selbst gut fühlen und kein Leid merken. Krank ist man dann trotzdem.
-Tod: Hängt ganz davon ab, wie man stirbt. Klar kann man schmerzvoll sterben. Muss aber nicht. Wenn z.B. jemand in Vollnarkose stirbt, ist das zwar unschön, aber gelitten hat der betreffende dabei nicht. Tod bedeutet nicht zwangsweise gleichzeitig Leid.

Deshalb machen diese Kategorisierungen schon einmal keinen Sinn. Das macht sich v.a. bei dieser viel zu groben Kategorisierung bemerkbar:

Zitat:
adybhautika = Leid das uns von anderen Lebewesen zugefügt wird


Erstens einmal: Ist es absichtlich ausgeführt oder unabsichtlich? Ist es von einem intelligenten Wesen mit einem Freien Willen, wie dem Menschen, ausgeführt, oder von einem minder intelligenten, wie einem Tier, dem man inder Regel keine böse Absicht unterstellen kann?

Das spielt eine so immense Rolle: Ist Leid zufügen nicht in dessen Absicht ausgeführt von einem gesunden Menschen, also ein Versehen, kann man nicht von Bösartigkeit reden. Oder ist es in Absicht ausgeführt, aber in aufrichtig Weise, um jemandem zu helfen (z.B. ein Medikament verabreichen mit Nebenwirkungen), kann man auch nicht von Bösarbtigkeit reden. "Wenn" aber ein Mensch einem anderen Menschen Leid zufügt aus egoistischer Absicht, bei dem das Leid des anderen der Zweck der Handlung an sich ist (und so etwas gibt es leider viel zu häufig),
dann leidet mehr als nur der materielle Körper, es leidet auch die Seele. Und die Seele ist nicht irgendeine indiviuelle Ansammlung von Energie, die von irgendwelchem Leiden des Körpers, indem sie wohnt nichts mitbekommt. Wenn etwas leidet, bekommt die Seele das eher mit als der Körper. Erst durch die Seele kann ein Körper überhaupt erst leiden, denn ansonsten, also ohne Seele, wäre der Körper leblos und damit unempfindsam.

Zitat:
Diesen Leiden untersteht der materielle Körper. Das Lebewesen ist jedoch nicht der materielle Körper sondern die getäuschte Spirituelle Seele die sich nur mit dem Körper identifiziert.


Dem stimme ich zwar zu, sage aber auch, dass die Seele alles Leid des materiellen Körpers mitbekommt.


1.
Zitat:
Dein Problem ist, das du den Ursprung der Energie (in Sanskrit genannt Shaktiman) und die Energie die von Gott ausgeht (in Sanskrit genannt Shakti) gleichsetzt.


Das ist nicht mein Problem, sondern die Lösung, da ich mich dadurch nicht in Widersprüche verzettel, die sich gegenseitig ausschließen, wie ich Deinen Argumenten gleich zeigen werde. Schön, ist Du mir selbst schon Deine metaphern nennst, die Deinen grobschlächtigen Zusammenschluss von in Wahrheit verschieden begriffen veranschaulichst. So nennst Du das beispiel:
Zitat:
Jedes Lichtteilchen ist von seiner Qualität her wie die Sonne, jedoch unendlich viel kleiner.


Das spiegelt die Unsinnigkeit wider. Denn das Lichtteilchen ist auch von der Qualität her nicht wie die Sonne. In der Sonne gibts mehr als nur Lichtteilchen. Die Sonne ist, abgeshen von noch anderen Teilchen/Gasen, eine Konglomeration von unzähligen Lichtteilchen, von denen jedes >genauso< groß sind wie jedes ausgesandte Lichtteilchen. Deiner Analogie nach müsste die Sonne ein einziges großes Lichteilchen sein, was natürlich in jedweder Hinsicht Unsinn ist.

Hier widersprichst Du DIr auch in zwei Aussagen:

Zitat:
Aber Shaktiman in Person hat solche Leiden nicht. Unser Körper und der Körper der Höchsten Persönlichkeit Gottes ist nicht das gleiche.


Zitat:
Dieser Shaktiman ist unbegrenzt und hat somit auch unbegrenzt viele Namen.


