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Hallo Jesters,
danke für deine Antwort
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| Der Leib ist nicht nur ein Glück oder Unglück bringendes Akzidenz, das uns mit der unerbittlichen Welt der Materie in Verbindung setzt - seine Zugehörigkeit zum Ich versteht sich von selbst. Es ist eine Zugehörigkeit, der man nicht entkommen kann. Keine Metapher kann uns dazu bringen, sie mit der Präsenz eines äußeren Objektes zu verwechseln; es ist eine Einheit, deren tragischem Beigeschmack des Endgültigen durch nichts abzuhelfen ist" |
Das nennt sich in Sanskrit ahankara, falsches Ego. Die ewige spirituelle Seele, jivatma, identifiziert sich mit ihrem zeitweiligen, materiellen Körper.
Der Körper ist vergleichbar mit einer Maschine aus materieller Energie. Einer Maschine in der wir Platz nehmen (Geburt), eine gewisse Zeit unterwegs sind (irdisches Leben) und dann wieder aussteigen wenn das Fahrzeug unbrauchbar geworden ist (Tod). Sich mit diesem zeitweiligen Fahrzeug zu identifizieren und zu sagen das bin „ich“ oder „das ist ein Teil von mir“, wird in Sanskrit ahankara genannt – falsches Ego.
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Wir bekommen von der materiellen Natur, gemäß unserem Karma, den Reaktionen unserer vergangenen Handlungen, jeweils einen entsprechenden zeitweiligen Körper. Der Körper ist somit ein Ergebnis unserer vergangenen Taten und hat mit unserem ewigen Selbst nichts zu tun. Vergleichbar einem Angestellten der von seiner Firma auf Grund seiner Firmentätigkeit ein Geschäftsfahrzeug zur Verfügung gestellt bekommt. Die Person hat eigentlich weder mit der Firma noch mit dem Fahrzeug etwas gemein. Ein Problem entsteht erst dann, wenn sich die Person sowohl mit der Firma als auch mit dem Fahrzeug anfängt zu identifizieren.
Es geht nicht darum diesen Körper zu verneinen oder zu negieren. Sondern ihn vielmehr als das zu betrachten was er ist; ein Gefährt das uns durch diese Welt führt.
Unser wirkliches „ich“, die spirituelle Seele ist ewig und unwandelbar. Sich mit dem zeitweiligen Gefährt zu identifizieren wird maya, Illusion, genannt. Nicht der Körper selbst ist Illusion, denn er hat ja eine Realität wenn auch nur zeitweilig, aber sich mit diesem zu identifizieren, das ist ILLUSION.
Man kann nun diesen Körper dazu benutzen aus dem Kreislauf von Geburt und Tod herauszukommen oder man identifiziert sich weiterhin mit diesem und erhält durch das immer wieder neue zeitweilige Körper = Samsara.
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| "Soll man behaupten, daß sich aus der Analyse des (Anm.: körperlichen) Schmerzes eine Opposition des Geistes zu diesem Schmerz herausarbeiten ließe, eine Revolte, eine Weigerung, in ihm zu verbleiben, und folglich der Versuch, ihn zu überwinden? Aber ist dieser Versuch nicht von vornherein hoffnungslos zu betrachten? Bleibt der Geist in seiner Rebellion nicht unentrinnbar im Schmerz eingeschlossen? Und bildet diese Hoffnungslosigkeit nicht den eigentlichen Grund des Schmerzes?" |
Die materielle Natur hat uns diesen Körper auf Grund unseres Karmas aufgezwungen. Es ist ein „schlechtes Geschäft“ das wir gemacht haben. Es geht nicht darum zu rebellieren, sondern darum, „aus einem schlechten Geschäft das beste zu machen“.
In seiner Illusion geht das verkörperte Lebewesen unzähligen Tätigkeiten nach die zu nichts anderem führen als zu einem neuen zeitweiligen Körper. Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod zu erreichen bedeutet wieder die Handlungsweise der ewigen spirituellen Seele aufzunehmen und das nennt sich dann sanatana dharma, ewige Religion.
Das Wort Dharma ("Religion") bedeutet genau genommen „Eigenschaft“. Beispielsweise ist das Dharma von Wasser „flüssig“. Das Dharma von Feuer ist „Hitze“ und „Licht“. Diese Eigenschaften lassen sich vom Objekt (Wasser/Feuer) nicht trennen. Und genau in gleicher weise hat auch das spirituelle Lebewesen ewige Eigenschaften die sich von seinem individuellen ewigen Selbst nicht trennen lassen.
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Zu sagen „ich bin Christ“, „ich bin Hindu“, „ich bin Moslem“, „ich bin Deutscher“, „ich bin Amerikaner“, „ich bin Mensch“ „ich bin Weiss“, „ich bin Schwarz“, ist Illusion. Denn all diese Bezeichnungen sind äußerlich und zeitweilig, beziehen sich nur auf das zeitweilige Gefährt, jedoch nicht auf die ewigen Eigenschaften des Lenkers selbst.
Die Veden erklären nun, das sich das bedingte Lebewesen das in diesen Kreislauf von Geburt und Tod eingeschlossen ist, durch eine Verbindungsaufnahme mittels spiritueller Klangschwingung (genannt Mantra) wieder mit der grössten, individuellen Seele, Gott, verbinden kann. Mantra setzt sich aus den zwei Worten Mana engl. mind zu deutsch Geist/Verstand und tra, befreien, zusammen.
Diese spirituelle Klangschwingung ist vergleichbar mit dem Licht der Sonne. In der dritten Welt füllen die Menschen verseuchtes Wasser in Petflaschen ab und legen es auf das Hausdach. Nach einigen Tagen ist das Wasser durch die Sonnenstrahlen wieder sauber.
Wenn sich das bedingte Lebewesen mittels spirituellem Klang wieder mit Gott in Verbindung setzt, wird sein verunreinigtes Bewusstsein (ahankara) gereinigt und es kann wieder sein ursprüngliches Selbst erkennen.
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Wenn das Lebewesen auf der befreiten Ebene ist, gibt es alle Bezeichnungen wie "Geschlecht", "Religion", "Hautfarbe", "Nationalität" etc. auf (es anerkennt sie als zeitweilige Tatsache, als Wesensart des zeitweiligen Gefährts, aber auch nicht mehr). Diese Stufe nennt Shri Krishna in der Bhagavad-Gita - brahma-bhuta (siehe Bhgavad-Gita 14.26)
Bhuta bedeutet Lebewesen und brahma bedeutet spirituell - das Lebewesen hat sich als "spirituelles Lebewesen" wieder erkannt. Auf dieser Ebene gibt es alles Klagen und alles Begehren auf und betätigt sich ausschliesslich im Dienst Gottes. Durch diesen Dienst erfährt es, eine sich ständig steigernde innere Freude und Freiheit. (Siehe BG 18.54)
Wenn eine solche Person den Körper aufgibt (stirbt), ist sie aus Samsara (Kreislauf von Geburt und Tod) befreit , sie geht in die Transzendentale Welt (vaikuntha) ein, wo sie ein ewiges Leben voller Wissen und Glückseligkeit erfährt.
Gruss
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