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Grüss dich Martin,
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Für mich stellt sich weiter die Frage was 'wohldefiniertes Bezugssystem' bedeutet - wohlbemerkt für jeden individuell.
Dieses soll den Gueltigkeitsbereich einer Aussage beschreiben.
Ueberlicherweise gehoeren dazu mindestens:
- Raum
- Zeit
- Bestimmung des/der Objekte(s), auf das sich die Aussage bezieht.
Aber moeglichst auch:
Individueller Wahrnehmungshorizonts des Aussagenden.
Nur bei allgemeingueltigen Aussagen kommt man mit weniger Parametern aus. |
Das nenn ich aus Wissen heraus reden!
Gut, noch eine letzte klitzekleine Frage: Was hältst du von folgender Abbildung?
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Hallo Zaf-Ad,
danke fuer die Blumen.
Zur Grafik:
Wenn ich das richtig deute, handelt es sich um eine Flow Chart zur empirischen Beweisfuerung.
Prinzipiell ist sie wohl ok, nur in einem Punkt ist der Terminus m.E. nicht ganz korrekt:
Denn wenn die "Probability", die Wahrscheinlichkeit, hier der induktive Schluss von Experiment auf Gueltigkeit der Hypothese, gelingt, spricht man nicht mehr von einer akzeptierten Hypothese, sondern von einer Theorie.
Gruss
Martin
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Zur Grafik:
Wenn ich das richtig deute, handelt es sich um eine Flow Chart zur empirischen Beweisfuerung. |
'Hypothetico-Deductive Model' wäre der korrekte Titel gewesen, aber das was du schreibst ist natürlich auch nicht falsch!
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Prinzipiell ist sie wohl ok, nur in einem Punkt ist der Terminus m.E. nicht ganz korrekt:
Denn wenn die "Probability", die Wahrscheinlichkeit, hier der induktive Schluss von Experiment auf Gueltigkeit der Hypothese, gelingt, spricht man nicht mehr von einer akzeptierten Hypothese, sondern von einer Theorie. |
Nun, dann werde ich in Erinnerung behalten, dass eine akzeptierte Hypothese keine Hypothese mehr darstellt für dich.
Ich sehe die Hypothese immer noch als Hypothese dar, wenn ich allein an die Quantenphysik denke, welches widersprüchliche Gedankenwelten erschaffen hat. (Licht hat Wellen- und Teilchen-Eigenschaften)
Allgemein anerkannte "Theorien" sind für mich "akzeptierte Hypothesen".
Aber gut zu wissen, wie du denkst!
So, nach all dem, was wir hier jetzt definiert und besprochen haben kann ich dir aus Erfahrung sagen:
Religion lässt sich so einfach nicht kategorisieren.
Wenn Religion auf dieser Grundlage aufbauen würde, so wäre Religion zu einfach und wir hätten keinen Streit mehr um die Wahrheit.
Religion setzt das empirische Erleben als Grundlage einer Standhaftigkeit, ansonsten glaubt man blind den Traditionen, was immer falsch ist.
Das heisst, wir müssen zuerst die Vorgänge erfassen, welche einen Menschen in seinem persönlichen Bezugssystem (aka Gedankenwelt) beeinflussen.
Da die Wissenschaft dies noch nicht erforscht hat, bleibt die Religion eine Glaubenssache.
Genauso die Sache mit der 19... Dafür braucht man den Verstand UND das Herz.
Wenn man einseitig mit dem Verstand denkt, so wird man die 19er Theorie nicht akzeptieren.
Es ist in der Praxis unheimlich schwer für mich, einen mittleren Weg zwischen Herz + Verstand zu finden, da ich gerne zum Verstand hin neige.
Wie stehst du zum Ganzen?
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| Ich sehe die Hypothese immer noch als Hypothese dar, wenn ich allein an die Quantenphysik denke, welches widersprüchliche Gedankenwelten erschaffen hat. (Licht hat Wellen- und Teilchen-Eigenschaften) |
Wenn ich mich richtig erninnere, so existiert hier keinerlei Theorie. Diese Aussage das "Licht beide Eigenschaften besitzen kann, je nach Experiment" ist jedoch wahr. Zudem ist die Wellenfunktion eines Teilchen komplexwertig und somit keine Messgröße.
Im Rahmen der String Theorie (M-Theorie) loesst sich aber m.W. dieses Problem auf.
(Siehe dazu auch B. Greene Das elegante Universum)
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| Wenn Religion auf dieser Grundlage aufbauen würde, so wäre Religion zu einfach und wir hätten keinen Streit mehr um die Wahrheit. |
Auch wenn ich nicht glaube das sie dann "zu einfach" waere, so waere das doch wunderbar, oder?