Auch hierin widesprichst Du Dir: Wenn Shaktiman keine solche Leiden hat, dann ja nur, weil er sie ja schließlich nicht empfinden würde. Etwas nicht zu empfinden, was irgendwo - egal in welcher Existenzform - empfunden wird, bedeutet das Bewusstsein bzw. die Informationen dieses Gefühlszustandes nicht zu haben. Einen Gefühlszustand nicht zu haben, der aber in irgendeiner Form von Existenz, gleich welcher, empfunden wird, bedeutet "weniger" Bewusstsein über alle Gefühlszustände zu haben, die in jedweder Existenz empfunden werden. Etwas weniger zu haben im Verhältnis zur Gesamtmenge aller Empfindungen, die es insgesamt gibt, impliziert >begrenzt< zu sein.
Wie kann also der Shaktiman, der unendlich groß ist gleichzeitig begrenzt sein, Deinen Behauptungen nach? Es schließt sich gegenseitig aus, und stimmt daher nicht.

Ich habe Dich jetzt schon mehrmals anhand anderer Beispiele auf diesen Widerspruch aufmerksam gemacht, und Du bist mir immer ausgewichen. Seit es, dass Du mit metaphern aufwartest, die ihrerseits grobschlächtig und unsinnig sind (siehe oben zu "Leidensarten"). Oder Du sagst einfach:
Zitat:
"Wende deine armselige Logik nicht auf Sachen an, die von dir unvorstellbar sind".

Das entspräche den Worten gewisser Menschen, die sagen: "Gottes Wege sind unergründlich", wenn sie unangenehme Fragen gestellt bekommen, die sie nicht zu beantworten vermögen. So einen Satz wirst Du von mir unter Garantie niemals zu lesen bekommen, weil dieser Satz die vorzeitige Kapitualtion des Verstandes bestätigt.

Also bitte, rezitier nicht mehr mit unsinnigen, weil viel zu unpräzisen, Analogien, sondern versuch einmal mit Deinen eigenen Woten exakt auf den Widerspruch zu antworten, auf den ich schon mehrfach hingewiesen habe. Also noch einmal: >Etwas begenztes ist nicht unendlich<. Durch meine (bei weitem nicht vollends geschilderte) Theorie besteht dieser Widerspruch nicht, durch Deine schon.

Und noch einmal zu etwas anderem, worauf Du mir ausgewichen bist. "Leid" ist ein Gefühl und keine Angelegenheit rationaler Interpretation. Wenn man leidet, braucht Dir in diesem Augenblick niemand zu erklären, dass Du es tust. Leid ist deshalb schlecht - grundsätzlich. Denn es läßt sich immer eine Alternative denken, die kein Leid bedeuten würde.
Wenn Du also sagst, dass die Schöpfung in perfekter Ordnung ist, wäre demnach auch anderen freiwillig zugefügtes Leid perfekt, da Teil der Schöpfung. Etwas, dass perfekt ist, braucht nicht mehr geändert zu werden. Das hieße, dass man im Prinzip auch keinem Menschen einen Vorwurf dafür machen könnte, wenn er Schandtaten begeht. Wenn also ein Serienkiller andere Menschen entführt, vergewaltigt, zerstückelt und vergräbt, wäre das Deiner Definition nach auch perfekt, da Leid ja Deinen Worten nach ein Teil der "perfekten" Schöpfung ist. Dieser Mensch (in meinen Augen bösartig sadistischer Straftäter) wäre demnach schuldfrei, denn Perfektion kann man ja eigentlich schlecht zum Vorwurf machen. Wie gesagt, ich behaupte das ja nicht. Nach meiner Theorie waren Hiroshima, KZs, Massenvergewaltigungen und unzählige weitere Beispiele nicht perfekt, erst Recht nicht, da sie von Freien Willen ausgeübt wurden und das alles nicht hätte sein müssen.

