Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Impressum | Suche

Veganer












@alanna
Zitat:
Ja vielleicht ist es komplexer, aber es ist auf alle Fälle ein ANFANG, Tierproduktkonsum zu verringern. Zeig mir einen, der es schafft, _alles_ zu tun....aber es ist doch immer noch besser, _etwas_ zu tun als gar nichts!

Woher nimmst du die Erkenntnis, dass gar nichts getan wird? Oder dass ich dies auch nur im entferntesten angedeutet habe.
Oder auf meine Person bezogen, was glaubst du über meine persönliche Lebensführung zu wissen, mit Ausnahme der Tatsache, dass ich nach wie vor dazu stehe, auch Fleisch zu essen.
@Martin H.
Zitat:
Dies ist genau die Mentalität:
ich kann nicht alles besser machen, also tu ich gar nichts!

Siehe oben.
Ich bin sicher kein so guter Mensch wie du, mit vollkommenen unverrückbaren und genau durchdachten moralischen Grundsätzen, der jeden Winkel seines täglichen Lebens durchforstet, um herauszufinden, wo ich die ganze Welt gerechter machen kann.
Schließlich bin ich ja durch den Konsum von Fleisch vollkommen entartet und gar nicht mehr in der Lage, ethisch zu handeln. (Sorry Gralsbote, ich will nicht unseren Streit neu entfachen, ist zu müßig)
Wie gut, dass es noch Menschen wie euch gibt.
@Martin H. und Gralsbote,
und nochmals, ihr erzählt mir jetzt eure Beispiele zum x-ten mal. Ich habe sie schon beim erstenmal gar nicht bestritten.
Aber ebenfalls nochmals, welche volkswirtschaftlichen Zwänge, führen dazu, dass Entwicklungsländer gezwungen sind, Lebensmittel zu exportieren?
Und Gralsbote, deine Beispielrechnung mag zutreffend sein, es ändert nichts daran, dass dennoch genügend Nahrungsmittel für alle zur Verfügung stehen könnten.

Ich habe kein Problem damit, dass ihr mich als moralisch verkommen und vollkommen unethisch haltet. Um diesem Pauschalvorwurf zu entgehen, traut sich hier auch kaum ein anderer ebenfalls Fleisch essender Teilnehmer, obwohl diese mit Sicherheit die Mehrheit stellen, Stellung zu beziehen. Sie gehen lieber vor eurer geschwungenen Moralkeule in Deckung.
Ich lasse euch gerne euer Gefühl dieser ethischen Überlegenheit, auch wenn ich es nicht für gerechtfertigt halte.
Ich bin schon immer ein Gegner von industrieller Massentierhaltung gewesen und versuche, wo immer es geht, diesem durch mein persönliches Konsumverhalten keinen Vorschub zu leisten.
Meine persönliche Konsequenz daraus ist aber gerade nicht, auf den Fleischkonsum vollständig zu verzichten.
Meine persönlichen Gründe hierfür habe ich schon dargelegt.
@minou,

Zitat:
Das ist ja alles schön und gut, aber wie willst Du wissen, wo die im Restaurant ihr Fleisch her haben?

Das weiß ich selbstverständlich in der Regel nicht. Denkst du darüber nach, wenn du im Restaurant sitzt? Wenn ja, würde ich mir überlegen, ob man noch dorthin gehen sollte. Jedermann selbst überlassen.
Zitat:
Oder isst Du dort vegetarisch?

Manchmal, aber eher selten. Hängt davon ab, worauf ich gerade Lust habe.
Gralsbote,

es gibt ein Ethikmodell ("Ethik der auszusondernden Länder" - Nein, das ist nicht aus dem dritten Reich) welches besagt, das ein Land wie z.B. Bangladesch auf eine autarke Bevölkerungszahl "zurückgehungert" wird.

So, dieses Modell begründet sich auf lange Sicht auf einem System, welches als Basis von einem weltweiten Vegetarismus ausgeht. Die Milchmädchenrechnung, das mit dem verfütterten Getreide an Nutzvieh mehr als das zehnfache an Korn an Länder der dritten Welt gehen _könnte_, wenn man es eben nicht für Viehzucht nutzt, sollte dir ja weitgehend bekannt sein.
Das Modell zielt nicht auf ein unmittelbares Ergebnis sondert rechnet sich erst in vielleicht 150 Jahren.

Da du davon ausgehst das ein Mensch, der ausschliesslich vegetarisch lebt, eine "höhere" Art von Moral und Ethik besitzt, möchte ich dich fragen ob du dir der unmittelbaren Auswirkungen einer solch radikalen Einstellung überhaupt bewusst bist. Ich befürchte du siehst das ganze etwas zu subjektiv.
#2

Ein paar Dinge die kollektiver, radikaler Vegetarimus bewirken würde wären:

- Der Verlust hunderttausender Arbeitsplätze.
- Nutzvieh würde elendigst verhungern (Global betrachtet)
- Potentielle Seuchengefahr. (MKS, Vogelgrippe, Schweinepest, die Liste ist endlos.)
- Gigantischer logistischer Aufwand damit die Massen an eingespartem Getreide da landen wo sie hingehören.
- Überbevölkerung mit der Folge, das die Landwirtschaft irgendwann ihren Zenit erreicht.
- ...

Daraus ergeben sich nun 2 Möglichkeiten:

1. Wir wenden dieses Modell an und nehmen in Kauf, das in der dritten Welt ein gigantisches, nicht einzuschätzendes Massensterben einsetzt.

2. Wir wenden es nicht an und verschieben die Folgen auf die Generationen nach uns.


Daraus müsste klar ersichtlich sein das eine Lösung nicht so einfach herbeizuzaubern ist und das es schon garnicht etwas mit einer subjektiven Moral bzw. Ethik zu tun hat. Vor allem unterscheidet man hier nicht zwischen "richtig" und "falsch".

Gruß.
Forum -> Gesundheit und Wohlbefinden

Zurück  
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20,
21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40,
41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60,
61, 62, 63, 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70  Weiter
Ähnliche Themen
Veganer oder Vegetarier