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Religion setzt das empirische Erleben als Grundlage einer Standhaftigkeit, ansonsten glaubt man blind den Traditionen, was immer falsch ist
Das heisst, wir müssen zuerst die Vorgänge erfassen, welche einen Menschen in seinem persönlichen Bezugssystem (aka Gedankenwelt) beeinflussen. |
In der modernen Wissenschaft wird dieses durch 4 Disziplnen abgedeckt:
- Neurologie
- Psychologie
- Soziologie und
- in Teilen die Philosophie.
Alle Theorien in diesen Disziplinen durchlaufen den Prozess der erkenntnisstheoretischen Ueberpruefung. Ich halte solche Aussagen fuer eine, im philosophischen Sinne, vernuenftige Basis um Schluesse zu ziehen.
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| Da die Wissenschaft dies noch nicht erforscht hat, bleibt die Religion eine Glaubenssache. |
Welche Aussage genau meinst du mit "dies"?
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Genauso die Sache mit der 19... Dafür braucht man den Verstand UND das Herz.
Wenn man einseitig mit dem Verstand denkt, so wird man die 19er Theorie nicht akzeptieren. |
Eine Anmerkung zum Herz: Es laesst sich schnell und einfach irrefuehren. Jeder Manager, jeder Menschenfuehrer, jeder Manipulator und Werbestratege weiss das.
- Teenager, die ihre Stars anhimmeln, tun das mit ganzem Herzen. Und das ist genau das, was durch die Industrie gewollt ist, um Verkaufszahlen hochzutreiben.
- Jeder Tuerverkaeufer versucht das: "Ich bin gerade aus dem Kanst entlassen worden, habe nur diese Einnahmequelle. Helfen sie mir bitte indem sie mir ein Abo abkaufen." Und die gutherzige Oma kauft.
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Es ist in der Praxis unheimlich schwer für mich, einen mittleren Weg zwischen Herz + Verstand zu finden, da ich gerne zum Verstand hin neige.
Wie stehst du zum Ganzen? |
Ich sehe innerhalb von Beweisfuehrungen keinen Platz fuer Herz und Gefuehl.
Dies wird am deutlichsten bei mathematischen Beweisfuehrungen und logischen Beweisfuehrungen (Spock laesst Gruessen), gilt aber genauso fuer jede andere wissenschaftliche Disziplin.
Das empfinde ich nicht negativ, sondern befreiend. Denn so kann ich problemlos Beweisfuehrungen von jederman akzeptieren, egal ob er Jude, Christ, Moslem, Buddhist oder Atheist ist, egal ob er aus dem Kongo, aus China, Deutschland, den USA, Usbekistan oder der Antarktis kommt. Auch kann der Beweisende persoenlich hoechst unsympatisch sein, vieleicht sogar ein Verbrecher, es anendert nichts am Beweis.
Dieser ist nicht gekoppelt an Personen, deren Gefuehle oder Umwelt.
Das ist auch einer der wesentlichen Intentionen der Bahai meinem Verstandniss nach.
Gruss
Martin
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Hallo Martin!
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| Auch wenn ich nicht glaube das sie dann "zu einfach" waere, so waere das doch wunderbar, oder? |
Wunderbar aber langweilig!
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Alle Theorien in diesen Disziplinen durchlaufen den Prozess der erkenntnisstheoretischen Ueberpruefung. Ich halte solche Aussagen fuer eine, im philosophischen Sinne, vernuenftige Basis um Schluesse zu ziehen.
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Sogar Physik durchläuft den Prozess der erkenntnistheoretischen Überprüfung!
Was ich aber eher meinte, waren die individuellen Entscheide eines jeden einzelnen Menschen, welche wir erst im NACHhinein beurteilen können, und nicht wie z.B. in der Physik vorrechnen können, welche Höhe ein Ball braucht um einen Looping machen zu können an einer dafür speziell konzipierten Vorrichtung.
Und m.E. wird dies auch in den nächsten 400 Jahren nicht möglich sein, bis die Biologie nicht ausreichend genug erforscht ist und die Menschen begonnen haben, Nebenwirkungsfreie Medikamente herzustellen!
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| Welche Aussage genau meinst du mit "dies"? |
Sorry...
Meinte Metaphysik.
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| Eine Anmerkung zum Herz: Es laesst sich schnell und einfach irrefuehren. |
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| Ich sehe innerhalb von Beweisfuehrungen keinen Platz fuer Herz und Gefuehl. |
Naja, ich meinte nicht eher das Gefühl, sondern das Herz, die innere Intention. Einstein wusste in seinem Herz, dass die Welt geordnet war (wofür er aber keine Beweise hatte), bevor er die Rel.theorie kundtat.
Damit meinte ich das Herz, das Gespür, die Fähigkeit etwas vorauszufühlen können.
Ein Beweis ist objektiv immer ein Beweis, egal von wem! Da hast du vollkommen recht! Leider war das auch nicht das, was ich meinte.
Das Herz wäre ein Hilfsmittel als Werkzeug "Gespür für die Wahrheit". So wie bereits Einstein sein Herz benutzt hatte.
Friede!
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