Bevor Du also das nächste Mal so lax Behauptungen bzw. sehr eigenwillig interpretierte Zitate in den Raum wirfst, mach Dir einmal klar, wie die ohnehin schon nicht soo tolle Welt aussehen würde, wenn jeder das Weltbild hätte, dass Du hier von Dir gibst. Wenn die Schöpfung perfekt ist, ist auch unlogisch, warum Du Dich bei mir entschuldigst hast für irgendeinen Ego-trip. Ich habe mich zwar darüber gefreut und hätte dasselbe im umgekehrten Fall getan, aber Deine Handlung entspricht nicht Deiner Anschauung, die Du von Dir gibst.

Gruß[/i]
Hallo freeline,
ich habe meine Antwort zweigeteilt – der Übersichtlichkeit zu liebe,
Dies ist Teil 1; „Karma“:
(Teil zwei „Shaktiman/Shakti“ folgt später)

Zitat:
also erst einmal möchte ich vorweg nehmen, dass ich es mich prinzipiell freut, dass Du Dich bei Deinem Glauben an den Veden orientieren möchtest. ............. dass man sein eines Leben lebt und danach in den Himmel oder in die Hölle kommt. Und wenn wir nicht nur theoretisch folgern, sondern in Praxis umsetzen, werden wir uns irgendwann auf einem Nenner treffen, auch wenn es nicht der Verstand sein sollte.


Es geht mir auch nicht darum dir "meine Kappe" überzustülpen, sondern um Meinungsaustausch und der kann/darf auch manchmal herausfordernd sein.
Ja, du hast völlig recht auf die Praxis kommt’s an.
Ich halte als Hare-Krsna Mönch verschiedene regulierende Prinzipien ein; wie vegetarisch Essen, zölibatäres Leben und dem Chanten des Hare-Krishna-Mahamantra etc. und das gehört zum "yama und niyama Prozess des Yoga in meiner Sampradaya (Meister-Schüler-Nachfolge).
Erst durch das Studium (Theorie genannt gijan) und die Umsetzung in die Praxis, erlangt man schlussendlich, vigijan - innere Erkenntnis.

Zitat:
Zitat:
@jivatma
Man spricht in den Veden von vier grundsätzlichen Arten des Leids.
Geburt - Alter - Krankheit und Tod, diese sind gegeben durch die Zeit die alles materielle der Vernichtung zuführt.

@freeline
Bei allem Respekt ist das eine vollkommen unsinninge Kategorisierung von Leidensarten:
-Geburt implziert Leid, ok.
..........
Klar kann man schmerzvoll sterben. Muss aber nicht. Wenn z.B. jemand in Vollnarkose stirbt, ist das zwar unschön, aber gelitten hat der betreffende dabei nicht. Tod bedeutet nicht zwangsweise gleichzeitig Leid.



Der Sinn hinter dieser einfachen und klaren Kategorisierung ist ganz einfach:
niemand will alt werden, jeder möchte viel lieber ewige Jugend
niemand möchte Krank sein, denn niemand will körperlich Leiden
niemand will sterben, vielmehr ewiges Leben
niemand möchte geboren werden, denn nebst dem Leid das wir während der Geburt erfahren kommt die Gewissheit des Todes hinzu

Wir sind nicht der Körper, der Körper ist nur ein Gefährt. So wünscht sich jeder ein Gefährt das ewig schön, jung, gesund, usw. ist.

Zitat:
Zitat:
@jivatma
adhibhautika = Leid das uns von anderen Lebewesen zugefügt wird

Erstens einmal: Ist es absichtlich ausgeführt oder unabsichtlich?


Was ist das für eine Frage?
Die Veden sind der Ursprung von Sanskrit-Begriffen wie Karma, atma, Samsara, Yoga etc. Aus diesem Grund akzeptiere ich die Veden als "Autorität" diese Begriffe zu definieren.

Leid das uns widerfährt (adhyatmika, adhibhautika, adhidaivika) ist nichts anderes als Reaktionen unserer eigenen Aktionen in der Vergangenheit. (Karma das Gesetz von Aktion und Reaktion)
Jemand der Wahrhaft weise ist, weiss das das Leid das er in diesem Leben erfährt nichts anderes ist, als das was er selbst in der Vergangenheit verursacht hat.
Ob du von einer Mücke gestochen wirst oder bei einem Raubüberfall gewaltsam niedergeschlagen wirst, spielt keine Rolle - wir sind immer der Verursacher des eigenen Leids.
Karma ist etwas sehr subtiles. Man vergleicht es im Shrimad-Bhagavatam (der Essenz der Veden) auch mit einer Pflanze. Zuerst ist Gemeinschaft, durch Gemeinschaft mit anderen erhältst du einen Samen (Gedanken), wenn dieser bewässert wird entsteht ein Sprössling (Wunsch) dieser wird grösser und immer grösser bis zum Baum (Handlung) und schließlich schenkt uns dieser Baum seine Früchte (Freud/Leid) sowohl bittere als auch süße und wir sind gezwungen sie zu geniessen. Das nennt sich karma-phala (Karma-Frucht).
So unterscheidet man aprarabdha-karma, unmanifestiertes Karma ("im Wachstum") und prarabdha-karma, manifestiertes Karma ("in Aktion").
Prarabdha-Karma müssen wir als gegeben hinnemen, aprarabdha-karma hingegen lässt sich von uns noch beeinflussen.

Aus diesem Grund erklärt Shri Krishna in der BG:
Zitat:
"O Sohn Kuntis (Arjuna), das unbeständige Erscheinen von Glück und Leid und ihr Verschwinden im Laufe der Zeit gleichen dem Kommen und Gehen von Sommer und Winter. Sie entstehen durch Sinneswahrnehmung, O nachkomme Bharatas (Arjuna) und man muss lernen, sie zu dulden, ohne sich verwirren zu lassen." (BG 2.14)

Es gibt auf der materiellen Ebene weder anhaltendes Glück noch anhaltendes Leid. Wir sind nicht der Körper und somit ist die Sinneswahrnehmung lediglich äußerlich. Zu sagen jener hat mich beleidigt weil ich schwarz oder weiss, Jude oder Moslem, Amerikaner oder Iraker bin ist nichts anderes als die fälschliche Identifikation (ahankara) mit dem zeitweiligen Körper der uns von Mutter Natur aufgezwungen wurde.

Zurzeit sind wir alle mehr oder weniger von dieser äusseren Erscheinung getäuscht, was typisch ist für das jetzige Zeitalter des Kali-yuga, wo sich alle sehr mit ihrem Körper identifizieren.

Zitat:
Das spielt eine so immense Rolle: Ist Leid zufügen nicht in dessen Absicht ausgeführt von einem gesunden Menschen, also ein Versehen, kann man nicht von Bösartigkeit reden.

Das meine ich mit subtil. Die Mücke muss stechen will sie überleben. Für uns ist es nur ein bisschen Blut für sie sind es tausende von Nachkommen ...
Die Aneinanderreihung von Aktion und Reaktion ist endlos ...
Durch unsere Sinne sind wir gezwungen zu Handeln, niemand kann aufhören zu Handeln (wie gesagt "Handlung" beginnt bereits beim Gedanken)

Grundsätzlich unterscheidet man neben dem "Reifezustand" von Handlung auch deren Motiv.
Man unterscheidet:
Karma bedeutet im engeren Sinne eigentlich "fromme Handlung" = Reaktionen des Genusses
Vikarma ist "sündhaftes Handeln" = Reaktionen des Leids (vom Mückenstich bis zur Folterkammer)
Akarma Handlungen die KEINE Reaktionen erzeugen.

Der Weg der Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod, samsara, führt über den Weg des Akarma. Das ist die Lehre die Shri Krishna Seinem Schüler und Geweihten Arjuna in der Bhagavad-Gita bezüglich des Handelns lehrt.

Gruss
Warum denn alles so langatmig:

Frage: Wie schaut das Leben nach dem Tod aus?

Antwort: Wie Du es willst.
Forum -> Leben nach dem Tod

Zurück  
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20,
21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40,
41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60,
61, 62, 63, 64, 65, 66  Weiter
Ähnliche Themen
Versöhnung nach dem Tod ?
Leben nach dem Tod!? Auch nach suizid!?
Quantenphysik: Die Seele existiert auch nach dem Tod
Mein Leben mit Gott
leben nach dem tod
Sinn im Leben verloren
Neues leben
Wie ist Jesus nach dem Islam geboren?
Wenn ich an sowas denk...SCHEISS LEBEN !
Das Leben nach der Wandlung - Jenseits